Fabian Lenk Die Zeitdetektive - Francis Drake, Pirat der Königin

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Inhaltsangabe zu „Die Zeitdetektive - Francis Drake, Pirat der Königin“ von Fabian Lenk

Karibik - 1579 nach Christus. Der gefürchtete Freibeuter Francis Drake will das spanische Schatzschiff Cacafuego entern. Aber stehen wirklich alle an Bord hinter dem Kapitän? Die Zeitdetektive machen eine gefährliche Entdeckung.

Sehr gut!

— Ann-KathrinSpeckmann

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    Die Zeitdetektive - Francis Drake, Pirat der Königin

    Ann-KathrinSpeckmann

    25. July 2017 um 19:11

    Inhalt: Die Zeitdetektive (Kim, Leon und Julian) fragen sich, wie der Pirat Francis Drake eines seiner berühmtesten Abenteuer meistern konnte. Kurzerhand entscheiden sie sich selbst auf dem Schiff vorbeizuschauen. Dort wartet bereits ein neuer Fall auf sie.Meine Meinung: Ich habe keine Kinder und bin, obwohl ich derzeit die jüngste Lesekatze bin, mit meinen 21 Jahren eigentlich ein wenig zu alt für Kinderbücher, die Lesern ab 9 Jahren empfohlen werden. Diese Serie ist jedoch etwas Besonderes. Ich habe sie als Kind nahezu verschlungen. Ab Band zwölf habe ich jedoch aufgehört sie zu sammeln, weil ich dann doch die lieber die historischen Romane für Erwachsenen gelesen habe. Als ich vor einigen Wochen bei einem Bücherverkauf der Bibliothek war, habe ich die Serie neu entdeckt, und musste mir einfach ein paar Fortsetzungen kaufen. So, jetzt wisst ihr, warum ich das Buch gelesen habe und rezensiere. Natürlich ist es etwas schwierig für mich herauszufinden, ob das Buch wirklich kindgerecht ist etc., aber ich gebe mein Bestes. Deswegen fange ich jetzt direkt mit dem Inhalt an. Wie immer bei den Zeitdetektiven beginnt die Geschichte in der Gegenwart. Eine Ruderbootfahrt bringt die drei Kinder auf das Thema Piraten und zu der Frage, wie Francis Drake, die Cacafuego überfallen konnte, ohne jemanden ernsthaft zu verletzen. Das Thema hat Fabian Lenk sehr geschickt gewählt. Viele Kinder lieben Piratengeschichten und er hat es geschafft eines der wenigen historischen Ereignisse auszusuchen, das mit sehr wenig Blutvergießen auskam. Außerdem war tatsächlich ein Teenager mit an Bord, sodass sich Fabian Lenk keinen Freund ausdenken musste, sondern auf eine historische Person zurückgreifen konnte. Man merkt auf jeden Fall, das hinter der Geschichte eine gute Recherche und viele Überlegungen stehen. Sprachlich finde ich das Buch nicht ganz so gelungen wie die Story an sich. Die Sätze sind - dem Alter entsprechend - sehr einfach gehalten. Es gibt auch immer mal wieder Einwürfe aus der Jugendsprache. Das wirkt auf einem Piratenschiff ein wenig komisch, stört mich aber nicht. Junge Leser sollen sich schließlich auch mit der Sprache identifizieren können. Ein wenig anstrengend ist es jedoch, dass recht viele Begriffe eingestreut werden, die Kinder nicht kennen können. Und auch mich haben sie immer ein wenig aus den Lesefluss gerissen, obwohl ich die Bedeutungen kannte. Sie werden ausnahmslos hinten im Glossar erklärt. Es ist also nicht so, dass man erst ein Wörterbuch raussuchen oder einen PC anmachen muss, aber trotzdem finde ich das recht nervig. Und ich erinnere mich daran, dass mich das früher auch schon gestört hat. Es wäre einfach schön, wenn ein paar mehr von diesen Begriffen, direkt im Text erklärt werden würden. Deutlich besser gelungen sind aus meiner Sicht die Charaktere, die sich seit dem ersten Band treu bleiben. Sie sind ein wenig klischeehaft (ein dickköpfiges bzw. starkes Mädchen, ein schlauer Junge als Anführer und ein sportlicher/ geschickter Junge), aber da gibt es schlimmeres. So werden jedenfalls die meisten Kinder angesprochen. Was diesmal ein Problem dargestellt hat, ist die Tatsache, dass Kim ein Mädchen ist. Natürlich möchte ich Mädchen nicht aus solchen Abenteuern aussperren, aber auf sein Schiff hätte Drake bestimmt kein Mädchen mit genommen - und schon gar nicht ohne Diskussionen. Ich hätte es nicht schlimm gefunden, wenn schnell eine einfache (und nicht unbedingt historisch korrekte) Lösung gefunden worden wäre. Allerdings wurde die Problematik vollkommen ignoriert, was ich etwas zu einfach finde. Die anderen Charaktere wurden alle auf ihr Wesentliches (und auf ihre kinderfreundlichste Seite) beschränkt. Drake ist sehr bestimmend, aber auch fair. Er verlässt sich vollkommen auf Diego, der immer hinter ihm steht, wie es möglicherweise auch wirklich war. Dadurch gewinnen Kinder einen Eindruck von den historischen Personen, ohne dass sie überfordert und mit Informationen erschlagen werden. Genau dieses Ziel wurde auch mit dem kleinen Geschichtsabschnitt ganz am Ende des Buches verfolgt. Der liest sich naturgemäß etwas schwerer. Allerdings hat Fabian Lenk sich hier auf die wichtigsten Fakten und größtenteils auf den Inhalt des Buches beschränkt, sodass Kinder die ganze Zeit etwas wiederfinden, dass sie schon wissen. Außerdem können sie am Ende feststellen, was sich der Autor ausgedacht hat und was Realität war. Das verspricht gut Geschichtsnoten. ;) Insgesamt hat mir der Band sehr gut gefallen. Ich wünsche mir, dass noch sehr viele Kinder diese Serie für sich entdecken. Von mir gibt es 4 von 5 Lesekatzen.

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