Fabian Sixtus Körner Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

(100)

Lovelybooks Bewertung

  • 96 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 1 Leser
  • 44 Rezensionen
(35)
(40)
(21)
(4)
(0)

Inhaltsangabe zu „Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs“ von Fabian Sixtus Körner

QR-Codes mit Fotos und Videos im Buch!

Wie kommt man einmal um die Welt, mit nur 255 Euro auf dem Konto? Fabian Sixtus Körner schnappt sich seinen Rucksack und macht sich auf ins Ungewisse. Sein Plan: alle Kontinente dieser Erde bereisen - und überall für Kost und Logis arbeiten. Ohne Reiseroute und feste Jobs, nur mit dem Drang nach Freiheit und grenzenlosem Optimismus im Gepäck.
In seinem mitreißenden Reisebericht erzählt Körner von Hahnenkämpfen in Santo Domingo, permanenten Abschieden, Modelwettbewerben in Malaysia, von Kulturschocks und Gastfreundschaft. Er legt Tausende von Kilometern in Fliegern, Zügen, Bussen, löchrigen Booten und Rikshas zurück und arbeitet dabei mal als Grafiker, mal als Architekt oder Fotograf. Zwei Jahre und zwei Monate, über 60 Orte, querweltein.

Vielleicht habe ich zu viele, ähnliche Bücher gelesen.

— Bücherwurm

Ein interessanter Reisebericht.

— Ann-KathrinSpeckmann

Die Reiselust ist geweckt und das Fernweh groß! Für ambitionierte Weltenbummler und die, die es werden wollen, ein absolutes MUSS!

— Maeusekind

Dieses Buch macht einfach lust auf mehr! Einfach nur weg und neue Kulturen entdecken und erleben!

— danasbuchtraum

Zu schön, um wahr zu sein? Aber ja, Handwerksgesellen hab es fast genauso gemacht, jahrhundertelang. Cooler Typ, tolle Geschichte.

— Buchstabenliebhaberin

Echt coole story und guter Humor.

— Cherry43

Sehr schöne Gestaltung und interessantes Leben auf der Kreativwalz. Leider ist der Schreibstil nicht besonders eingängig.

— Larischen

Leider mehr Selbstdarstellung als wirklich interessanter Abenteuer-Reise-Roman.

— Amarok

Eine spannende Geschichte beziehungsweise Lebensweise, jedoch literarisch nicht das non-plus ultra ;)

— TanjaJasmin

Dadurch bekommt man Fernweh und will selber direkt los

— Tempo86

Stöbern in Biografie

Kreide fressen

Eine Biografie, die sehr berührt, aber dadurch vor allem von psychisch erkrankten Lesern mit äußerster Vorsicht zu genießen ist.

Tialda

Slawa und seine Frauen

Unterhaltsam geschrieben :-)

Ivonne_Gerhard

100 Länder, 100 Frauen, 100 Räusche

Hier wird Spaß groß geschrieben!

DanielaMSpitzer

Der Serienkiller, der keiner war

Spannend, wie ein guter Thriller

Buchgeschnipsel

Hallervorden

Einfühlsam und fesselnd. Hallervorden wie man ihn nicht aus den Medien kennt. Tim Pröse weckt Emotionen beim Leser

Bine1970

Für immer beste Freunde

Eine zufällige Begegnung bringt zwei Menschen eine unvorstellbare Horizonterweiterung.

Buchperlentaucher

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Entsprach nicht meinen Erwartungen

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    KerstinTh

    26. July 2017 um 09:41

    Fabian Sixtus Körner ist Ende zwanzig, Innenarchitekt, Designer und Fotograf. Er möchte nicht sein Leben lang in ein und demselben Beruf arbeiten, er möchte etwas erleben. Nach einem Trip nach Laos in den Dschungel hat ihn das Reisefieber gepackt. Deshalb geht er auf eine ganz eigene Weltreise. Er bezeichnet es als seine persönliche „Walz“, die ähnlichen Regeln folgt, wie die eines Handwerkers. Er möchte während seiner Walz alle Kontinente der Welt bereisen und dort arbeiten. Für seine Arbeit möchte er keinen Lohn erhalten, sondern nur Kost und Logis. Am Ende ist Fabian zwei Jahre und drei Monate unterwegs und hat jeden Kontinent bereist. Meine Erwartungen an diesem Buch wurden leider nicht erfüllt. Ich hatte ein unterhaltsames Buch erwartet, in dem ein junger Mann von seinem Abenteuer in der Welt erzählt. Stattdessen habe ich ein eine Aneinanderreihung von Geschichten bekommen, die mit Bildern gespickt wurden, die leider nicht geordnet waren und so meist kein Zusammenhang zwischen Bild und Text entstand. Es gab auch Bilder von Orten, die im Text gar nicht erwähnt wurden. Fabian selbst war mir recht unsympathisch. Irgendwie war mir zu viel Distanz zwischen ihm und dem Leser und somit kam mir alles sehr unpersönlich vor. Das Ganze wirkte nicht richtig realistisch, es wirkte nicht echt. Schade fand ich auch, dass er sich nicht einfach nach seinen eigenen „Landwünschen“ hat treiben lassen. Sondern immer dort hingezogen ist, wo er durch persönliche Kontakte seinerseits oder von anderen unterkam und auch eine Job auftreiben konnte. Irgendwie fehlte so der Abenteuer-Effekt. Leider fehlten mir die Unterhaltung und auch die Spannung, vor allem aber der Lesereiz an diesem Buch, deshalb erhält „Journeyman“ nur zwei von fünf Sternen von mir.

    Mehr
  • naja, nicht wirklich das, was ich erwartet hatte

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    Bücherwurm

    09. June 2017 um 18:51

    Schon seit Jahren wollte ich dieses Buch lesen! Ich hatte den Hype um dieses Buch miterlebt, als es erschienen war, aber irgendwie hatte ich bei allen Leserunden Pech.Jetzt endlich konnte ich "Journeyman" von Fabian Sixtus Körner ergattern und habe es mal eben in wenigen Stunden durchgelesen.Was soll ich sagen: Vielleicht habe ich in der Zwischenzeit zu viel ähnliche Bücher gelesen?Junge Männer, die nach dem Abitur keinen Bock auf Studium und Berufsausbildung haben, die "ausbrechen wollen", "sich finden wollen", dieser deutschen Arbeitstretmühle entgehen wollen, bevor sie dann "sesshaft werden, Familie gründen und malochen".Naja.Traurig finde ich das, dass man der Meinung ist, man darf mal zwei Jahre nicht tun für die Rente, muss dann aber "brav werden".Mich selbst hat dies tatsächlich weder in die Ferne getrieben, noch in ein ausgeglichenes, eintöniges Leben, denn auch in Deutschland kann man spannend und abwechslungsreich leben, mit Höhen und Tiefen, mal reich, mal bitter arm.Und so ist es im Grunde auch hier: Fabian will alle Kontinente bereisen, arbeiten für Kost und Unterkunft und sich austoben.Die  Wahrheit: Er tingelt von manchen Ländern zu anderen, immer dahin, wo persönliche Kontakte ihn unterkommen lassen. Mit wenigen Ausnahmen, wie San Francisco, die aber nicht gestört hätten, wären sie im Buch nicht erschienen.Denn es ist leider auch hier so, dass der Autor sich relativ planlos treiben und gehen lässt.Kaum Hintergrundinfos über Land und Leute, eben rein subjektive Eindrücke von einem jungen Mann mit kaum Lebenserfahrung, der auch selten weiß, was er will.Nicht lustig, nicht spannend, aber schnell runter zu lesen.Wenige Fotos, die man oft nur schwer den Kapiteln zuordnen kann und einigen QR- Codes, die ich nicht lesen kann.Schade, ich hatte so viel mehr erwartet.Der absolute Bruch kam, als er in Äthiopien weilend schrieb, dass er keine Lust hätte sich nochmals mit einer neuen Sprache zu beschäftigen, also frage ich mich, wozu man dann in ferne Länder reist? Ich selbst habe haufenweise Geld ausgegeben, um in Berlin von einem äthiopischen Professor die Grundbegriffe vom Amharisch zu lernen und dann lese ich ein Buch von einem Weltenbummler, der genau darauf keine Lust hat?!?Ups, ich fühlte mich mal völlig fehl als Leserin dieses Buches!

    Mehr
  • 2 1/2 Jahre auf Reisen

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    Ann-KathrinSpeckmann

    15. January 2017 um 12:43

    Eigentlich habe ich mir das Buch geliehen, weil ich unbedingt eine Rucksackreise machen möchte, mir aber derzeit noch sehr unsicher bin. Wie lange soll die erste Reise dauern? Was muss ich an Formalitäten beachten? Was sollte ich als Frau Anfang 20 lieber lassen? Will ich wirklich alleine los?Die Bibliothek hat nur wenige Reiseberichte. Unter anderem diesen hier und der hilft bei praktischen Fragen nicht weiter. Natürlich soll das Buch eher unterhalten und faszinieren und kein Ratgeber sein. Und diese Aufgaben erfüllt es auch sehr gut. Meine Reiselust wurde auf jeden Fall noch intensiviert. Trotzdem finde ich es etwas schade, dass nur die Extreme gezeigt werden. So wird unter anderem besonderen Wert darauf gelegt, dass er nur 450 Euro hatte (wobei die 200 Euro, die davon bar waren im Klappentext unterschlagen werden). Allerdings hatte er vorher noch genug Geld für den Flug, ein sicheres Netz durch Bekannte und Familie UND vor allem hat er die ganze Zeit über vom PC aus gearbeitet. Nicht falsch verstehen: das finde ich super. Nur schade, dass das nur in Halbsätzen erwähnt wird, denn gerade das finde ich spannend. Aber wahrscheinlich hätte das die Faszination vieler Leser verringert und das Buch hätte sich schlechter verkauft. Ich bin irgendwie fasziniert davon, wie viele persönliche Momente vorkommen und wie unpersönlich das Buch trotzdem bleibt. Alle Szenen sind wichtig für die Reise, um die es geht. Gezeigt werden die Extremen, selten die normalen, menschlichen Momente. Das ist okay. Aber nicht das, wonach ich bisher gesucht habe. Trotzdem freue ich mic über die Lektüre und hatte viel Freude beim Lesen.

    Mehr
  • Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    Maeusekind

    04. July 2016 um 21:50

    „Journeyman“ ist das Buch (Ullstein-Verlag) zum wohl spannendsten Teil der Lebensgeschichte des Autors Fabian Sixtus Körner. Als Reiseblog während seiner 2-jährigen Designwalz durch jeden bewohnten Kontinent der Erde begonnen, lässt er ein Jahr nach seiner Rückkehr im Jahr 2012, die ganze Welt an seinen Erlebnissen teilhaben. Mit nur 255 € in der Tasche beginnt die Reise. Angelehnt an die traditionelle Handwerkerwalz, zieht der 28-jährige studierte Innenarchitekt aus Wiesbaden los, um für Kost und Logis zu Arbeiten und sich dabei selbst zu finden. Nach eigens auferlegten Regeln, die die Grundsätze der Reise bestimmen, beginnt der Autor im fernen Osten, wo er sich die meiste Zeit aufhält. Einige gebrochene Grundsätze später, legt er einen Zwischenstopp in der Heimat ein, um Kraft zu tanken, über bisherige Erlebnisse nachzudenken und Schicksalsschläge zu verdauen, bevor er nach Asien zurückkehrt, um den zweiten Teil seiner Reise mit alten Bekannten zu starten und weiter nach Australien und auf den amerikanischen Kontinent zu reisen. Typisch Blogger ist der Schreibstil keck und intelligent, sodass auch in unspektakulären Abschnitten die Lesefreude erhalten bleibt. Auch wenn manche Erlebnisse ein Gefühl des Fremdschämens erzeugen, sind andere so spannend, dass man kaum glauben mag, dass sich alle Erlebnisse mehr oder weniger genauso zugetragen haben. Fabian Sixtus Körner gibt dem Leser das Gefühl, ihn auf seiner Reise zu begleiten - was nicht zuletzt an den QR-Codes im Buch liegt. Man erhält unverblümte Einblicke in brenzlige Situationen sowie Sprachbarrieren und Kulturunterschiede, erlebt aber auch einzigartige Freundschaften, spannende Jobs und aufregende Trips. Das Thema „Reisen“ ist topaktuell, wahrscheinlich gibt es aber nur Wenige unter uns, die den Schneid besitzen, mutterseelenallein mit einer vagen Jobaussicht und nur 255 € in ein Land zu reisen, dessen Sprache und Kultur fremd ist. Natürlich hatte Fabian Sixtus Körner Hilfe und konnte oft auf vorhandene Beziehungen zurückgreifen, die der Traumvorstellung des „Auf ins Blaue, wird schon schief gehen“-Mantras einen ernüchternden Beigeschmack verleihen. Dennoch ist es das Lesen definitiv wert und vor allem das letzte reflektierende Kapitel regt trotz Coolness und Witz im gesamten Buch zum ernsthaften Nachdenken an.

    Mehr
  • Macht Lust auf mehr!

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    danasbuchtraum

    28. June 2016 um 10:33

    Mein Leseempfinden: Wer träumt nicht von einer Weltreise? Aber das kostet bestimmt viel zu viel Geld. Nicht immer! Fabian Sixtus Körner reiste 2 Jahre um die Welt und arbeitete an den verschiedensten Orten. Mein Alltag ist das Abenteuer. Jeder Tag bietet besondere Erlebnisse, Premieren und Highlights. Ich darf wieder Kind sein, das auf Erkundungsreisen geht und aufgeregt die Wunder der Welt entdeckt. (Seite 185) Ich glaub dieses Zitat drückt eine Menge aus und beschreibt diese zwei Jahre seines Lebens mehr als passend, denn er hat Orte gesehen, von denen ich vorher noch nie gehört habe und Menschen kennengelernt, die komplett anders sind. Allein dies ist schon Grund genug, das Buch zu lesen, denn durch dieses Buch kommt man anderen Kulturen nahe und lernt diese kennen- und das fernab von den Touri- Orten. Er beweist allein, was in ihm steckt. Er ist einfach losgezogen, ohne große Planung und hat es so weit geschafft… Mich hat dieses Buch wirklich berührt, denn es ist eine außergewöhnliche Reise, von der man nicht so oft hört und nur die wenigsten Menschen ergreifen die Chance und machen etwas so Außergewöhnliches wie er. Und nur die wenigsten lernen so viele neue Leute kennen und tauchen in so viele Kulturen ein, wie er. Durch dieses Buch lernt man wirklich viel: neue Menschen und neue Kulturen, unbekannte Orte, verschiedene Lebensstile, aber vor allem, dass die Welt mehr für einen bereithält als unseren grauen Alltag! Der Schreibstil passte wirklich gut zum Buch und erinnerte an einen Reisebericht, jedoch war die Reise alles andere als langweilig, so dass es beim Lesen nicht langweilig war. Zudem waren die Gedanken des Autors gut und regten zum Weiterdenken an. Zudem dachte man auch an den Zeitpunkt seiner Reise und was dort alles passiert ist. Zu den Charakteren kann man nicht viel sagen, denn jeder war komplett anders und durch sein Land und seine Kultur geprägt. Das einzige Negative ist, dass man oft die Zeitspanne vergisst, weil an manchen Orten nur über die erste Zeit in dem Land berichtet wird, bevor ein Alltag einkehrt. Mein Fazit: Auf jedem Fall ein tolles Buch für alle die Geschichten rund um den Globus lieben- und diese Geschichte ist wirklich passiert! Es regt wirklich zum Nachdenken an und bereitet einem Fernweh! Ein absolut gelungenes Buch! Dana Mehr zum Buch hier Zum Blog des Autors geht’s hier

    Mehr
  • Designwalz

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    Buchstabenliebhaberin

    31. May 2016 um 19:53

    Ich bin großer Fan dieser Wortschöpfung: Designwalz. Weil: damit überzeugt er mich, der junge Herr Körner. Seit Jahrhunderten beweisen reisende Handwerksgesellen, dass ein jahrelanges Reisen gegen Kost und Logis und ohne Geld möglich ist. Ich weiß das, weil ich viele davon kennengelernt habe. Das prägt, das gibt Gelassenheit, und das wieder Ankommen fiel allen verdammt schwer.Aber vielleicht muss man heute nicht unbedingt ankommen, vor allem, wenn das Handwerkszeug in der mobilen Kopfwerkstatt und im PC liegt und sich locker von A nach B mitnehmen lässt. Moderne Selbstständigkeit funktioniert anders, es muss kein ganzer Betrieb mehr dran hängen, vor allem wenn es nicht um Besitzanhäufung geht. Und das wird im Buch sehr deutlich, der Autor kommt mit wenig aus, die kleinste Kammer, ein Sofa, Mehrbettzimmer im Hostal (Horror!), alles was er braucht sind Gleichgesinnte um ihn herum, menschlichen Kontakt und lustige, spannende, kreative Projekte.Mit seinem Grundwissen aus Architektur, Marketing, Design und Projektmanagement ist er allerdings auch verdammt breit aufgestellt. Und das kann ja auch niemand schaden. Gepaart mit einer unglaublichen Flexibilität und Toleranz ist er ideal gerüstet für seine Walz.Ja, und der Arbeitsnomade der freiwilligen Art macht auch Fehler, verliert Freunde dadurch, bringt sich fast in Teufels Küche im sozialistischen Kuba. Er beschreibt Probleme und Armut und weiß sehr wohl um seinen privilegierten Stand. Echt ein sympathischer Typ. Das ist selten, dass ich ein Buch besser fand als den Anspruch, den ich daran hegte. Herr Körner hat es geschafft. So wie er das macht, kann mensch seinen Traum leben. Beeindruckend.

    Mehr
    • 3
  • Mit einer Hand voll Geld um die Welt

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    Amarok

    24. September 2015 um 10:04

    Bereits die Frage auf dem Cover dieses Buches: „Wie kommt man einmal um die Welt mit nur 255 Euro auf dem Konto?“, macht neugierig auf den Inhalt und bildet den roten Faden des folgenden Reiseberichts. Fabian Sixtus Körner, der von Beruf Innenarchitekt, Designer und Fotograf ist, ist relativ Hals über Kopf zu einer "Work-and-Travel"-Reise aufgebrochen, die für ihn zu seiner persönlichen "Walz" mit eigenen 10 Regeln wird. 2010 beginnt diese Reise in Shanghai und führt ihn in den folgenden zwei Jahren und drei Monaten um die halbe Welt. Dabei gewährt der Autor zwar ganz interessante Einblicke in seine Reiseerfahrungen, aber mehr Informationen zu den einzelnen Ländern und dem dortigen Alltag würde man sogar in einem Reiseführer erhalten. Abgesehen davon, dass die Frage des Covers sich bereits zu Beginn des Buches als bloßer Leser-Hook entpuppt und sich die Realität dann doch etwas anders gestaltet hat, der Autor mit seiner Reiseerfahrung jetzt nicht wirklich zu den Globetrotter-Survivern zu zählen ist (es gibt weit abenteuerlichere und besser erzählte Geschichten) und in seinen Beschreibungen mitunter ziemlich arrogant und angeberisch rüberkommt, ist dieses Buch dennoch unterhaltsam zu lesen und auf jeden Fall ein guter (Zug)Reisebegleiter.

    Mehr
  • Ein sehr spezieller Reisebericht

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    AllAroundBooks

    19. April 2015 um 19:01

    Fabian reist um die Welt, von Kontinent zu Kontinent.  Er arbeitet für Kost und Logis, mal als Fotograf, mal als Architekt oder Designer. Während seiner mehr als zwei jährigen Reise lernt er woanders Leben und sich anderen Arbeitsbedingungen zu stellen. Zu Beginn erwähne ich, dass ich mir unter diesem Buch etwas ganz anderes vorgestellt habe. Ich habe lange überlegt ob ich die positiven oder negativen Aussagen an den Anfang stellen soll. Trotz meiner vielen folgenden negativen Bewertungspunkte hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen und mit Fabian auf Reisen gehen. Einige Berichte waren eher etwas langweilig, einige wiederum total spannend. Der Suchtfaktor war da und ich wollte wissen wie es mit Fabian weiter geht. Das Buch ist einfach geschrieben und lässt sich leicht lesen. Zwischendrin wurden einige Farbfotos eingebracht, welche wirklich gut zum Buch passen und das Geschriebene bildlich aufleben lassen.  Ich bewerte dieses Buch positiv, da mich die Geschichte während des Lesens sehr beschäftigt hat und auch Tage danach in meinem Kopf geblieben ist. Der Autor wirkt sehr sympathisch und freundlich. Liest man den Klappentext, denkt man an eine abenteuerliche Berichterstattung, tausende Kilometer legt Fabian zurück. Busse, löchrige Boote, Rikschas... Davon bekommt der Leser leider herzlich wenig mit. Das große Abendteuer ist in diesem Buch leider etwas verloren gegangen. Er ist kein Abenteuerreisender sondern fliegt von Kontinent zu Kontinent um den nächsten Job anzutreten. Etwas geschummelt wird auch bei der Aussage, dass Fabian ohne Geld um die Welt reist, denn das stimmt nicht. Er erwähnt mehrmals, dass er für einen deutschen Auftraggeber arbeitet, welcher ihm regelmäßig Geld überweist, womit er dann u. a. seine Flüge bezahlt. Fabian erzählt also von seinem Arbeitsleben in anderen Ländern und anderen Kulturen. Er findet immer einen Job und hat immer Vorgesetzte, für die er arbeiten kann. Die dafür nötigen Kontakte sind auch immer da, Freunde oder Verwandte haben immer einen passenden Tipp für ihn oder bereits einen Job organisiert - und so ist auch seine ganze Reise: organisiert. So kommt es auch, dass er innerhalb weniger Tage zum Chefgraphiker eines Festivals benannt wird.  Diese Begehrtheit seiner Person und seiner Arbeit zieht sich wie ein roter Faden durchs ganze Buch. Sehr selbstlobend und auch unglaubwürdig wirkt es dann, als er in Indien die Sperrstunde aufhebt und eine Revolution auslöst. Etwas zu kurz kommen auch die Berichte über die Länder selbst, über die Menschen, die dort Leben, über fremde Kulturen. Das hätte ich mir gewünscht. Fabian berichtet viel darüber, wie er sein Leben in einem anderen Land meistert, welche Hürden er zu bewältigen hat und wie sich die Leute benehmen, mit denen er zu tun hat. Ebenso fehlte mir der typische Reisebericht. Es waren eher Aufenthalts- oder Praktikumsberichte. Die Kapitelübergänge sind leider etwas zu kurz geraten und abrupt beendet worden, denn auf der einen Seite berichtet Fabian noch über seine Freundin, auf der nächsten Seite befindet er sich schon wieder auf einem anderen Kontinent. Reisebericht Fehlanzeige. Fazit Das Buch ist bestens geeignet um in Fabians Geschichte einzutauchen. Wer allerdings einen spannenden, abenteuerlichen Reisebericht erwartet, wird hier leider enttäuscht.

    Mehr
  • Ein gelungenes Buch

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    Tasmetu

    (eigentlich 3.5 Sterne) Journeyman macht Fernweh. Das wusste ich, bevor ich es gelesen habe und spüre es jetzt, nach dem Lesen, ganz deutlich. Ich wusste vorher nicht, wohin genau es ihn verschlagen wird, ich hatte zwar eine grobe Idee, wollte mich aber überraschen lassen. Ich war erstaunt, dass er es echt auf jeden Kontinent geschafft hat. Vom Schreibstil war ich zweigeteilt. Er war gut, aber an manchen Stellen fehlte mir einfach irgendwas. Vielleicht war es die Art, wie er manchmal von einem Punkt zum nächsten sprang und zwischendrin einfach Dinge ausließ. So passten auch einige Bilder überhaupt nicht in den Text - wann hat er zum Beispiel den Gandara Pass überquert und wie war das? An manchen Stellen fehlte mir einfach Input, während andere Stellen mir zu dramatisiert vorkamen. Ich hätte gern noch mehr Beschreibungen über Land und Leute gelesen, etwas über Zugfahrten und Zwischenstationen erfahren, fand seine "Krisen" aber teilweise überspitzt dargestellt. Eigentlich hatte er nämlich echt Glück bei seiner Reise - beinahe alles lief gut. Allerdings ist es seine wahre Geschichte und ich kann die Situationen nicht beurteilen, in denen er war. Ich kann nur etwas über das Leseerlebnis schreiben. Und dabei stieß mir vor allem das Wort "Kulturkreis" sauer auf. Lieber Fabian, liebe Lektorin: Das Wort gibt es so eigentlich nicht mehr und tut mir beim Lesen weh. Vor allem gegen Ende des Buches habe ich mir aber doch noch einige Stellen markiert, die ich gerne noch einmal lesen würde, weil sie viel Wahrheit beeinhalten und schön geschrieben sind. Was mich manchmal stutzig machte, war sein Blog. Wenn doch alle Erlebnisse und Fotos schon kostenlos auf einem Blog sind - wieso sollte ich mir dann das Buch zulegen? Ja, es ist schön gestaltet und eine runde Sache, eine angenehme Lektüre. Aber trotzdem. Irgendwie fühlte es sich ein wenig seltsam an. Allerdings ist das Buch gänzlich anders als der Blog und alle Bilder und Videos sind eine wunderbare Ergänzung zum Leseerlebnis. Ich war also insgesamt etwas zwiegespalten, fand das Buch aber trotzdem ziemlich gut. Respekt an Fabian für den Abenteuergeist und dieses schöne Buch :) Mehr hier: http://wp.me/p5aiIx-M7

    Mehr
    • 2
  • Einmal um die Welt, (fast) ohne Geld

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    haubentaucher101

    26. December 2014 um 21:56

    Ich mag Reiseberichte. Weil sie einen mitnehmen ins Leben eines Anderen (des Reisenden) und in andere - mehr oder weniger ferne – Welten. Zur Zeit scheinen Weltreisen in Mode; kurz bevor ich Journeyman gelsen habe, habe ich Maike Winnemuth auf ihrer Weltreise begleitet. Diese stand allerdings unter ganz anderen Vorzeichen als jene von „Journeyman“ Fabian Sixtus Körner. Während Frau Winnemuth eine halbe Million bei „Wer wird Millionär?“ gewonnen hat, die sie zu ihrer Reise veranlassten, versucht der Autor dieses Buches mit minimalen Mitteln (zu Beginn hat er ganze EUR 255 auf seinem Konto) um die Welt zu kommen. Dies gelingt, da er an den verschiedenen Orten, die er bereist, für Kost und Logis arbeitet. Er kommt so häufig in engen Kontakt mit den Menschen an den bereisten Orten (auch wenn diese Menschen oft nicht repräsentativ für die Orte sind, die er bereist). Der Leser ist dabei „hautnah“ dabei, denn Fabian Sixtus Körner schildert anschaulich seinen Alltag, die Höhe- und Tiefpunkte seiner Reise. Gelegentlich bekommt man auch einen Eindruck in sein Gefühlsleben, etwa als er von der Trennung seiner Freundin berichtet. Tragikomisch auch die Beschreibung einer wahren „Rallye“ nach der Pille danach nach einem One-Night-Stand. Ich habe das sehr lebendig geschriebene Buch sehr gern gelesen. Lieber als jenes von Maike Winnemuth, weil es mich irgendwie „tiefer“ hat eintauchen lassen in die bereisten Orte.

    Mehr
  • Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs, besprochen von Götz Piesbergen

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    Splashbooks

    21. December 2014 um 09:42

    Viele junge Leute legen zwischen ihrem Abitur und dem Studium oder zwischen dem Studium und ihrer Arbeit eine Auszeit ein. Das sind dann Wochen und Monate, in denen sie ferne Länder bereisen. Ungefähr genauso, wie es auch Fabian Sixtus Körner gemacht hat. Der hat von seinen Erfahrungen in "Journey Man: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs" berichtet. Der Autor wurde 1981 geboren. Er studierte Innenarchitektur und nach seiner Diplomarbeit war klar, dass er die Welt bereisen wollte. Um während der Reise nicht zu verhungern, wollte er für Kost und Logis arbeiten. Und so startete er im Januar 2010 von Wiesbaden auf eine Welttour, die ihn rundum den Globus führte. Zwei Jahre lang bereiste er alle Kontinente der Erde. Der Plan von Fabian Sixtus Körner klingt zugegebenermaßen wahnwitzig. Er hat nicht viel Geld auf dem Konto und will trotzdem die Welt bereisen und dabei nur für Kost und Logis arbeiten? Geht das denn? Zumindest versucht er es. Und er scheut sich vor keiner Herausforderung. Denn nicht jeder Job, den er annimmt, entspricht auch dem, was er studiert hat. So soll er in Indien einen vertikalen Garten bauen, obwohl er kein Bauarchitekt ist. Es spricht trotzdem für ihn, dass er sich an diese Herausforderung wagt. Rest lesen unter: http://www.splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/19706

    Mehr
  • Journeyman

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    Angelika007

    10. November 2014 um 10:35

    Das Buch hat mir zunächst aufgrund des Titels schon sehr gut gefallen. Die ersten Seiten waren gleich fesselnd, da ich mich sehr in die Situation hineinversetzen konnte. Wer also in ähnlicher Situation steckt, der erfreut sich mit dem Buch an einer Lebensgeschichte, die zeigt, wie es auch anders laufen kann. Wer dann noch reisebegeistert ist, der kommt hier sehr auf seine Kosten. Die Erlebnisse, Gedanken sind mitreißend geschildert, so dass es kaum gelingt das Buch zur Seite zu legen.Der Mut des Autors wird belohnt, klingt fast wie ein Märchen, aber warum sollen nicht auch im leben solche Märchen geschehen??Zeit ist das, was man aus ihr macht... Ein Satz der nicht neu ist, aber der einem immer mal wieder ins Gedächtnis gerufen werden sollte. Oft reisen wir in Urlaubsländer und verbringen unsere Zeit dort, ohne uns wirklich mit diesen Ländern und deren Menschen zu befassen. Spannend, welche Geschichten schon fast auf der Straße liegen, wie viel man über andere Länder erfährt, ohne viel von den Orten selbst zu erfahren. Ein tolles Buch für alle, die mehr als "All inclusive" von der Welt erleben möchten und momentan nicht selbst verreisen können!!!

    Mehr
  • Ein Mann, fünf Kontinente und ein paar Jobs...

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    Linker_Mops

    08. October 2014 um 10:25

    Journeyman, alias Fabian Sixtus Körner, reist durch die Welt, nahezu ohne Geld und arbeitet dort wo er landet für Kost und Logis im Bereich der Fotografie-, Medien- und Designbranche. Ich liebe Reisebeschreibungen über alles. Daher hatte ich mir das Buch gekauft und ich war eigentlich sehr zufrieden mit dem Werk. Man hat einen guten Einblick in seine Reisen, die Menschen vor Ort, die fremden Kulturen und auch einen sehr persönlichen Einblick in das Leben von Herrn Körner bekommen. Gut fand ich auch die drei Bilderstrecken, da man dadurch noch einen besseren Einblick hatte. Vier Sterne nur deshalb, da es an manchen Strecken etwas langatmig gewesen ist und der Titel "...jede Menge Jobs..." doch für mich ein wenig übertrieben war. An einigen Stationen seiner Reise, war es wirklich eher Urlaub als Arbeit und manche Städte hat er mehrmals besucht und dort an seine alten Jobs angeknüpft. Aber gerade die "Jobsache" hatte mich gereizt dieses Buch zu kaufen. Insgesamt aber ein Buch was ich sehr empfehlen kann, weil man doch einen guten Einblick in Land und Leute, fremde Kulturen und Herrn Körners Gedankenwelt bekommt.

    Mehr
  • Fernweh ist geweckt worden!

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    Krimifee86

    Inhalt: Wie kommt man einmal um die Welt, mit nur 255 Euro auf dem Konto? Fabian Sixtus Körner schnappt sich seinen Rucksack und macht sich auf ins Ungewisse. Sein Plan: alle Kontinente dieser Erde bereisen - und überall für Kost und Logis arbeiten. Ohne Reiseroute und feste Jobs, nur mit dem Drang nach Freiheit und grenzenlosem Optimismus im Gepäck. In seinem mitreißenden Reisebericht erzählt Körner von Hahnenkämpfen in Santo Domingo, permanenten Abschieden, Modelwettbewerben in Malaysia, von Kulturschocks und Gastfreundschaft. Er legt Tausende von Kilometern in Fliegern, Zügen, Bussen, löchrigen Booten und Rikschas zurück und arbeitet dabei mal als Grafiker, mal als Architekt oder Fotograf. Zwei Jahre und zwei Monate, über 60 Orte, querweltein. Cover: Eines der wenigen Cover, das mich zunächst davon abgehalten hat, das Buch zu lesen. Ich finde es einfach nur bescheuert. Selten habe ich ein Cover gesehen, auf dem sich jemand so unglaublich penetrant meint selbst darstellen zu müssen. Da hat es wohl einer nötig… Ich finde es einfach nur furchtbar. Schreibstil: Der Schreibstil von Fabian Sixtus Körner hat mir sehr gut gefallen. Er schildert seine Erlebnisse sehr anschaulich, sodass man sich das, was er erlebt wirklich gut vorstellen kann. Davon einmal abgesehen schreibt er auch sehr amüsant, ich hatte des Öfteren ein Grinsen auf dem Gesicht und musste schmunzeln. Schön fand ich davon abgesehen, dass Fabian Sixtus Körner sehr philosophisch oder anders ausgedrückt sehr reflektiert schreibt. Das heißt, er schildert seine Erlebnisse nicht nur, sondern er schreibt auch über seine Empfindungen und wie sich gewisse Situationen auf sein weiteres Leben auswirken. Die Story: Wie bei allen anderen Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen, empfinde ich es auch hier als schwierig, diese zu beurteilen. Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen, wie andere ihr Leben verbringen. Dennoch muss ich sagen, dass ich die Reise von Fabian Sixtus Körner als sehr mutig empfinde. Gleichzeitig empfinde ich ihn aber auch als sehr unreif und kindisch. Davon einmal abgesehen hat er – was ich durchaus verstehen kann – insbesondere seine positiven Erlebnisse dargelegt. Negatives wurde ausgeblendet. Insofern bezweifle ich, dass wir hier eine komplette Version der Reise erhalten haben, sondern eine sehr gefilterte. Wie gesagt fand ich es aber nichtsdestotrotz total spannend seiner Reise zu folgen. Fazit: Für das Cover muss ich leider einen Punkt abziehen. Aber das Buch an sich hat mir dann erstaunlicherweise doch sehr gut gefallen. Ich mochte sowohl den Schreibstil von Herrn Körner wie auch die Schilderung seiner Erlebnisse. Es hat Spaß gemacht, seiner Reise zu folgen, auch wenn ich manches nicht für ganz realistisch halte. Aber gut, man rückt seine Erlebnisse hinterher immer in ein noch positiveres Licht. Jedenfalls hat das Lesen Spaß gemacht und in mir das Fernweh geweckt.

    Mehr
    • 2
  • Der Weg ist das Ziel

    Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

    klaraelisa

    13. September 2014 um 17:56

    Fabian Sixtus Körner ist von Beruf nicht Schriftsteller, sondern Designer, Fotograf und Innenarchitekt. Nach einer Vietnamreise im Jahr 2007 lässt ihn die Sehnsucht, in die weite Welt zu reisen, nicht mehr los. Nach seiner Abschlussarbeit im Fach Innenarchitektur will er wieder losziehen, diesmal allerdings nicht nur für zwei oder drei Monate. Er will länger fortbleiben „und das Leben in der weiten Welt erkunden.“ (S. 13) Nach der mittelalterlichen Tradition der Handwerkerwalz stellt er seine eigenen Regeln auf. Zehn Regeln, von denen die wichtigste ist, nur für Kost und Logis zu arbeiten. Ausgangspunkt ist im Januar 2010 Wiesbaden, Endstation wird Berlin sein. Von seinem letzten Auftragsjob geht es mit einem One-Way-Ticket von Frankfurt nach Shanghai. 200 Euro hat er in bar, 255,69 Euro sind noch auf dem Konto. Kamera, Laptop und Objekte sind eingepackt. Sollte er in Shanghai scheitern, würde er sich bei seiner Familie das Geld für ein Rückflugticket leihen. Doch das passiert nicht. In Shanghai arbeitet er als Juniorarchitekt in einem renommierten Architekturbüro und macht einen Job, den er nicht gelernt hat. Von April bis Mai 2010 ist er in Kuala Lumpur. Von einem Freund erfährt er, dass die Design Week stattfindet, ein Festival mit Ausstellungen und Vorträgen. In Mumbai trifft sich der Autor mit seiner Freundin Metteline und beide reisen zusammen nach Kaschmir. Wenig später werden erste Risse in der Beziehung sichtbar. Die wohl wichtigste und interessanteste Walzstation ist Bangalore. Es soll ein vertikaler Garten gebaut werden. Während der vertikale Garten am Reißbrett Gestalt annimmt, werden die Abende länger, bier- und rumseliger. (S. 85). Der Reiseweg des „Journeyman“ umfasste die Stationen China, Malaysia, Indien, Ägypten, Deutschland, Äthiopien, USA und Kuba, Dominikanische Republik und Kolumbien. Am anderen Ende der Welt, nach knapp zwei Jahren, findet der Autor völlig unerwartet ein neues Liebesglück. Interessant sind die QR-Codes im Buch, die es ermöglichen, die Reise des Autors nachzuerleben. Mir hat der Roman gut gefallen. Bewundernswert ist, wie mutig sich der Autor auf eine Reise ins Unbekannte begibt. Er erzählt von sehr persönlichen Ereignissen, von Einsamkeit, die ihn manchmal heimsucht, von waghalsigen Unternehmungen, von lustigen und traurigen Situationen, von Hahnenkämpfen in Santo Domingo und einem Modelwettbewerb in Malaysia. Nach ein paar Monaten packt ihn die Sehnsucht nach einer Scheibe frisches Roggenbrot mit Käse und nach einer Apfelschorle. Der Schreibstil ist angenehm, als Leser fühlt man sich mittendrin, würde selbst gern so viel sehen und erleben. Auf der anderen Seite sind nicht viele Menschen bereit, alle Brücken hinter sich abzubrechen und solche Risiken einzugehen. "Journeyman" ist ein interessanter, lesenswerter Reisebericht.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks