Fabian Vogt Zurück

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Inhaltsangabe zu „Zurück“ von Fabian Vogt

Als die Uhr am Silvesterabend des Jahres 2000 zwölfmal schlägt, beginnt für alle ein neues Jahr – nur nicht für Max. Entsetzt muss der junge Wissenschaftler feststellen, dass er stattdessen ein Jahr in die Vergangenheit gereist ist. Damit nicht genug: Von nun an wacht er jeden Morgen 365 Tage weiter in der Vergangenheit auf. Was soll das? Wieso ausgerechnet Max? Verwirrt taumelt er durch die Jahrhunderte, bis er im Mittelalter einen alten Mönch trifft, der ihm rät, Jesus persönlich um Rat zu bitten. So wendet sich der Zeitreisende Richtung Jerusalem. Eine ungewöhnliche Idee, kraftvoll erzählt und nicht nur für Fans historischer Romane ein Genuss. Ein kleines Meisterwerk christlicher Erzählkunst.

Eine etwas andere Zeitreise - teils etwas schwierig für mich zu lesen

— Wildpony
Wildpony

Eine ungewöhnliche Zeitreise, spannend erzählt mit philosophischen und christlichen Fragestellungen

— orfe1975
orfe1975

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  • EIN GEFANGENER DER ZEIT

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    LEXI

    LEXI

    29. January 2017 um 22:15

    „Es muss irgendeinen Sinn hinter meiner absonderlichen Existenz geben, irgendeinen Plan oder ein verborgenes System. So etwas Seltsames passiert nicht ohne Grund.“Der fünfunddreißigjährige Maximilian Temper führt ein recht unspektakuläres Leben. Als Magister der alten Sprachen hat er eine halbe Assistentenstelle an einer Universität inne, jobbt auf dem Bau und arbeitet zudem an einer Forschungsarbeit. Max sieht sich als korrekter Wissenschaftler, der Probleme als logische Herausforderung betrachtet. Nach fünfjähriger Beziehung hat seine Lebensgefährtin Anna sich von ihm getrennt und der bevorstehende Jahreswechsel erweckt keine allzu große Vorfreude auf das neue Jahr. Auf der Silvesterparty trifft er auf Anna, doch weder sie noch Max ahnen, dass er das Jahr 2000 nicht erleben wird. Max stirbt jedoch nicht etwa, sondern findet sich in einem Automatismus wieder, den er weder begreift, noch zu akzeptieren bereit ist: er wacht an jedem neuen Morgen um ein Jahr früher auf. Max lebt seit dieser Silvesternacht nicht mehr kontinuierlich vorwärts, sondern zurück – er gehört plötzlich nirgendwo mehr hin. Der junge Wissenschaftler muss lernen, permanent Abschied zu nehmen. Alle Menschen, die er kennen lernt, verschwinden nach wenigen Tagen wieder. Es folgen Jahre unsteten Reisens in die Vergangenheit, ein Vorgang, der weder erklärbar, noch aufzuhalten ist. Fabian Vogt konstruiert im Zuge der Zeitreisen seines Protagonisten interessante Begegnungen mit berühmten Menschen – wie beispielsweise dem Hofmaler Antoon Van Dyck, dem jungen Franz von Assisi, dem Abt Odo von Cluny, dem byzantinischen Feldherrn Germanus, dem antiken Dichter und Schriftsteller Lukian von Sammosata und sogar dem Apostel Paulus. Max Temper erlebt historische Ereignisse hautnah mit, die er bislang nur aus Geschichtsbüchern kannte und verfolgt höchstpersönlich die Fortschritte der Medizin, der Technik und der Kultur. Er durchwandert Zeiten blutiger Auseinandersetzungen, sieht die tragischen Auswirkungen der Schwarzen Pest, der Leibeigenschaft und der Sklaverei, der Unterdrückung der Frauen und der Willkür der Machthabenden. Der Protagonist erhascht bei dieser Reise aber nicht nur Einblicke in das Leben und Wirken der Menschen verschiedener Epochen, sondern erfährt zudem tiefere Hintergründe und Auswirkungen seines eigenen Handelns – er gewinnt wertvolle Erkenntnisse über sich selbst.Die Tatsache, dass ich Science Fiction nicht unbedingt zu meinen favorisierten Genres zähle und ich Zeitreisen eher skeptisch gegenüber stehe, hat in diesem Fall mein Lesevergnügen nicht getrübt. Man darf sich von diesem Buch keinen durchgehenden Spannungsbogen erwarten, hofft jedoch bis zuletzt auf eine Erläuterung von Ursache und Auswirkung dieser Zeitreisen. Als Neuling im Bereich von Zeitreise-Geschichten fand ich es anfangs schwer, mir deren Begleiterscheinungen vorzustellen – mit einigen der angeführten Paradoxa hatte ich zugegebenermaßen Verständnisprobleme. Was mich empfindlich störte war zunächst die viel zu kleine Schrift, die den Lesefluss beeinträchtigte. Ich war auch ein wenig befremdet über die erotischen Anspielungen und der Tatsache, dass der Autor Franz von Assisi im Fäkaljargon sprechen lässt. Leider wurden bis zuletzt offene Fragen teilweise nicht beantwortet. Nichtsdestotrotz hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten, was zum einen auf der lebendigen Schilderung historischer Fakten, zum anderen auf viele bereichernde Aussagen des Autors beruht. Einige davon regen durchaus zum Nachdenken an. So schreibt Fabian Vogt beispielsweise:„Es ist ein Geschenk, einen Tag nach dem anderen leben zu dürfen, Pläne zu schmieden, Dinge wachsen zu sehen und Menschen kontinuierlich begleiten zu können.“„Sieh nicht deine Grenzen, sieh deine Möglichkeiten!“„Ob ich meine Ideale wegen eines teuren Kleidungsstückes oder wegen meiner Todesangst verkaufe, ist nur ein quantitativer Unterschied. Entweder bewährt sich mein Glauben in allen Lebenslagen oder er ist nur ein lächerlicher Zeitvertreib für gute Tage. Außerdem ist es so, dass einer, der einmal angefangen hat, Kompromisse zu schließen, nicht mehr aufhören kann. Entweder man lebt ernsthaft oder man lässt es. Wenn ich die höchsten Ideen meinen egoistischen Wünschen unterwerfe, haben sie schon verloren. Man kann nur mit der Lüge oder ohne die Lüge leben. Es gibt keinen Mittelweg.“ (Aristides)„Letztendlich handeln wir fast immer nur aus Angst. Und auf die trifft das Gleiche zu wie auf die Lüge. Man kann nur mit ihr oder ohne sie leben. Wer in einem Bereich seines Lebens Angst hat, kann sie auch nicht mehr aus Wahrheit oder Liebe, sondern nur noch aus Angst. Gott sagt: „Fürchte dich nicht!“ und dieser Satz ist der einzige, der wirkliche Freiheit bringt. Darum fürchten wir auch den Tod nicht. Wir wissen, dass er nicht das letzte Wort hat. Wenn wir in dieser Situation nicht auf Gott vertrauen, dann werden wir es auch in keiner anderen schaffen.“ (Aristides)

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  • Durchaus lesenswert, konnte aber nicht ganz meinen Erwartungen entsprechen

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    blessed

    blessed

    03. December 2016 um 13:34

    Anstatt den Jahrtausendwechsel mitzuerleben, reist Altphilologe Maximilian Temper unerwartet ein Jahr in der Vergangenheit. Es soll der Beginn eines ganz besonderen Abenteuers sein: Von nun an wacht er jeden Tag ein Jahr früher wieder auf. Verzweifelt macht Max sich auf die Suche nach dem Sinn seiner Zeitreise und seiner Existenz. Er trifft im Laufe der Jahrhunderte auf historische Persönlichkeiten. Hin und wieder vertraut er sich verschiedenen Leuten an, die ihm Rat gebend zur Seite stehen; wie z. B. der alte Mönch, dem er im Mittelalter begegnet und der ihm vorschlägt, Jesus persönlich um Rat zu bitten. Mit einem klaren Ziel vor Augen, wendet Max sich Richtung Jerusalem.Zu Beginn der Lektüre hatte ich sicherlich mindestens so viele Fragen wie Max. Nicht nur er begann seine Zeitreise verwirrt. Ich musste den einen oder anderen Abschnitt zweimal lesen, um den Zeitsprüngen gedanklich folgen zu können. Es ist bemerkenswert, dass Fabian Vogt sich hier nicht verzettelt.Obwohl alle geschilderten Ereignisse insofern zusammenhängend sind, als dass sie der Entwicklung von Max beisteuern, fehlte mir oftmals der rote Faden und sie warfen mehr Fragen auf, als sie beantworteten. In der Mitte des Buchs wurde das Lesen etwas mühselig und lediglich die Neugier auf die Auflösung motivierte mich zum Weiterlesen. Das Ende war recht unerwartet und leider auch eher unbefriedigend. Auch gab es, zumindest für mich, keine klaren Antworten auf die vielen Fragen, die sich im Laufe des Buchs stellten. Ich gehe davon aus, dass dies vom Autor beabsichtigt war und er vielmehr zum Nach- und Weiterdenken anregen wollte. Gleichwohl hinterlässt die Lektüre bei mir das Gefühl, als fehlte noch etwas. Eine außergewöhnliche Idee, deren Umsetzung meinen Erwartungen nicht ganz entsprechen konnte. Dennoch befinde ich Zurück für durchaus lesenswert.

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  • Eine spektakuläre Reise

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    Traeumerin109

    Traeumerin109

    29. November 2016 um 19:51

    Maximilian ist ein Zeitreisender; jeden Tag wacht er ein Jahr früher auf. So führt ihn seine Reise aus unserer Gegenwart viele hundert Jahre zurück. Dabei wird er Zeuge einer Geschichte, die wir alle nur aus Büchern kennen und lernt in ferner Vergangenheit beeindruckende Persönlichkeiten kennen. Nicht zuletzt wird ihn diese Reise verändern wie keine zuvor. Dies war mal wieder ein Buch, was mich wirklich positiv überrascht hat. Eigentlich hatte ich mit der üblichen, doch eher langweiligen Zeitreisegeschichte gerechnet, bei welcher der Protagonist ein paar witzige Erlebnisse hat, aber mehr auch nicht. Deshalb hat mich dieses Buch, was sehr viel tiefer geht, von Anfang an überzeugt. Die Hauptfigur Maximilian kam mir in vielen Zügen sehr bekannt vor, er ist eben ein ganz normaler Mensch. Jahrhundertelang widerfährt ihm alles, was wohl auch mir widerfahren würde, wenn ich gezwungen wäre, derart durch die Zeit zu reisen. Zunächst hadert er mit dem Schicksal und stellt sich immer wieder die letzten Endes leider sinnlose Frage: „Warum ich?“ Es dauert sehr lange, bis er sich so, wie er nun ist, akzeptieren kann. Auch lernt er auf seinem Weg, dass die Begegnung mit anderen Menschen nichts ist, was man fürchten muss, auch wenn sie flüchtig bleibt. Zeitweise unterliegt er der Versuchung, die gegebenen Umstände zu seinem Vorteil auszunutzen, was mich das eine oder andere mal zum Schmunzeln gebracht hat. Am Ende ist von dem Maximilian, der im Jahr 2000 auf die Reise geschickt wurde, nicht mehr viel übrig. Dieses Buch ist unter anderem auch deshalb so gut, weil hier viele wichtige Dinge in eine spannende und unterhaltsame Geschichte verpackt wurden. Die Entwicklungen von Maximilian sind auch solche, die wir während unseres Lebens machen oder zumindest machen können. Oft neigen wir eher dazu, auf unserer eingefahrenen Schiene zu bleiben. Das hindert uns leider daran, zu sehen, was anders sein könnte und worauf es wirklich ankommt. In der Geschichte sind auch viele philosophische und religiöse Fragestellungen versteckt. Die Kunst dabei ist es ja, diese anzusprechen, ohne direkt platt und steif und deshalb letzten Endes harmlos daherzukommen. Das ist dem Autor, wie ich finde, hervorragend gelungen. Dazu kommt ein lockerer Schreibstil, der aber an mehr als einer Stelle die Aussage auf den Punkt genau trifft. Ich glaube, ihr müsst das Buch einfach selbst lesen, und euch ebenso wie ich auf die Reise begeben. Vielleicht werdet auch ihr als ein anderer Mensch wieder aus dem Buch auftauchen. Viele gute Anregungen werdet ihr auf jeden Fall mitnehmen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, es lohnt sich!

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  • Zurück - die etwas andere Zeitreise

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    Wildpony

    Wildpony

    15. November 2016 um 11:37

    Zurück   -    Fabian Vogt Kurzbeschreibung Amazon: Als die Uhr am Silvesterabend des Jahres 2000 zwölfmal schlägt, beginnt für alle ein neues Jahr – nur nicht für Max. Entsetzt muss der junge Wissenschaftler feststellen, dass er stattdessen ein Jahr in die Vergangenheit gereist ist. Damit nicht genug: Von nun an wacht er jeden Morgen 365 Tage weiter in der Vergangenheit auf. Was soll das? Wieso ausgerechnet Max? Verwirrt taumelt er durch die Jahrhunderte, bis er im Mittelalter einen alten Mönch trifft, der ihm rät, Jesus persönlich um Rat zu bitten. So wendet sich der Zeitreisende Richtung Jerusalem. Mein Leseeindruck: Ich muss gestehen das es mir erst einmal schwer fiel mich mit dem Buch zu identifizieren. Die Handlung hört sich erst mal recht interessant an und es ist eine Zeitreise der anderen Art, die der Wissenschaftler Max hier durchlebt. Auch Max selbst als Protagonist fand ich nicht unsympathisch. Trotzdem blieb mir die Figur immer ein wenig auf Distanz. Max "reist" mit jedem Tag ein Jahr weiter zurück in die Vergangenheit. Er erlebt daher nicht die Jahrtausendwende auf das Jahr 2000, sondern reist zurück. Eine unheimliche Situation zuerst für ihn und auch für den Leser. Mit jedem Zeitsprung verändert sich Max und aus anfänglichem Selbstmitleid versucht er nun das Beste aus seiner Situation zu machen. Mit ihm taucht man als Leser auch immer weiter in die Vergangenheit und wenn man sich erst mal auf das Buch einlassen konnte gewinnt es auch an Spannung. Der christliche Gedanke sowie die Frage nach dem Sinn des Lebens ist im Buch natürlich auch leitgebend. Man muss sich aber auch in das Buch einfühlen können. Manchmal ist es mir echt schwer gefallen und das lag wohl auch an den vielen Unterbrechungen die ich aus gesundheitlichen und privaten Gründen einlegen musste sowie an des (für mich wegen meiner Kurzsichtigkeit) doch sehr klein geschriebenen Textes. Das Ende war dann zwar unerwarteter Weise anders als ich gedacht hatte, aber ich konnte mich damit anfreunden und hat mich wie bei allen christlichen Büchern doch zum nachdenken angeregt. Fazit: Ein Buch auf das man sich in Ruhe vorbereiten und einfühlen und viel Zeit zum lesen einplanen sollte. Es wird wohl bei jedem Leser anders sein, aber ich habe meine Zeit dafür gebraucht. Die Geschichte an sich ist eine Zeitreise der anderen Art und sollte mich mit den modernen Zeitsprung-Büchern verwechselt werden. Hier steckt auf jeden Fall eine Botschaft dahinter. 4 Sterne für Zurück. Ich werde es vielleicht zu späterer Zeit noch einmal zur Hand nehmen.  ****

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  • Eine besondere Zeitreise

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    orfe1975

    orfe1975

    29. October 2016 um 22:42

    Cover:Eine Collage aus altem Gemälde, einem Buch über Geschichte, einer alten Weltkarte sowie alter Schriftstücke und Teile einer Uhr fassen den Inhalt des Buches, in dem es um eine Zeitreise geht, perfekt zusammen. Es wirkt sehr ansprechend und auch der rote Schriftzug des Titels ist auffallend, aber nicht aufdringlich und fügt sich harmonisch in die Collage ein. Sehr gelungen!Inhalt:Der Wissenschaftler Max befindet sich auf einer Silvesterfeier, als die Uhr 12 schlägt. Was ihm merkwürdig vorkommt, ist die Vertrautheit seiner eigentlichen Ex-Freundin, und als er sich plötzlich selbst auf der Party sieht, realisiert er, dass er ein Jahr in die Vergangenheit gereist ist. Ab da ist nichts mehr so, wie es war. Nach jedem Tag beginnt zwar der nächste - jedoch um 1 Jahr in die Vergangenheit versetzt. So reist er Tag für Tag zurück in die Vergangenheit und beginnt sich Fragen über den Sinn dieser Reise zu stellen. Als er eines Tages einem Mönch begegnet, der ihm rät, seine Fragen an Jesus zu stellen, richtet er seine Reise nach Jerusalem aus.Mein Eindruck:Der Einstieg ins Abenteuer beginnt 1640, bevor zum Ursprung, der besagten Silvesternacht 2000 erzählerisch zurückgesprungen wird. Auch im späteren Verlauf wird teilweise zwischen Zukunft und Vergangenheit hin und her gesprungen, was ich etwas gewöhnungsbedürftig fand. Der Zeitstrahl am Ende des Buches sowie die Landkarte mit Max' Reise sind jedoch sehr hilfreich, um den roten Faden nicht zu verlieren. Nach kurzer Zeit war ich eingetaucht und es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der Autor versteht es, flüssig zu erzählen und durch Streuen von Spuren, die erst in den nachfolgenden Kapiteln ausgearbeitet werden, den Leser bei der Stange zu halten. Zudem erfährt man viel über die Zeit, in der sich Max jeweils befindet und lernt einige interessante historische Persönlichkeiten kennen. Toll finde ich die Weiterentwicklung, die der Leser in den insgesamt 6 Jahren Zeitreise bei Max unmittelbar miterleben kann, da die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt wird. Anfangs hadert er mit seinem Schicksal, versinkt zeitweise in Selbstmitleid. Später versucht er, Einfluss auf sein eigenes Leben zu nehmen, wobei sich die Frage stellt, ob dies möglich ist und ob er sich bzw. seinem alten Ego dadurch nicht mehr schadet als nutzt. Als er diesen Einflussbereich zeitlich verlässt, irrt er zunächst ziellos umher, bis er schließlich in das Weltgeschehen eingreift, sogar einen Kriminalfall löst und letztendlich seinem Ziel, Jesus zu begegnen sehr nahe ist, als plötzlich die Geschichte eine unerwartete Wendung nimmt.Genau diese Wendung hat mich irritiert. Nachdem ich mit Max zum Ende hin richtig mitgefiebert hatte, fand ich das Ende zwar schlüssig, hat mich aber nicht ganz befriedigen können. Insgesamt ist dies ein sehr lesenswertes Buch. Man spürt den Flair der einzelnen historischen Epochen, fiebert bei den Ereignissen mit und beschäftigt sich mit Max zusammen mit Philosophischen und christlichen Fragestellungen auf unterhaltsame Weise. Dass es zwischendurch zu ein paar "Knoten im Hirn" kommen kann, aufgrund (scheinbarer) fehlender Logik bei der Zeitreise, hat meinen Lesespaß noch verstärkt. Das Buch hat zu Recht den Deutschen Science-Fiction-Preis gewonnen!Fazit:Eine ungewöhnliche Zeitreise, spannend erzählt mit philosophischen und christlichen Fragestellungen

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  • Leserunde zu "Zurück" von Fabian Vogt

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    Arwen10

    Arwen10

    Diese Leserunde findet mit feststehenden Lesern statt. Wer sich mit eigenem Exemplar anschließen möchte, ist herzlich willkommen. Fabian Vogt Zurück Zum Inhalt: Als die Uhr am Silvesterabend des Jahres 2000 zwölfmal schlägt, beginnt für alle ein neues Jahr – nur nicht für Max. Entsetzt muss der junge Wissenschaftler feststellen, dass er stattdessen ein Jahr in die Vergangenheit gereist ist. Damit nicht genug: Von nun an wacht er jeden Morgen 365 Tage weiter in der Vergangenheit auf. Was soll das? Wieso ausgerechnet Max? Verwirrt taumelt er durch die Jahrhunderte, bis er im Mittelalter einen alten Mönch trifft, der ihm rät, Jesus persönlich um Rat zu bitten. So wendet sich der Zeitreisende Richtung Jerusalem.

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  • Die mal etwas andere Reise durch die Zeit

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    coala_books

    coala_books

    24. October 2016 um 20:47

    Fabian Vogt spielt in seinem Roman “Zurück” auf ganz ungewöhnliche Weise mit “Zeitreisen”, wenn er seine Hauptperson Max rückwärts durch die Zeit reisen lässt, immer in Jahresschritten. Ohne ersichtlichen Grund scheint Max durch die Zeit zu reisen, begegnet dabei beeindruckenden Persönlichkeiten, hadert jedoch des Öfteren auch mit seinem Schicksal. Auf gekonnte Weise werden Personen, christliche Gedanken und Ereignisse sowie wirklich profunde Gedanken zum Sein und der Bedeutung des Lebens in diesem unterhaltsamen Roman. Zunächst ist man als Leser genauso Ahnungslos wie Max und muss sich erst einmal in der Geschichte zurecht finden. Erst so nach und nach findet man sich zurecht und auch Max als Person, aber auch wiederkehrende Charaktere gewinnen so langsam an Charakter. Die Geschichte nimmt einen so nach und nach gefangen und kann vor allem durch wirklich tolle Gedanken punkten, die oft zum Nachdenken und Hinterfragen anregen. Man muss sich zudem oftmals vielen Fragen einfach öffnen und sie zulassen.Die Handlung ist dabei durchaus interessant, hat jedoch auch so einige Längen, die überwunden werden wollen. Doch das durchhalten lohnt, denn bis zum Ende gibt es viel zu entdecken.Ein spannender Roman, der das durchaus bekannte Stilmittel der Zeitreisen mal ganz anders anpackt und dieses gekonnt kombiniert mit christlichen und fundamentalen Fragestellungen, die jeden Leser herausfordern anregen sollten.

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  • Eine Zeitreise in Etappen

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    SiCollier

    SiCollier

    28. September 2016 um 12:21

    Sicher ist nur: Ich habe mir dieses Leben nicht ausgesucht. Aber wer hat das schon. (Seite 64)Meine MeinungUnter einem Science Fiction Roman stelle ich mir eigentlich etwas ganz anderes vor, denn hier geht es nicht in die Zukunft, sondern in die Vergangenheit. Aber eine Zeitreise ist nun Mal Science Fiction, und wird das auch bleiben, gleichgültig, in welche Richtung sie führt. Vor allem in dieser völlig ungewöhnlichen Form, wie sie der Autor in seinem Roman beschreibt.Denn zumindest mir ist die Idee, jeden Morgen zwar am nächsten Kalendertag, jedoch jeweils ein Jahr früher aufzuwachen, noch nirgends begegnet. Naturgemäß habe ich beim Lesen immer auf Löcher im Plot oder ein Zeitparadoxon gewartet, aber beides konnte ich so gut wie nicht entdecken - der Autor hat seine Geschichte sehr gut durchdacht. Schwierig wird es natürlich, wenn Max in die Zeit vor seiner Geburt und weiter zurück vordringt und nicht mehr immer wissen kann, was im Jahr zuvor an der Stelle, da er aufwachen wird, gewesen ist. Denn ärgerlich wäre es schon, würde da etwa keine Hütte sondern ein Baum stehen würde. Aber solches zählt eher ins Gebiet der Erbsenzählerei. Nur bei einer Figur bin ich mir nicht ganz sicher, ob sie nicht in einer Zeitschleife festhängt. Für den Fortgang der Haupthandlung ist jedoch auch dies unerheblich.Nicht ganz glücklich wurde ich mit der Aufmachung des Buches. Die Schrift empfand ich als recht klein, vor allem aber waren die inneren Bundstege so schmal, daß ich über weite Strecken des Buches selbiges recht ordentlich auseinanderdrücken mußte, damit die Zeilenenden bzw. -anfänge zu lesen waren. Die Bindung war darauf anscheinend eingestellt, denn zu meiner Überraschung hat sie diese teils recht harsche Behandlung gut verkraftet. Dennoch würde ich mir hier etwas mehr Augenmerk auf die Lesefreundlichkeit wünschen.Max braucht eine Weile, bis er mit seiner neuen Form der Existenz zurecht kommt. Bis er so weit ist, passieren auch einige Wutausbrüche, die im normalen Zeitablauf Folgen hinterlassen müssen. Auch daran hat der Autor gedacht, und diese überaus gelungen in die Handlung eingebaut. Im Verlauf seiner „Reise“ begegnet Max einer Reihe von mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten und taucht an verschiedenen Brennpunkten der Geschichte auf. Immer wieder ergibt sich dabei zwangläufig die Frage, inwieweit er den Verlauf der Historie beeinflußt. Stößt er eine Entwicklung an - oder trifft er die Personen und handeln diese, weil die Ereignisse so verlaufen sind, wie sie aus den Geschichtsbüchern bekannt sind. Eine spannende Frage, die sich nicht immer eindeutig beantworten läßt. Jedenfalls sind die Gedankenspiele, die der Autor dazu anstellt, sehr lesens- und nachdenkenswert.So wandern wir mit dem Protagonisten durch die Jahrhunderte und lösen dabei sogar das Rätsel eines Mordes in der Antike. Viele Geschehnisse, die der Autor beschreibt, waren mir bekannt und ich fand es immer wieder erstaunlich, wie gut Fabian Vogt Fakt und Fiktion in seinem Buch verbunden hat. Ab einem bestimmten Zeitpunkt gibt sich Max ein Ziel, wodurch es bis zum Ende hin spannend blieb, ob er das denn erreichen würde. Das Ende hat mich allerdings nicht so ganz befriedigt, wenngleich ich hier natürlich nicht verraten werde, wie das Ganze letztlich ausgeht. Es ist mir zwar klar, worauf der Autor anspielt, dennoch empfand ich es als nicht ganz rund. Insgesamt gesehen hat mir das Buch jedoch gut gefallen, und die Frage, wie die Geschichte wohl verlaufen wäre, wäre Max nicht an entscheidenden „Knotenpunkten“ der Zeit aufgetaucht, wird mich sicherlich noch eine Weile beschäftigen.Mein FazitEine Zeitreise der etwas anderen Art, die deutlich macht, wie sehr manche wichtige Entwicklung der Geschichte an ihrem Beginn auf der Kippe stand.

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  • Zeitreise einmal anders

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    Martinchen

    Martinchen

    21. September 2016 um 14:48

    Klappentext: "Als die Uhr am Silvesterabend des Jahres 2000 zwölfmal schlägt, beginnt für alle ein neues Jahr - nur nicht für Max. Entsetzt muss der junge Wissenschaftler feststellen, dass er stattdessen ein Jahr in die Vergangenheit gereist ist. Damit nicht genug: Von nun an wacht er jeden Morgen 365 Tage früher wieder auf. Was soll das? Wieso ausgerechnet er? Verwirrt taumelt Mac durch die Jahrhunderte, bis er im Mittelalter einen alten Mönch trifft, der ihm rät, Jesus persönlich im Rat zu bitten. So wendet sich der Zeitreisende Richtung Jerusalem..." Das Cover zeigt eine Uhr, einen Globus, alte Schriften, ein Treppenhaus von oben, ein Buch und einen Ausschnitt aus dem Gemälde "Charles I. at the Hunt" von Antoon van Dyck, alles Hinweise auf den Inhalt des Romans. Insbesondere der Maler und das Gemälde spielen noch eine Rolle in dem Roman und zeigen einmal mehr, dass sich genaues Hingucken lohnt. Das Buch ist in relativ kleiner Schrift gedruckt, was jedoch meinen Lesefluss in keinster Weise beeinträchtigt hat. Fabian Vogt schreibt einen gut lesbaren und klaren Stil, dem ich sehr gut folgen konnte. Ihm gelingt es, die Spannung aufrecht zu halten, denn der Protagonist ist ein ganz normaler junger Mann, dessen Leben plötzlich einen gänzlich unerwarteten Verlauf nimmt. Neben Prolog und Epilog ist das Buch in sechs Kapitel (= Jahre) unterteilt, die mit Wer, Wohin, Was, Warum, Wann und Wie überschrieben sind. Damit sind die wesentlichen Fragen des Lebens benannt. Fabian Vogt gibt keine Antworten, sondern wirft Fragen auf, die zum Mit- und Nachdenken anregen, bis hin zum überraschenden Ende. Der Roman ist mit dem Deutschen Science-Fiction-Preis ausgezeichnet worden. Davon darf man sich nicht leiten lassen, denn es handelt sich hierbei nicht Science-Fiction im landläufigen Sinn.  Fazit: ein Buch, auf das man sich einlassen muss und das ich mit Gewinn gelesen habe.

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  • Leserunde zu "Kein Toter für den Kirchhof" von Mel Starr

    Kein Toter für den Kirchhof
    Arwen10

    Arwen10

    Diese Leserunde findet mit feststehenden Lesern statt. Natürlich kann man sich mit eigenem Exemplar noch anschließen. Kein Toter für den Kirchhof von Mel Starr Zum Inhalt: Es war zwei Wochen nach dem Weißen Sonntag des Jahres 1366, als ein Rufen und Hämmern an der Haustür mich von dem Brotlaib aufblicken ließ, mit dem ich das nächtliche Fasten brach. Hubert Shillside war es, der da seine Knöchel an meiner Tür aufschürfte. Er war auf dem Weg zur Burg und wollte, dass ich ihn begleitete. Ein Todesopfer war zu beklagen. An diesem Morgen hatte man bei Cow-Leys Corner Thomas atte Bridge gefunden – vom Ast einer Eiche hängend. Alles sieht nach einem Selbstmord aus. Aber Hugh de Singleton hat begründete Zweifel daran – und bald auch einen ersten Beweis. Nun ist er verpflichtet, der Sache auf den Grund zu gehen. Thomas atte Bridge war ein übler Zeitgenosse gewesen und viele Menschen in Bampton haben gute Gründe, über sein Ableben nicht allzu betrübt zu sein. Schon bald steckt Hugh in einem Dilemma: Er muss herausfinden, wer einen gemeinsamen Feind ermordet hat ... und damit eventuell einen Freund an den Galgen liefern.

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