Fabienne Schneider Vom Wert des Lebens. Die Ermordung unseres Sohnes Yvan.

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Inhaltsangabe zu „Vom Wert des Lebens. Die Ermordung unseres Sohnes Yvan.“ von Fabienne Schneider

2007 wurde der 19-jährige Yvan Schneider grausam ermordet, nach Mafiaart zerstückelt, in Blumenkübel einbetoniert und im Neckar versenkt. Die 18-jährigen Täter wurden nach geltendem deutschem Jugendstrafrecht zur Höchststrafe von jeweils 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Yvans Eltern wollen dem Sterben ihres Sohnes einen "Sinn" geben, indem sie in Gesprächen mit ihrer Therapeutin Gaby Breitenbach über den "Wert des Lebens" in unserer Gesellschaft die Täterzentrierung in Justiz und medialer Aufarbeitung zur Diskussion stellen. Sie fordern mehr Gerechtigkeit für Hinterbliebene und Opfer von Gewalttaten und möchten mit ihren Präventions- und Interventionsvorschlägen dazu beitragen, Politik und Justiz wachzurütteln, damit diese nachhaltige Zeichen gegen Jugendgewalt setzen und eine längst fällige Reform des Jugendstrafrechts auf den Weg bringen. Aus ihrer Sicht darf - wie in fast ausnahmslos allen anderen Ländern der Welt auch - für einen geplanten Mord das Jugendstrafrecht für Heranwachsende keine Anwendung mehr finden. Mit einem Beitrag von Gaby Breitenbach "In Konfrontation mit dem Trauma" über die besonderen Belastungen von Eltern, deren Kind ermordet wird.

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  • Rezension zu "Vom Wert des Lebens. Die Ermordung unseres Sohnes Yvan." von Fabienne Schneider

    Vom Wert des Lebens. Die Ermordung unseres Sohnes Yvan.

    danny_zie

    21. April 2011 um 22:40

    Es war eine schreckliche Tat, die hier mitten unter uns begannen wurde. Eine Tat mit so viel Grausamkeit und Gewalt, dass einem die Worte fehlen. Ein Fachbuch über diese grausame Ermordung zu schreiben, mutet zuerst einmal unmöglich an. Es ist Frau Breitenbach und den Eltern dennoch gelungen. Meine Hochachtung gerade auch für die Eltern, die mit dieser Offenheit, Deutlichkeit und aller persönlicher Betroffenheit schriftlich Stellung beziehen. Wenn auch am Schluss des Buches die Aussage steht, dass die Tat keinen Sinn macht, so kann zumindest das Buch dem ein oder anderen Leser neue Perspektiven und Einblicke eröffnen. Das Buch rückt die oftmals vernachlässigte Perspektive der Opfer ins Bewusstsein. Es bleibt jedoch nicht nur dabei, sondern wagt einen Blick in Lebens- und Erziehungssysteme, in soziale Wertvorstellungen auf beiden Seiten. Es fordert heraus vorher hinzuschauen und Bedenken und Fragen offen und laut auszusprechen. Fachliche Hinweise und Ausführungen zur Rechtssprechung nicht nur in unserem Land, stellen eine gute Ergänzung dar. Der innere Verarbeitungsprozess der Eltern wird im hinteren Teil des Buches sehr gut verständlich beschrieben. Die persönlichen Folgen für deren Leben mit möglichen Symptomatiken werden kurz aber klar dargestellt. Die Gestaltung des Buches über den größten Teil in Interviewform, ermöglicht es einem als Leser, sich selbst manche Frage zu stellen und eigene Einstellungen und Erfahrungen zu überdenken oder klar zu bekommen. Manche Fragen werden offen bleiben, aber dass diese Fragen überhaupt gestellt und gehört werden, werte ich schon als einen ersten guten Schritt. Recht und Gerechtigkeit sind nicht das gleiche. Das wird spätestens mit diesem Buch jedem Leser klar. Meinen Dank an die Eltern für dieses Buch! Es ist eine Stimme für die Opfer im Land. Ein Weckruf an unsere Gesellschaft. Ein Buch das berührt.

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