Die Blätter des Herbstbringers

von Fabienne Siegmund 
4,8 Sterne bei6 Bewertungen
Die Blätter des Herbstbringers
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Wunderbar poetisch und voller Wortmagie. :)

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Wow, Wahnsinn! Besser geht's nicht :). Ganz klare Leseempfehlung!

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Inhaltsangabe zu "Die Blätter des Herbstbringers"

Es war Herbst, als es geschah. Jene bittersüße Jahreszeit, in der der Sommer seinen Abschied nimmt, um im Winter sein Ende zu finden.

Blätter in Herbstfarben sind es, die das Leben von Ari Mikalainen bestimmen. Sie gleiten in seinen Gedanken zu Boden, hüllen Tage und Nächte in ein düsteres Kleid. Aris eigener Sommer vergeht schon in Kindertagen, als seine beste Freundin Mira und er Zeugen eines grausamen Verbrechens werden.

Am Ende dieses Sommers steht ein geheimnisvoller Mann, der die Nächte durchstreift, auf der Suche nach Geschehnissen, die sonst von Dunkelheit verborgen bleiben. „Herbstbringer“ nennen die Zeitungen das Phantom, das der Polizei Verbrecher auf dem Silbertablett liefert und kleine Blätter an den Tatorten zurücklässt.

Sind es nur zwei Geschichten eines einzigen Herbstes oder gibt es eine Verbindung zwischen Ari und dem geheimnisvollen Fremden?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783903006713
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:250 Seiten
Verlag:OHNEOHREN
Erscheinungsdatum:13.03.2017

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    A
    AnnaEichenbachvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbar poetisch und voller Wortmagie. :)
    Poetisch. Melancholisch. Berührend.

    „Sie hatte ihn geschaffen. Hatte ihm sein Kleid aus Herbst genäht und die Nebel in seinen Augen mit Schmerzen genährt. Ihr Schmerz war zu seinem geworden.“

    (Fabienne Siegmund, Die Blätter des Herbstbringers, S.61) 

    Klappentext

    Es war Herbst, als es geschah. Jene bittersüße Jahreszeit, in der der Sommer seinen Abschied nimmt, um im Winter sein Ende zu finden.

    Blätter in Herbstfarben sind es, die das Leben von Ari Mikalainen bestimmen. Sie gleiten in seinen Gedanken zu Boden, hüllen Tage und Nächte in ein düsteres Kleid. Aris eigener Sommer vergeht schon in Kindertagen, als seine beste Freundin Mira und er Zeugen eines grausamen Verbrechens werden.
    Am Ende dieses Sommers steht ein geheimnisvoller Mann, der die Nächte durchstreift, auf der Suche nach Geschehnissen, die sonst von Dunkelheit verborgen bleiben. „Herbstbringer“ nennen die Zeitungen das Phantom, das der Polizei Verbrecher auf dem Silbertablett liefert und kleine Blätter an den Tatorten zurücklässt.
    Sind es nur zwei Geschichten eines einzigen Herbstes oder gibt es eine Verbindung zwischen Ari und dem geheimnisvollen Fremden? (Quelle: Verlag ohneohren)

    Das Buch
    Als ich auf der Phantastika in Oberhausen Fabienne Siegmunds Lesung aus Die Blätter des Herbstbringers lauschen durfte, habe ich mich Hals über Kopf in die Stimmung des Romans und den ganz besonderes Schreibstil der Autorin verliebt. Ich kann euch verraten, dass auch der Rest des Romans die Erwartungen, die die kurze Kostprobe geweckt hat, sogar noch übertreffen kann.

    Im Fokus des Romans steht Ari Mikalainen, dessen Welt zerbricht, als er erst sieben Jahre alt ist und gemeinsam mit seiner besten Freundin Mira einen grausamen Mord beobachtet. Um diesen geht es im Prolog des Romans, der aus der Sicht des Siebenjährigen berichtet – und das so einfühlsam und empathisch, dass es mich zu Tränen gerührt hat.

    Ari ist ein tiefer, vielschichtiger Protagonist. Was er als Kind erlebt hat, prägt ihn noch heute. Er ist sehr melancholisch und davon überzeugt, dass niemand in seiner Gesellschaft fröhlich sein könne. Das belastet vor allem sein Verhältnis zu Mira, mit der er noch immer befreundet ist. Mira ist der Mittelpunkt von Aris Welt. Er will sie glücklich sehen, in ihrer Nähe sein – doch weiß auch, dass er sie an das Verbrechen erinnert, das sie als Kinder mitansehen mussten.

    Die Beziehung der beiden ist so zart und zerbrechlich wie Schmetterlingsflügel. Wie Ari um sein Glück kämpft und doch immer glaubt, nicht glücklich werden zu können – oder zu dürfen -, seine innere Zerrissenheit und wie sich das traumatische Erlebnis aus seiner Kindheit noch immer auf ihn auswirkt – all das hat Fabienne Siegmund mit Fingerspitzengefühl zu einem authentischen Charakter verwoben. Sie gibt seinen Gefühlen Raum und kleidet sie in Worte, die seine Empfindungen auch zu meinen gemacht haben.

    Neben Ari spielt auch der Herbstbringer eine große Rolle. Er ist eine Art Phantom, ein Gentleman, der nachts durch die Straßen streift und Verbrechen verhindert. Man könnte sagen, dass er eine Art Superheld ist – zumindest ein Beschützer der Schwachen, der nur eines will: Gerechtigkeit. Die Zeitungen reißen sich darum, das Geheimnis zu lüften, wer sich hinter dem weiß geschminkten Gesicht verbirgt – und auch die Polizei beginnt zu ermitteln.

    Die Romanhandlung hat mir sehr gut gefallen – insbesondere die Auftritte des Herbstbringers, der seine Maske auch vor den Lesern nicht fallen lässt. Was Die Blätter des Herbstbringers in meinen Augen aber besonders auszeichnet und zu einem großen Lesevergnügen macht, ist der Schreibstil der Autorin. Die Sprache ist wundervoll poetisch, melancholisch und schwer, zugleich aber auch leicht und zerbrechlich. Fabienne Siegmund ist eine Wortpoetin: Sie malt Bilder und Gefühle mit Worten, die verzaubern und etwas tief in mir berührt haben. So tief, dass ich oft die Tränen wegblinzeln musste, um weiterlesen zu können.

    Eines weiß ich jetzt schon: Dies wird mit Sicherheit nicht der letzte Roman von Fabienne Siegmund sein, den ich lesen werde. 

    Fazit: Poetisch, melancholisch, berührend. Die Blätter des Herbstbringers ist ein Roman, der die Stimmung des Herbstes auf Papier bannt: mal zart wie ein Lufthauch, dann mitreißend wie ein Sturmwind. Ein sehr gelungener Roman, der definitiv zu den besten gehört, die ich in diesem Jahr gelesen habe.

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    Melanie_Vogltanzs avatar
    Melanie_Vogltanzvor einem Jahr
    Bittersüße Herbstmelancholie

    Zwei Kinder verlieren ihre Eltern und haben im Erwachsenenalter nur noch einander. Da sie dasselbe Grauen erlebt haben, finden sie beieinander jedoch nicht nur Trost, sondern ziehen sich auch gegenseitig in die Traurigkeit.
    Währenddessen geht ein geheimnisvoller Maskierter um, den die Zeitungen den "Herbstbringer" nennen, sühnt Verbrechen und hinterlässt farbige Blätter auf seinem Weg.

    Wer Fabienne Siegmund kennt, weiß, dass man mit einem modernen, meist melancholischen Märchen rechnen muss, wenn man ein Buch mit ihrem Namen aufschlägt. "Die Blätter des Herbstbringers" ist da keine Ausnahme, ist aber vielleicht noch ein Stück düsterer geraten als die bisherigen Romane, die ich von ihr kenne.

    Das Buch hat seinen ganz eigenen Rhythmus - wie Herbstlaub, das aus den Ästen rieselt, folgen die Kapitel aufeinander. Das Erzähltempo ist gemächlich, die Sprache eine sehr poetische. Jeder Satz will eine tiefere Botschaft transportieren, und es finden sich viele Sentenzen eingestreut, die sich auch wiederholen - ein Stilmittel, das ich sehr gerne mag, das hier aber vielleicht etwas überstrapaziert wurde. Ich glaube, es hätte dem Buch gut getan, in dieser Hinsicht ein wenig zurückzuschrauben, manches in der Geschichte auch einfach für sich stehen zu lassen, nicht zu viel Emphase auf Kleinigkeiten zu legen. Der Effekt wäre dadurch ein noch stärkerer geworden.

    Zweifelsohne erwartet einen hier keine leichte Lektüre, und das in mehrfacher Hinsicht. Wie die namensgebende Jahreszeit ist auch dieser Roman trüb, eine Ansammlung welker Dinge, die einmal Leben hatten, aber nun verdorrt sind. Beim Lesen versinkt man geradezu in einem Sumpf aus Traurigkeit, und die Autorin hilft einem auch an keiner Stelle heraus, sondern zieht einen nur immer tiefer, bis zum buchstäblich bitteren Ende. Das sollte man verkraften können, wenn man sich an die "Blätter des Herbstbringers" heranwagt.

    Bei mir hat Fabienne Siegmund damit definitiv einen Nerv getroffen. Einen größeren Kritikpunkt allerdings habe ich dennoch, und zwar das Herumtänzeln um die Enthüllung der wahren Identität des Herbstbringers. Um nicht zu spoilern, gehe ich nicht zu sehr ins Detail, aber die Auflösung war für mich eher eine enttäuschende. Das trübt aber den Genuss des Buches nur wenig, und das traurige, aber zugleich sehr passende Ende tröstete mich gut darüber hinweg.

    Sehr gut gefallen haben mir die einleitenden Zitate zu jedem Kapitel, kurze Frage-Antwort-Dialoge zwischen Vater und Sohn mit kleinen Weisheiten über das Leben. Die Printvariante besticht durch einige wunderschöne herbstliche Illustrationen (Laub und Schmetterlinge), die den "Herbstbringer" zu einem Buch machen, das man gerne in die Hand nimmt.

    Fazit: Wer den Blättern im Herbst gerne beim Fallen zusieht, wer so wie ich ein Herbstmensch ist und sich gerne in Melancholie verliert, der sollte unbedingt einen Blick wagen.

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    CathrinKuehls avatar
    CathrinKuehlvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wow, Wahnsinn! Besser geht's nicht :). Ganz klare Leseempfehlung!
    Rezension zu "Die Blätter des Herbstbringers" von Fabienne Siegmund

    Schreibstil

    Gleich hier komme ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. So eine bildhafte und wundervolle Sprache! Fast jeder Satz verzückt, lässt einen die Herbstluft riechen, die immer wieder hereinstechende Kälte des Winters spüren. Siegmund hat definitiv ein Händchen für einen durchaus gelungenen Schreibstil!


    Charaktere


    Jeder Charakter hatte seine Geschichte, manche miteinander verbunden und andere werden im Laufe der Zeit hineingewoben.

    So begleitete ich als Leserin Ari, der in jungen Jahren bereits seine Eltern verlor. An seiner Seite Mira, deren Eltern ebenfalls zur gleichen Zeit und an gleicher Stelle starben. Er beschützt sie, liebt sie, bewacht sie. Und doch scheint seine Liebe unerwidert, fern, haltlos. Gleichzeitig ist da der Herbstbringer, der Ari nicht ähnlicher sein könnte. Gerecht findet Ari, was der Herbstbringer den anderen antut, während er selbst durch die Straßen streift und seine Trauer niemals ganz loslassen kann.

    Mira lebt ihr Leben irgendwie weiter, auch wenn sie nie ganz von dem schrecklichen Ereignis aus ihrer Kindheit losgelassen wird. Gerade Ari erinnert sie an diesen verhängnisvollen Nachmittag, der nach wie vor schmerzt. Doch dank ihrer Großmutter geht sie weiter ihren Weg, hat Freunde, lacht öfter und verbringt hin und wieder Zeit mit ihrem Freund aus der Kindheit. Sie liebt ihn auch, doch reicht ihre Liebe, um aus der Freundschaft zu Ari eine Beziehung zu machen?

    Samu ist ein alter Ermittler, der Aris und Miras Fall damals nur am Rande mitbekam und als Polizist nicht wirklich etwas machen konnte, als man den Fall zu den Akten legte. Nun ist er auf den Herbstbringer angesetzt, der seine Opfer – die selbst die Täter sind – lethargisch zurücklässt, bereit, von der Polizei abtransportiert zu werden. Doch dann tötet der Herbstbringer zu ersten Mal und Samu muss genauer ermitteln. Dass seine Enkelin ein Opfer war, das der Herbringer rettete, wirft ihn in einen großen Zwiespalt.

    Alles in allem schlüssige Charaktere, die lebendig werden, und die man so oder so lieb gewinnt.

    Umgebung


    Diese ist wundervoll umschrieben, auch wenn man nicht wirklich etwas mitbekommt. Dennoch ist man durch Siegmunds bildhaften Schreibstil so in der Umgebung drin, dass man auch nicht sagen kann, es gäbe keine. Aris und Miras Zimmer sind gut beschrieben, genauso wie Aris Wohnung oder eine Szene auf dem Friedhof. Ansonsten verschwimmt die Umgebung im Hintergrund, was mir sehr gut gefallen hat. Es geht nicht darum, was hier oder dort steht, sondern was gerade stattfindet. Sehr gelungener Fokus!

    Plot


    Feine Stränge, die den Leser durch die Geschichte tragen. Ich musste längere Pausen während des Lesens machen, weil die Zeit schlichtweg nicht da war. Aber es lag auch daran, dass ich erstmal sacken lassen musste, was Siegmund mir da vorgesetzt hat. Ich habe das komplette Buch genossen, denn selbst nach ein oder zwei Wochen Pause schaltete ich meinen E-Reader wieder an und war einfach drin in der Geschichte, fortgetragen, von wo auch immer ich zum Lesen saß. Das macht einen starken Plot aus. Man vergisst ihn nicht!

    Ende


    Genau die richtige Dosis an Emotionen, Dramatik, Höhepunkt, Ausklang. Es ist ein Ende, das mich bis jetzt mitnimmt, das mich nicht loslässt. Ich fühle mich, als hätte der Herbstbringer bei mir selbst ein Blatt gelassen und ich habe keine Ahnung, was ich damit anfangen soll. Es war richtig und doch so falsch. Einfach perfekt!

    Fazit


    Dieser Roman bekommt von mir ganz klare 5 Sterne und eine gaaanz dolle Leseempfehlung. Kauft es, leiht es, lest es, verschlingt es oder lasst es euch wie ich wie zartschmelzende Schokolade auf der Zunge zergehen. Alles ist hier möglich.

    Extra


    Ich habe „Die Blätter des Herbstbringers“ im Laufe einer Lovelybooks-Leserunde gewonnen. Danke an den Verlag ohneohren für das bereitgestellte epub.

    Anmerkungen


    Ich werde mir das Print holen. Ich werde dieses Buch öfter als dieses eine Mal lesen, es sollte zur Lektüre in Schulen werden, denn DAS war für mich das Nonplusultra! Sowas hätte als Teenie bereits meine Freude am Lesen total geweckt. Fabienne Siegmund hat einen neuen Fan :).

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    Fauchi2206s avatar
    Fauchi2206vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: eine herzergreifende, teilweise düstere Geschichte
    Eine herzergreifende, stellenweise düstere Geschichte

     Die zwei Hauptprotagonisten Ari und Mira gehen nach dem schrecklichen Verbrechen getrennte Wege, sie treffen sich jedoch immer wieder an bestimmten Tagen. Ari ist aufgrund der Geschehnisse schwer traumatisiert, von einer steten Traurigkeit erfüllt, lebt in der Vergangenheit wogegen Mira versucht nach vorne zu schauen und immer lacht. Nach einigen Jahren tritt der Herbstbringer auf den Plan, er hilft Menschen in Not, und liefert die Täter an die Polizei aus, an den Tatorten hinterlässt er immer ein Blatt. Eines Tages gibt es jedoch nicht nur Verletzte sondern auch einen Toten. Durch diesen Mord greift auch ein Kommissar ins Geschehen mit ein. Wer ist der Herbstbringer, weshalb macht er das alles und warum kommt es plötzlich zum Mord? Ich persönlich hatte bereits nach den ersten Kapiteln eine Vermutung, die sich dann später auch als richtig herausstellte. Dieses Buch ist so fesselnd und spannend geschrieben, aufgrund der Ereignisse sehr berührend und man leidet an vielen Stellen mit den Personen mit. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen der gerne Krimis oder düstere Romane liebt und vergebe 5 *****

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    Ladybella911s avatar
    Ladybella911vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schmerzhaft schön
    Abgrundtiefer Schmerz, abgrundtiefe Liebe, abgrundtiefer Hass

                     Dieses Buch zu lesen war für mich berührend schöne. Diese                  Sprache macht süchtig.

     Zum Inhalt: 

    Es war Herbst, als es geschah. Jene bittersüße Jahreszeit, in der der Sommer seinen Abschied nimmt, um im Winter sein Ende zu finden. Blätter in Herbstfarben sind es, die das Leben von Ari Mikalainen bestimmen. Sie gleiten in seinen Gedanken zu Boden, hüllen Tage und Nächte in ein düsteres Kleid. Aris eigener Sommer vergeht schon in Kindertagen, als seine beste Freundin Mira und er Zeugen eines grausamen Verbrechens werden. Am Ende dieses Sommers steht ein geheimnisvoller Mann, der die Nächte durchstreift, auf der Suche nach Geschehnissen, die sonst von Dunkelheit verborgen bleiben. „Herbstbringer" nennen die Zeitungen das Phantom, das der Polizei Verbrecher auf dem Silbertablett liefert und kleine Blätter an den Tatorten zurücklässt. Sind es nur zwei Geschichten eines einzigen Herbstes oder gibt es eine Verbindung zwischen Ari und dem geheimnisvollen Fremden?

    Diese Geschichte ist von einer Melancholie,Traurigkeit und Schmerz durchwebt, die einen unweigerlich in den Bann zieht. Es passiert anfänglich wenig und gleichzeitig sehr viel, denn die Taten, die der Herbstbringer vollbringt, spielen sich im Dunklen, einer sogenannten Schattenwelt, ab.Eine ungewöhnliche Geschichte, erzählt in einer wunderbar poetisch anmutenden Sprache.

    Es ist Ari, der Hauptprotagonist, den wir auf seinem Weg begleiten und durch seine Gedankenwelt eilen. Beeindruckend durch seine Gedanken und Taten in einer anrührend bezaubernden Sprache durch die Autorin charakterisiert. Für ihn existieren weder Frühling noch Sommer, es ist der Herbst in dem er lebt, der Herbst vor dem Winter. Mira ist seine Gespielin aus Kindertagen, er ist mit ihr durch das gemeinsam erlebte schreckliche Geschehen, der Ermordung ihrer beiden Eltern, verbunden.

    Mit dem Fortschreiten der Geschichte bekommt sie mehr Realität, mehr Aktivität, mehr Sprache  und Dialoge. Es treten neue Personen auf die Bühne und erfüllen das Ganze mit mehr Handlung, aber auch mit Schmerz und Düsternis.

    Es ist mit Sicherheit kein Buch, das man so im Vorübergehen lesen kann, dazu ist es zu eindringlich in seiner Sprache und hallt lange nach. Und dennoch. Es ist absolut lesenswert und kann denjenigen, der sich darauf einlässt, verzaubern.

    Mein Fazit: LESEN

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    kathi_liebt_buechers avatar
    kathi_liebt_buechervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ihr habt meine absolute Leseempfehlung!
    Besonderer Schreibstil, tolle Geschichte!

    Danke an die Autorin für dieses tolle Buch, das ich gerne gelesen habe und das auf jeden Fall zu meinen Lieblingsbüchern zählt. 


    ⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️


    Erst einmal kurz der Inhalt:
    https://www.lovelybooks.de/autor/Fabienne-Siegmund/Die-Blätter-des-Herbstbringers-1362956521-w/

    Allgemeines:
    Das Buch ist in der 3. Person geschrieben und durch einen besonderen, fesselnden und etwas schwierigerem Schreibstil gut und schnell zu lesen. Die Autorin schafft es, durch Sprünge der Perspektive das Buch lebendig zu gestalten. Es ist sehr düster und traurig.

    Meine Meinung:
    Mir sind die Protagonisten schnell ans Herz gewachsen, aber natürlich manche mehr als Andere. 
    Es gibt sehr viele verschiedene Typen in diesem Buch: Einer der Hauptpersonen ist sehr pessimistisch und immer traurig, die Andere versucht immer fröhlich zu sein und so weiter. 
    Ich finde, das Buch hat sehr viele Krimi und Thriller-Elemente, weil es darin sehr viel um Rache und Mord geht. 

    Zusammenfassung:
    Der Roman ist für jeden etwas, der düstere Geschichten und liebt und auch vor dem ein oder anderem Mord nicht zurück schreckt. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    verlagohneohrens avatar
    Hallo ihr Lieben,
    dieses Mal gibt es einen düsteren Urban Fantasy-Roman zu gewinnen.

    Es handelt sich um "Die Blätter des Herbstbringers" von Autorin Fabienne Siegmund.

    Der Klappentext:
    Es war Herbst, als es geschah. Jene bittersüße Jahreszeit, in der der Sommer seinen Abschied nimmt, um im Winter sein Ende zu finden.

    Blätter in Herbstfarben sind es, die das Leben von Ari Mikalainen bestimmen. Sie gleiten in seinen Gedanken zu Boden, hüllen Tage und Nächte in ein düsteres Kleid. Aris eigener Sommer vergeht schon in Kindertagen, als seine beste Freundin Mira und er Zeugen eines grausamen Verbrechens werden.

    Am Ende dieses Sommers steht ein geheimnisvoller Mann, der die Nächte durchstreift, auf der Suche nach Geschehnissen, die sonst von Dunkelheit verborgen bleiben. „Herbstbringer“ nennen die Zeitungen das Phantom, das der Polizei Verbrecher auf dem Silbertablett liefert und kleine Blätter an den Tatorten zurücklässt.

    Sind es nur zwei Geschichten eines einzigen Herbstes oder gibt es eine Verbindung zwischen Ari und dem geheimnisvollen Fremden?


    Die Leseprobe mit Auszügen aus Prolog und Kapitel 1 gibt es hier!

    Zu gewinnen gibt es 10 E-Books, wunschweise MOBI oder EPUB (bitte schon bei der Bewerbung angeben). Die Dateien werden per Mail verschickt, sobald alle TeilnehmerInnen ausgelost sind.

    Wir freuen uns schon sehr auf eine lebendige Leserunde und eure Gedanken zum Roman. Für die Teilnahme wollen wir von euch wissen: Was bringt der Herbst für euch? Mögt ihr das Rascheln der bunten Blätter oder haltet ihr ihn eher für eine traurige Jahreszeit?

    Viel Freude beim Mitmachen und viel Glück!
    CathrinKuehls avatar
    Letzter Beitrag von  CathrinKuehlvor 2 Jahren
    Mein Fazit gibt es hier :) http://cats-tintenwelt.blogspot.de/2017/03/rezension-zu-die-blatter-des.html Ich streue nun auf den Plattformen. Danke, dass ich dieses Wunderwerk lesen durfte!
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