Fabienne Siegmund , Stephanie Kempin Herbstlande

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Inhaltsangabe zu „Herbstlande“ von Fabienne Siegmund

Sie musste Nathan retten – um jeden Preis! Nachdem sich ihr sehnlicher Wunsch, mit ihrem Nathan ein Kind zu bekommen, nicht erfüllt, greift Scarlett Hayden in ihrer Verzweiflung zu einem alten Zauber: Wenn man in der Halloween-Nacht einen Wunsch in einer Kürbisfratzenflamme verbrennt, soll er sich erfüllen. Doch in ihrer Ungeduld bricht Scarlett die wichtigste Regel: Sie wirft den kleinen Zettel mit dem großen Wunsch bereits Ende August in die Kürbisflamme und setzt so eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen in Gang: Nach einem Autounfall fällt ihr geliebter Nathan ins Koma. Von einem geheimnisvollen Wesen aus Kerzenflamme und Kürbismagie erfährt Scarlett von ihrer einzigen Chance, Nathan zu retten: Sie muss in die Herbstlande reisen und die Kürbiskönigin um Erlösung bitten. So begibt sich Scarlett auf eine gefährliche und gleichsam fantastische Reise in die Gefilde der Länder September, Oktober und November, wo Laubdrachen und Mitternachtsraben, Fleder-Schrecken und Lygnisse, Spiegelwälder und Kürbiswichtel nur ein kleiner Teil der Dinge sind, die ihr begegnen …

Eine wunderschöne, auch ein bisschen traurige Geschichte, über eine entschlossene und mutige junge Frau.

— helenscreativeobsession
helenscreativeobsession

„Herbstlande“ ist einer der märchenhaftesten, originellsten Fantasy-Romane, die ich je gelesen habe.

— AmaliaZeichnerin
AmaliaZeichnerin

Dieses Buch scheint der Herbst höchstpersönlich geschrieben zu haben. Der Zauber dieser Jahreszeit verpackt in einer spannenden Geschichte!

— Joerg_Fuchs_Alameda
Joerg_Fuchs_Alameda

um dieses Kleinod zu beschreiben, fehlen mir einfachem Menschen schlichtweg die Worte. Ein Buch, dass Dich die Welt vergessen lässt

— phantastische_fluchten
phantastische_fluchten

Eine fantastische und wundervolle Reise durch eine Welt voller Gefahren, wundersamen Wesen und der Suche nach sich selbst. Zauberhaft!

— Seehase1977
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  • Rezension Herbstlande

    Herbstlande
    helenscreativeobsession

    helenscreativeobsession

    20. August 2017 um 17:57

    Meine MeinungCover und Titel: Die ganze Gestaltung des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Das Cover ist in Herbst-Farben gehalten und mir sehr vielen Details gestaltet. Im gleichen Stil finden sich im Buch viele Zeichnungen, die einfach wunderschön sind und für die richtige Stimmung sorgen. Zum Buch gibst es auch ein Reisejournal welches ebenfalls hübsch illustriert ist und Auskunft über die Herbstlande und deren Bewohner gibt. Der Titel ist natürlich ebenfalls passend.Schreibstil: Da das Buch von mehreren Autoren geschrieben ist, hatte ich zu Beginn etwas Angst, dass die Geschichte dadurch auseinander fallen würde. Dem ist glücklicherweise nicht so, man merkt kaum, dass nicht durchgehend der gleiche Autor schreibt. Ich finde den Schreibstil über die ganze Geschichte hinweg sehr schön. Er ist ein bisschen traurig und wehmütig, was ich vor allem zu Beginn passend finde.Inhalt: Der Inhalt der Geschichte erinnert mich ein wenig an „Der Zauberer von Oz“, es kommt ein Mädchen in eine fremde Welt, sie hat ein Ziel und findet dann auf ihrem Weg aussergewöhnliche Freunde. Trotzdem finde ich die Idee originell und spannend. Vor allem da die Herbstlande eine komplett neue Welt ist, die man im Laufe des Buches erkunden darf. Ich hatte beim Einstieg keine Probleme, das Buch ist von Anfang an interessant und liest sich schnell.Charaktere: Die Charaktere sind einfach wundervoll beschrieben. Scarlett konnte mich über das gesamte Buch hinweg begeistern. Sie ist sehr ängstlich aber sie reist ohne zu zögern in eine neue gefährliche Welt für den Mann den sie liebt. Das ist es aber was ich nicht begreifen konnte: wie kann sie Nathan nur lieben? Wie kann man jemanden lieben, der Bücher als unsinnig abtut? Aber naja, jedem das Seine :)Liebe Grüsse,Helen

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  • märchenhaft und mystisch - ein Mustread für Fantasy-Fans

    Herbstlande
    AmaliaZeichnerin

    AmaliaZeichnerin

    15. August 2017 um 11:27

    „Herbstlande“ ist einer der märchenhaftesten, originellsten Fantasy-Romane, die ich je gelesen habe. Die Grundidee – Protagonistin wird in eine märchenhafte Welt verschlagen voller ungewöhnlicher oder auch bizarrer Kreaturen – erinnert an „Alice im Wunderland“, und es ist gewiss kein Zufall, dass eben dieses Buch auch erwähnt wird. Die Motivation der Heldin ist hier allerdings eine ganz andere. Am Anfang fragte ich mich angesichts der deutlich ungesunden Beziehung von Scarlett und Nathan (der über sie bestimmt, ihr vieles verbietet und sie ständig kontrollieren will) was das hier werden würde – zu oft habe ich Romantasy-Klappentexte gelesen, in denen sich die Heldin in einen „Bad Boy“ verliebt, dem sie aus Liebe alles, wirklich alles verzeiht, was er ihr antut. Dankenswerterweise ist dieser Roman keineswegs nach diesem Muster gestrickt, und auch wenn es anfangs Scarletts größter Wunsch ist, ihren Liebsten zu retten, macht sie während ihrer Reise durch die Herbstlande eine wichtige Entwicklung durch, die ich an dieser Stelle natürlich nicht genauer verraten möchte. Scarletts Reise teilt sich auf in drei Länder: September, Oktober und November, die jeweils ungefähr ein Drittel des Buches einnehmen. Am märchenhaftesten ist der September, und Fabienne Siegmunds Sprachstil verstärkt diesen Eindruck mit sehr viel Poesie und tollen Metaphern. Ich musste mich ein wenig an den leichten Stilwechsel im nächsten Teil gewöhnen. Der war allerdings nicht so gravierend, dass es mich aus der Geschichte gerissen hätte. Auch der Oktober (geschrieben von Stephanie Kempin) ist noch recht freundlich, auch wenn es hier bereits die ersten unheimlichen Begegnungen gibt. Deutlich düsterer wird es im November, den Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser zum Leben erweckt haben. Die Kreaturen, gegen die Scarlett sich hier zur Wehr setzen muss, sind wirklich furchterregend, so dass man sich wunderbar gruseln kann. Aber das ist längst nicht alles, und am Ende geht es keineswegs allein darum, die „Bösewichte“ zu besiegen, wie es ja sonst in Fantasyromanen oft der Fall ist. „Herbstlande“ erzählt vielmehr davon, wie wichtig es ist, Träume zu haben und diese nicht aufzugeben. Und das auf eine sehr berührende und unkitschige Weise. Es ist also ein Buch mit einer Moral, aber es ist eine, die nicht belehrend daher kommt. Ich wünsche diesem Roman und seinen vier AutorInnen viele Leserinnen und Leser. Vielleicht auch gerade solche, die sonst gern Romantasygeschichten mit Bad Boys lesen, deren Heldinnen diese für ihre große Liebe halten... Das Extra: Der Verlag hat zu „Herbstlande“ eine Art durchgehend illustrierten „Reiseführer“ bzw. ein broschiertes Reisejournal mit 54 Seiten veröffentlicht, welches die verschiedenen Länder und die vielen verschiedenen darin lebenden Kreaturen noch einmal genauer beschreibt. Eine schöne und kreativ umgesetzte Ergänzung, finde ich, zumal ein Glossar dieser Größenordnung den Romans vermutlich gesprengt hätte. Das Reisejournal gibt es seperat zu kaufen.

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  • eine abenteuerliche Reise zu einem wunderbaren Ort

    Herbstlande
    phantastische_fluchten

    phantastische_fluchten

    27. April 2017 um 14:17

    Bevor ich überhaupt mit der Rezension zu Herbstlande beginne, möchte ich auf die wunderbaren Illustrationen und den *HIER* schreienden Einband des Buches eingehen. Man kann als Leser dieses Genre unmöglich an so einem Cover vorbei gehen, ohne das Buch in die Hand zu nehmen. Ein optischer Leckerbissen. Hat man das Buch erst einmal angefasst und darin geblättert, ist es um einen geschehen. Warme, herbstliche Töne zieren das Innencover, gefolgt von einer Karte der Herbstlande und einem Gedicht von Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser, das den ersten Eindruck vermittelt, was den Leser erwartet. Nun sitzt mal also gemütlich, mit der Katze (Katze???) auf dem Schoß auf der Couch, blättert behutsam die ersten Seiten um und betritt die Herbstlande. Scarlett Hayden hat in Nathan die Liebe ihres Lebens gefunden.  Zur Krönung ihres Glücks fehlt ihnen nur noch ein Baby, doch dieser Wunsch wird ihnen versagt. Um Nathan nicht zu verlieren und endlich ein Kind zu bekommen, greift die junge Frau in ihrer Naivität zu Zauberei. Sie verbrennt einen Wunschzettel in einer Kürbisflamme. Dabei missachtet sie aber die wichtigste Regel dieser Zauberei, denn so einen Wunsch darf man  lediglich in der Halloween- Nacht in einer Kürbisflamme verbrennen. Eine Regel der legendären Kürbiskönigin. Bricht man diese Regel, fordert es einen Preis und dieser Preis ist Nathan. Um ihren Geliebten zu retten, muss Scarlett nun in die Herbstlande reisen und die Königin um Vergebung bitten, in der Hoffnung, dass diese Nathan wieder freigibt. Die eigentliche Geschichte beginnt mit dem Eintritt in die Herbstlande. Wer die alten Märchen der Gebrüder Grimm oder von Hans Christian Andersen liebt, wird von diesem Buch verzaubert sein. Scarlet begegnet auf ihrer Reise durch die Herbstlande einigen erstaunlichen Gestalten. Ein Laubdrache, der sich aus einzelnen Blätter zusammensetzt und jedes dieser Blätter weiß eine eigene Geschichte zu erzählen. Daher verfügt der Laubdrache über umfassende Kenntnisse der Herbstlande, obwohl er bisher niemals seine Senke verlassen hat. Er wird der erste Freund und Gefährte der jungen Frau, die ängstlich aber auch entschlossen eine fremdartige und erstaunliche Welt betritt.Beim Lesen des ersten Kapitels ist mir das Lied Sommerregen von Jordis in den Sinn gekommen. Der September zeigt noch eine Ahnung des Sommers, der Regen ist lau und Scarlett unbeschwert. Doch wie die Monate düsterer werden, so verliert sich auch die Unbeschwertheit der jungen Frau, die sich einsam und verlassen fühlt, immer unter Zwang, den Geliebten zu retten und ihren Fehler wieder gut zu machen. Obwohl sie verweilen möchte, um die erstaunlichen Orte und Wesen der Herbstlande  zu bewundern und kennen zu lernen, wird sie von ihrer Liebe und Sehnsucht weiter getrieben.Manche Szenen haben mich tief berührt. Die Vergangenheit, reflektiert in Pfützen eines Sommerregens, die Begegnung mit dem kleinen Mädchen im Wald, ihre Freundschaft mit Veridis, lichte Momente in einer zunehmend dunkleren Welt. Ein wunderbares Zitat: Niemand mag traurige Enden und doch ist es wichtig, dass es sie gibt. Sie halten uns den Spiegel vor, wie wertvoll jede Sekunde ist. Das Buch sprüht förmlich vor solch beeindruckenden, berührenden und nachdenklich stimmenden Sätzen. Ausgesprochen oft von den wundersamsten Wesen, die man sich vorstellen kann: Feuerfresserchen, Mitternachtsraben, Nebelelfen, Wurzelfüßchen, Kürbisköpfchen, Wespen-Gnom Krieger, Regentropfengeister, Federfüchse. Natürlich dürfen auch Hexen, Ghoule , Fleder-Schrecken oder Werwesen nicht fehlen. In der heutigen, schnelllebigen Zeit, gehen Märchen und Poesie den Weg des Vergessens. Alles ist schrill und plakativ und buhlt um die Gunst des Menschen. Die kleinen und leisen Tönen werden oft überhört. Welch Glück für alle, die den Ruf der Herbstlande gehört haben:  Das Säuseln des Windes, das Rascheln der Blätter, das Wispern der Bäume, das tappen von Pfoten, das Fallen des Regens auf waldigen Boden und viele andere Geräusche, welche die Phantasie anregen. Obwohl der Leser das Gefühl hat, auf viel bekanntes zu stoßen, sind die Ideen der Autoren innovativ und fesselnd. Es ist eine Kunst, etwas Neues vertraut und heimelig wirken zu lassen, so dass der Leser sich sofort wohl fühlt und diese neue Welt nicht mehr verlassen möchte. Mit dem Erwachsen werden verschwinden die Träume, der Alltag frisst einen auf. Nicht so bei den Autoren. Sie können ihre Träume in bildgewaltige Worte fassen und uns daran teilhaben lassen. Mittlerweile sind wir erwachsen geworden und wissen, dass zu Licht Dunkelheit, zu Gut Böse oder zu Freude auch Angst gehören. Die Autoren verschonen den Leser nicht sondern zeigen auch die Kehrseite der Herbstlande, ohne dies wäre das Buch sicherlich nicht so beeindruckend.Ich möchte die Perfektion des ersten Kapitels nicht dadurch schmälern, dass ich sage, alle Kapitel wären gleich. Der Oktober ist nahe an der Perfektion doch dort schmälern einige Kleinigkeiten den vollkommenen Genuss: Der Gebrauch der Wortkombination "als wie" und der Wechsel zwischen Dativ und Genitiv, statt den Genitiv durchgehend zu verwenden (Bsp.: Trotz dem Wunsch, Nathan zu retten). Doch dies sind nur minimale Unreinheiten, die den Genuss keineswegs schmälern. Der November schließt sich in seiner Perfektion wieder dem September an. Die Herbstlande, aufgeteilt in Monate, haben mich ein wenig an die wunderbare Stundenwelt von Clive Barker erinnert, der mit Abarat ebenfalls so ein märchenhaftes und beeindruckendes Werk geschaffen hat, wie die Autoren hier mit Herbstlande. Ich denke, diese vier Autoren hier brauchen so einen Vergleich nicht zu scheuen. Ich könnte noch wesentlich mehr schreiben, allein zur Nutzung des Wortes "muss" aber das würde zu viel über die Geschichte verraten und den Rahmen einer Rezension sprengen.Ich kann nur noch sagen: Ich (und sicher alle anderen Leser) möchte wissen, was mit Haven passiert ist.  Wann folgt also Band zwei?

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  • Modernes Märchen über die Bedeutung von Träumen und die Suche nach dem wahren Selbst

    Herbstlande
    Melanie_Vogltanz

    Melanie_Vogltanz

    10. March 2017 um 22:21

    "Herbstlande" ist ein besonderes Buch mit einem ganz besonderen Aufbau, wie ich ihn bisher noch bei keinem Roman gesehen habe. Nicht einer, nicht zwei, gleich vier AutorInnen haben ein und dieselbe Protagonistin durch ihre Geschichte begleitet. Meine größte Frage vor dem Lesen war: Kann das überhaupt funktionieren? Kurzum: Ja, es kann!Der Roman handelt von der jungen Scarlett, die eine aus ihrer Sicht sehr erfüllende Beziehung mit Nathan führt. Ihr Liebesglück scheint perfekt zu sein: Er nennt sie sein Stück Himmel, sorgt sich immer so rührend um sie, und wenn sie mal länger außer Haus ist, dann wird er nur zornig und aufbrausend, weil er sich eben so freut, wenn sie zuhause auf ihn wartet, wenn er von der Arbeit kommt. Was macht es da, dass er sagt, Bücher seien überflüssiger Unfug, und Klavierstunden zu teuer? Für wahre Liebe bringt man eben Opfer, und das ist Nathan für Scarlett ja ganz eindeutig: die wahre Liebe. Nur eine Sache fehlt noch, um ihre Beziehung perfekt zu machen - die beiden wünschen sich nämlich nichts sehnlicher als ein Kind. Scarlett wird einfach nicht schwanger, und das bringt Unfrieden in das Liebesglück, denn natürlich ist das ihre Schuld. Also greift Scarlett zu einer verzweifelten Maßnahme: Sie wünscht sich ein Kind von einem Kürbisgeist, die angeblich in der Nacht an Halloween Wünsche erfüllen sollen. Weil sie es aber nicht erwarten kann, wünscht sie nicht in der vorhergesehenen Nacht, sondern im September, und verärgert damit die Kürbiskönigin, die ihr als Rache das nimmt, was ihr am liebsten ist: Nathan.Um Nathan aus den Klauen der Kürbiskönigin zu retten, muss Scarlett sich dorthin begeben, wo die Kürbiskönigin und auch Nathan sich befinden - in die Herbstlande, ein märchenhaftes Reich, das aus den Ländern September, Oktober und November besteht. Jeder Autor (in einem Fall ein Autorenduo) hat ein Land zugeteilt bekommen, durch das er Scarlett begleitet, und jedes Land verfügt über seine Eigenheiten und Besonderheiten, seine Zauberwesen und Gefahren.Ich möchte gerne jedes Land gesondert beurteilen, da ich glaube, dass das den AutorInnen am gerechtesten wird.Der erste Abschnitt, der Scarletts Alltagsleben und ihre Reise durch den September beschreibt, stammt aus Fabienne Siegmunds Feder, die mich bereits mit vielen Geschichten verzaubert hat. Ich mag ihren Stil sehr gern, er hat eine märchenhafte Schwerelosigkeit und Selbstverständlichkeit, die einen wunderbar ins Geschehen eintauchen lassen. Der Anfang, bei dem wir Scarletts Alltag kennenlernen, ist regelrecht frustrierend. Dem Leser wird relativ schnell klar, dass Scarlett eigentlich eine Lüge lebt, und man würde sie gerne packen und mächtig durchschütteln. An manchen Stellen fand ich Nathan ein wenig zu überzeichnet dargestellt - seine subtile Dominanz fand ich glaubwürdiger als seine direkten Anschuldigungen und Beschimpfungen (glaubwürdiger, wohlgemerkt, in dem Sinne, dass Scarlett sie sich noch schönreden kann). Die Fabelwesen, die uns im September begegnen, sind zugleich wunderschön als auch tragisch, machen einen froh und traurig zugleich. Am ehesten lässt sich die Stimmung im September mit einer Geschichte von Neil Gaiman vergleichen. Auch Anklänge an die "Unendliche Geschichte" und "Das letzte Einhorn" glaube ich gefunden zu haben.Der Oktober gehört Stephanie Kempin, eine Autorin, von der ich sonst bislang noch nichts gelesen habe. Der Oktober funktioniert ein wenig anders als der September, alles ist auf das nahende Halloween-Fest ausgerichtet (wobei Halloween zugleich auch ein Ort ist, den Scarlett erreichen muss, um in den November zu gelangen, in dem die Kürbiskönigin auf sie wartet). Hier hatte ich ein wenig den Eindruck, dass der Autorin am Anfang der Reise noch nicht völlig klar war, wo sie hinwollte - es werden Fäden aufgenommen und wieder fallengelassen, Möglichkeiten nicht ganz ausgeschöpft und Scarlett hat für meinen Geschmack einfach zu viel über das reflektiert, was sie tut, sieht oder gesehen hat, was ein wenig in Kontrast mit der Selbstverständlichkeit steht, mit der Scarlett sich durch den September bewegt. Auch stilistisch war da manches noch nicht völlig rund - allerdings sind das eher Kleinigkeiten, wie gewisse Wortwiederholungen, also nichts Schwerwiegendes, das mich stark aus dem Lesefluss gerissen hätte. Sehr loben kann ich, dass Stephanies Kempins Welt der Geschöpfe der von Fabienne Siegmund in nicht viel nachsteht. Der Oktober ist meiner Meinung nach am stärksten, als Scarlett krank wird und das Haus einer jungen Frau erreicht, die sie gesund pflegt - allerdings nicht ohne Hintergedanken. Ab diesem Punkt wird eine Richtung erkennbar, die Geschichte gewinnt an Spannung, Tiefe und Emotionen und konnte mich dann doch noch richtig fesseln. Schön fand ich auch die Anspielungen an "Alice im Wunderland".Der letzte Teil, der November, wurde vom Autorenduo Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser geschrieben, von denen ich bislang nur Kurzgeschichten kenne. Man muss vielleicht dazu sagen, dass ich ein großer Anhänger von makaberen, düsteren Geschichten bin, und in dieser Hinsicht ist der November oder das "tote Land" genau mein Ding. Trostlos ist er, ein "Dead End", wie man im Englischen so schön sagt, und voller grausiger Viecher und Erkenntnisse. Unheimliche Orte beherbegen noch unheimlichere Kreaturen, die einem den Schlaf rauben können, und Scarlett wird vor scheinbar unlösbare Aufgaben gestellt und verzweifelt immer mehr an ihrer Mission. Zunehmend muss sie sich die Frage stellen, ob es wirklich Nathan ist, den sie will, denn der November lässt ihr keine Illusion, kein sorgsam aufgebautes Trugbild mehr. Extrem gut inszeniert, mit einem Stil, der einen mitreißt - definitiv mein liebster Monat, und auch Scarlett ist mir hier am sympathischsten.Natürlich darf man auch die wunderschönen Illustrationen nicht unerwähnt lassen, die dieses Buch zu einem besonderen Leseerlebnis machen und das Gefühl, ein Märchenbuch in der Hand zu halten, verstärken - ein schöner Zusatz!Alles in allem haben mir die "Herbstlande" sehr gut gefallen - poetisch, tiefsinnig und von AutorInnen geschrieben, die viel von ihrem Handwerk verstehen. Dass so viele Menschen an einem Buch schreiben können, ohne dass große Brüche im Charakter oder im Stil entstehen, hätte ich nicht erwartet, da muss eine Menge Arbeit eingeflossen sein. Dass Scarlett im Großteil des Buches "nur reist" und es dadurch immer wieder zum Leerlauf kommt, fand ich an manchen Stellen etwas mühselig, allerdings muss man dabei wohl berücksichtigen, dass diese Art von Reisen und die Begegnung mit wundersamen Wesen und Menschen auf dem Weg natürlich ein klassisches Element der fantastischen Literatur im Allgemeinen und der (modernen) Märchen im Besonderen sind. Wer damit vertraut ist, wird sich daran wohl nicht stören.In der Gesamtbewertung vergebe ich vier gute Sterne (es wären viereinhalb, wenn das Bewertungssystem das zuließe ;) ).

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  • Herbstlande

    Herbstlande
    thenight

    thenight

    12. February 2017 um 11:39

    Inhalt: Scarlett und Nathan führen eine glückliche Beziehung. Nathan überhäuft seine Freundin mit Geschenken und Aufmerksamkeit, er will keine Minute ohne sie sein und wird zutiefst traurig,wenn sie nicht Zuhause ist wenn er heimkommt oder wenn sie etwas ohne ihn unternehmen möchte. Und für Scarlett ist niemand wichtiger als Nathan, nicht ihre Freunde, nicht ihre Familie. Als Nathans sehnlichster Wunsch, der nach einem Kind, nicht in Erfüllung geht, greift Scarlett zu einem gefährlichen Mittel: Schreibt man seinen sehnlichsten Wunsch auf einen Zettel und verbrennt diesen in der Halloween Nacht in einer Kürbislaterne, erfüllt ihn die Kürbiskönigin. Doch Scarlett ist ungeduldig und verbrennt den Zettel zu früh. Als Nathan kurz darauf nach einem Unfall ins Koma fällt, weiß Scarlett sofort, dass dies die Strafe für ihre Ungeduld ist und das sie sich auf den Weg machen muss um ihren Geliebten zu retten, auf den Weg zur Kürbiskönigin. In die Herbstlande. Meine Meinung: Schon nach den ersten Seiten, war ich völlig gefangen von diesem wunderbaren Buch, gefangen im Herbstland. Die Autoren haben eine Welt erschaffen, die bevölkert wird von zauberhaften Wesen. Scarlett begegnet auf ihrem Weg zur Kürbiskönigin, einem Laubdrachen, Feen, Trollen, Drachen in Katzengestalt und vielen mehr. Diese zauberhaften Gestalten sind von allen beteiligten Autoren, so liebevoll beschrieben ihre charakteristischen und körperlichen Eigenschaften sind so fein ausgearbeitet das ich sie vor mir sah (ich will einen Laubdrachen) zudem ist das Buch mit nicht weniger zauberhaften Illustrationen von Jana Damaris Rech ausgestattet.  Herbstland ist ein Märchen und wie wohl alle Märchen hat es eine tiefere Botschaft. Im Laufe des Buches lernte nicht nur ich Scarlett und ihre Weggefährten immer besser kennen auch Scarlett selbst erfährt auf ihrem Weg immer mehr von sich, sie besinnt sich auf das was sie verloren hat und auf das was wirklich wichtig ist. Vier Autoren waren an diesem Buch beteiligt (Fabienne Siegmund,Stephanie Kempin,Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser) Ich hatte erwartet zu merken wenn der Autor innerhalb des Buches wechselt, aber die Unterschiede im Schreibstil waren minimal, wäre nicht erwähnt worden welcher Autor seine Leser gerade durch die Herbstlande führt, ich weiß nicht ob ich es bemerkt hätte, sie harmonieren perfekt. Scarlett, schien mir zu Anfang der Geschichte, etwas unreif und bar jeden Selbstbewusstseins, ihre schien die Stärke zu fehlen, die gleichberechtigte Partner in einer gesunden Beziehung brauchen, sie gibt alles auf um Nathan zu gefallen, so groß scheint ihre Liebe zu ihm zu sein. Nathan? Nathan hätte ich in meinem Leben keine 5 Tage behalten, er nahm Scarlett die Luft zum atmen, schnitt sie von ihrer Familie und Freunden ab und sie merkte es nicht einmal oder wollte es nicht merken. Hier dürfen Menschen die in einer ähnlichen Situation sind, gern parallelen zu ihrem eigenen Leben ziehen und vielleicht etwas für ihr eigenes Leben lernen. Ich wusste mir würden die richtigen Worte fehlen um meine Gedanken und Gefühle zu diesem Buch auszudrücken, es ist zauberhaft und bekommt von mir eine absolute und von Herzen kommende Leseempfehlung.

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  • Herbstlande

    Herbstlande
    Seehase1977

    Seehase1977

    08. February 2017 um 20:44

    Zum Inhalt: Scarlett Hayden und ihr Lebensgefährte Nathan wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind zu bekommen. Weil Nathan seine junge Frau diesbezüglich permanent unter Druck setzt, fühlt sich Scarlett schon völlig verzweifelt. In ihrem Trübsinn erinnert sich Scarlett an einen alten Zauber, den sie jedoch in ihrer Ungeduld völlig falsch anwendet und somit eine wichtige Regel bricht. Ein folgenschwerer Fehler, denn dadurch setzt sich eine schicksalhafte Kette von Ereignissen in Gang. Kurz darauf haben Scarlett und Nathan einen schweren Autounfall, woraufhin ihr Geliebter ins Koma fällt. Die junge Frau erinnert sich an den missratenen Wunsch und sieht nur eine einzige Chance, Nathan zu retten und ihn zurück ins Leben zu holen. Sie muss den beschwerlichen und auch gefährlichen Weg in eine Welt voller Magie und fantastische Wesen antreten, eine Reise die im September beginnt und hoffentlich im November endet, denn in den Herbstlanden lebt die Kürbiskönigin und nur sie kann Scarlett um Nathans Erlösung bitten… „Herbstlande“ ist ein Gemeinschaftswerk der Autoren Fabienne Siegmund, Stephanie Kempin, Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser und ein ganz bezauberndes und wundervolles Buch von Anfang bis zum Ende! Der Einstieg ins Buch ging völlig problemlos und ich war sogleich absolut gefesselt von der Geschichte. Scarlett und Nathan wünschen sich ein Baby, wobei ich den Eindruck hatte, dass Nathan regelrecht von diesem Wunsch besessen ist und die junge Scarlett permanent unter Druck setzt, ja ihr sogar Vorwürfe macht. Ein äußerst unangenehmer Mensch! Ich habe in Gedanken oft mit Scarlett geschimpft, warum sie sich bedingungslos alles von Nathan gefallen lässt, sich selbst gar nicht mehr wahr nimmt und nur noch dafür lebt, Nathan glücklich zu machen. Um endlich schwanger zu werden greift Scarlett zu einem alten Zauber der zu einer Katastrophe führt und Scarlett unmittelbar in ein großes Abenteuer stürzt. Und mich gleich mit. Die beschwerliche, gefährliche aber auch wundervolle Reise durch die Herbstlande war nicht nur für Scarlett eine große Erfahrung mit vielen fantastischen und wundersamen Begegnungen, sondern auch für mich. Wo findet man schon Laubdrachen, Wesen die durch hunderte von einzelnen Blättern zum Leben erweckt werden, oder Kürbiswichtel, Trolle und Mitternachtsraben? In den Herbstlanden sind sie alle vereint, verteilt auf die Gefilde der Länder September, Oktober und November. Den Autoren ist es gelungen, eine fantastische und traumhafte Welt zu erschaffen, die sie mit wunderschönen Worten beschreiben und mich absolut verzaubert haben. Dazu die grandiosen und ausdrucksstarken Illustrationen von Jana Damaris Rech, die die Herbstlande zusätzlich zum Leben erwecken, ihnen ein Gesicht geben und sie somit dem Leser noch näher bringen. Mehr will ich hier gar nicht verraten, mir fehlen auch immer noch die Worte, einfach eine traumhaft schöne Geschichte.  „Herbstlande“ erzählt von der fantastischen und wundervollen Reise durch eine Welt voller Gefahren, wundersamen Wesen und der Suche nach sich selbst. Das Buch ist zauberhaft, mit viel Atmosphäre und Liebe geschrieben. Ich habe jede Zeile genossen, habe mit der Protagonistin Freud und Leid hautnah geteilt. Von mir gibt’s eine absolute, uneingeschränkte und von Herzen kommende Leseempfehlung. 

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