Fabio Geda

 4.2 Sterne bei 201 Bewertungen
Autor von Im Meer schwimmen Krokodile, Ein Sonntag mit Elena und weiteren Büchern.
Autorenbild von Fabio Geda (©privat, Quelle: Random House)

Lebenslauf von Fabio Geda

Schicksale von Jugendlichen, die zutiefst berühren: Fabio Geda, geboren 1972 in Turin, absolvierte ein Studium der Kommunikationswissenschaften, bevor er als Lehrer und freier Journalist tätig wurde. Daneben arbeitete er im sozialen Bereich mit Jugendlichen, die auch in seinen Romanen eine zentrale Rolle spielen. Schon in der ersten Buchveröffentlichung „Emils wundersame Reise“ (dt. 2014) steht ein 13-jähriger rumänischer Junge im Mittelpunkt, der sich auf die abenteuerliche Suche nach seinem Großvater begibt. Die Mutter lebt nicht mehr, der Vater wurde, da illegal nach Italien eingereist, zurück nach Rumänien abgeschoben. Fabio Gedas Debütroman wurde in Italien gleich zu einem großen Erfolg. Der endgültige Durchbruch als Autor gelang ihm mit seinem zweiten Buch „Im Meer schwimmen Krokodile“, das 2015 in deutscher Übersetzung als Taschenbuch erschien. In dem Werk widmet sich Geda dem Schicksal des zehnjährigen Enaiat, der sich dem Zugriff durch die Taliban entzieht und nach Europa flieht. Der Roman basiert auf den wahren Berichten eines afghanischen Jungen, den der Autor zuvor bei einer Lesung kennengelernt hatte. Das bewegende Buch wurde in viele Sprachen übersetzt und verhalf dem in der Region Piemont lebenden Fabio Geda zum Status eines viel beachteten Bestsellerautors.

Neue Bücher

Ein Sonntag mit Elena

 (57)
Erscheint am 17.08.2020 als Hardcover bei hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG.

Im Meer schwimmen Krokodile

 (104)
Erscheint am 12.10.2020 als Taschenbuch bei Penguin.

Ein Sonntag mit Elena

Erscheint am 21.08.2020 als Hörbuch bei Jumbo.

Alle Bücher von Fabio Geda

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Cover des Buches Im Meer schwimmen Krokodile (ISBN: 9783328106654)

Im Meer schwimmen Krokodile

 (104)
Erscheint am 12.10.2020
Cover des Buches Ein Sonntag mit Elena (ISBN: 9783446267954)

Ein Sonntag mit Elena

 (57)
Erscheint am 17.08.2020
Cover des Buches Der Sommer am Ende des Jahrhunderts (ISBN: 9783442749355)

Der Sommer am Ende des Jahrhunderts

 (15)
Erschienen am 15.06.2015
Cover des Buches Vielleicht wird morgen alles besser (ISBN: 9783813507904)

Vielleicht wird morgen alles besser

 (7)
Erschienen am 14.05.2018
Cover des Buches Emils wundersame Reise (ISBN: 9783442746774)

Emils wundersame Reise

 (8)
Erschienen am 09.12.2013
Cover des Buches Nel mare ci sono i coccodrilli (ISBN: 9783150198810)

Nel mare ci sono i coccodrilli

 (4)
Erschienen am 04.02.2015
Cover des Buches Staubgeboren (ISBN: 9783764170677)

Staubgeboren

 (1)
Erschienen am 17.02.2017
Cover des Buches Im Meer schwimmen Krokodile (ISBN: 9783944668956)

Im Meer schwimmen Krokodile

 (0)
Erschienen am 16.07.2018

Neue Rezensionen zu Fabio Geda

Neu

Rezension zu "Ein Sonntag mit Elena" von Fabio Geda

Beschaulich und Herzerwärmend
Gruenentevor einem Tag

Seltsam: ähnliche Bücher kenne ich eher aus Sicht von Frauen, nicht aus der von Männern. Obwohl eigentlich ist es ja auch eine Frau die spricht: ausgerechnet die Tochter, zu der er zu der Zeit, in der der Roman spielt, keinen Kontakt hat.

Aber das ist schon vorgegriffen. Der Mann, ich denke sein Name wird gar nicht genannt, ist 67, seine Frau vor ein paar Monaten gestorben. Er ist einsam, traurig und hat keine Aufgabe. Früher erfolgreicher Ingenieur, der durch die Welt reiste. Heute ein Rentner, der nichts zu tun hat.

Um das zu durchbrechen lädt er eine Tochter samt Familie zum Essen ein und kocht einen halben Tag dafür. Doch die Enkelin hat einen Unfall: er bleibt alleine. Auf einer Parkbank lernt er Elena und ihren Sohn kennen. Spontan lädt er sie zum Essen ein, sie nehmen an. Irgendwie ist da schon fast die ganze Handlung.

Doch durch die Konstruktion des Romans, in der die Tochter diese Geschichte erzählt wird er zu etwas besonderem. Sie geht viel in die Vergangenheit, beschreibt die Ehe der Eltern und die Familie aus ihrer Sicht. Es wird klar, dass jedes Familienmitglied eine andere Erinnerung an die Vergangenheit hat.  
 Durch die Begegnung mit Elena und ihrem Sohn wird viel ausgelöst, beim Vater und auch bei Elena. Solche Ereignisse können das Leben verändern. Dazu passt auch der Beruf des Vaters. Er war am Bau von großen Brücken auf der ganzen Welt beteiligt. Auch an diesem ruhigen Sonntag werden Brücken gebaut und repariert. Vielleicht auch abgerissen.

Wie wohl meine Töchter wohl später über mich und meine Ehe reden werden?

Ich habe diesen ruhigen, beschaulichen Roman sehr genossen. Er brachte mich zu Nachdenken und erwärmte mein Herz, da er von einer großartigen Familie handelt. Das Buch zeigt auch auf, das man nie aufgeben soll und wie groß der Wert von Familie ist, egal wie klein oder groß sie sein mag.

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Rezension zu "Ein Sonntag mit Elena" von Fabio Geda

Einfühlsamer Familienroman, errichtet auf Erinnerungen
LaCalaveraCatrinavor 2 Tagen

Flüchtige Begegnungen können Steine ins Rollen bringen: Eindrucksvoll von Fabio Geda inszeniert, durch die zufällige Begegnung eines siebenundsechzigjährigen Mannes mit einer fremden Frau und ihrem Sohn. 

Das Besondere: Seine Tochter Giulia erzählt rückblickend über dieses Zusammentreffen und die Zeit danach, über den Vater und die Familie. Zu dem Zeitpunkt, als ihr Vater Elena und ihrem Sohn Gaston begegnete, war ihr Kontakt zu ihm eingeschlafen. Warum, und andere Fragen, werden erst im Laufe des Buches geklärt, während Giulia aus ihren Erinnerungen berichtet: der Beziehung zu ihren beiden Geschwistern, ihren Eltern und besonders zum Vater, ihrer Leidenschaft zum Theater und ebenso zufälligen, schicksalshaften Zusammenkünften. Neben Verlust, Vergebung und dem Erwachsenwerden behandelt das Buch das  zerbrechliche Band zwischen Vater und Tochter und der Frage: Kann Liebe bedingungslos sein oder ist diese immer an Erwartungen und Vorlieben geknüpft?

Die Erzähl-Perspektive ist eine interessante Wahl, leidet jedoch unter den eingefärbten Gedanken und Ansichten der Erzählerin. Andere Perspektiven, vor allem die des Vater, wären interessant gewesen. Dadurch ist die Handlung zu Beginn mühselig, beinahe schwermütig - ich habe mich schwer getan, dran zu bleiben. Überzeugt hat mich hingegen die ausdrucksstarke Sprache. Der Schreibstil ist stetig stilvoll und ohne Anstrengung flüssig und lebendig. Selbst endlos verzweigte Sätze wirken spielerisch. Letztlich ist die Familiengeschichte belanglos und lebt allein davon, welche Bedeutung und Erkenntnisse ihr der Leser beimisst. Es fehlt zwar an Höhepunkten, aber es gibt berührende Momente und ein genügsames Ende. 

Fazit: eine sprachlich beeindruckende Geschichte, wie sie sich tatsächlich ereignet haben könnte, mit wertvollen Impulsen und zart gezeichneten Protagonisten, die kurzweilige Unterhaltung bietet. 

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Rezension zu "Ein Sonntag mit Elena" von Fabio Geda

Schön erzählt
helena33vor 3 Tagen

Titel und Klappentext wecken ein wenig falsche Erwartungen. Der italienische Titel: „Ein Sonntag“ passt schon eher. Um Elena geht es nämlich letztlich nicht, sondern vorrangig, aber nicht nur, um die Beziehungen innerhalb einer Familie. Besonders stehen dabei der Vater sowie seine mittlere Tochter im Mittelpunkt. 

Der Vater, der „den Dringlichkeiten in seinem Leben mehr Aufmerksamkeit gewidmet“ hat, „als den Wichtigkeiten“ verlor vor 8 Monaten seine Ehefrau. Er ist schon in Rente, war früher ein großer Brückenbauer, der viel in der Welt umher reiste. Seine nun erwachsenen Kinder leben verstreut und  zu seiner mittleren Tochter, deren Leidenschaft dem Theater gilt, hat er seit dem Tod der Mutter keinen Kontakt mehr. Er ist einsam und hatte sich das Leben in diesem Lebensabschnitt ganz anders vorgestellt. 

An einem Sonntag kocht er das erste Mal sehr aufwändig, da seine  älteste Tochter und seine Enkelin zu Besuch kommen wollen. Doch die Enkelin verletzt sich ernsthaft und muss ins Krankenhaus. Der (Groß-)Vater ist durcheinander, traurig, geht spazieren und lernt zufällig die dreißig Jahre jüngere Elena und ihren Skateboard-begeisterten Sohn Gaston kennen. Auch die beiden haben Schicksalsschläge zu verkraften… und jeder muss Entscheidungen treffen.

Dieser kurze Roman beginnt mit dem Vater als männliche Hauptperson, doch schon bald wird man gewahr, dass die Geschehnisse seine mittlere Tochter erzählt. Anfangs störte mich die Einführung dieser weiblichen Hauptperson, sie überzeugte mich nicht so ganz und irgendwie ergab sich für mich ein Missklang. Ich gewöhnte mich aber an sie und gab mich zu frieden. Sie erzählt, wie es zu diesem etwas besonderem Sonntag kam und wie es danach weiter ging. Zugleich erzählt sie über sich und reflektiert ihre etwas komplizierte Beziehung zum Vater, zur geliebten Mutter, zu den Geschwistern und insbesondere auch die Beziehung der Eltern zueinander. Sie ist dabei nicht allwissend, sondern bleibt stets subjektiv. Sie erzählt bruchstückhaft und in Rückblenden.

Man erhält daher kurze Einblicke in die Familie, wobei vieles nur angedeutet bzw. angerissen wird, einzelne Szenen wirken wie Spotlights, es wird nicht alles ausgeformt, so dass jede Menge Identifikationspotential für Leser*innen entsteht. Ich konnte mich gut hinein versetzen sowie über eigene Erfahrungen und Ansichten nachdenken. Ein zweites wichtiges Thema ist zudem das Leben selbst. Was ist wichtig, was ist realistisch, welche Entscheidungen trifft man. 

Alle Figuren wirken, obwohl man sie eher distanziert betrachtet, zumeist recht authentisch. Sie geraten durchaus tief und werden durch die beschriebenen Dynamiken lebendig. 

Der Schreibstil wirkte sehr ruhig, fast meditativ,  gleichzeitig leichtfüßig auf mich. Der Autor schreibt leise und sehr schön, dabei humorvoll und liebevoll – eine sehr angenehme Mischung!

Die Geschichte wirkt sehr aus dem Leben gegriffen, sehr echt und überhaupt nicht kitschig. Ein zwei Stellen waren mir vielleicht zu konstruiert, aber letztlich ist das Leben selbst ja doch viel verrückter, als man denkt..:) Inhaltlich wird allerdings im Grunde nichts Neues erzählt, mittendrin langweilte ich mich daher fast ein wenig, bis ich doch wieder mitgenommen und auch sehr berührt wurde.

Fazit: Ein ruhiger, besinnlicher und berührender Roman, der sich mit Familienbeziehungen und den Wichtigkeiten des Lebens beschäftigt. 

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Gespräche aus der Community

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LovelyBooks lädt auch im Jahr 2020 zu spannenden Challenges ein.

Und auf euch warten tolle Gewinne.
Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist natürlich 2020 wieder dabei!

Liest du gerne Bücher mit Niveau?
Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.


15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2020 bis 31.12.2020 lesen.

Es gelten nur Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.
Auch Neuauflagen – 2020 erschienen - von Klassikern.

Die Regeln:

Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an.

Einstieg ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts.

Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein.

Es gelten nur Bücher (Achtung: keine Hörbücher, keine Bildergeschichten, keine Graphic Novels), die an diesem Beitrag angehängt sind!

Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Nimmst du die Herausforderung an?

Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2020 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.

Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.

Ich freue mich auf viele Anmeldungen!

Teilnehmer:

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Fabio Geda wurde am 01. März 1972 in Turin (Italien) geboren.

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