Fabio Geda

 4.3 Sterne bei 128 Bewertungen
Fabio Geda

Lebenslauf von Fabio Geda

Schicksale von Jugendlichen, die zutiefst berühren: Fabio Geda, geboren 1972 in Turin, absolvierte ein Studium der Kommunikationswissenschaften, bevor er als Lehrer und freier Journalist tätig wurde. Daneben arbeitete er im sozialen Bereich mit Jugendlichen, die auch in seinen Romanen eine zentrale Rolle spielen. Schon in der ersten Buchveröffentlichung „Emils wundersame Reise“ (dt. 2014) steht ein 13-jähriger rumänischer Junge im Mittelpunkt, der sich auf die abenteuerliche Suche nach seinem Großvater begibt. Die Mutter lebt nicht mehr, der Vater wurde, da illegal nach Italien eingereist, zurück nach Rumänien abgeschoben. Fabio Gedas Debütroman wurde in Italien gleich zu einem großen Erfolg. Der endgültige Durchbruch als Autor gelang ihm mit seinem zweiten Buch „Im Meer schwimmen Krokodile“, das 2015 in deutscher Übersetzung als Taschenbuch erschien. In dem Werk widmet sich Geda dem Schicksal des zehnjährigen Enaiat, der sich dem Zugriff durch die Taliban entzieht und nach Europa flieht. Der Roman basiert auf den wahren Berichten eines afghanischen Jungen, den der Autor zuvor bei einer Lesung kennengelernt hatte. Das bewegende Buch wurde in viele Sprachen übersetzt und verhalf dem in der Region Piemont lebenden Fabio Geda zum Status eines viel beachteten Bestsellerautors.

Alle Bücher von Fabio Geda

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Im Meer schwimmen Krokodile

Im Meer schwimmen Krokodile

 (95)
Erschienen am 29.08.2016
Der Sommer am Ende des Jahrhunderts

Der Sommer am Ende des Jahrhunderts

 (13)
Erschienen am 15.06.2015
Emils wundersame Reise

Emils wundersame Reise

 (7)
Erschienen am 09.12.2013
Vielleicht wird morgen alles besser

Vielleicht wird morgen alles besser

 (4)
Erschienen am 14.05.2018
Nel mare ci sono i coccodrilli

Nel mare ci sono i coccodrilli

 (3)
Erschienen am 04.02.2015
Staubgeboren

Staubgeboren

 (1)
Erschienen am 17.02.2017
Im Meer schwimmen Krokodile

Im Meer schwimmen Krokodile

 (0)
Erschienen am 16.07.2018
Im Meer schwimmen Krokodile

Im Meer schwimmen Krokodile

 (3)
Erschienen am 08.03.2011

Neue Rezensionen zu Fabio Geda

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Rezension zu "Im Meer schwimmen Krokodile" von Fabio Geda

Ein moderner Überlebenskampf -
Guccinivor 2 Monaten

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A

Rezension zu "Vielleicht wird morgen alles besser" von Fabio Geda

Ein bewegendes Buch
AnnetteTraksvor 6 Monaten

Ercole wohnt in Turin. Er ist 6, seine Schwester Asia 11 Jahre alt, als ihre Mutter die Familie verlässt. In der gleichen Woche erleidet die Großmutter einen tödlichen Unfall und der Großvater kehrt von einem Gesprächstermin nicht zurück - beide hatten sich immer um ihre Enkel gekümmert.

Während der Vater mit zum Teil zwielichtigen Machenschaften halbwegs für den Lebensunterhalt sorgt, ansonsten aber allzu sehr dem Alkohol zuspricht und auch mal tagelang nicht nach Hause kommt, kümmert sich Asia fortan um Ercole und den gesamten Haushalt.

Alle sind bemüht, nach außen die Fassade einer funktionierenden Familie aufrechtzuerhalten, damit nur das Jugendamt nicht auf den Plan gerufen wird.

Kurz vor seinem 15. Geburtstag lernt Ercole die gleichaltrige Viola kennen, die aus guten Verhältnissen stammt. Sie kann nur darüber staunen, was er ihr über seine Familie erzählt, und ihm wird klar, dass man sich als Kind so schnell an Lebensumstände gewöhnt, dass man sie schließlich als normal empfindet.

Doch wie labil diese vermeintliche Normalität, wie brüchig die Fassade auch nach vielen Jahren noch ist, muss er erfahren, als die mittlerweile 20-jährige Asia zu ihrem Freund zieht, ihr Vater verhaftet wird und Ercole nach kurzer Suche seine Mutter und den kleinen Stiefbruder findet. Es wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die sein Leben total durcheinanderbringt.

Resümee: 
Der mittlerweile 19-jährige Ercole erzählt die Ereignisse rückblickend aus seiner Sicht.

Seine Geschichte bewegt den Leser, was natürlich zum einen an der familiären Situation liegt:

Im Alter von 6 Jahren verlässt die Mutter die Familie und meldet sich danach nicht wieder, obwohl sie gar nicht so weit entfernt wohnt, wie der Junge später herausfindet. Die Großeltern, die immer für die Enkel gesorgt haben, sind auch nicht mehr präsent, der Vater kümmert sich kaum um seine Kinder, und die erst 11-jährige Asia übernimmt die Rolle der Hausfrau und Mutter.

Zum anderen berührt der Schreibstil: Es gelingt dem Autor meisterhaft, sich in die Lebens- und Gefühlswelt Ercoles hineinzuversetzen und ihn in dessen altersgemäßer Sprache erzählen zu lassen. So werden z.B. Freude und Verliebtsein, aber auch Unsicherheit, Ängste und Verzweiflung authentisch vermittelt.

Wir sehen die Dinge aus seiner Sicht ... und die entspricht nicht immer dem Blickwinkel, der Denkweise oder Bewertung Erwachsener. Ercole stellt außerdem fest: "Denn eines hab ich in all den Jahren gelernt ... (...) Nämlich dass die Erwachsenen manchmal verwirrt sind. Wir bilden uns ein, dass sie immer wissen, was das Beste ist, aber das stimmt nicht. Manchmal muss man ihnen einen gehörigen Stoß versetzen (...)". (E-Reader Pos. 3503)

Für den erwachsenen Leser ist es höchst interessant, Ercoles Geschichte aus dessen ganz eigener Perspektive zu erfahren. Und wenn man sich darauf einlässt, sind seine Überlegungen und Schlussfolgerungen durchaus logisch und vernünftig.

Die Kinder und Jugendlichen stehen zwar im Mittelpunkt dieses Romans, aber natürlich kommt er nicht ohne die Erwachsenen aus. Es gelingt dem Autor jedoch, sie nur pointiert auftreten und die Beweggründe für ihr Handeln minimalistisch skizzieren zu lassen.

Fazit: ein bewegendes Buch, in dem ein Teenager seine aus
Erwachsenensicht desolate, für ihn aber normal gewordene
familiäre Situation schildert.

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Rezension zu "Vielleicht wird morgen alles besser" von Fabio Geda

Morgen wird es auch nicht besser…
MimisLandbuechereivor 6 Monaten

Zum Inhalt / Klappentext

Einen Platz in dieser Welt finden – der neue Roman vom Autor des Bestsellers "Im Meer schwimmen Krokodile"

Ercole musste früh lernen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Zusammen mit seiner Schwester Asia bewahrt er mühsam die Familienfassade, um sich das Jugendamt vom Hals zu halten. Doch die Normalität ist ein fragiles Gebäude, das täglich einzustürzen droht. Als es schließlich geschieht, kann niemand die Lawine aufhalten, auch nicht das Mädchen Viola, das in Ercoles Bauch Schmetterlinge zum Tanzen bringt. Ist es für einen wie ihn nicht vorbestimmt, immer tiefer in Schwierigkeiten zu geraten?

Fabio Geda erweist sich erneut als Meister im Porträtieren von Kindern und Jugendlichen. Ihre kleinen, großen und auch sehr großen Nöte inspirieren ihn immer wieder zu ganz besonderen Geschichten.

(Quelle: Knaus Verlag)

Meine Gedanken zum Buch

Das Cover:

Das Cover zeigt einen Jungen oder Mann in einem Ruderboot auf einem Fluss. Blätter und ein Ast rahmen das Bild ein. Die Farben sind leicht pastellig. Ein schönes Cover, das für mich aber mit dem Inhalt nicht viel zu tun hat und auch der Klappentext weckt Erwartungen, die nicht gehalten werden.

Inhalt:

Ercole lebt mit seiner Schwester Asia beim Vater. Die Großeltern sind gestorben, seine Mutter hat die Familie verlassen und der Vater kümmert sich nicht um die beiden Kinder. Er trinkt und ist tagelang verschwunden, bekommt überhaupt nicht mit, wie sich seine Kinder durchschlagen müssen. Peinlich darauf bedacht, dass ihre Umwelt nichts merkt, kümmern sich die zwei um sich selbst. Asia regelt alle Dinge des Lebens, vom Rechnungen und Miete bezahlen bis zum Kochen und arbeiten bleibt alles an dem Mädchen hängen. Ercole verlässt sich blind auf seine Schwester. Als er Viola kennenlernt, verliebt er sich in sie, aber die verschiedenen Welten der Jugendlichen kollidieren immer wieder miteinander.

Als der Vater verhaftet wird, droht der Schutzwall um Asia und Ercole zu brechen und der Junge flüchtet, um seine Mutter zu suchen. Er findet sie und auch seinen Halbbruder in ärmlichen Verhältnissen. Als der neue Lebensgefährte der Mutter seinen kleinen Bruder in Gefahr bringt, eskaliert alles und Ercole ist erneut gemeinsam mit seinem kleinen Bruder auf der Flucht.

Schreibstil:

Mit dem Schreibstil von Fabio Geda konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Das traurige Thema der vernachlässigten Kinder ist aktueller denn je, leider konnte der Autor bei mir keine Emotionen wecken. Nur ab und zu hat mich die Geschichte wirklich mitgerissen und berührt. Die Figuren lassen Tiefe vermissen und waren nicht in der Lage mich in ihrem Bann zu ziehen. Leider verkümmert die Geschichte für mich zu oft im zu emotionslosen Schreibstil.

Lieblingslesezeichen:

"Wir sahen zu, wie sie über dem Wasser tanzten, und da musste ich daran denken, wie viel von dieser Magie es doch auf der Welt gibt - genug, um sämtliche Handys, Hörgeräte und elektrische Zahnbürsten dieses Planeten damit aufzuladen, um Löcher bis zu den Antipoden zu graben, um reich genug zu sein, dass man den ganzen Tag nichts anderes tut, als den Leuten, die man liebt, "Ich liebe dich" zu sagen, Freunde zu besuchen und Wolkenraten zu spielen."

Seite 125

 

Fazit

Ein leiser Roman über ein aktuelles und wichtiges Thema, der mich nur teilweise erreicht hat.

3 Sterne

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Zusätzliche Informationen

Fabio Geda wurde am 01. März 1972 in Turin (Italien) geboren.

Fabio Geda im Netz:

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