Fabio Genovesi

 3.8 Sterne bei 62 Bewertungen
Fabio Genovesi

Lebenslauf von Fabio Genovesi

Fabio Genovesi wurde 1974 geboren und wohnt in Forte dei Marmi am Ligurischen Meer. Er arbeitete als Radsporttrainer, Bademeister und Kellner und schreibt heute Romane, Essays und Drehbücher. Zudem ist er als Redakteur für den Corriere della Sera und die Zeitschrift Glamour tätig. »Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden« ist sein erster Roman im Insel Verlag.

Alle Bücher von Fabio Genovesi

Fische füttern

Fische füttern

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Erschienen am 20.12.2013
Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

 (23)
Erschienen am 11.04.2016
Wo man im Meer nicht mehr stehen kann

Wo man im Meer nicht mehr stehen kann

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Erschienen am 13.05.2019
Live Bait

Live Bait

 (0)
Erschienen am 01.07.2014

Neue Rezensionen zu Fabio Genovesi

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krimielses avatar

Rezension zu "Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden" von Fabio Genovesi

Genial- verrückter Weg zurück ins Leben
krimielsevor 2 Jahren

Fabio Genovesi hat einen wunderbaren und ungewöhnlichen Roadtrip zum Lachen und Weinen mit herrlich skurrilen Figuren geschrieben, der den Weg aus der Tragödie hinaus zurück ins Leben zeigt, ohne jemals kitschig zu wirken.

Inhalt - Klappentext:
Am liebsten streift die dreizehnjährige Luna am Strand entlang, zwischen den noch verbliebenen Touristen im toskanischen Forte dei Marmi, und sucht nach all den besonderen Dingen, die das Meer ihr anspült. Doch ihr Leben gerät ins Wanken, als ihr Bruder Luca in Frankreich einen Surfunfall hat. Da findet sie am Strand Nachrichten, die offenbar von Luca stammen, und folgt den Spuren. Begleitet wird sie von ihrer schönen, aber hoffnungslos chaotischen Mutter Serena, dem lethargischen Lehrer Sandro, Lunas altklugem Freund Zot und dessen Opa Ferro, der seine Zuneigung gut hinter Garstigkeit zu verstecken weiß. Und zwischen antiken Legenden, Geistern der Vergangenheit und Botschaften des Meeres stolpert die Gruppe auf ihrem Riadtrip auch über die kleinen und großen Wunder des Lebens.

Man bekommt bei diesem Roman keinen Roadtrip im eigentlichen Sinne geliefert, vielmehr führt das Buch den Leser entlang eines Weges vom Glück ins Unglück und zurück ins Leben, und Geschehnisse unterwegs, die zufällig den "roten Faden" streifen, werden einfach mit erzählt, genau so wie man auf einer Reise Geschichten erzählt bekommt.

Der Weg beginnt im Glück der bildschönen Serena mit ihren beiden Kindern. Das sind Luca, der das Gestirn ist, um des alles kreist, und Luna, ihrer Albino-Tochter mit Riesensonnenbrille und Kapuzenpulli eine Außenseiterin, die jeden Tag ein Geschenk vom Meer am Strand sammelt und die man anfangs durch verworrenes Gedankenchaos des Teenagers kennenlernt.
Nach Lucas Unfall erstarrt alles, aus den Zeilen tröpfelt die unendliche Traurigkeit von Serena und Luna:
"Der Schmerz kam immer noch nicht. Vielleicht war er so riesig, dass er enorm viel Raum brauchte und dein Inneres deshalb erst einmal entleerte...Von da an fühlte es sich wie ein riesiges Loch an, in das alles hineinfällt und sich verliert. Tag und Nacht, das Verstreichen der Stunden, Mittagessen und Abendessen und dieses unnütze Licht zwischen den Lamellen der Fensterläden."

Die kleine kraftvolle Luna versucht, nach dem Unfall ihres Bruders ihren Weg weiterzugehen und den Alltag aufrecht zu erhalten. Sie muss funktionieren, weil ihre Mütter Serena es nicht tun kann. Begleitet und unterstützt wird sie liebevoll von Zot, dem geborenen Prügelknaben der Schule mit rosa Wollpulli und Altherrenmantel und seinem unfreiwillig komischen verdrehten altklugen Gehabe, der das Zusammensein mit Luna genießt.
(Gespräch zwischen Luna und Zot)
"..."Hör mal, du bist mindestens so ein Außenseiter wie ich." "Ich weiß, das ist wahr. Aber ich bin glücklich, mit dir etwas zu unternehmen, das ist der große Unterschied."..."

Sandro, der Hilfslehrer, wohnt mit 40 Jahren immer noch bei seinen Eltern und ist von völlig verrückten und gleichermaßen auf der Verliererseite stehenden Freunden umgeben. Luca war als sein Lieblingsschüler auch sein Gestirn und er gibt sich die Schuld am Surfunfall in Frankreich. Als Katechet unterrichtet er Luna und Zot, träumt davon, von seinen Schülern angehimmelt zu werden und ist verliebt in Serena. Durch seine Anstrengungen, die eigentlich überhaupt nicht seinem trägen Naturell entsprechen, gibt er Luna Hoffnung und Mut, obwohl aus seiner Sicht alles darauf ausgerichtet ist, Serena zu gewinnen.

Ferro schließlich, der unsympathische, übellaunige, an der Grenze zur Ekeligkeit machohafte Großvater, nimmt Serena und Luna bei sich auf, als sie ihr Haus verlieren und ist seitdem unwillkommenes Anhängsel bei ihren Unternehmungen.

"So ist der Tod, er kommt und nimmt alles mit. Nein, das stimmt nicht, er nimmt nicht restlos alles mit, der Tod lässt immer irgendetwas da, nur hat, was er übrig lässt, nichts mehr mit dem zu tun, was vorher da war."

Letztlich funktioniert das Räderwerk der kleinen Gruppe so gut, dass Luna und später Serena zurückfinden aus der Traurigkeit und Mutlosigkeit und ihr Alltag und ihr kleines Glück wieder funktionieren kann.
Erzählt wird das auf unglaublich charmante Weise gespickt mit unzähligen kleinen Episoden, die teils in die Vergangenheit, teils zu anderen Personen weisen und alle winzige Puzzleteile in einem großen völlig skurrilem und verrückten Universum sind, dessen Mittelpunkt nach meinem Dafürhalten auf sehr unkitschige Weise das Glück selbst ist.
So betrachtet macht das Lesen des Buches unglaublichen Spaß, treibt sowohl vom Lachen als auch vom Weinen Tränen in die Augen und bekommt von mir wegen besonderem Lesevergnügen fünf Sterne.

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Schalkefans avatar

Rezension zu "Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden" von Fabio Genovesi

Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden
Schalkefanvor 2 Jahren

Mit dem etwas anderen Sommerbuch von Fabio Genovesi: Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden bin ich in meine arbeitsfreie Zeit gestartet.

Anfangs fiel mir das lesen etwas schwer, waren es doch viele Protagonisten, die ich erst zuordnen musste. Aber dafür waren die Charaktere dieser Personen so bunt gemischt, das es wieder an das Buch fesselte.

In Forte dei Marmi an der Versiliaküste lebt die Protagonistin Serena mit ihren Kindern. Eine glückliche kleine Familie, bis ein schlimmes Unglück passiert. Luca verunglückt in Frankreich beim surfen und Serena und Lunas Welt bricht zusammen. Sandro, ein Hilfslehrer versucht Luna beizustehen da er Gefühle für sie hat und sich selbst ein wenig die Schuld an dem Unglück gibt, da er Luca zu der Reise ermutigt hatte. Und so erlebt man als Leser ganz die durcheinandergewirbelte Gefühlswelt der Protagonisten und fiebert mit ihnen mit. Und das Meer bringt der trauernden Luna kleine Überraschungen und es beginnt ein Roadtrip der besonderen Art.

So schön und gefühlvoll das Buch auch war, teils war es wirklich schwer für mich zu lesen. Es ist weit davon entfernt ein leichtes "Sommerbuch" zu sein und obwohl ich die Charaktere sehr mochte hat mir irgendwie ein wenig die Verbundenheit mit dem Buch gefehlt. Das ist aber keine Kritik. Es ist einfach eine persönliche Einstellung. Natürlich würde ich dem Autor jederzeit wieder eine neue Chance bei einem anderen Buch geben.

3,5 Sterne für das Buch vergebe ich sehr gerne.

 

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LadyIceTeas avatar

Rezension zu "Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden" von Fabio Genovesi

Manchmal ist weniger mehr
LadyIceTeavor 2 Jahren

Es gibt diese Wellen, die aus dem Nichts kommen und dein ganzes Leben durcheinanderwirbeln. Dies geschieht Luna, als ihrem Bruder Luca beim Surfen etwas Schreckliches zustößt. Doch da findet sie am Strand geheimnisvolle Botschaften, die offenbar von Luca stammen, und sie trotzt der Hoffnungslosigkeit: Mit der chaotischsten Mutter, dem trägsten Lehrer, dem altklügsten Jungen und dem garstigsten Opa der Welt stürzt sie sich in ein irrwitziges Abenteuer. Und zwischen antiken Legenden, Geistern der Vergangenheit und Botschaften des Meeres stolpert die Gruppe auf ihrem Roadtrip auch über all die kleinen und großen Wunder des Lebens.

Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gefallen. Er baut viele Perspektivenwechsel ein und schafft es, dass jede Figur irgendwie ihre eigene Sprache und Erzählweise bekommt. Sehr gut gemacht. Zu Beginn erfahren wir noch viel über die Protagonisten, was leider zum Ende hin immer oberflächlicher wird, da immer mehr Personen und Schauplätze hinzukommen. Das ist auch eine der Sachen die mich gestört hat. Es passiert zu viel auf einmal. Die Geschichte verliert dadurch den Fokus auf die wichtigsten Personen. Es wäre schöner gewesen, wenn wir mehr über die Hauptpersonen erfahren hätten und die anderen etwas dezenter in den Hintergrund gerückt wären.
Dazu ist die Geschichte sehr skurril. Es gab Stellen, die hätten meines Erachtens nicht sein müssen, da sie die Geschichte runtergezogen haben. Auch ein paar der Personen und deren Handlungen haben mich eher verwirrt als tiefer in die Geschichte gebracht. Trotzdem hat der Stil des Autors viel für mich gerettet. Er streut immer wieder kleine Lebensweisheiten ein und spannt ein Netz voller Besonderheiten. Dieses Netz bekommt zwar durch oben genanntes ein paar Risse aber er rettet es zum Ende.
Aufgrund des Covers und des Klappentextes habe ich eine andere Geschichte erwartet. Das ist etwas schade. Vielleicht hätte das Bild ein anderes sein müssen. Ich war zuerst etwas enttäuscht, dass hat sich aber gelegt.
Wenn es nur um den Autor und seinen Stil geht, kann ich das Buch ruhigen Gewissens empfehlen. Die Story ist halt nicht für Jedermann etwas. Ich glaube, da muss jeder sich ein eigenes Bild machen.

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Gespräche aus der Community

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Insel_Verlags avatar

Little Miss Sunshine à la italiana

Es gibt diese Wellen, die aus dem Nichts kommen und dein ganzes Leben durcheinanderwirbeln. So gerät Lunas Leben ins Wanken, als ihr Bruder Luca in Frankreich einen Surfunfall hat. Ihr ganzer Einfallsreichtum ist gefragt, um gegen die Hoffnungslosigkeit anzukämpfen, die sie und ihre Mutter zu überwältigen droht. Als sie am Strand Dinge findet, die offenbar von ihrem Bruder stammen, folgt sie diesen Spuren.

»Genovesis Bücher sind ein Geschenk an die Menschheit!« Vanity Fair


Wir laden Euch ein, Luna und ihre chaotische Mutter, ihren lethargischen Lehrer, ihren altklugen Klassenkameraden und dessen garstigen Opa auf einem irrwitzigen Roadtrip zu begleiten. Fabio Genovesi hat mit Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden einen Roman mit einzigartigen Figuren geschrieben, der zum Lachen, zum Weinen und zum Staunen bringt – mit einer ordentlichen Portion Humor und Fantasie. Wir freuen uns sehr, dass Fabio Genovesi sich an der Leserunde beteiligt und Euch Rede und Antwort stehen wird.

Neugierig geworden? Hier findet Ihr eine ausführliche Leseprobe »


»Ein Roman, der mit der Flut angespült wird, den Leser in seine Tragödie hineinreißt und das Glück spürbar macht, das sich hinter dem salzigen Duft des tosenden Meeres verbirgt.« Vanity Fair

Wenn Ihr Lust auf diesen wunderbaren Roman habt und die Alltagshelden bei ihrem Weg begleiten möchtet, freuen wir und Fabio Genovesi uns über Eure Teilnahme an dieser Leserunde. Wir verlosen unter allen, die sich mit auf den Roadtrip begeben möchten, 25 Exemplare von Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden. Bewerbt Euch bis zum 20. April über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* und beantwortet uns folgende Frage:

Wenn Du diesen Sommer einen Roadtrip machen könntest, wohin würde er gehen?


Über den Autor: Fabio Genovesi wurde 1974 geboren und wohnt in Forte dei Marmi am Ligurischen Meer. Er arbeitete als Radsporttrainer, Bademeister und Kellner und schreibt heute Romane, Essays und Drehbücher. Zudem ist er als Redakteur für den Corriere della Sera und die Zeitschrift Glamour tätig. »Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden« ist sein erster Roman im Insel Verlag.


* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.
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