Fabio Genovesi

 3.9 Sterne bei 70 Bewertungen
Fabio Genovesi

Lebenslauf von Fabio Genovesi

Schreiben, wo andere Urlaub machen: Fabio Genovesi wird 1974 geboren und wächst in Forte dei Marmi auf, einem malerischen Badeort am Ligurischen Meer. Dort arbeitet er unter anderem als Bademeister, Kellner, Radsporttrainer und Übersetzer, bevor er mit seinen Büchern erfolgreich wird.

Heute gehört er zu den wichtigsten Autoren Italiens, sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise mit dem renommierten Premio Viareggio.

Neben dem Schreiben von Romanen und Drehbüchern arbeitet Genovesi heute noch als freier Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und als Sportfischer. Seine verschiedenen Tätigkeiten finden wiederum Eingang in sein Schreiben.

Neue Bücher

Wo man im Meer nicht mehr stehen kann

 (7)
Neu erschienen am 13.05.2019 als Hardcover bei C. Bertelsmann.

Alle Bücher von Fabio Genovesi

Fische füttern

Fische füttern

 (39)
Erschienen am 20.12.2013
Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

 (24)
Erschienen am 11.04.2016
Wo man im Meer nicht mehr stehen kann

Wo man im Meer nicht mehr stehen kann

 (7)
Erschienen am 13.05.2019

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Neue Rezensionen zu Fabio Genovesi

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Rezension zu "Wo man im Meer nicht mehr stehen kann" von Fabio Genovesi

Warmherzig, witzig, skurrile Personen, kluge Gedanken
Federfeevor 17 Stunden

Mit Bedauern habe ich dieses Buch zugeklappt. An den Jungen Fabio und seine skurrile, aber liebevolle Familie werde ich noch lange denken. Am liebsten wäre ich ein Teil davon.

Es ist natürlich nicht alles gut und schön, im Gegenteil, die Familie wird von einem Schicksalsschlag getroffen und die Ansichten der vielen, oft ein wenig ordinär wirkenden Mancini-Brüder sind auch nicht in allem richtig, z.B. ihr Frauenbild. Aber hinter dieser rauen Fassade stecken ganz viele liebenswürdige, warmherzige Menschen. Ihren Familienzusammenhalt und die tapfere Meisterung des Lebens kann man nur bewundern.

Der Unfall des Vaters ist der rote Faden, an dem sich viele Familiengeschichten entlang hangeln. Sie sind ein wesentlicher Teil des Buches und machen einen Teil seines Charmes aus.

"Wunderbare Geschichten, die sich wasserfallartig über mich ergossen, sich ineinander verschlangen, sich vermischten und so zu noch anderen Geschichten wurden, jeden Abend gigantischer und reicher ausgeschmückt füllten sie das Wohnzimmer und unsere Herzen und verdeckten alles andere." (110)

Der Autor hat die Erzähltechnik 'aus der Sicht eines Kindes' gewählt, aber die Sprache ist deshalb nicht einfach in Satzbau und Wortwahl, sondern geradezu literarisch und ein Genuss. Er schreibt z.B. nicht einfach "Es war schrecklich heiß", sondern "Die Sonne brät die Vögel im Flug." (398) Genial, wie er das Stottern eines Onkels beschreibt (46), unverbraucht die Wortbilder: "ein zu strahlendes Glück …, zu funkelnd, um es mit diesem Eimer eiskaltes Wasser auszulöschen, den die Leute Wahrheit nennen." (28)

Dieses Aufwachsen in der liebevollen Familie mit den vielen Brüdern des verstorbenen Großvaters, die sich alle als Opa von Fabio fühlen und sich auch so verhalten, hat allerdings ihren Preis. Zwar nehmen die 'Großväter' ihn auf allerlei Abenteuer mit und er lernt eine Menge in der Natur, aber mit Gleichaltrigen hat er keinen Umgang. Das mag auf den ersten Blick falsch erscheinen, allerdings übt der Autor Kritik am heutigen Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen, die Pacman kennen, aber nichts in der Natur, die früh Interesse an Sex haben, womit Fabio noch gar nichts anfangen kann.

Vordergründig fällt der Humor auf, der überall durchblitzt, die witzigen Stellen, bei denen ich oft laut lachen musste, die treffenden Beschreibungen – ein Gespräch wird mit einem Tennismatch verglichen – aber wenn man genauer liest, fällt die viele, leicht kommunistisch angehauchte Gesellschaftskritik auf, die Genovesi überall einstreut und geschickt in einer vordergründig netten Geschichte verpackt.

Kurz und gut: ein wunderbares, Herz erwärmendes Buch mit viel Lebensweisheit und Gesellschaftskritik, in einer wunderschönen, manchmal poetischen Sprache voller unverbrauchter Bilder geschrieben, oft witzig oder unfreiwillig komisch, eines, das ich mit gutem Gewissen empfehlen kann.

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B

Rezension zu "Wo man im Meer nicht mehr stehen kann" von Fabio Genovesi

Ein Buch das nachhallt...
Buchverrueggtvor einem Tag

S 57 „Um die Zukunft seines einzigen Sohnes zu retten tat mein Papa in jenem Sommer deshalb etwas was für ihn reinste Science Fiction war: er machte Urlaub“ Im Urlaub bringt er seinem Sohn das schwimmen bei. Eine Lektion, die sich als sehr wichtig herausstellt, wenn auch in anderer Art und Weise, als man als Leser denkt. Wieso und wie das ganze zusammenhängt müsst ihr selbst lesen. Das kann ich unmöglich in weniger als 400 Seiten erklären und auch nicht so gut wie der Autor. Fabio Genovesi beschreibt mit poetischen Worten eindrucksvoll, einfühlsam und mit Bedacht Fabios Erlebnisse mit der Familie und den Unwägbarkeiten des Erwachsen werden’s. Dabei wird die etwas schräge Mancini-Familie hervorragend getroffen. Lachen inklusive. Manchmal wusste ich nicht, ob ich Fabio zu seiner Sippe bemitleiden oder beglückwünschen sollte. Dabei dachte ich schon, ich hätte eine verrückte Familie... Gegen Mitte des Buches gab es meines Erachtens nach die ein oder andere Länge, die aber irgendwie auch für das weitere Geschehen benötigt wird. Die Ereignisse sind letzten Endes Bestandteil von Fabios Entwicklung vom Kind zum Teen und erklären, warum er so wurde wie er wurde. Das letzte Buchdrittel ist dann sehr tiefgründig und regt zum nachdenken an. Mir persönlich ging dieser Teil an die Nieren, weil er zwar fiktiv und doch so real und dem Leben entnommen ist. Die Charaktere sind alle einzigartig und bleiben bis zum Ende in ihrer jeweiligen Rolle. Fabio ist ein Alleingänger. Seine ungewöhnliche Familie und Interessen (z.B. Sachbücher über Regenwurmzucht lesen) machen ihn zum Aussenseiter, der im Großen und Ganzen gut damit zurecht kommt. Das ändert sich, als er in die Schule kommt und feststellt, dass es so profane Dinge wie „Himmel oder Hölle“ oder Seilspringen gibt. Er merkt das er anders ist. Das ist nicht einfach für ihn. Halt gibt ihm dabei sein Papa zu dem er aufschaut, denn Fabios Papa kann einfach alles! Er ist so mega stolz auf ihn.... Fabios Vater ist ein Mann weniger Worte. Als Installateur ist er handwerklich sehr geschickt. Er liebt seinen Job und wo er ist, dauert es nicht lange und alles ist repariert. Er hat Hummeln im Hintern und wird von der Gemeinde wegen seiner Hilfsbereitschaft respektiert und geschätzt. Die schrulligen Onkel/Opas sind Unikums. Sie mopsen sich aus dem Garten des anderen Gemüse, singen statt reden, weil dann das stottern aufhört oder stürmen auch mal in Fabios Klasse, um den Schülern die wirklich wichtigen Dinge des Lebens beizubringen. (Bei dieser Szene vermisse ich die Anleitung inklusive Skizze ;)) Leider verrät der Klappentext meines Erachtens nach zu viel und beim alleinigen lesen des Buchrückens habe ich mit mehr Schrulligkeit gerechnet, die dann mehr in Tiefgründigkeit endete. Kein „Fehler“, jedoch hat es mich etwas auf den Yirrweg geführt. Fazit: Ein wundervolles Buch über Toleranz, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Es lohnt sich bei einem Teller Pasta mit der Familie verschlungen zu werden, denn... S. 39 „...es ist ein Wunder, das einem besonderen Augenblick innewohnt, und du hattest das Glück, diesen Augenblick mitzuerleben...“

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Rezension zu "Wo man im Meer nicht mehr stehen kann" von Fabio Genovesi

Ein wunderbares Buch
Luciennevor einem Tag

Inhalt:
Der 6jährige Fabio hat es nicht leicht: Seine „10 Großväter“, die vielen unverheirateten Brüder seines Opas, reißen sich nur darum, ihn zu den kuriosesten Unternehmungen mitzunehmen. Erst in der Schule merkt Fabio, dass man als Kind auch mit Gleichaltrige spielen kann – doch da ist seine Rolle als Außenseiter schon vorprogrammiert. Die Kindheit am (und über weite Teile auch im) Meer ist für den Jungen ein ebenso großes Abenteuer wie die Entdeckung des Lesens und Schreibens. Und als sein Vater nach einem tragischen Unfall regungslos im Krankenhaus liegt, sind es die selbst verfassten Texte des inzwischen 12jährigen, die bei seinem Vater eine Reaktion auslösen. »Wo man im Meer nicht mehr stehen kann« ist eine virtuos erzählte Familiengeschichte voller liebenswert-schrulliger Figuren und sommerlicher Italien-Atmosphäre. Mit seinen autobiografischen Zügen ist der Roman gleichzeitig eine Liebeserklärung an die (wortwörtlich lebensrettende) Kraft des Schreibens und der Fantasie.

Meine Meinung:

Das Cover ist wunderschön gestaltet und hat sofort mein Interesse geweckt. Die Hauptfigur ist schön in Szene gesetzt und der Titel steht trotzdem im Vordergrund.

Auch die Inhaltsangabe verspricht eine tolle Geschichte, die ich einfach lesen musste. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und flüssig, es fühlt sich an als wären die Personen real und würden neben einem stehen. 

Das Buch spricht sämtliche Emotionen und Lebenslagen an und ist dadurch auch ein kleiner Ratgeber für diese Situationen. Man kann wirklich viel nützliches aus der Story mitnehmen.

Ein wunderbares Buch mit vielen guten Messages und Denkanstößen, das ich auf jeden Fall allen Freunden und Bekannten weiterempfehlen werde. 

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Gespräche aus der Community

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Liebe lovelybooks-LeserInnen,
am 13. Mai erscheint Fabio Genovesis autobiographischer Sommerroman Wo man im Meer nicht mehr stehen kann!

Zum Buch
Der 6-jährige Fabio hat es nicht leicht: Seine „10 Großväter“, die vielen unverheirateten Brüder seines Opas, reißen sich nur darum, ihn zu den kuriosesten Unternehmungen mitzunehmen. Erst in der Schule merkt Fabio, dass man als Kind auch mit Gleichaltrigen spielen kann – doch da ist seine Rolle als Außenseiter schon vorprogrammiert. Die Kindheit am (und über weite Teile auch im) Meer ist für den Jungen ein ebenso großes Abenteuer wie die Entdeckung des Lesens und Schreibens. Und als sein Vater nach einem tragischen Unfall regungslos im Krankenhaus liegt, sind es die selbst verfassten Texte des inzwischen 12-Jährigen, die bei seinem Vater eine Reaktion auslösen. »Wo man im Meer nicht mehr stehen kann« ist eine virtuos erzählte Familiengeschichte voller liebenswert-schrulliger Figuren und sommerlicher Italien-Atmosphäre. Mit seinen autobiografischen Zügen ist der Roman gleichzeitig eine Liebeserklärung an die (wortwörtlich lebensrettende) Kraft des Schreibens und der Fantasie.


Wie könnt Ihr an der Leserunde teilnehmen?
Wir verlosen 20 Exemplare von Wo man im Meer nicht mehr stehen kann unter allen, die mit dieser Leserunde den Sommer einläuten wollen. Verratet uns dazu, wohin Ihr am liebsten in Urlaub fahrt und warum!

Viel Glück wünscht 
Euer Team von C. Bertelsmann

Zur Leserunde

Little Miss Sunshine à la italiana

Es gibt diese Wellen, die aus dem Nichts kommen und dein ganzes Leben durcheinanderwirbeln. So gerät Lunas Leben ins Wanken, als ihr Bruder Luca in Frankreich einen Surfunfall hat. Ihr ganzer Einfallsreichtum ist gefragt, um gegen die Hoffnungslosigkeit anzukämpfen, die sie und ihre Mutter zu überwältigen droht. Als sie am Strand Dinge findet, die offenbar von ihrem Bruder stammen, folgt sie diesen Spuren.

»Genovesis Bücher sind ein Geschenk an die Menschheit!« Vanity Fair


Wir laden Euch ein, Luna und ihre chaotische Mutter, ihren lethargischen Lehrer, ihren altklugen Klassenkameraden und dessen garstigen Opa auf einem irrwitzigen Roadtrip zu begleiten. Fabio Genovesi hat mit Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden einen Roman mit einzigartigen Figuren geschrieben, der zum Lachen, zum Weinen und zum Staunen bringt – mit einer ordentlichen Portion Humor und Fantasie. Wir freuen uns sehr, dass Fabio Genovesi sich an der Leserunde beteiligt und Euch Rede und Antwort stehen wird.

Neugierig geworden? Hier findet Ihr eine ausführliche Leseprobe »


»Ein Roman, der mit der Flut angespült wird, den Leser in seine Tragödie hineinreißt und das Glück spürbar macht, das sich hinter dem salzigen Duft des tosenden Meeres verbirgt.« Vanity Fair

Wenn Ihr Lust auf diesen wunderbaren Roman habt und die Alltagshelden bei ihrem Weg begleiten möchtet, freuen wir und Fabio Genovesi uns über Eure Teilnahme an dieser Leserunde. Wir verlosen unter allen, die sich mit auf den Roadtrip begeben möchten, 25 Exemplare von Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden. Bewerbt Euch bis zum 20. April über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* und beantwortet uns folgende Frage:

Wenn Du diesen Sommer einen Roadtrip machen könntest, wohin würde er gehen?


Über den Autor: Fabio Genovesi wurde 1974 geboren und wohnt in Forte dei Marmi am Ligurischen Meer. Er arbeitete als Radsporttrainer, Bademeister und Kellner und schreibt heute Romane, Essays und Drehbücher. Zudem ist er als Redakteur für den Corriere della Sera und die Zeitschrift Glamour tätig. »Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden« ist sein erster Roman im Insel Verlag.


* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.
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