Fabio Genovesi Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

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Inhaltsangabe zu „Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden“ von Fabio Genovesi

»Genovesis Bücher sind ein Geschenk an die Menschheit!« Vanity Fair Ein Roman, so reich an einzigartigen Figuren und mitreißenden Geschichten, so schillernd an Witz, Poesie und Gefühl, dass er uns zum Lachen bringt, zum Weinen und immer wieder zum Staunen. Es gibt diese Wellen, die aus dem Nichts kommen und dein ganzes Leben durcheinanderwirbeln. Dies geschieht Luna, als ihrem Bruder Luca beim Surfen etwas Schreckliches zustößt. Doch da findet sie am Strand geheimnisvolle Botschaften, die offenbar von Luca stammen, und sie trotzt der Hoffnungslosigkeit: Mit der chaotischsten Mutter, dem trägsten Lehrer, dem altklügsten Jungen und dem garstigsten Opa der Welt stürzt sie sich in ein irrwitziges Abenteuer. Und zwischen antiken Legenden, Geistern der Vergangenheit und Botschaften des Meeres stolpert die Gruppe auf ihrem Roadtrip auch über all die kleinen und großen Wunder des Lebens.

Der etwas "andere Roadtrip" - nicht unbedingt auf den Klappentext verlassen

— Schalkefan

Ein skurriler Roadtrip mit ebenso skurrilen Personen. Guter Schreibstil. Etwas gewöhnungsbedürftige Handlung und Personen. Trotzdem ganz gut

— LadyIceTea

Toll geschrieben, tolle Geschichte, aber auch sehr fordernd und anspruchsvoll

— raven1711

Die Geschichte hat viel Potential, ist aber leider mit zu vielen Details überladen.

— joy67

Weniger wäre mehr gewesen

— MelaKafer

Es hätte eines meiner Lieblingsbücher werden können, doch die Handlung ertrinkt in Nebensächlichkeiten.

— Orisha

Das etwas andere Roadbook - sollte man langsam und bedächtig lesen!

— Wildpony

Skurrile Charaktere in einer tragikomischen Geschichte voller lakonischer Weisheiten über Verlust, Schmerz und dem Weg zurück ins Leben

— krimielse

Eine ganz andere Geschichte als erwartet, aber wundervoll erzählt. Eine Reise zurück ins Leben!

— miro76

Der Inhalt konnte mich nicht überzeugen, trotz guten Schreibstils

— Mika_liest

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        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Leserunde zu "Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden" von Fabio Genovesi

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    Insel_Verlag

    Little Miss Sunshine à la italiana Es gibt diese Wellen, die aus dem Nichts kommen und dein ganzes Leben durcheinanderwirbeln. So gerät Lunas Leben ins Wanken, als ihr Bruder Luca in Frankreich einen Surfunfall hat. Ihr ganzer Einfallsreichtum ist gefragt, um gegen die Hoffnungslosigkeit anzukämpfen, die sie und ihre Mutter zu überwältigen droht. Als sie am Strand Dinge findet, die offenbar von ihrem Bruder stammen, folgt sie diesen Spuren. »Genovesis Bücher sind ein Geschenk an die Menschheit!« Vanity Fair Wir laden Euch ein, Luna und ihre chaotische Mutter, ihren lethargischen Lehrer, ihren altklugen Klassenkameraden und dessen garstigen Opa auf einem irrwitzigen Roadtrip zu begleiten. Fabio Genovesi hat mit Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden einen Roman mit einzigartigen Figuren geschrieben, der zum Lachen, zum Weinen und zum Staunen bringt – mit einer ordentlichen Portion Humor und Fantasie. Wir freuen uns sehr, dass Fabio Genovesi sich an der Leserunde beteiligt und Euch Rede und Antwort stehen wird.Neugierig geworden? Hier findet Ihr eine ausführliche Leseprobe » »Ein Roman, der mit der Flut angespült wird, den Leser in seine Tragödie hineinreißt und das Glück spürbar macht, das sich hinter dem salzigen Duft des tosenden Meeres verbirgt.« Vanity Fair Wenn Ihr Lust auf diesen wunderbaren Roman habt und die Alltagshelden bei ihrem Weg begleiten möchtet, freuen wir und Fabio Genovesi uns über Eure Teilnahme an dieser Leserunde. Wir verlosen unter allen, die sich mit auf den Roadtrip begeben möchten, 25 Exemplare von Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden. Bewerbt Euch bis zum 20. April über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* und beantwortet uns folgende Frage:Wenn Du diesen Sommer einen Roadtrip machen könntest, wohin würde er gehen? Über den Autor: Fabio Genovesi wurde 1974 geboren und wohnt in Forte dei Marmi am Ligurischen Meer. Er arbeitete als Radsporttrainer, Bademeister und Kellner und schreibt heute Romane, Essays und Drehbücher. Zudem ist er als Redakteur für den Corriere della Sera und die Zeitschrift Glamour tätig. »Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden« ist sein erster Roman im Insel Verlag.* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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    • 540
  • Genial- verrückter Weg zurück ins Leben

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    krimielse

    12. July 2016 um 18:22

    Fabio Genovesi hat einen wunderbaren und ungewöhnlichen Roadtrip zum Lachen und Weinen mit herrlich skurrilen Figuren geschrieben, der den Weg aus der Tragödie hinaus zurück ins Leben zeigt, ohne jemals kitschig zu wirken. Inhalt - Klappentext: Am liebsten streift die dreizehnjährige Luna am Strand entlang, zwischen den noch verbliebenen Touristen im toskanischen Forte dei Marmi, und sucht nach all den besonderen Dingen, die das Meer ihr anspült. Doch ihr Leben gerät ins Wanken, als ihr Bruder Luca in Frankreich einen Surfunfall hat. Da findet sie am Strand Nachrichten, die offenbar von Luca stammen, und folgt den Spuren. Begleitet wird sie von ihrer schönen, aber hoffnungslos chaotischen Mutter Serena, dem lethargischen Lehrer Sandro, Lunas altklugem Freund Zot und dessen Opa Ferro, der seine Zuneigung gut hinter Garstigkeit zu verstecken weiß. Und zwischen antiken Legenden, Geistern der Vergangenheit und Botschaften des Meeres stolpert die Gruppe auf ihrem Riadtrip auch über die kleinen und großen Wunder des Lebens. Man bekommt bei diesem Roman keinen Roadtrip im eigentlichen Sinne geliefert, vielmehr führt das Buch den Leser entlang eines Weges vom Glück ins Unglück und zurück ins Leben, und Geschehnisse unterwegs, die zufällig den "roten Faden" streifen, werden einfach mit erzählt, genau so wie man auf einer Reise Geschichten erzählt bekommt. Der Weg beginnt im Glück der bildschönen Serena mit ihren beiden Kindern. Das sind Luca, der das Gestirn ist, um des alles kreist, und Luna, ihrer Albino-Tochter mit Riesensonnenbrille und Kapuzenpulli eine Außenseiterin, die jeden Tag ein Geschenk vom Meer am Strand sammelt und die man anfangs durch verworrenes Gedankenchaos des Teenagers kennenlernt. Nach Lucas Unfall erstarrt alles, aus den Zeilen tröpfelt die unendliche Traurigkeit von Serena und Luna: "Der Schmerz kam immer noch nicht. Vielleicht war er so riesig, dass er enorm viel Raum brauchte und dein Inneres deshalb erst einmal entleerte...Von da an fühlte es sich wie ein riesiges Loch an, in das alles hineinfällt und sich verliert. Tag und Nacht, das Verstreichen der Stunden, Mittagessen und Abendessen und dieses unnütze Licht zwischen den Lamellen der Fensterläden." Die kleine kraftvolle Luna versucht, nach dem Unfall ihres Bruders ihren Weg weiterzugehen und den Alltag aufrecht zu erhalten. Sie muss funktionieren, weil ihre Mütter Serena es nicht tun kann. Begleitet und unterstützt wird sie liebevoll von Zot, dem geborenen Prügelknaben der Schule mit rosa Wollpulli und Altherrenmantel und seinem unfreiwillig komischen verdrehten altklugen Gehabe, der das Zusammensein mit Luna genießt. (Gespräch zwischen Luna und Zot) "..."Hör mal, du bist mindestens so ein Außenseiter wie ich." "Ich weiß, das ist wahr. Aber ich bin glücklich, mit dir etwas zu unternehmen, das ist der große Unterschied."..." Sandro, der Hilfslehrer, wohnt mit 40 Jahren immer noch bei seinen Eltern und ist von völlig verrückten und gleichermaßen auf der Verliererseite stehenden Freunden umgeben. Luca war als sein Lieblingsschüler auch sein Gestirn und er gibt sich die Schuld am Surfunfall in Frankreich. Als Katechet unterrichtet er Luna und Zot, träumt davon, von seinen Schülern angehimmelt zu werden und ist verliebt in Serena. Durch seine Anstrengungen, die eigentlich überhaupt nicht seinem trägen Naturell entsprechen, gibt er Luna Hoffnung und Mut, obwohl aus seiner Sicht alles darauf ausgerichtet ist, Serena zu gewinnen. Ferro schließlich, der unsympathische, übellaunige, an der Grenze zur Ekeligkeit machohafte Großvater, nimmt Serena und Luna bei sich auf, als sie ihr Haus verlieren und ist seitdem unwillkommenes Anhängsel bei ihren Unternehmungen. "So ist der Tod, er kommt und nimmt alles mit. Nein, das stimmt nicht, er nimmt nicht restlos alles mit, der Tod lässt immer irgendetwas da, nur hat, was er übrig lässt, nichts mehr mit dem zu tun, was vorher da war." Letztlich funktioniert das Räderwerk der kleinen Gruppe so gut, dass Luna und später Serena zurückfinden aus der Traurigkeit und Mutlosigkeit und ihr Alltag und ihr kleines Glück wieder funktionieren kann. Erzählt wird das auf unglaublich charmante Weise gespickt mit unzähligen kleinen Episoden, die teils in die Vergangenheit, teils zu anderen Personen weisen und alle winzige Puzzleteile in einem großen völlig skurrilem und verrückten Universum sind, dessen Mittelpunkt nach meinem Dafürhalten auf sehr unkitschige Weise das Glück selbst ist. So betrachtet macht das Lesen des Buches unglaublichen Spaß, treibt sowohl vom Lachen als auch vom Weinen Tränen in die Augen und bekommt von mir wegen besonderem Lesevergnügen fünf Sterne.

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  • Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    Schalkefan

    11. July 2016 um 08:37

    Mit dem etwas anderen Sommerbuch von Fabio Genovesi: Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden bin ich in meine arbeitsfreie Zeit gestartet. Anfangs fiel mir das lesen etwas schwer, waren es doch viele Protagonisten, die ich erst zuordnen musste. Aber dafür waren die Charaktere dieser Personen so bunt gemischt, das es wieder an das Buch fesselte. In Forte dei Marmi an der Versiliaküste lebt die Protagonistin Serena mit ihren Kindern. Eine glückliche kleine Familie, bis ein schlimmes Unglück passiert. Luca verunglückt in Frankreich beim surfen und Serena und Lunas Welt bricht zusammen. Sandro, ein Hilfslehrer versucht Luna beizustehen da er Gefühle für sie hat und sich selbst ein wenig die Schuld an dem Unglück gibt, da er Luca zu der Reise ermutigt hatte. Und so erlebt man als Leser ganz die durcheinandergewirbelte Gefühlswelt der Protagonisten und fiebert mit ihnen mit. Und das Meer bringt der trauernden Luna kleine Überraschungen und es beginnt ein Roadtrip der besonderen Art. So schön und gefühlvoll das Buch auch war, teils war es wirklich schwer für mich zu lesen. Es ist weit davon entfernt ein leichtes "Sommerbuch" zu sein und obwohl ich die Charaktere sehr mochte hat mir irgendwie ein wenig die Verbundenheit mit dem Buch gefehlt. Das ist aber keine Kritik. Es ist einfach eine persönliche Einstellung. Natürlich würde ich dem Autor jederzeit wieder eine neue Chance bei einem anderen Buch geben. 3,5 Sterne für das Buch vergebe ich sehr gerne.  

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  • Manchmal ist weniger mehr

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    LadyIceTea

    09. July 2016 um 14:48

    Es gibt diese Wellen, die aus dem Nichts kommen und dein ganzes Leben durcheinanderwirbeln. Dies geschieht Luna, als ihrem Bruder Luca beim Surfen etwas Schreckliches zustößt. Doch da findet sie am Strand geheimnisvolle Botschaften, die offenbar von Luca stammen, und sie trotzt der Hoffnungslosigkeit: Mit der chaotischsten Mutter, dem trägsten Lehrer, dem altklügsten Jungen und dem garstigsten Opa der Welt stürzt sie sich in ein irrwitziges Abenteuer. Und zwischen antiken Legenden, Geistern der Vergangenheit und Botschaften des Meeres stolpert die Gruppe auf ihrem Roadtrip auch über all die kleinen und großen Wunder des Lebens.Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gefallen. Er baut viele Perspektivenwechsel ein und schafft es, dass jede Figur irgendwie ihre eigene Sprache und Erzählweise bekommt. Sehr gut gemacht. Zu Beginn erfahren wir noch viel über die Protagonisten, was leider zum Ende hin immer oberflächlicher wird, da immer mehr Personen und Schauplätze hinzukommen. Das ist auch eine der Sachen die mich gestört hat. Es passiert zu viel auf einmal. Die Geschichte verliert dadurch den Fokus auf die wichtigsten Personen. Es wäre schöner gewesen, wenn wir mehr über die Hauptpersonen erfahren hätten und die anderen etwas dezenter in den Hintergrund gerückt wären.Dazu ist die Geschichte sehr skurril. Es gab Stellen, die hätten meines Erachtens nicht sein müssen, da sie die Geschichte runtergezogen haben. Auch ein paar der Personen und deren Handlungen haben mich eher verwirrt als tiefer in die Geschichte gebracht. Trotzdem hat der Stil des Autors viel für mich gerettet. Er streut immer wieder kleine Lebensweisheiten ein und spannt ein Netz voller Besonderheiten. Dieses Netz bekommt zwar durch oben genanntes ein paar Risse aber er rettet es zum Ende.Aufgrund des Covers und des Klappentextes habe ich eine andere Geschichte erwartet. Das ist etwas schade. Vielleicht hätte das Bild ein anderes sein müssen. Ich war zuerst etwas enttäuscht, dass hat sich aber gelegt.Wenn es nur um den Autor und seinen Stil geht, kann ich das Buch ruhigen Gewissens empfehlen. Die Story ist halt nicht für Jedermann etwas. Ich glaube, da muss jeder sich ein eigenes Bild machen.

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  • Ein besonderer Roadtrip

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    Leseratte87

    08. July 2016 um 08:15

    Serena lebt mit ihren beiden Kindern, Luna und Luca, in Forte dei Marmi. Das Leben der kleinen Familie ist nicht immer leicht, doch zusammen sind die drei sehr glücklich. Bis Luca zum Surfen nach Frankreich fährt und dort ums Leben kommt. Für Serena bricht die Welt zusammen, Luna kann sie kaum noch erreichen. Sandro, ein Hilfslehrer an Lucas Schule, der Luca zu der Reise ermutigt hat und heimlich in Serena verliebt ist, macht sich schlimme Vorwürfe und sucht nach einem Weg, ihr trotz allem näher zu kommen. Da fängt das Meer plötzlich an, Luna kleine Geschenke zu schicken, und von wem sollen diese Geschenke kommen, wenn nicht von Luca? Eines Tages erreicht ein ganz besonderes Geschenk den Strand und kurz darauf beginnt die Reise.Den Autoren kannte ich schon von der Lektüre seines vorherigen Romanes "Fische füttern" und war schon sehr von ihm begeistert. Umso mehr hab ich mich auf sein neues Buch gefreut und bin nicht enttäuscht worden!"Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden" ist eine wunderbare Geschichte mit außergewöhnlichen Charakteren. Jede Person ist ganz genau und liebevoll gestaltet und alle sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ganz besonders Zot, Lunas bester Freund, der wirklich einzigartig ist. Das Buch hat mich sofort gefesselt. Es ist keine oberflächliche Sommerlektüre, sondern eine Geschichte mit Tiefgang. Der Umgang mit Verlust, Trauer und Schmerz, sind genauso thematisiert wie Freundschaft und Liebe. Für mich ist dieses Buch definitiv eines der Highlights dieses Jahres!

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  • Toll geschrieben, tolle Geschichte, aber auch sehr fordernd und anspruchsvoll

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    raven1711

    29. June 2016 um 19:50

    Klappentext:Es gibt diese Wellen, die aus dem Nichts kommen und dein ganzes Leben durcheinanderwirbeln. Dies geschieht Luna, als ihrem Bruder Luca beim Surfen etwas Schreckliches zustößt. Doch da findet sie am Strand geheimnisvolle Botschaften, die offenbar von Luca stammen, und sie trotzt der Hoffnungslosigkeit: Mit der chaotischsten Mutter, dem trägsten Lehrer, dem altklügsten Jungen und dem garstigsten Opa der Welt stürzt sie sich in ein irrwitziges Abenteuer. Und zwischen antiken Legenden, Geistern der Vergangenheit und Botschaften des Meeres stolpert die Gruppe auf ihrem Roadtrip auch über all die kleinen und großen Wunder des Lebens.Meinung:Luna ist ein ungewöhnliches Mädchen. Denn Luna ist ein Albino und sticht nicht nur durch ihre weißen Haare und ihre helle Haut hervor,. Und obwohl das Leben es nicht immer leicht mit ihr meint, so ist sie doch klug und aufgeschlossen, hängt sehr an ihrem Bruder und ihrer chaotischen Mutter. Doch als Luca bei einem Surfunglück ums Leben kommt gerät ihre Welt ins Wanken. Ihre Mutter versinkt in Depressionen und Luna ist plötzlich ganz auf sich alleine gestellt. Aber so viele Steine das Schicksal ihr in den Weg legt, so viel Positives findet Luna in ihrem Leben und besonders am Meer. Lucas Tod hat aber nicht nur das Leben von Luna und ihrer Mutter beeinflusst, sondern auch das Leben des wenig ambitionierten Hilfslehrers Sandro, des ukrainischen Waisenjungen Zot und seines Großvaters wird maßgebend durch Lucas Verlust beeinflusst und verändert.Fabio Genovesi hat in diesem Roman wirklich fabelhafte Charaktere entworfen, die mit ihren Gefühlen, Gedanken und Einstellungen lebensnah und real wirken. Jeder weist besondere Eigenheiten auf, hat mal größere, mal kleinere Charakterschwächen und Fehler. Und als Leser kann man unheimlich viel von einem selber in den Figuren wiederfinden. Aber die Figuren sind nicht immer einfach und so muss man sich wirklich sehr mit ihnen auseinandersetzen und die Einstellungen und Handlungen hinterfragen und auf sich wirken lassen.Der Sommer, als wir das Leben neu erfanden ist wahrlich kein leichter Roman, den man einfach mal so zwischendurch liest. Es geht um Trauer und Trauerbewältigung, aber auch um Glück und Frieden, um Familie und Freundschaft. Ist das Buch auf der einen Seite noch tieftraurig und bewegend, schafft der Autor es auf der nächsten Seite schon wieder, dass man ein Lächeln ins Gesicht gezaubert bekommt, weil die Situation sich so absurd oder heiter entwickelt hat, dass die Schwermut aufgelockert wird. Manchmal wurde mir der Roman aber zu viel und ich musste ihn zur Seite legen und mich mit etwas anderem Beschäftigen, um das Gelesene verarbeiten zu können.Ungewöhnlich ist dieser Roman aber auch durch seine Erzählweise, denn der Autor gibt die Geschichte in drei Sichtweisen wieder und weist seinen drei Hauptprotagonisten einen individuellen Schreibstil zu. So wird Lunas Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt, Sandros in der dritten Person und Serena, Lunas Mutter, erzählt ihre Story als auktorialer Erzähler (sie spricht von sich selber in der 2. Person). Ein toller Effekt, der großartig zu diesem Roman passt und den ersten Hintergrund hervorhebt und gleichzeitig leichter macht. Fabio Genovesi kann sehr schön erzählen und die Übersetzerin Mirjam Bitter hat offensichtlich einen hervorragenden Job gemacht, und das Buch sprachlich fesselnd übersetzt. So macht es wirklich Spaß, den Luna und ihren Mitstreitern durch die kleinen und großen Wunder des Lebens zu begleiten.Vielen Dank an den Insel Verlag / Suhrkamp Verlag für das Rezensionsexemplar.Fazit:Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden wirkt mit seinem Titel locker leicht, enthält aber eine tiefgründige, bewegende Geschichte, die manchmal schwer zu verdauen, aber auch voll positiver Momente ist. Der Roman ist kein Buch für eben mal zwischen durch, sondern erfordert die ganze Aufmerksamkeit des Lesers. Ein Roman, der Mut macht, aber auch der Gesellschaft einen Spiegel vorhält und einen über die eigenen Denk- und Handlungsweisen nachdenken lässt. Ein Buch, das die Sehnsucht nach dem Meer weckt.Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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  • Zu gut gemeinter "Road-Trip" des Lebens.

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    joy67

    06. June 2016 um 17:07

    Wer einen leichten sommerlichen Roadtrip erwartet, liegt völlig flasch. Vielmehr geht es um einen Roadtrip, um das eigene Leben in den Griff zu bekommen, mit Schicksalsschlägen fertig zu werden. Eine sehr interessante Grundlage.Vielleicht liegt es am Cover, vielleicht aber auch an falschen Erwartungen. Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende nicht packen können. Dabei kann ich nicht einmal sagen, warum. Die einzelnen Kapitel sind schön geschrieben und in sich stimmig und interessant. Die Charaktere sind allesamt sehr ausführlich und stark beschrieben. Jeder auf seine Art sehr liebenswürdig, egal ob schrullig oder introvertiert, aber immer mit einer besonderen Note. Der Schreibstil ist auch gut zu lesen. Auch die eigentliche Geschichte ist nicht das Problem. Vielleicht liegt es daran, dass um den roten Faden zu viel herumgesponnen wurde, dass man sich als Leser mit zu vielen Nebenschauplätzen befassen musste. Anfangs fand ich das ganz gut, weil es so realistisch schien. Der Mensch lebt nunmal nicht nur einen Handlungsfaden, aber mit der Zeit wurde es mir zu anstrengend.Mir fehlte ein wenig, der Drang weiterzulesen, weil im nächsten Kapitel immer ein anderer Schauplatz war. Dadurch wurde die Geschichte ein wenig zerrissen und war nicht mehr so flüssig.Leider kann ich für diese im Ansatz tolle Geschichte nur drei von fünf Sternen vergeben.

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  • Wundervolle Charaktere, aber die Geschichte kam nicht voran

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    MelaKafer

    29. May 2016 um 18:04

    Im Mittelpunkt dieser Geschichte von Fabio Genovesi stehen Menschen aus dem toskanischen Ort Forte die Marmi. Hauptfiguren sind Serena, ihre Tochter Luna, ihr Sohn Luca, der Hilfslehrer Sandro der kleine russische Junge Zot sowie sein garstiger Opa Ferro. Als der von allen geliebte und bewunderte Luca bei einem Surfunfall in Frankreich ums Leben kommt, bricht für Serena und Luna eine Welt zusammen. Auch Lucas Lehrer Sandro ist tief erschüttert. Der Weg zurück ins Leben fällt schwer. Vor allem Serena versinkt in ihrer Trauer. Mit einem gemeinsamen „Roadtrip“ wollen sie gemeinsam zurück ins Leben finden. Der Autor lässt uns tief in die Seelen der Figuren schauen. Es sind wunderbare, liebenswerte, verrückte, seltsame, ganz eigene Charaktere, die man ins Herz schließen möchte. Nie wirken sie konstruiert, immer sind sie authentisch. Genovesis Figuren leben. Das wunderschöne Cover und der Klappentext lassen einen längeren Roadtrip erwarten. Allerdings handelt es sich lediglich um einen Tagesausflug, wenn auch einen sehr besonderen, und dieser Trip beginnt auch erst nach der Hälfte des Buches. Die Geschichte hätte toll sein können, der Schreibstil ist herrlich. Doch leider konnte mich die Geschichte nie ganz fesseln, ich habe mich manchmal richtig quälen müssen, so zäh ging es voran. Ich vermute, es liegt daran, dass der Autor zu viel in dieses Buch gepackt hat. Häufig wurden neue, zugegebenermaßen interessante, Personen eingeführt, die aber auf die eigentliche Geschichte keinen Einfluss hatten, sie aber unnötig in die Länge zogen. Weniger wäre hier mehr gewesen. Schweren Herzens kann ich dafür nur 3 Sterne vergeben.

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  • Ein Verlust und seine Folgen

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    Orisha

    27. May 2016 um 10:27

    Luca ist Serenas ganzer Stolz. Der schöne Sohn, der alle beeindruckt und schon von Kind an irgendwie erwachsen war. Intelligent, witzig, lebensfroh - schlossen alle Luca in ihr Herz. Als er nach Biarritz in seinen ersten Surf-Urlaub fährt, ahnt niemand, dass dies sein letzter Urlaub sein würde. Luca stirbt und für Lucas Mutter Serena und seine Schwester Luna bricht eine Welt zusammen. Und auch Sandro, sein Lehrer, trifft dieser Tod hart - schließlich hat er den Jungen zu diesem Urlaub ermuntert. Zusammen müssen sie nun einen Weg finden, ihren Verlust zu überwinden.Ein Roadtrip der besonderen Art wurde auf dem Klappentext angepriesen. Ein Roadtrip, der tatsächlich erst nach über 300 Seiten beginnt, ein Tod der erst auf Seite 150 wirklich passiert. Eine Geschichte, die irgendwie nicht so war, wie erwartet - was nicht immer etwas schlechtes heißen soll. Doch ich habe mich gequält und das finde ich ziemlich schade, denn eigentlich hat diese Geschichte wirklich Potenzial. Genovesis Charaktere sind toll: liebenswert, tollpatschig, eigen - jeder in seiner Art. Auch sprachlich ist das Buch wirklich gut geschrieben. Und doch: Genovesi erstickt die eigentliche Geschichte - die  für mich Lucas Tod und der Umgang seiner Liebsten mit diesem darstellt - mit Nebenhandlungen, die so vielfältig sind, dass ich mich manchmal gefragt habe, ob das wirklich notwendig gewesen ist. Denn weder für die Entwicklung der Geschichte noch die Zeichnung der Charaktere ist soviel nebensächliches wichtig gewesen. Das hat das Buch zäh gemacht, obwohl es gut geschrieben ist - das muss man auch erstmal schaffen. Daher kann ich "nur" gutgemeinte 3 Punkte vergeben: für die Sprache, Charaktere und den eigentlichen Handlungstrang.Fazit: Es hätte eines meiner Lieblingsbücher werden können, doch die Handlung ertrinkt in Nebensächlichkeiten.

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  • Eine Reise zurück ins Leben

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    miro76

    Serena ist eigentlich recht glücklich mit ihren beiden Kindern Luca und Luna. Beide sind ohne Vater aufgewachsen und beide sind ganz besonders. Luca ist äußerst attraktiv, schlau und lebenslustig.Luna ist ganz weiß. Sie hat keine Pigmentierung. Sie ist ein Mädchen mit Albinismus. Das sind unsere wichtigsten Protagonisten. Dann ist da noch Zot, ein Waisenkind aus Tschernobyl, der sich anzieht und spricht, wie ein alter Mann; sein Ziehopa Ferro, ein alter Veteran, der sich in Schimpfwörtern übt und sein Haus vor den Russen beschützt und natürlich Sandro, der mit vierzig bei seiner Mama festsitzt und sich wünscht, nach den Sternen zu greifen. Sie alle begegnen sich nur flüchtig. Bis Lucas tragischer Tod alles überschattet. Luna und Serena ziehen sich in ihr Haus zurück und verbringen den Sommer im Dunklen. Serena schafft es nicht, in ihrer Trauer noch etwas anderes wahrzunehmen, als ihren Verlust. Luna beginnt im Herbst wieder mit der Schule und der Alltag und ihre beginnende Freundschaft mit Zot geben ihrem Leben wieder Struktur. Auch Sandros Leben wurde von Lucas Tod beeinflusst, denn er fühlt sich schuldig. Diese Schuldgefühle und seine Verliebtheit in Serena sind es, die die kleine Gruppe zusammenführen und nach einem turbulenten Ausflug mit Höhen und Tiefen gelingt es allen, irgendwie einen Abschluss zu finden und das Leben neu zu entdecken. Dazwischen verstecken sich eine Menge lustiger Anekdoten, skurrile Personen mit ihren noch skurrileren Lebensgeschichten, die ihre Wege berühren oder kreuzen. Fabio Genovesi hat hier wahre Lust zum Fabulieren bewiesen und lässt uns Leser immer wieder auflachen. Der Wechsel zwischen tiefer Trauer und oberflächlichem Spaß geht für uns Leser oft sehr schnell. Aber durch die verschieden Erzählperspektiven ist immer klar, wo wir uns gerade befinden. Luna ist in diesem Roman die Ich-Erzählerin. Ihre Geschichte strotzt vor kindlicher Naivität. Serena spricht uns an. Ihre Abschnitte sind in der zweiten Person geschrieben. Das macht sie sehr persönlich und lässt uns ganz direkt alles miterleben.Sandros Abschnitte werden uns vom Autor erzählt. Das vermittelt etwas mehr Distanz. Dieses Stilmittel finde ich sehr treffend für diesen Roman, wo der Schmerz unter die Haut geht und wir wirklich aufatmen, wenn sich das Leben langsam zurückmeldet. Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden ist ein wunderbarer Roman über Verlust und Ängste, über das Weiterleben, über alltägliche Widrigkeiten aber auch die vielen kleinen Freuden des Alltags, übers Anders-sein und -wahrgenommen werden. Es steckt sehr viel Weisheit in dieser Geschichte, aber auch sehr viel Freude und Lebenslust. „Wie muss einer denn sein, damit die Leute ihn mögen?“Als ich das sage, antwortet erst einmal niemand, auch weil es darauf wohl keine Antwort gibt. Doch dann meint Signor Sandro: „Weißt du Luna, ich glaube, wenn man in dieser Welt den Leuten gefallen will, muss man so grau sein wie sie. Wir sind nicht grau, und das zahlen sie uns jeden Tag heim.“(S. 433)

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    • 4

    BrittaRoeder

    25. May 2016 um 15:29
  • Eine Entdeckung!

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    Bella5

    Inhalt: " Es gibt diese Wellen, die aus dem Nichts kommen und dein ganzes Leben durcheinanderwirbeln. Dies geschieht Luna, als ihrem Bruder Luca beim Surfen etwas Schreckliches zustößt. Doch da findet sie am Strand geheimnisvolle Botschaften, die offenbar von Luca stammen, und sie trotzt der Hoffnungslosigkeit: Mit der chaotischsten Mutter, dem trägsten Lehrer, dem altklügsten Jungen und dem garstigsten Opa der Welt stürzt sie sich in ein irrwitziges Abenteuer. Und zwischen antiken Legenden, Geistern der Vergangenheit und Botschaften des Meeres stolpert die Gruppe auf ihrem Roadtrip auch über all die kleinen und großen Wunder des Lebens." Meine Meinung: Ich hatte vor der Lektüre keine großen Erwartungen, stellte mich auf eine konventionelle feelgood - Fabel mit sicklit - touch ein. Alles schon gesehen bzw. gelesen, dachte ich. Es wird ein etwas flacher Unterhaltungsroman werden, spekulierte ich. Weit gefehlt! "Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden" entpuppte sich als tiefgründiger Roman mit Anspruch. Die Protagonisten, auf den ersten Blick außergewöhnlich (ein Mädchen ohne Pigmentierung, ein gescheiterter Aushilfslehrer, ein Tschernobylkind etc) haben Probleme, die so außergewöhnlich nicht sind, wie ich finde. Jeder Leser kennt große und kleine Sorgen, sodass durchaus Identifikationspotential besteht. Es gibt auch eine Portion Gesellschaftskritik, die einerseits die italienischen Verhältnisse anprangert, andererseits aber auch universal zu verstehen ist, da soziale Kälte ein globales Problem ist. Ganz zauberhaft fand ich auch die Sprache des Autors, die in einer ordentlichen Übersetzung tradiert wird: Umgangssprachlich, auch mal schnodderig und poetisch. Kleine Weisheiten kommen ohne den moralischen Zeigefinger daher! Alternierende Perspektiven verleihen der Geschichte Lebendigkeit und sie verdichten den Erzählfluss geschickt. Und obwohl es einigermassen skurrile Figuren gibt, gelingt dem Autor das Kunststück, dem Leser eine im Kern wahrhaftige Erzählung zu präsentieren. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus! :)

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    • 3

    Bella5

    24. May 2016 um 22:53
  • Ein Buch mit Tiefgang

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    Wildpony

    23. May 2016 um 09:11

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden  -  Fabio Genovesi Kurzbeschreibung Amazon: Am liebsten streift die dreizehnjährige Luna am Strand entlang, zwischen den noch verbliebenen Touristen im toskanischen Forte dei Marmi, und sucht nach all den Geschenken, die ihr das Meer anspült. Doch ihr Leben gerät ins Wanken, als ihr Bruder Luca beim Surfen zu Tode kommt. Lunas ganzer Einfallsreichtum ist gefragt, um gegen die Hoffnungslosigkeit anzukämpfen, die sie, ihre Familie und Freunde zu überwältigen droht. Als sie am Strand Dinge findet, die offenbar von Luca stammen, folgt sie den Spuren und begibt sich gemeinsam mit der chaotischsten Mutter, dem trägsten Lehrer, dem altklügsten Jungen und dem garstigsten Opa der Welt auf einen Roadtrip – und zwischen antiken Legenden, Geistern der Vergangenheit und Botschaften des Meeres stolpern sie auch über all die kleinen und großen Wunder des Lebens.Fabio Genovesi schreibt über einzigartige Alltagshelden, die jedem Schicksalsschlag mit einer gehörigen Portion Humor und Fantasie begegnen. Und dabei das Wagnis eingehen, ihr Leben neu zu erfinden. Mein Leseeindruck: Ein Buch das vom Klappentext her wohl ein wenig andere Vorstellungen weckt wie beim lesen. Aber auch ein sehr gefühlvolles Buch in dem manche Dinge einfach zwischen den Zeilen heraus zu lesen sind. Dieses Buch sollte man langsam und mit Bedacht lesen. Es ist sehr gefühlvoll und die Protagonisten müssen nach dem Tod von Luca gegen die Dämonen der Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit kämpfen. Die Albino-Protagonistin Luna habe ich dabei sehr ins Herz geschlossen und auch weitere liebenswerte Figuren haben sich mir in diesem Buch offenbart. Auch wenn ich bei der Mutter manchmal ein wenig den Kopf geschüttelt habe passt sie in die Erzählung genauso gut wie all die anderen teils merkwürdigen Figuren in der Story. (Dabei den Opa nicht zu vergessen) ;-) Es ist kein "richtiger" Roadtrip wie man von der Beschreibung anfangs denkt, aber eine Trip zur Bewältigung der Vergangenheit und Trauer und zu einem Neuanfang. Fazit: Kein Buch von der Stange sondern ein Buch das man mit Bedacht langsam und intensiv lesen sollte. Ich liebe die Gegend in der die Geschichte spielt und die Versilia-Küste ist auch für Touristen ein Traum. Aber auch ich musste dort schon ein traumatisches Erlebnis mit zwei meiner Kinder erleben die dort im Meer ebenfalls wegen einer Strömung um ihr Leben gekämpft haben. Daher hat mich die Geschichte noch mehr berührt. Gottseidank gab es zwei mutige Fischer die meine Kinder mit einem Katamaran gerettet haben. Ihnen gilt auch heute noch mein ganzer Dank! Gerne vergebe ich für den Autor und die Story 5 Sterne!

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  • Ein ganz besonderes Leseerlebnis!

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    Petris

    Erwartungen: Ein hellblauer VW-Bulli mit Schlauchboot auf dem Dach, Meer, blauer Himmel und ein Klappentext, in dem eine Gruppe skurriler Menschen beschrieben wird, die sich nach einem Schicksalsschlag gemeinsam in ein Abenteuer stürzen. Das Wort Roadtrip fällt auch noch. Ich hatte mit diesen Zutaten einen locker, witzigen, spritzigen Sommerroman erwartet. Überraschung:Schon die Sprache war eine große Überraschung, nichts Triviales, nichts Vereinfachtes, sondern hochpoetisch, einfach wunderschön. Man kann richtig baden in den Formulierungen. Dann die wechselnden Erzählperspektiven, Luna, das Mädchen mit Albinismus erzählt ganz persönlich aus der Ich-Perspektive, Serena, ihre Mutter wendet sich direkt an den/die Leser/in und spricht ihn/sie mit du an und von Sandro, dem chaotischen Hilfslehrer wird in der dritten Person vom Autor als Erzähler geschrieben. Das erzeugt Nähe, Distanz und unterschiedliche Perspektiven. Wunderbar gemacht.Nicht zu vergessen, die herrlich gezeichneten Protagonisten. Luna, das ein wenig naive, magische kleine Mädchen, deren Optimismus und Lebenswille unbesiegbar sind. Mit ihren fehlenden Farbpigmenten ist die Sonne äußerst schädlich für sie, Luna liebt aber Meer und Sonne und lässt sich das auch nicht nehmen.Ihre Mutter Serena, eine liebevolle, patente, wenn auch manchmal etwas chaotische Frau, die durch den Tod ihres Sohnes Lucas völlig aus der Bahn geworfen wird und in eine schwere Depression verfällt.Sandro, der über 40jährige Hilfslehrer, der noch bei den Eltern wohnt, den man im realen Leben total nervig finden würde, hier aber irgendwie gern hat. Er fühlt sich schuldig an Lucas Tod und ist in Serena verliebt.Zot, der russische Junge aus Tschernobyl und sein ewig fluchender, etwas verlotterter italiensicher Ziehgroßvater Ferro komplettieren die Gruppe der Hauptcharaktere.Aber am meisten fasziniert haben mich die vielen kleinen Nebengeschichten mit ihren liebenswerten, berührenden, menschlichen und witzigen Details.Fazit:Ich habe den Roman von der ersten Zeile an geliebt und würde ihn sofort nochmal lesen, schon allein deshalb, um all die schönen Sätze und Weisheiten nochmal in Erinnerung zu rufen. Ein wunderbares Buch, leider vielleicht in der falschen Verpackung. Aber wenn man sich darauf einlässt, ein ganz besonderes Leseerlebnis!„(Die Leute) beschweren sich immer, dass ihr Leben so gleichförmig und flach und langweilig ist, aber wenn jemand vorbeikommt, der ein kleines bisschen anders ist, dann erschrecken sie und regen sich auf.“ S.12

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    • 2

    miro76

    18. May 2016 um 11:28
  • Roadtrip über Temposchwellen

    Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden

    Helles_Leuchten

    16. May 2016 um 17:52

    Fabio Genovesi erzählt die Geschichte von Lunas älterem, beinahe volljährigen Bruder, der beim Surfen ums Leben kommt, von der Trauer, die Luna und ihre Mutter erfasst, lähmt und beinahe bricht, vom Leben, das dennoch weitergeht und von Außenseitern, die zueinander finden.Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Der Autor hat eine wunderbare Art zu erzählen, Details liebevoll zu verpacken, mit Lebensweisheiten zu dekorieren und dem Leser in gut verdaulichen Portionen zu servieren. Die Protagonisten sind allesamt etwas spleenig und auf ihre Weise zunächst einmal liebenswert. Allerdings verliert sich die Handlung im Verlauf des Buches zunehmend zugunsten zahlreicher Nebenschauplätze. Abgesehen von Luna und Zot, den jüngsten Akteuren, vermisse ich einerseits eine Entwicklung auf Seiten der Protagonisten sowie andererseits mehr Stringentität der Geschichte. "Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden" hat mich einfach nicht vollends packen können. Als Zuglektüre auf kurzen Strecken bietet sich das Buch an, es liest sich wirklich gut. Doch für mich persönlich blieb die Tiefe, die anfangs und auch gegen Ende spürbar war, zwischenzeitlich auf der Strecke. Und das war schade, denn Potential bietet die Geschichte genug.

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