Fabio Genovesi Fische füttern

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Inhaltsangabe zu „Fische füttern“ von Fabio Genovesi

Fiorenzo träumt von der großen Liebe und will mit seiner Band berühmt werden. Tiziana hat nach einem Studium im Ausland hochfliegende Pläne. Mirko ist ein Ass auf dem Rennrad und macht sich Hoffnungen auf eine Profikarriere. In einem kleinen Dorf in der toskanischen Provinz treffen die drei durch einen Zufall aufeinander und erleben einen Sommer, der ihr Leben für immer verändern wird.

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  • Hat sich gelohnt.

    Fische füttern
    jahfaby

    jahfaby

    03. September 2013 um 19:20

    Das Coverdesign und der Name haben mich nach Fische füttern greifen lassen. Hat sich gelohnt. Da sind diese drei Menschen, zwischen 15 und 30 Jahre alt. Der eine ist der junge Radchampion, den keiner leiden kann, Mirko. Der Zweite ist der erfolglose Sänger mit nur einer Hand, Fiorenzo. Und die letzte ist nach ihrem Auslandsstudium nach Hause zurückgekehrt und bereut es mehr, als alles andere, Tiziana. Diese drei Treffen in diesem Dorf in der Toskana aufeinander und verstricken sich. Fabio Genovese (Ich habe nichts Gegenteiliges gefunden, das hier müsste sein Debütroman sein.) lässt diese Geschichte kapitelweise wechselnd von einem dieser Drei erzählen, nicht nur mit ihrer jeweiligen Sichtweise auf die Dinge und Gefühlen zu den Dingen (und Personen), sondern auch in der jeweiligen Sprache. Deshalb erinnert das Buch stellenweise von der Spreche und dem Erlebten an Tschick, dann wieder an Bücher, die eher von Birbæk geschrieben sein könnten. Dazu kommt eben diese Geschichte italienischer Art, witzig, nachdenklich und heftig. Ich habe mich extrem schnell durch dieses Buch gelesen und bin gespannt auf das Nächste. Dabei habe ich mit den augenscheinlichen “Themen” nicht wirklich was am Hut: Radsport, Angeln, Jugendbüro. Braucht man aber auch nicht. Weil diese ganzen kleinen roten Fäden auf der Beziehungsebene dafür umso bekannter sind. Da aber Fabio Genovese selbst Trainer für Radsport und begeisteter Angler ist, weiß ich nicht, ob da jetzt ein komplett anderes Buch folgen kann. Das werden wir sehen und uns solange mit Fische füttern unterhalten.

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  • Das Leben ist nicht immer fair

    Fische füttern
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    21. June 2013 um 19:12

    Wahnsinn .... Dieses Buch berührt unglaublich. Fabio Genovesi erzählt in wunderbarer, bewegender Weise von der toskanischen Tristesse und dem komplizierten Leben dreier Jugendlicher aus einem kleinen Dorf in Italien. Fiorenzo, Mirko und Tiziana erleben eine sehr intensive Zeit - und sind enger verbunden, als sie je geahnt hätten. Erste Liebe, "unmögliche" Liebe, Frust, Hoffnung, Rebellion, Schicksalsschläge, Erfolge, Niederlagen, Träume, Wünsche - alles, was das Leben schwer macht und mehr oder weniger jedem widerfährt, hat Genovesi genial in diesen Roman gepackt. Keine leichte Lektüre, die man so nebenbei liest. Man muss sich auf die Story einlassen und auf vieles gefasst sein. Die Langeweile im Dorf ist auch im Buch spürbar, aber auf interessante Weise unterhaltsam. Das Buch zieht den Leser in den Bann - auch bei den tristen Stellen. Der Leser erfährt aus Fiorenzos Sicht in der Ich-Form, aus Tizianas Sicht in der Du-Form und von Mirko quasi so nebenbei. Diese Mischung ist faszinierend. Trotz aller Tiefschläge kann man immer wieder auch herzhaft lachen: eben die typischen Schwankungen im Leben junger Menschen, die ihren Platz im Leben suchen. Es zeigt aber auch, dass auch später im Leben solche Phasen kommen. Man muss sich nur daran erinnern, wie man als junger Erwachsener damit umging, um später daraus Kraft zu schöpfen. Eindeutig hat Fabio Genovesi sehr viel Ahnung von Radsport und Sportfischerei und hat hier sehr vieles aus dem eigenen Leben eingewoben. Ein schönes Buch, das trotz ein paar Längen einen Ehrenplatz in meiner persönlichen Hit-Liste bekommt.

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    dingsbaer

    dingsbaer

    06. December 2012 um 15:07

    "Fische füttern" von Fabio Genovesi spielt in einer fiktiven Kleinstadt namens Muglione in der Toskana. Zu den Hauptpersonen zählen Fiorenzo, Tiziana und Mirko. Nebenbei erscheinen noch einige Randfiguren, die aber auch wichtige Aspekte zur Handlung beitragen. Fiorenzo ist 19, verlor seine rechte Hand, liebt Heavy-Metal und spielt mit seinen Freunden in einer eigenen Band. Neben dem Abitur arbeitet er im Angelladen seines Vaters. Mirko wird von Fiorenzos Vater Roberto nach Muglione geholt, um aus ihm einen Radchampion zu machen. Von den Jüngeren im Dorf wird er geschnitten und findet in Fiorenzo jemanden, zu dem er aufschauen kann. Erst spät begreift er, was es wirklich heißt, gewinnen zu wollen. Tiziana ist 32 Jahre alt und kommt nach ihrem erfolgreichem Studium in Deutschland nach Muglione zurück, um dort etwas zu verändern. Leider missglückt dies. Tiziana ist eher unausgefüllt und unglücklich. Wie es sein muss, treffen die Wege der Drei aufeinander; Tiziana wird Mirkos Nachhilfelehrerin und Tiziana und Fiorenzo treffen und verlieben sich. Auch die Alten des Dorfes spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Geschichte. Insgesamt geht es hier um die Charaktere des Menschen, wie man für seinen Lebenswege mitverantwortlich ist aber auch um verpasste Chancen; hierfür ist Roberto ein sehr gutes Beispiel. Letztendlich greift alles ineinander und ergibt am Ende einen Sinn. Der Schreibstil ist recht flüssig aber anfangs gewöhnungsbedürftig. Die Erzähl-Perspektive wechselt bei Fiorenzo in "Ich" und bei Tiziana in "Du". Aber auch die italienischen Verniedlichungsformen bei den Namen ist anfangs sehr ungewohnt. Der Autor verwendet zudem viele Metaphern, wie das Angeln ohne Köder. Gefallen haben mir die recht kurzen Kapitel und deren doch recht humorvollen Überschriften. Nach dem Lesen des Buches baut man auch eine Verbindung zum Titel auf und man kann diesen dann auch recht gut nachvollziehen. Ich kann das Buch nur schwer einordnen, ob es ein reines Jugendbuch ist oder eher nicht. Das Cover spricht mich nicht an. Am Ende des Buches sieht man die Verbindung zum Inhalt und dem Cover. Ehrlich gesagt, habe ich mich schwer getan, für das Buch "Fische füttern" eine passende Rezension zu schreiben, da mir das Buch nicht besonders zugesagt hat, daher hoffe ich, recht neutral geblieben zu sein.

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    nasa

    nasa

    09. November 2012 um 13:40

    Also dieses Buch war so gar nicht mein Fall. Ehrlich gesagt war ich froh als es endlich zu ende war. Ich denke nicht oft darüber nach ein Buch einfach abzubrechen, aber bei diesem ist es mir öfters so gegangen. Ich habe auch noch nie so lange für ein Buch gebraucht wie für dieses. Der Schreibstil ist lahm und schwer. Ständig gibt es Personenwechsel und Perspektivenwechsel, das man gar nicht mehr weiß wer was wie und warum. Kein Buch was ich empfehln kann.

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    Hasewue

    Hasewue

    19. October 2012 um 21:48

    In Muglione, einem kleinen toskanischen Dorf, ist jeder Tag gleich und nur Optimisten wie Fiorenzo Marelli glauben an eine Veränderung oder gar an die Chance ihres Lebens. Zusammen mit seiner Band Metal Devastation träumt er vom großen internationalen Durchbruch. Nebenbei hat Fiorenzo, der kurz vorm Abitur steht, seine große Leidenschaft im Angeln gefunden und glaubt auch an die ganz große Liebe. Mit Frauen hat der 19-jährige noch nicht allzu große Erfahrung. Aber auch Tiziana Cosci ist nach ihrem Auslandsstudium in Deutschland zuversichtlich bei ihrer Rückkehr in ihr italienisches Heimatdorf. Sie arbeitet nun in der heimischen Jugendinfo von Muglione, begierig darauf ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die dortigen Jugendlichen weiterzugeben. Und dann gibt es noch den jungen Mirko Colonna, der ein wahrer Meister auf seinem Rennrad ist, jedes Rennen gewinnt und sonst auch nur unter dem Namen „kleiner Champion“ bekannt ist. Doch so idyllisch und harmonisch alles wirkt, die Wahrheit ist meist anders und meist auch immer sehr schmerzlich. So verbindet alle drei das Außenseiterdasein und das Unverständnis, das ihnen von den anderen Dorfbewohnern entgegenschlägt. Und bald werden die Erwartungen der drei auf eine harte Probe gesetzt und nicht nur ein Traum platzt. Ich fand den Einstieg in Fabio Genovesis Roman „Fische füttern“ etwas schwierig und er erfordert auch etwas Konzentration. Ich muss auch gestehen, dass ich für dieses Buch mit seinen knapp 430 Seiten länger gebraucht habe als sonst bei vergleichbaren Büchern. Die Geschichte war einfach nicht so, dass ich komplett in ihr gefangen war, bis auf einige Stellen, und man kann dieses Buch auch nicht mit anderen hochspannenden Geschichten vergleichen. Dennoch war es für mich etwas ganz besonderes und wunderschön. Das Buch erzählt die Geschichte von drei verschiedenen Menschen – Fiorenzo, Tiziana und Mirko – die sich in „Fische füttern“ auf verschiedene Weisen näher kommen und dennoch ihren eigenen Kampf mit dem Leben zu bestreiten haben. Die Geschichte ist so facettenreich wie das Leben selbst mit ulkigen und lustigen Szenen, wenn es um die Eifersucht von Fiorenzo auf den kleinen Champion geht, der von seinem Vater und gleichzeitig Trainer bevormundet wird bis hin zu tieftraurigen und sehr nachdenklich machenden Stellen, wenn es um den Tod von Fiorenzos Mutter geht, seinen Problemen mit seinem Selbstbewusstsein, nachdem er mit 14 Jahren durch einen Unfall seine rechte Hand verloren hatte und von nun an von den anderen verspottet wird oder der Einsamkeit der drei, die sie verbindet und gleichzeitig hindert dieses Verlorensein sie an der Verwirklichung ihrer Träume. Ich weiß auch gar nicht recht wie ich diese Geschichte beschreiben soll. Sie ist relativ unspektakulär, wie es in einem Kaff wie Muglione meist der Fall ist. Sie plätschert dahin wie ein italienischer Sommertag, ohne große Schwankungen und man braucht sicher viel Geduld, wenn man eine mitreißende, actiongeladene Story erwartet. Aber „Fische füttern“ hat etwas, das anrührt, den Leser bewegt und ihn selbst über sein Leben und dessen Sinn nachdenken lässt. Am Schluss ist es auch ein Versuch auszubrechen, etwas zu erreichen oder zumindest etwas zu ändern. Für mich war es ein wunderschönes, tiefgründiges Buch mit tollen, authentischen und wirklichen Charakteren, die alle – wie jeder von uns – ihre eigenen Probleme, Träume, Ziele und ihr eigenes Leben haben und gerade das macht dieses Buch so lesenswert. 5 von 5 Sternen!

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    rumble-bee

    rumble-bee

    03. October 2012 um 18:02

    Zugegeben, angesichts des Klappentextes und der Verlagsbeschreibung hatte ich mir nicht allzu viel erhofft. Radfahren, Angeln, ein junger Mann mit nur einer Hand, und ein langweiliges, italienisches Dorf, das auch noch Heimat einer Metal-Band sein soll - die leider völlig verkannt ist...? Konnte das gut gehen? Es konnte. Ich wurde sehr angenehm überrascht, da das Buch gänzlich unangestrengt allen diesen disparaten Versatzstücken so etwas wie einen Rahmen und einen ironischen Ton verleihen konnte. Überhaupt war die Sprache eine der angenehmsten Überraschungen für mich. Der Autor trifft eine ganz eigene Mischung, die einen teils schmunzeln, dann wieder zustimmend nicken lässt - und die manchmal einfach nur wahr ist. Manchmal gerät er dabei gefährlich nahe in die Nähe des Slapstick-Humors, besonders wenn es um die fruchtlosen Bemühungen der Möchtegern-Metal-Band geht, oder um die skurrile Rentner-Gang. Doch wirkt dies ausgesprochen erfrischend! Immer wieder gibt es jedoch Passagen wie diese: "Ich glaube, das ist das Leben: ein Strom von Dingen, die alle an dir vorbeiziehen. Manches erwischst du, manches verlierst du, von manchem merkst du gar nicht, dass es schon vorbeigetrieben ist, und vielleicht wäre gerade das für dich das Richtige gewesen." Wie kann man ein Buch, das solche Sätze enthält, nicht lieben? Den schriftstellerischen Ansatz, den Fabio Genovesi mit diesem Buch verfolgt, kann ich nur innovativ nennen. Er wählt sich eine sehr begrenzte Zeit, nämlich ungefähr einen Sommer im fiktiven Muglione, dem Dorf am Ende der (italienischen) Welt. Diesen Sommer füllt er mit allerlei Episoden, die drei Perspektiven zugeordnet sind: erstens, Fiorenzo, der Einhändige, der Probleme mit dem Heranwachsen und mit der Liebe hat, und der gern angelt; zweitens, Tiziana, die studierte Sozialarbeiterin, die seit ihrer Rückkehr ins Dorf vor sich hin gammelt; und drittens, Mirko, das Radfahr-As, welcher insgeheim mit seinen Talenten eher ringt, als sie zu nutzen. Für jede dieser Perspektiven lässt der Autor sich eine ganz eigene "Stimme" einfallen. Fiorenzo erzählt aus der Ich-Perspektive, und wirkt dabei in seiner Mischung aus Selbstüberschätzung und Naivität oft ausgesprochen drollig. Tiziana wird vom Autor mit "Du" angeredet; das hat einen sehr eigenen Effekt, der beinahe zynisch gerät. Doch dahinter spürt man die Absicht des Autors, Tiziana als "Gestrandete" in diesem Dorf zu schildern. Schließlich Mirko - er wird nur indirekt, aus der Sicht aller anderen, beschrieben; ferner lesen wir von ihm diverse Aufsätze und geheime Aufzeichnungen. Dennoch gerät dieser Junge sehr lebendig. Ich habe mit ihm gelitten - von Trainer, Radsport-Welt und den Zeitungen vergöttert, aber von den anderen Jugendlichen gehasst, weil er ihnen die Schau stiehlt. (Umso schöner die Wende, die Mirko im Laufe des Buches durchmacht.) Ich möchte das Buch nicht einmal gerne "Roman" nennen. Es ist für mich viel eher ein Album mit allerlei absonderlichen Szenen, die sich alle im Laufe eines Sommers abgespielt haben. Manchmal sind die Verknüpfungen logisch und eng, dann wieder weniger. Doch im Laufe des Geschehens bleibt keiner, wie er anfangs war. Jeder macht Entwicklungen durch, was manchmal nicht ohne Schmerzen (physisch und emotional) abgeht. Wir sehen den drei Charakteren zu, begleiten sie, lachen, schmunzeln, leiden mit. Und am Ende wünschen wir ihnen alles Gute, für ihren Aufbruch zu neuen Ufern. Ich habe das Buch gerade deswegen so gemocht, wenn nicht gar geliebt, weil es sich kaum in eine Schublade stecken lässt. Dorf-Satire? "American Pie" auf Italienisch? Abrechnung mit elterlichem Größenwahn? Hymne auf das Heranwachsen? Zarte Liebesgeschichte? Alles das, und noch mehr. "Da Capo", möchte man rufen.

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    In meinem ersten Kommentar zu dem Buch, ich hatte gerade 10 Seiten gelesen, bezeichnete ich es als zauberhaft. Zwei Seiten weiter flog Fiorenzos Hand in die Luft und das Wort zauberhaft paßte nicht mehr so ganz. Trotzdem hat mich dieses Buch bezaubert, mal wieder zu Tränen gerührt und hingerissen. Ein kleines Dorf in Italien, aber eigentlich könnte es jedes kleine Dorf auf jeder Welt sein, man ist dort zu Hause, man fühlt sich sicher, aber irgendwie erdrückt es einen auch. Die Leute die einen Kennen, die Menschen die man mag, die aber alles von einem Wissen, was das Leben nicht immer so einfach macht. Der Stil ist ein sehr seltsamer auch das Stilmittel der wechselnden Perspektive beim Erzähler hat mich zunächst beim Lesen ein wenig verunsichert, führte aber letztlich dazu, daß ich es immer besser fand. Gut ich kann mich nicht wirklich in einen 19jährigen hineinversetzen, der sich in eine 32jährige verliebt und Angst hat zu versagen oder gar in einen kleinen Radsport Champion, aber bei aller Skurrilität bleibt es doch ein wenig denkbar, es bleibt im Bereich des Möglichen und auch der Erfolg im Leben der Charaktere bleibt im Bereich der Möglichkeit, der vorbeigezogenen Chance, der verpaßten guten Sekunde und dem doch immer wieder unverhofft auftauchenden Glück. Für mich eine wirkliche Überraschung dieses Buch, das so anders war, als ich erwartete, daß ich mir durchaus auch gut als Jugendbuch vorstellen könnte und daß mich gut unterhielt und mich sicher noch eine ganze Zeit beschäftigen wird. In der Zeit werde ich ein paar Fische füttern oder die Alten hier im Dorf ärgern, angeln gehen, eine Metalband gründen... Dinge halt, die man tut, während das Leben drauf wartet einen zu überraschen....

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    kessi

    kessi

    14. September 2012 um 12:12

    "Fische füttern" von Fabio Genovesi ist ein Buch mit dem ich erst warm werden musste. Nachdem es ja mit einem Kracher los ging hab ich gedacht, wow wenn das so weiter geht, toll. Aber ich musste mich erst mit dem Schreibstil anfreunden. Durch die Sprünge und den ständig wechselnden Protagonisten hatte ich erst meine Schwierigkeiten. Aber dann fing es an mir zu gefallen. Fiorenzo war in meinen Augen zum Anfang ein armes Würstchen. Erst verlor er seine Hand,seine Mutter vor knapp einem Jahr gestorben, der Vater schenkt ihm keine große Aufmerksamkeit und dann bekommt er noch den kleinen Mirko an die „Backe“. Mit der Liebe hat er auch noch keine Erfahrung gesammelt und dann taucht Tiziana in seinem Leben auf. Tiziana ist studiert und landet wieder im Heimatdorf, welches eigentlich für sie zu anspruchslos ist und den Job den sie macht kann auch nicht ihre Erfüllung sein. Denn sie ist nicht damit glücklich und zufrieden. Und dann ist da noch der kleine Mirko, der Radsport betreibt. Er weiß auch nicht so recht wo er hingehört oder was er möchte. Mal will er fahren, mal nicht. Die Aufsätze von ihm die er Fiorenzo zu lesen gibt, sagen doch schon einiges über seine Gefühlswelt aus. Und als er das eine Rennen nicht siegt sondern gewinnt, weiß er glaube ich worum es geht. Der Vater von Fiorenzo hat mir erst überhaupt nicht gefallen, da hab ich gedacht, was ist das denn für ein Vater-- aber vielleicht musste er auch erst mit dem Tod seiner Frau fertig werden. Es ist ein Buch, bei dem man zum nachdenken angeregt wird, über die Menschen über die man vielleicht auch anders urteilen würde. Es sind Menschen die ihren Weg finden müssen. Einige Dinge kamen mir etwas unreal vor, ich weiß nicht ob das vom Autor so gewollt war. Fazit: Es ist ein Buch , was man lesen kann, aber es hat mich nicht komplett vom Hocker gehauen.

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    10. September 2012 um 13:51

    "Fische füttern" von Fabio Genovesi ist ein Roman über den Charakter des Menschen, Lebenswege und verpaßte Chancen. Die Handlung spielt in einem fiktiven Dorf "Muglione" in der Toskana. Fiorenzo ist die Hauptperson. Im Alter von vierzehn Jahren verliert er seine Hand bei einer verunglückten Dynamitfischerei. Das verändert sein ganzes Leben. Er ist gezwungen zu lernen, mit seinem Handicap zu leben, und das gelingt ihm auch ganz gut. Allerdings ist er ganz tief in seinem Herzen unglücklich und vergammelt deswegen einen Teil seiner Jugend. Fiorenzos Vater ist ein ambitionierter Radsporttrainer. Er selbst wäre gern Profi geworden und hätte Ruhm eingeheimst, aber dazu war er nicht gut genug. Deshalb hat er später junge Talente trainiert, um dann wenigstens als Trainer Erfolge zu feiern. Sein Sohn war seine erste Wahl, aber nach Fiorenzos Unfall ist diese Seifenblase zerplatzt. Als nächsten nimmt er sich Mirko vor, einen hochintelligenten Jungen, der dazu noch außergewöhnlich sportlich ist - ein Rennrad-As. Im Grunde geht es Mirko aber mehr um die Anerkennung der Menschen; er sucht Liebe und findet sie nicht. Bis er begreift, worum es wirklich geht: "Denn bisher hat er nie gewonnen, bisher war er nur als Erster angekommen." Tiziana hat im Ausland studiert und ist mit ihrer jetzigen, schlecht bezahlten und befristeten Stelle in der "Jugendarbeit" in Muglione unausgefüllt, unbefriedigt und unglücklich. Tizianas Mutter läßt sich ausnutzen, wartet ihr Leben lang, statt daß sie sich entscheidet, was sie wirklich vom Leben erwartet und dann entschlossen die Konsequenzen zieht. Dieses verlorene Leben findet zwar nur am Rande Erwähnung, berührt aber trotzdem. Alle sind in einem entscheidenden Stadium. Für mehrere der Hauptpersonen findet in dem Buch der "Aufbruch zu neuen Ufern" statt. Alles in allem, eine abgerundete Sache. "Fische füttern" ist kein Thriller, aber ein Buch, das in der Tiefe Aussagen über den Menschen macht, über die es sich lohnt, nachzudenken.

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    conneling

    conneling

    28. May 2012 um 22:00

    Fische füttern von Fabio Genovesi ist die Geschichte von drei Protagonisten, die in einem kleinen fiktiven Dorf in Italien leben. Alle Drei scheinen keine große Wahl zu haben, wie sie ihr Leben leben, sie haben aber auch ihre Träume und Wünsche, und auch Pläne. Fiorenzo hat einen Unfall, bei dem er seine rechte Hand verliert, und deswegen bleiben ihm einige Türen verschlossen. Tiziana ist gestrandet und Mirko wird als Radsportler trainiert. Ob Mirko das eigentlich will, ist am Anfang noch nicht richtig klar, er wurde eher zufällig entdeckt. Die drei Erzählstränge werden von Fabio Genovesi zusammen geführt und man kann den Autor ein Stück auf dem Weg der Drei begleiten. Eine wunderschöne Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat und auch sehr mitreißend geschrieben war.

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    Ritja

    Ritja

    20. May 2012 um 20:20

    Mir hat das Cover und der Titel schon gut gefallen. "Fische füttern" ist nun nicht der typische Titel für eine toskanische Geschichte über die Lieben und Leiden von pubertierenden Jungen und schon gar nicht, wenn es um den Radsport geht. Gut, ab und an erfährt man etwas über das Angeln - besonders das Angeln im Kanal, deren Fische man vielleicht nicht so wirklich essen möchte und Gott sei Dank wirft Fiorenzo diese auch wieder ins Wasser zurück, aber das Angeln macht hier nicht die komplette Geschichte aus. Fiorenzo hat als 14jähriger mit Sachen gespielt, die man lieber liegen lassen sollte und so fehlt ihm nun eine Hand. Doch seinem Lebenswillen hat es nicht geschadet. Er ist schließlich der Sänger einer aufstrebenden Metal Band, die zwar noch keinen Auftritt hatte, aber dafür schon ordentlich von der Bühne gepuht worden ist. Neben der Band sollte sich Fiorenzo noch um sein Abi kümmern und mit seinem Vater ein Angelgeschäft führen, doch so richtig begeistern kann er sich nur für das Angeln, denn Radfahren (seine zweite Leidenschaft) kann er nicht mehr. Dafür rückt Mirko an seine Stelle. Mirko ist ein Einzelgänger, denn er ist zu klug, zu gut und ihm fällt vieles einfach zu leicht, so dass viele ihn nicht mögen, weil er ihnen überlegen zu sein scheint. Dabei ist er nur ein kleiner verschüchterter Junge, der Anerkennung sucht. Mit seinem Radrennerfolg versucht er seinen Platz zu finden und verdrängt dabei Fiorenzo und die anderen Jungs von ihren Positionen. Das Licht geht so richtig auf, als Fiorenzo Tiziana kennenlernt und so seine geheimen Jungenwünsche in Erfüllung gehen bzw. gehen könnten. Es ist witzig zu lesen, wie linkisch er sich dabei anstellt und immer wieder ins Stottern kommt, wenn es ernst wird. Aber auch Tiziana hat so ihre Probleme mit der Situation, denn sie ist 32 und er erst 19 Jahre. Und sie hatte doch so viel vor...in ihrem Leben. Die Geschichten verlaufen parallel und sind doch miteinander verbunden. Genovesi nimmt den Leser mit in ein unbedeutendes Dorf und lässt ihn teilhaben am Leben der Hauptfiguren, welche nicht nur die jungen Leute sind, sondern auch die Alten, die sich gegen Banden wehren, die sie sich selbst erschaffen haben. Witzige und skurille Szenen wechseln sich ab mit traurigen und nachdenklichen Momenten...alles in allem, ein gut zu lesendes Buch, welches ich gern weiterempfehlen kann.

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    micra-cat

    micra-cat

    06. May 2012 um 18:00

    Von Hoffnungen, Träumen, Fehlschlägen und der ersten Liebe... Hauptfigur des Romans ist der 19jährige Fiorenzo. Sein Vater besitzt einen Angelladen in der italienischen Kleinstadt Muglione und ist erfolgreich als Trainer des Rennrad-Sportvereins. Auf Fiorenzo hatte er seine ganzen Hoffnungen gesetzt, doch nach einem Unfall mit Böllern, bei dem Fiorenzo seine rechte Hand verlor, war es aus mit seiner Radprofi-Karriere. Fiorenzo kommt damit ganz gut zurecht und sucht fortan als Sänger einer Metal-Band nach Anerkennung. Sein Vater hat einen anderen sehr talentierten Jungen gefunden, den er trainieren kann und der mit dem Rad von Sieg zu Sieg fährt. Die Wege der beiden Jungen kreuzen sich später und jeder glaubt, dass der andere ein viel besseres Leben führt. . Unter dem Roman, der in der Toskana spielt, hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Hier gibt es keine schönen Landschaftsbeschreibungen, zumal die italienische Kleinstadt ein trostloses Nest fernab der Touristenpfade mit Industriehallen und stinkenden Kanälen ist. Außer Angeln und Radrennen gibt es nicht viel Aufregendes in Muglione und im Gegensatz zu einem Fluss, führen die Kanäle nirgendwohin. Im Mittelpunkt steht hier nicht die leichte italienische Lebensart, sondern Alleinsein, Erwachsenwerden, Hoffnungen, Ängste und Wünsche und der teils skurrile Alltag der Jugendlichen. Dabei haben mir vor allem die Dialoge und der mitunter locker flapsige Ton gefallen, den der Autor angeschlagen hat. . Der Einstieg war zunächst etwas schwierig, weil die Kapitel mal ich Ich-Perspektive aus Fiorenzos Sicht, dann wieder in Du-Perspektive aus Tizianas Sicht geschrieben wird und zwischendurch auch noch andere Personen auftauchen, die man anfangs schwer zuordnen kann. Dann verknüpfen sich die Ereignisse aber miteinander und das Lesen fällt leichter. Die gut 400 Seiten des Buchs sind in viele meist recht kurze Kapitel unterteilt und obwohl eigentlich kaum etwas Spannendes passiert, haben mich die leisen Zwischentöne und tragikomischen Schilderungen so gefesselt, dass ich es in zwei Tagen durchgelesen habe. Dabei hat mir vor allem auch die einfühlsam beschriebene Art gefallen, wie Fiorenzo und die 13 Jahre ältere Tiziana sich begegnen und zusammenfinden. Denn Fiorenzo versteht zwar viel vom Angeln, mit Frauen jedoch hat er noch keinerlei Erfahrungen sammeln können. . „Fische füttern“ ist ein schöner tragikomischer Unterhaltungsroman voll Lebensfreude und Weisheiten. Vom Schauplatz her könnte er jedoch überall spielen, denn hier findet man alles nur kein italienisches Flair.

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    Leseratte87

    Leseratte87

    04. May 2012 um 20:07

    Fiorenzo ist 19 und träumt vom großen Erfolg mit seiner Heavy Metall Band. Er hofft auf die große Liebe und will raus aus dem Kaff, in dem er aufgewachsen ist. Tiziana hatte den Absprung schon geschafft und studierte in Berlin. Aber danach kehrte sie zurück in ihr Dorf, um dort mit ihrem erworbenen Wissen für Fortschritt zu sorgen. Mirko ist nicht gerade der Beste in der Klasse, aber auf dem Rad ist er ein Ass. Man sagt ihm eine eine Karriere als Radsporler vorraus, dabei will er eigentlich gar nicht gewinnen. 3 Leben, die nicht unterschiedlicher sein könnten und doch haben sie einiges gemeinam: Alle 3 Protagonisten leben im italienischen Muglione und träumen von scheinbar unereichbaren Dingen. Doch dann kommt sowieso alles anders, als eigentlich erwartet. Fabio Genovesi ist mit seinem Roman" Fische füttern" ein wirklich grandioser Roman gelungen. Fast schon spielerisch erzählt er die Geschichten der Protagonisten, führt sie zusammen und trennt sie wieder. Dabei gelingt es ihm, die Charaktere so zu gestalten, dass man sich genau in sie hineinversetzen kann. Er trifft die lauten Töne genauso gut, wie die leisen und acht dieses Buch damit zu etwas wirklich Besonderem. Wer sich allerdings viel Action erwartet, wird enttäuscht, die Geschichte baut sich langsam, aber stetig auf.

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    Callso

    Callso

    01. May 2012 um 14:01

    Ein kleines Dorf in der Toskana. Der 19jährige Fiorenzo schwänzt regelmäßig die Schule, dafür angelt er gerne und häufig. Er spielt mit seinen Freunden in einer Heavy-Metall-Band und wird langsam erwachsen. Zugegeben, die Eckpfeiler vom Roman „Fische füttern“ von Fabio Genovesi sind wenig aufregend. Aber das herausragende Buch lebt von den stillen Momenten. Unaufgeregt, unbekümmert und manchmal auch unerklärlich. Mirko, ein noch jugendlicher und angehender Radprofi, mit Tiziana eine unzufriedene und gestrandete Intellektuelle, die weiteren Hauptdarsteller sind wie alles im Buch sehr fein skizziert und toll dargestellt. Ein witziges, sehr unterhaltsames Werk. Mit Gefühl, Ironie, Humor und einer sehr lebendigen aber jederzeit authentischen Handlung. „Fische füttern“ ist allerbeste Unterhaltung und der Autor schreibt so frisch, punktgenau und unverbraucht, dass es die wahre Wonne ist. Für mich dank der intensiven Stimmung, die niemals ins Kitschige abdriftet, eines der besten Bücher der letzten Jahre. Fünf Sterne - mit Auszeichnungen.

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  • Rezension zu "Fische füttern" von Fabio Genovesi

    Fische füttern
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    30. April 2012 um 09:47

    „Fische füttern“, das neue Buch des Italieners Fabia Genovesi ist ein unterhaltsamer Roman über die Schwierigkeiten von drei jungen Menschen, in ihrem Leben einen Platz zu finden, ihren eigenen Weg zu gehen und Erfüllung zu erleben. Da ist Fiorenzo, der schon mit 14 Jahren seine rechte Hand verloren hat und nach wie vor ( nun ist er 19 Jahre alt) seinen Traum von einer eigenen Band träumt. Tizina ist schon 32 Jahre alt, hat im Ausland studiert, scheint gestrandet und macht dennoch hochfliegenden Pläne. Erst allmählich spürt sie, dass sie an einer Kreuzung ihres Lebenswegs steht, bei der alles möglich scheint. Und da ist Mirko, ein talentierter Radrennfahrer, der von Fiorenzos Vater trainiert wird, und der sich große Hoffnungen auf eine Profikarriere macht. Nur durch einen Zufall eigentlich begegnen sich diese drei in einem wunderschönen toskanischen Sommer. In wechselnden Perspektiven erzählt Fabio Genovesi eine lustige und dennoch sehr ernsthafte Geschichte vom Erwachsenwerden, von Freundschaft und erster Liebe, von Hoffnungen und Enttäuschungen. Alle drei Protagonisten bemühen sich, ihrem zu Beginn relativ perspektivlosen Leben eine Wendung zu geben. Gebannt und mitfiebernd liest man über ihre immer wieder scheiternden Versuche. Fast spirituell kann man die Wendung nennen, die Genovesi dann mehr und mehr der Geschichte dieser drei jungen Menschen gibt. Denn er lässt ihr Leben sich gerade dann zum Guten verändern, als sie schon gar nicht mehr daran glauben. Ein schöner Roman, der besonders zum Beginn dem Leser einige Konzentration abverlangt, ihn dann aber fesselt bis zum Ende.

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