Fabio Paretta Die Kraft des Bösen

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 5 Rezensionen
(2)
(3)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Kraft des Bösen“ von Fabio Paretta

Franco De Santis ist Polizist von Beruf, Neapolitaner aus Überzeugung und Ex-Ehemann wider Willen. Jeden Sonntag fährt er in das Nobelviertel der Stadt, um seinen Schwiegereltern eine glückliche Ehe vorzuspielen. Doch an diesem schwülen Sommertag wird er in den Arbeiterstadtteil Bagnoli gerufen: Der Gemeindepfarrer hat sich erhängt. Franco kennt ihn seit der Kindheit und weiß, wenn er an eines glaubte, dann an das Leben. Gegen den Willen seines Vorgesetzten beginnt Franco zu ermitteln. Doch in einer Stadt, in der der Schein trügt und der Tod Alltag ist, ist die Suche nach der Wahrheit gefährlich ...

ein Kommissar kämpft gegen die Mächtigen und mit dem Liebeskummer

— figino
figino

Es fehlte das gewisse Etwas

— lesemaedel
lesemaedel

Starker Ermittler, gute Story und ganz viel Napoli. Wirklich gelungen, freue mich auf Fortsetzungen.

— BerniGunther
BerniGunther

Stöbern in Krimi & Thriller

SOG

Eine Todesliste, die einen ganz tragischen Hintergrund hat - unheimlich spannend, erschreckend und nervenzerreisend geschrieben

EvelynM

Todesreigen

Wie alle Bücher der Reihe ein absolutes Muss für alle Thrillerfans.

Tina06

Ermordung des Glücks

Der Autor überzeugt mit guter Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen.

NeriFee

Totenstille im Watt

Interessante Perspektive, kurzweilig und ein sehr angenehmer Schreibstil. Leider nicht so fesselnd, wie man bei der Perspektive erwartet.

AreadelletheBookmaid

Nachts am Brenner

Grauner und Saltapepe ermitteln in der Vergangenheit. Solider Krimi am dunklen Brennerpass.

oztrail

Verfolgung

So toll wie der vierte Teil. Auch mit dem neuen Autor ist die Story um Mikael und Lisbeth spannend

Rahel1102

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Düsterer Krimi im heissen Napoli

    Die Kraft des Bösen
    figino

    figino

    28. June 2017 um 15:05

    Franco De Santis ist ein sympathischer Kommissar, der auch im korrupten Süden versucht, Recht und Gerechtigkeit zusammen zu halten. Seine Frau will sich scheiden lassen und die Tochter pubertiert gerade vom Feinsten! Der Chef glaubt nicht an einen Mord und die Reichen und Mächtigen legen ihm Steine in den Weg. Manchmal möcht man ihn knuddeln. Der Krimi spielt natürlich in Kirchenkreisen (das Opfer ist ja Pfarrer) und wiederspiegelt die Diskrepanz zwischen arm und reich. Der Krimi hat mir in seiner gesellschaftskritischen Art und Weise gefallen, aber manchmal war es mir doch fast zu düster. Irgendwie ist der Kommissar von Liebeskummer nach seiner Ex verzerrt und auch sonst kommen viele tragische Personen vor. Aber er konnte mich doch auch fesseln und ich fand das Lesen als angenehm und deshalb gibt es (nur) einen Punkt Abzug für den düsteren Krimi. Ich würde sagen, alle die die Schwedenkrimis lieben, die werden mit diesem traurigen Kommissar glücklich. 

    Mehr
  • Eine Mordermittlung in Neapel

    Die Kraft des Bösen
    dermoerderistimmerdergaertner

    dermoerderistimmerdergaertner

    01. March 2017 um 15:03

    Fabio De Santis ist Polizist in Neapel. Er ist verheiratet und hat eine vierzehnjährige Tochter. Seit einigen Wochen besteht seine Frau jedoch auf getrennte Wohnungen, nur Sonntags spielen sie für seine Schwiegereltern die glückliche Familie. An einem dieser Sonntage wird De Santis in das Arbeiterviertel Bagnoli gerufen. Der Gemeindepfarrer hat sich im Turm seiner Kirche erhängt und seiner Haushälterin einen Abschiedsbrief hinterlassen. Doch die Haushälterin ist nicht auffindbar. De Santis ist der Einzige, der nicht an Selbstmord glaubt. Er kennt den Pfarrer noch aus seiner Kindheit. Gegen den Willen seines Chefs beginnt er zu ermitteln. Oft handelt er am Rande der Legalität. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn immer wieder bekommt De Santis Steine in den Weg gelegt. Unterstützt wird er von seinen drei Kollegen, die es, bis auf den überkorrekten und daher unbeliebten Maris, mit der Gesetzestreue nicht so genau nehmen. Ich bin durch eine Buchempfehlung auf WDR2 auf "Die Kraft des Bösen" aufmerksam geworden. Fabio Paretta ist ein Pseudonym für einen in Italien lebenden deutschen Autor. Er beschreibt in diesem Buch Neapel aus der Sicht der Italiener, mit seinen schönen und menschlichen Seiten, aber auch mit seinen Schattenseiten, dem Müll, der Korruption, der langwierigen Bürokratie, der Macht der Kirche und dem organisierten Verbrechen. Polizisten "Bullen" sind sehr unbeliebt bei der Bevölkerung und kaum jemand ist zur Kooperation bereit. Franco De Santis ist ein sympathischer Protagonist, mit den, in Krimis meist üblichen Problemen. Die Beschreibung seiner Kollegen und einiger anderer Charaktere ist ziemlich skurril. Dadurch ergeben sich einige humorvolle Passagen. Der Schreibstil ist eigentlich recht flüssig, trotzdem musste ich mich beim Lesen ziemlich konzentrieren um nicht Seiten doppelt lesen zu müssen. Alles in allem sicher kein schlechtes Buch, doch leider konnte es mich nicht völlig überzeugen. Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für dieses Buch.

    Mehr
  • Neapels düstere Geheimnisse

    Die Kraft des Bösen
    Patno

    Patno

    23. January 2017 um 22:02

    Ein in Italien lebender deutscher Autor schreibt unter dem Pseudonym Fabio Paretta einen Kriminalroman mit dem Titel "Die Kraft des Bösen". Das weckte mein Leseinteresse! Außerdem sprach mich das Cover sofort an. Erschienen ist das Buch im Dezember 2016 beim Penguin Verlag. Die Geschichte spielt in Neapel und wir platzen direkt in die kaputte Ehe von Commissario Franco De Santis. Keine Zeit für private Probleme, denn De Santis wird in das Arbeiterviertel Bagnoli gerufen. Dort hat sich scheinbar ein Gemeindepfarrer erhängt und auch dessen Haushälterin ist spurlos verschwunden. De Santis zweifelt am Freitod des Geistlichen, doch der Polizeichef ist wenig begeistert von den Ermittlungen in Sachen Mord, zumal besagtes Arbeiterviertel von der Camorra beherrscht wird. De Santis lässt sich nicht beirren, auch wenn er für den Erfolg mitunter unkonventionelle Wege beschreiten muss. Zunächst beginnt das Buch verheißungsvoll mit einem spannenden Prolog. Doch danach plätschert die Story so dahin, ohne nennenswerte Spannungskicks oder interessante Wendungen. Mir hat schlichtweg die Würze gefehlt und schnell war auch klar, worauf es am Ende hinauslaufen wird. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und angenehm zu lesen. Eindrucksvoll gelingt es ihm die Stimmung und die Lebensumstände in Neapel in Szene zu setzen. Dabei wird der Leser auch mit den Schattenseiten der Stadt konfrontiert. Alles wirkt ziemlich realitätsnah. Mit Franco De Santis hat Paretta einen interessanten Charakter geschaffen, privat nicht gerade auf der Überholspur, aber beruflich ein Wadenbeißer. Das macht ihn für mich sympathisch. Mit seinen Kollegen hingegen bin ich nicht wirklich warm geworden. Vermutlich sind sie im Zeichen typischer italienischer Durchschnittspolizisten dargestellt, aber mir waren sie unsympathisch und eher ein fader Beigeschmack im Roman. "Die Kraft des Bösen" ist ein solider Kriminalroman, durchaus unterhaltsam als Debüt, jedoch mit Steigerungspotential für nachfolgende Bücher.

    Mehr
  • Licht und Schatten in Neapel

    Die Kraft des Bösen
    dubh

    dubh

    15. January 2017 um 22:00

    Franco De Santis leitet die Mordkommission IV in Neapel, als er an einem heißen Sommertag nach Bagnoli gerufen wird: im Arbeiterstadtteil an der Bucht von Pozzuoli wurde der Gemeindepriester von Sant'Anna im Glockenturm aufgehängt gefunden. Ein Abschiedsbrief deutet auf einen Selbstmord hin, aber für De Santis scheint das Offensichtliche nicht unbedingt das Plausibelste... Warum sollte sich Don Sebastiano als katholischer Priester an einer solch prominenten Stelle seiner Kirche umbringen? Und warum verfasst der Selbstmörder seinen Brief an die Haushälterin, die gar nicht mehr da ist? Alles wirkt einen Tick zu theatralisch und so beginnt De Santis - gegen den Willen des Polizeichefs - mit eigenen Ermittlungen... Hilfe bekommt er dabei von seinem besten Freund, der allerdings Kontakte pflegt, von denen man sich in Polizeikreisen lieber ganz weit entfernt hält. Aber auch privat läuft längst nicht alles rund: De Santis lebt gerade in Trennung von seiner Frau Isabella. Er vermisst das gemeinsame Leben mit ihr und seiner Tochter Ludovica - aber noch besteht Hoffnung, dass Isabella die Ehepause für beendet erklärt und De Santis zurück ins gemeinsame Heim im schicken Viertel Vomero zurückkehren kann. Bis dahin macht er gute Miene zu den sonntäglichen Ritualen mit seinen Schwiegereltern, die nichts von der Trennung auf Zeit wissen. Nur zu dumm, dass die Teenager-Tochter genau diese Situation ausnutzt, um an das Ziel ihrer Träume zu kommen: ein iPhone. Gar nicht so einfach als Commissario, dessen Gehalt - nach eigenen Angaben - ungefähr dem eines Kellners entspricht... Die Hauptfigur ist vielleicht nicht sonderlich überraschend - Typ eigenwilliger Ermittler. Aber was sie in meinen Augen besonders macht, ist die Tatsache, dass De Santis seine Stadt liebt - mit allen besonders schönen und weniger schönen Seiten. Grundsätzlich sind mir Menschen sympathisch, die akzeptieren können, dass alle Städte eben auch ihre Schattenseiten haben und nicht nur geschniegelt vorgezeigt werden. Die große Stärke dieses Krimis ist die Atmosphäre der Stadt und ihrer Bewohner, was sich zum einen in alltäglichen Situationen zeigt, in kurzen Beschreibungen beispielsweise der Tifosi und ihres SSC Neapel, der immer noch ruhmreichen Tagen des Vereins mit einer gewissen Hand Gottes nachhängt, oder aber auch den Problemen, die die Neapolitaner beschäftigt. Besonders die Kollegen De Santis' stehen für die unterschiedlichen Menschen Pate: da ist der immermüde Untergebene, der - um das schmale Gehalt als Polizist für die sechsköpfige Familie aufzubessern - am Wochenende noch Pizza ausfährt, das prächtig ernährte und fussballverrückte Muttersöhnchen oder der Norditaliener, der - ganz Klischee - spießig und unbeliebt ist. Doch De Santis mag widerspenstig sein, aber für seine Kollegen hat er allemal ein Auge und ein Ohr. Die zweite Stärke des Krimis ist die Tatsache, dass auch der Autor - ganz wie sein Held - nichts ausspart: man merkt auch ihm die Liebe zur Hauptstadt Kampaniens an und dennoch spart er nicht an den dunklen Seiten der drittgrößten Stadt Italiens. Und so finden sich Camorra, Korruption, Müllprobleme, die allgegenwärtige Kirche, jede Menge Bürokratie, aber auch zwischenmenschliche Probleme in diesem Buch wieder. Der Plot des Krimis ist gut, aber viel mehr hat mir das Bild Neapels und seiner Bewohner gefallen! "Die Kraft des Bösen" ist allemal für einen spannenden Ausflug in eine interessante, vielschichtige Ecke Italiens geeignet und hat mich wirklich gut unterhalten. 4,5 von 5 Sternen

    Mehr
  • Nicht überzeugend

    Die Kraft des Bösen
    jaylinn

    jaylinn

    06. January 2017 um 16:56

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Allgemeines: Die Kraft des Bösen ist Fabio Parettas Debütroman. Er erschien im Dezember 2016 bei Penguin, umfasst 415 Seiten und kostet 10 Euro. Fabio Paretta ist ein Pseudonym, hinter dem sich ein deutscher Autor verbirgt, der in Neapel lebt. Die Schauplätze sind sauber recherchiert. Man bekommt eine gute Vorstellung von dem Leben in Neapel. Inhalt: „Franco De Santis ist Polizist von Beruf, Neapolitaner aus Überzeugung und Ex-Ehemann wider Willen. Jeden Sonntag fährt er in das Nobelviertel der Stadt, um seinen Schwiegereltern eine glückliche Ehe vorzuspielen. Doch an diesem schwülen Sommertag wird er in den Arbeiterstadtteil Bagnoli gerufen: Der Gemeindepfarrer hat sich erhängt. Franco kennt ihn seit der Kindheit und weiß, wenn er an eines glaubte, dann an das Leben. Gegen den Willen seines Vorgesetzten beginnt Franco zu ermitteln. Doch in einer Stadt, in der der Schein trügt und der Tod Alltag ist, ist die Suche nach der Wahrheit gefährlich …“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House) Meine Meinung: Der Prolog ist schon einmal sehr spannend und lässt auf jeden Fall den Wunsch weiterzulesen entstehen. Eine Frau (Auf der Flucht? Warum? Vor wem?), ein Sohn, der studiert (Wirklich?) und…??? Ich war gespannt. Leider hat diese Spannung nicht lange angehalten. Mit Die Kraft des Bösen hat Paretta einen Krimi in der Tradition von Donna Leon geschrieben, kommt aber leider in keiner Weise an sie heran. Die Figur des Kommissars Franco De Santis ist ohne Frage gelungen. Er ist ein Typ, der gerade eine schlechte Phase durchmacht, man leidet wirklich mit ihm. Er bleibt sich und seinen Prinzipien treu und lässt sich nicht auf die Seite der Korruption ziehen. Seine Kollegen sind ebenfalls alle Typen, fast schon klischeehaft gezeichnet – genau so, wie man sich als Laie italienische Polizisten vorstellt… Das ist nicht unbedingt ein Pluspunkt für dieses Buch. De Santis ist ein guter Chef, der für seine Leute einsteht und immer ein offenes Ohr für sie hat. Gleiches gilt für seine Qualitäten als Ermittler. Die Handlung als solche ist allerdings verworren, oft dem Zufall überlassen und nicht immer nachvollziehbar und logisch. Gleiches gilt für die Auflösung des Falls. Man gewinnt den Eindruck, als wolle Paretta alle guten Elemente eines Krimis in dieses Buch packen. Damit übernimmt er sich aus meiner Sicht allerdings. Der Titel des Buches erschließt sich mir nicht, ganz im Gegenteil: Er führt auf eine ganz andere Spur. WDR 2 schreibt in seinem Krimitipp vom 27.12.2016: „Die Kraft des Bösen“ ist ein spannender Neapel-Krimi. Er hebt sich von der Vielzahl süßlicher Urlaubskrimis ab, weil er auch die schäbige Seite der italienischen Metropole nicht ausspart. Trotzdem stellt er Neapel als Sehnsuchtsort dar. Diese Einschätzung teile ich leider nicht. Mein Fazit: Man kann diesen Krimi gut an einem Nachmittag durchlesen. Er ist auch durchaus spannend, hat für mich aber zu viele Brüche, um ihn wirklich gut zu finden.

    Mehr