Trügerisches Neapel

von Fabio Paretta 
4,3 Sterne bei7 Bewertungen
Trügerisches Neapel
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Positiv (5):
martina_turbanischs avatar

Ein sehr spannender und trotzdem beinahe liebevoller Krimi. Man merkt, dass der Autor sich in Neapel gut auskennt und die Stadt liebt.

Kritisch (1):
BerniGunthers avatar

Na ja, hat mich nicht gepackt. Zusammenspiel Polizei und Staatsanwaltschaft unrealistisch etc.

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Inhaltsangabe zu "Trügerisches Neapel"

Ein ganz normaler Frühlingstag in Neapel: Auf den Terrassen der Cafés genießen die Menschen das Leben, während in einer Seitenstraße eine Boutique ausgeraubt wird. Doch diesmal wird ein Schüler erschossen. Nur ein dummer Zufall, oder hatte jemand einen Grund, den Jungen zu beseitigen? Commissario Franco De Santis, der eine Tochter im Alter des Opfers hat, weigert sich, den Fall zu den Akten zu legen. Und stößt auf ein Netz aus Betrügereien, Schulden und Schwarzhandel im großen Stil. Alles deutet auf die Camorra hin, aber Franco De Santis lassen die Mitschüler des ersten Opfers Salvatore nicht mehr los. In ihren Augen liest er Frust, Hass – und Angst ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783328100874
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:12.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    martina_turbanischs avatar
    martina_turbanischvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein sehr spannender und trotzdem beinahe liebevoller Krimi. Man merkt, dass der Autor sich in Neapel gut auskennt und die Stadt liebt.
    Als alleinerziehender Commissario hat man es nicht leicht…

    Ein schöner warmer Frühlingstag in Neapel, man flaniert durch die Straßen, genehmigt sich einen Kaffee in einem der zahlreichen Straßencafés und in einer kleinen Seitenstraße wird eine Boutique ausgeraubt. Eigentlich auch schon beinahe normal - aber dieses Mal hat es einen Toten gegeben, ein Schüler, der nur sein Taschengeld ein bisschen aufbessern wollte wurde erschossen. Franco De Santis wird an den Tatort gerufen und gerät gleich bei der Ankunft in eine unangenehme Situation - aber Gott sei Dank ist ja Elvira Barbarossa, ihres Zeichens Staatsanwältin, bei ihm.

    Himmel! Es war schon eine Herkulesaufgabe gewesen, die Staatsanwältin überhaupt zu diesem Ausflug zu überreden. Bitte neutrales Terrain, hatte sie gesagt. Daraufhin hatte er die Besichtigung arrangiert, nur für sie beide. Aber diese Frau in romantische Stimmung zu versetzen, schien schlichtweg unmöglich. Trügerisches Neapel, S.11

     

    Mein Eindruck:

    Als alleinerziehender Commissario hat man es nicht leicht…

    Klare Verhältnisse

    Die Trennung von De Santis und seiner Frau ist nun ganz offiziell, keine Alibi-Besuche bei den Schwiegereltern mehr und endlich klare Verhältnisse. Mittlerweile versucht De Santis nun, Staatsanwältin Elvira Barbarossa zu becircen, aber eher mit mäßigem Erfolg. Auch die Beziehung zu seinen Kindern gestaltet sich schwierig und bereitet ihm einiges Kopfzerbrechen. Da kommt ein neuer Fall als Ablenkung gerade richtig.

    Allgegenwärtige Korruption

    Aber dieser Fall hat es in sich und wieder einmal dreht sich alles um Korruption, Bestechung, Schwarzhandel im großen Stil und letztlich eben auch um die Camorra. Aber da gibt es noch ein paar andere Facetten, die De Santis nicht ruhen lassen und so wühlt er tief im Leben des Opfers und seiner Klassenkameraden. Das er sich mit dieser Hartnäckigkeit nicht eben beliebt macht, stört ihn gar nicht - eher im Gegenteil :-)

    Facetten Neapels

    Wie schon im ersten Band Die Kraft des Bösen lernt man sehr viele Seiten Neapels kennen. Die weniger schönen, aber eben auch die schönen Seiten. Genauso wie man den Bösewichten und den ganz normalen Menschen begegnet. Beide Seiten werden von Paretta wunderbar einfühlsam beschrieben. Der Krimiplot ist dieses mal zwar auch sehr komplex, aber nicht so verwirrend wie beim letzten Mal und auch das Ende ist ganz gut nachvollziehbar.

    Mein Fazit:

    Ein sehr spannender und trotzdem beinahe liebevoller Krimi. Man merkt, dass der Autor sich in Neapel gut auskennt und die Stadt, trotz aller Fehler, liebt. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle Krimi-, Italien - und Brunetti-Fans :-)

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    Carlosias avatar
    Carlosiavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe in diesem wunderbaren Krimi viel über Neapel und seine Stadtviertel, die Landschaft und die italienische Lebensart erfahren.
    Wieso wurde Salvatore getötet?

    Cover
    Das Cover ist sehr auffällig. Es vermittelt eine warme Sommerstimmung am Hafen mit einem unendlich dunklem blauen Himmel. Dort steht der Titel des Buches „Trügerisches Neapel“ sowie der Name des Autors „Fabio Paretta“, der so sehr gut zur Geltung kommt. Ein Cover an dem man nicht vorbeisehen kann. Es fällt einem sofort ins Auge, diese leuchtenden Farben der Häuser, Urlaubsstimmung pur. Der Lokalkolorit ist einfach der Hingucker.

    Inhalt
    Commissario Franco De Santis lebt von seiner Frau Isabella und der gemeinsamen fast 15-jährigen Tochter Ludovica getrennt. De Santis macht sich ständig große Sorgen um seine Kleine. Sie hat viel zu viel Freiheiten und gibt sich mit den falschen Leuten ab, wie er meint, da er sie nicht kennt und einschätzen kann. Seine Ex-Frau Isabella hat ihr Glück bei dem reichen Arzt und Lebemann Baldini gefunden, den seine Tochter schon Pa nennt. Der Commissario selbst hat sich in die Staatsanwältin Elvira Barbarossa, eine schwer zu beeindruckende Frau, verliebt. Die neuen Lebensgewohnheiten gehen Franco De Santis gehörig gegen den Strich. Endlich Wochenende und er kann es, wie vereinbart, mit Ludovica verbringen. Doch der neue Fall verändert alles und hält ihn sowie sein Team auf Trapp.

    In der noblen Herrenboutique „Gentlemen“ ist der 16-jährige Salvatore, der aus dem Viertel Ponticelli stammt, erschossen worden. Er arbeitete hier aushilfsweise, um Geld zu verdienen, damit er nach dem Abitur in den USA studieren kann. Der Commissario nimmt den Fall auf, versteht aber nicht warum die Räuber vor einem Mord nicht zurückgeschreckt sind. Er und sein Team, das auch noch durch eine Frau verstärkt wurde, ermitteln in alle Richtungen. Sie jagen die falschen Flüchtigen, finden Diebesgut, treten den Reichen auf die Füße, überschreiten ihre Kompetenzen und kommen mit den Kollegen der DIA (Direzione Investigativa Antimafia), der Spezialeinheit gegen das organisierte Verbrechen, in die Quere. Natürlich arbeiten sie nicht zusammen und tauschen Informationen aus. De Santis findet mit seinem Team Zusammenhänge zu anderen Todesfällen und so kommen die Ermittler natürlich auch mit der Camorra in Berührung. Bei den Ermittlungen, die kreuz und quer durch die Stadt führen, lernen wir die einzelnen, sehr unterschiedlichen Stadtviertel Neapels mit ihren Eigenarten und Problemen kennen. Im Mittelpunkt stehen immer die Jugendlichen, wie auch De Santis Tochter.

    Nicht nur die einzelnen Stadtviertel, sondern auch die Sorgen, Nöte und Lebensumstände der armen Bevölkerung in den Vierteln werden gezeigt. Genauso werden die Reichen wie Stefano Baldini gezeigt, die Feste feiern können und teure Geburtstagsgeschenke für ihre Töchter in spe machen. Genauso können die Reichen ihre Kinder, die selbst vor Diebstahl als Nervenkitzel nicht zurückschrecken, durch gute Anwälte vor Strafen schützen.

    Schreibstil
    Der Schreibstil ist fantastisch, fesseln und spannend bis zum Schluss. Bei den vielen Problemen wie Mobbing in der Schulen, verschmähte Liebe, Mafia und Geld, hat mich der wahre Hintergrund des Mordes doch etwas überrascht. Die Charaktere und ihre Eigenarten sind sehr gut beschrieben. Die Landschaft und Handlungsorte wurden sehr bildlich dargestellt, so konnte ich in den Krimi eintauchen und der Handlung folgen als gehörte ich zum De Santis-Ermittlungs-Team.

    Sehr gerne würde ich weitere Bücher des Autors lesen, vor allem werde ich den ersten Fall von Commissario Franco De Santis, der mir noch fehlt, besorgen und De Santis-Ermittlungs-Team lösen.

    Fazit
    Ich habe in diesem wunderbaren Krimi viel über Neapel und seine Stadtviertel, die Landschaft und die italienische Lebensart erfahren. Die Orte und die Landschaft sind so wunderbar beschrieben, man bekommt richtig Lust dort seinen Urlaub zu.

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    Buecherkaetzchens avatar
    Buecherkaetzchenvor 4 Monaten
    Spannend und lesenswert

    Die Mafia spielt in Trügerisches Neapel eine wichtige Rolle. Ich finde das Thema sehr faszinierend, lese auch gerne Bücher bzw. schaue Filme über die Mafia. Da konnte ich an diesem Buch natürlich nicht vorbeigehen.

    Mir hat nicht nur die Idee gefallen, sondern auch das Ambiente. Für mich als Münchnerin ist Italien ein beliebtes und nahes Reiseziele. In Trügerisches Neapel lernt man jedoch eine Seite Italiens kennen, die man als Tourist nicht zu sehen bekommt. Der Autor fesselt einen nicht nur, dass man mitfiebert wer der Mörder ist, sondern vermittelt auch ein bisschen Wissen über Neapel.

    Auch stilistisch fand ich den Krimi sehr angenehm zu lesen. Es gab keine größeren Längen, das Buch hat sich leicht und schnell nebenbei lesen lassen. Am Ende, nach der Aufklärung des Falls, hat es sich finde ich ein bisschen gezogen, aber das ist Geschmackssache. Nach der Aufklärung blieben noch circa 20 Seiten Buch, in denen der Leser ein bisschen mehr über die Hintergründe der Figuren erfährt. Generell finde ich es schön, dass man die Ermittler auch im Laufe der Geschichte kennenlernt, dass man persönliche Details von ihnen erfährt - wie beispielsweise, dass De Santis doch sehr an der Staatsanwältin interessiert ist, was diese aus Angst nicht zulassen möchte. Am Ende war jedoch für mich die Luft raus. Aber wie gesagt, dass sieht wohl jeder ein bisschen anders und tut der Spannung keinen Abbruch.

    Übrigens habe ich den Vorgänger zur Trügerisches Neapel nicht gelesen. Allerdings hatte ich keine Probleme in die Handlung reinzufinden.

    Fazit

    Der Krimi hat mich von der ersten Seite an gepackt. Spannend und fesselnd - ich werde auf alle Fälle schauen, ob neue Krimis mit De Santis erscheinen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die einen Krimi lesen wollen, der auch ohne viel spritzendes Blut auskommt.

    Ich gebe Trügerisches Neapel 5 von 5 möglichen Sternen. Die vollständige Rezension gibt es auch auf meinem Blog

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    BerniGunthers avatar
    BerniGunthervor einem Monat
    Kurzmeinung: Na ja, hat mich nicht gepackt. Zusammenspiel Polizei und Staatsanwaltschaft unrealistisch etc.
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    Any91s avatar
    Any91vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Typischer Krimi..
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    sigidss avatar
    sigidsvor 2 Monaten
    getippteWelts avatar
    getippteWeltvor 5 Monaten

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