Fabrice Rebers

 4,9 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor*in von Perfektion, Wenn Könige die Sonne nicht sehen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Fabrice Rebers, Jahrgang 1988, ist examinierter Altenpfleger. Er studierte in Hamburg Pflegemanagement und Biopsychologie. 2017 erreichte er beim Bundeswettbewerb "Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege" den vierten Platz. Es folgten gemeinsame Publikationen mit der MdB a. D. Elisabeth Scharfenberg ("Pflege ist stark" und "Wer soll uns Pflegen?"). Als Ausgleich zu seinem Beruf entdeckte er schon früh das Schreiben und die Leidenschaft zur Geschichte, zum Adel und vor allem zu den Tudors. Sein Debutroman "Elisabeth's Erbe - die Grafenwürde von Kendal", welches als verlängerter Prolog zum ersten Band der Reihe "Der Earl von Kendal" gesehen werden kann, erschien im Juli 2023 im Story.One-Verlag. Fabrice Rebers ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen drei Kinder in der Nähe von Bremen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Fabrice Rebers

Cover des Buches Perfektion (ISBN: 9783384035998)

Perfektion

(4)
Erschienen am 08.10.2023
Cover des Buches Wenn Könige die Sonne nicht sehen (ISBN: B0F886PWNL)

Wenn Könige die Sonne nicht sehen

(3)
Erschienen am 09.05.2025
Cover des Buches Der Brief der Herzoginmutter (ISBN: 9783384123398)

Der Brief der Herzoginmutter

(2)
Erschienen am 28.11.2023
Cover des Buches Lady Jane Grey (ISBN: 9783384368348)

Lady Jane Grey

(2)
Erschienen am 26.09.2024
Cover des Buches Der Earl of Kendal (ISBN: 9783384121288)

Der Earl of Kendal

(1)
Erschienen am 17.01.2024
Cover des Buches Flix, die Nachtfee (ISBN: 9783384444592)

Flix, die Nachtfee

(1)
Erschienen am 04.12.2024
Cover des Buches Memoriam (ISBN: 9783384171122)

Memoriam

(0)
Erschienen am 12.03.2024

Neue Rezensionen zu Fabrice Rebers

Cover des Buches Wenn Könige die Sonne nicht sehen (ISBN: B0F886PWNL)
kira_murasakis avatar

Rezension zu "Wenn Könige die Sonne nicht sehen" von Fabrice Rebers

kira_murasaki
Geschichte wird lebendig

THIS REVIEW CONTAINS SPOILERS!

Content Note: stellenweise diskriminierende Sprache gegenüber Leuten mit einer Sehschwäche bzw. Erblindung.

 

  • INHALT 

Das Buch beginnt mit der gutgemeinten Ermahnung eines Vaters, die den Sohn aber lange Zeit verfolgen sollte: „Ein König braucht scharfe Augen, mein Sohn.“ Die Aussage ist eine Metapher, wird aber für Kronprinz Georg von Hannover wenig später zur Realität.

Im kommenden Jahr verliert Georg infolge einer schweren Infektion sein Sehvermögen auf dem linken Auge. 4 Jahre später verunfallt der Prinz; der Unfall verursacht eine Eintrübung der Linse, woraufhin er auch auf dem rechten Auge erblindet.

(Diese und weitere historische Fakten übermittelt der Autor als diskrete Fußnoten jeweils im unteren Teil der Seite. Hier muss erwähnt werden, dass das Lesen dieser Fakten für Geschichtsinteressierte spannendes, zusätzliches Wissen liefert, ein Nicht – Lesen aber in keiner Weise am Verstehen der Geschichte hindert, da alles Wissenswerte für die Handlung im Fließtext eingearbeitet ist. Diese gute Balance zwischen Fakten und Erzählung weist auf das erzählerische Feingefühl des Autors hin.)

18 Jahre nach diesen Ereignissen verstirbt Ernst August von Hannover, über den gesagt wurde, dass er „immer die Kontrolle hatte – dass er die Kontrolle war“.

Während seine Regentschaft vergleicht Georg seinen Regentschaftsstil auch sich selbst mit der übermächtigen Herrscher – und Vaterfigur. Belastend kommt hinzu, dass auch seine Untertanen und Minister dies tun und immer wieder von dem jungen König verlangen mit Stärke zu regieren.

Die in dieser Forderung mitschwingenden Andeutungen, ist ein trauriges Beispiel dafür, wie ableistisch die Gesellschaft damals war und erinnert daran, dass auch heute noch solche Diskriminierung stattfindet.

Die Antwort auf die von den Ministers unterschwellig vorgebrachten Aussagen, kommt von Georgs Frau Marie. Als Georg nach einem gelungenen Regierungsgeschäft äußert, sein Vater hätte es besser gemacht, stellt sie fest: „Vielleicht anders, aber nicht besser.“

Die Botschaft, leise und in Zweisamkeit vorgetragen hallt fortan weiter durch die Erzählung: Es gibt nicht den einen Weg, die Dinge anzugehen. Georgs Regierungsstil unterscheidet sich nicht aufgrund seiner Blindheit, sondern aufgrund seiner Persönlichkeit von dem seines Vaters!  Schon zu Beginn seiner Herrschaft wurde sichtbar, dass genau dies seine Stärke ist: Sein bedachtes und empathisches Wesen, mit dem er die langfristigen Folgen seiner Entscheidungen abwiegt, sich der Verantwortung für sein Volk stets bewusst ist, und mit dem er schließlich auf die Idee kommt, seiner Frau und ehrlichsten Beraterin ein Geschenk zu machen „das bleibt“.

So lässt er den damals berühmten Architekten Conrad Wilhelm Hase kommen und gibt bei ihm den Bau von Schloss Marienburg in Auftrag, welches heute eines der vielen Wahrzeichen von Hannover ist.


  • MEINUNG

Das Bemerkenswert an diesem Buch ist definitiv das Einfühlungsvermögen des Autors. Er beweist nicht nur Gespür für das Thema Disability (hier sei erwähnt, dass ich keine blinde Person bin, daher nichts darüber sagen kann, ob die Darstellung des Autors zutreffend sind, mir als Lesendem aber das Gefühl vermittelt wurde, dass er sich sehr um Sensibilität bemüht hat), sondern auch für das Seelenlesen der einzelnen Figuren.

Durch die Formulierung der individuellen Gedanken bekommt man als Lesende*r sofort eine Verbindung zu Georg und Maria. Man verfolgt ihre Handlungen, erfährt aber auch die ihnen zugrunde liegenden Gedanken.

Hinzukommt, dass die Figuren nicht nur als Herrschende, sondern auch als Privatpersonen gezeigt werden, was sie dem*r Lesenden auch als Menschen näher bringt. Mit jeder neuen Szene schließt man sie immer mehr ins Herz.

Ein besonderes Plus sind die ausgearbeiteten Besprechungen. Als Geschichtelernende erfuhren wir in der Schule von getroffenen und verworfenen Entschlüssen, die das Land in die eine oder andere Richtung lenkten. Wie diese Beschlüsse zustande kamen, blieb aber im Verborgenen.

Indem sich der Autor die Besprechungen zwischen Georg und seinen Ministern detailverliebt ausarbeitet und sogar Gespräche zwischen Georg und anderen Herrschern seiner Zeit sehr lebendig in Szene setzt, bekommt man das Gefühl, Geschichte nicht nur zu lesen, sondern mitzuerleben.


  • FAZIT 

Alles in allem eine mehr als gelungene Darstellung historischer Ereignisse, zum Leben erweckt durch die einfühlsame Inszenierung der handelnden Personen und ihrer Gedanken und Gefühle.

Cover des Buches Lady Jane Grey (ISBN: 9783384368348)
B

Rezension zu "Lady Jane Grey" von Fabrice Rebers

buntes_buecherregal
Auf den Spuren der Geschichte Englands...

Fabrice Rebers nimmt dich mit ins 16. Jahrhundert und lässt dich in die Welt von Lady Jane Grey eintauchen.

König Eduard VI. ist tot. Bereits vor seinem Ableben hat er die Thronfolge geändert, damit nicht seine Halbschwestern Mary und Elizabeth, sondern seine Cousine Jane Grey den Thron besteigen konnte. In ihrer neuen Rolle war diese gefangen in einem Spiel um Macht, aus dem sie nicht wieder heraus kam. Bereits nach 9 Tagen wird Lady Jane Grey als Königin abgesetzt.

Fabrice Rebers schafft es mit seinem Schreibstil, Geschichte lebendig werden zu lassen! Ich bin normalerweise kein Fan historischer Bücher, aber dadurch, dass "Lady Jane Grey" als Roman geschrieben ist, liest sich das Buch wirklich toll und flüssig. Die Romanhandlung steht im Vordergrund, das Wissen gibt es fast nebenbei.

Mit der Protagonistin konnte ich beim Lesen richtig mitfühlen. Hätte man selbst genauso reagiert? Wie würde es heute ausgehen? Bleibt sich Jane Grey selbst treu oder wird sie zur Marionette im Machtspiel? Diese Fragen begleiteten mich beim Lesen. Spoilern möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht, aber so viel steht fest: man lernt Jane Grey als starke und sympathische Protagonistin kennen.

"Lady Jane Grey" ist ein historischer Roman, der den Leser mit ins alte England nimmt und auf wunderbare Weise Geschichte lebendig werden lässt

Cover des Buches Wenn Könige die Sonne nicht sehen (ISBN: B0F886PWNL)
ChatteHs avatar

Rezension zu "Wenn Könige die Sonne nicht sehen" von Fabrice Rebers

ChatteH
Für unsere Geschichte

Dieses Mal entführt uns Fabrice Rebers in die Deutsche Geschichte, genauer gesagt in das Reich Hannover unter der Führung von Georg. Dieses Buch birgt einen wunderbaren Gedanken: Die Erhaltung des Schlosses Marienburg.

König Georg soll der letzte Monarch Hannovers sein. Zum Einen als Herrscher aber auch als Mensch. Er sah sich vielen Problematiken gegenüber, die seiner Person und der Politik galt. Georg musste anders herrschen und sich mehr auf andere verlassen können: Vor allem seine Frau Marie. Sie stellt für mich den Inbegriff einer liebenden Frau an der Seite eines Mannes dar. In der ausgearbeiteten Story von Fabrice lässt sie mir das Herz aufgehen: bedingungslose Liebe, ohne murren, loyal. Mein liebstes Kapitel bleibt weiterhin das letzte. Das Kapitel in dem die "wahre" Hauptfigur zu uns spricht. Ich liebe diese Geschichte so sehr. Sie hat mich stark berührt. 

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