Fabrizio Gatti Bilal

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 17 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(12)
(2)
(2)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Bilal“ von Fabrizio Gatti

Ein Reisebericht aus der Hölle

Bilal ist ein Illegaler, unterwegs auf der berüchtigten Transitroute vom Senegal nach Libyen und weiter zur Insel Lampedusa. Bilal ist der renommierte Journalist Fabrizio Gatti, der sich als Migrant unter die anderen gemischt hat, um zu erleben, was sie erleben. Auf klapprigen Lastwagen durchqueren sie zu Hunderten die Sahara, unter unvorstellbaren Entbehrungen begeben sie sich auf einen Schreckensweg, der in Europa meist in einer Art von Sklaverei endet.

Stöbern in Sachbuch

Mix dich schlank

aufgrund des ausschweifenden Abschnittes zum Thema Low Carb, ein zuviel an unbekannten Produkten und Einsatz von Zuckeraustauschstoffen bin

Gudrun67

Die Zeichen des Todes

Eine Mischung zwischen Sachbuch und Krimi! Spannend !!!

Die-Rezensentin

Leben lernen - ein Leben lang

Hilfreiches Buch über die Philosophie des Lebens und die Suche nach dem eigenen Glück. Sehr lesenswert!

dieschmitt

Sex Story

Ein tolles informatives Buch

Ginger1986

No Mommy's Perfect

Angenehm witzige Abwechslung vom, hohen Erwartungsdruck geplagten, Alltag einer Mama.

JosefineS

Hygge! Das neue Wohnglück

Ein vor Ideen sprühendes und mit vielen guten Tipps gespicktes Einrichtungsbuch, das Glück und Gemütlichkeit vermittelt. Einfach Hygge

MelaKafer

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Radikal subjektiv, aber lesenswert

    Bilal

    SwissCouchPotato

    31. October 2016 um 14:52

    Einwanderer aus Afrika: Wenn sie es nach Europa schaffen, sind sie als abstrakte (viel zu hohe) Zahl für viele Bürger und Politiker ein Ärgernis; wenn sie auf dem Weg umkommen, im besten Fall eine Randnotiz in der Zeitung. Der italienische Journalist Fabrizio Gatti wollte es genauer wissen und hat den selben Weg auf sich genommen. Er hat auf Gelände- und auf völlig überladenen Lastwagen die Sahara durchquert und sich als "Illegaler" auf Lampedusa festnehmen lassen.Auf diese Weise konnte er einigen wenigen der vielen Tausend Namenlosen einen Namen und eine Stimme geben, so dass ich als Leser ein wenig an ihrem Schicksal und an ihren Träumen teilhaben kann. Gattis Gespräche mit ihnen unterwegs gehören zu den bewegendsten Passagen des Buches. Anderen Abschnitten hingegen hätte eine Straffung nicht geschadet. Spannend wiederum Gattis Erlebnisse auf Lampedusa, und der Kontrast zum Befund einer offiziellen EU-Delegation. Schockierend waren die E-Mails und Gespräche mit Bekannten aus Libyen, die enthüllen, was mit schwarzafrikanischen Migranten passierte, nachdem Ghaddafi zum Verbündeten Italiens im Kampf gegen illegale Migration geworden war. Der Autor nimmt vorbehaltlos Partei für jene, die sich auf den Weg machen nach Europa, dem Ziel ihrer Träume, und die unterwegs immer wieder beraubt und geschlagen werden. Einerseits ist das eine Stärke des Buches, und ich bin geneigt, ihm beizupflichten, andererseits hat mich seine etwas zu selbstverständliche Einteilung in Gute, ja sogar "Helden", und Böse – die europäischen Staaten und ihre Beamten – zeitweise gestört. Insgesamt ein Buch mit wichtigen Erkenntnissen – vier Sterne.

    Mehr
  • Unfassbar aber wahr!

    Bilal

    Gin

    Es ist schwer, in Worte zu fassen, was ich in "Bilal" zu lesen bekommen habe. Die Geschichte eines couragierten italienischen Journalisten, der die Aufgabe auf sich nimmt, die sogenannte "Sklavenroute" zu durchlaufen, dieselbe, welche die Flüchtlinge aus Nord- und Westafrika durchmachen, um ans Ufer von Lampedusa zu gelangen. Dabei beschreibt der Autor nicht nur die unermesslichen Strapazen der Flüchtlinge auf dem Weg: Durst, Hunger, unhygienische Verhältnisse, aber auch die Gefahren, die das "Geschäft" mit sich bringt. Denn das Flüchtlingswesen ist ein äußerst lukratives Business für die auf der Sklavenroute etablierten Schlepperbanden, Polizisten, Militärs, LkW-Fahrer, Bootskapitäne und der Geier weiß, wer noch dabei mitverdient. Dass der Mensch aus jeder Situation Kapital zu schlagen versucht, ist keine Neuheit. Man kann diese Tatsache begrüßen oder verabscheuen. Ich verabscheue sie, wenn sie auf Kosten der Menschenwürde erfolgt. Die Flüchtlinge werden von ihren Peinigern nicht nur systematisch geplündert, sondern auch noch seelisch gedemütigt, geschlagen oder in der Wüste sich selber überlassen. Was sind das für Menschen, die anderen so was antun? Mir ging beim Lesen den kalten Rücken ab. Laufend. Die dauerhaften Probleme in Libyen und Nordafrika werden uns in Europa noch lange beschäftigen. Es ist also davon auszugehen, dass die Situation sich ab dem Jahr massiv verschärfen wird. Wir Westler, Europäer, EU-Mitglieder, die allergrößten, die es geschafft haben, den Kommunismus zu bodigen, sind nicht in der Lage, das Flüchtlingsproblem aus Nordafrika in den Griff zu kriegen. Mehr noch, unsere Regierungen tragen mit ihrem Zynismus dazu bei, das Problem noch größer zu machen. Aufwachen, Leute! Wir befinden uns vor einer humanitären Katastrophe! Dem Autor dieses Buch kann ich nur noch sagen: chapeau!

    Mehr
    • 4
  • Rezension zu "Bilal" von Fabrizio Gatti

    Bilal

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. July 2011 um 08:35

    Einwanderer aus Afrika: Wenn sie es nach Europa schaffen, sind sie als abstrakte (viel zu hohe) Zahl für viele Bürger und Politiker ein Ärgernis; wenn sie auf dem Weg umkommen, im besten Fall eine Randnotiz in der Zeitung. Der italienische Journalist Fabrizio Gatti wollte es genauer wissen und hat den selben Weg auf sich genommen. Er hat auf Gelände- und auf völlig überladenen Lastwagen die Sahara durchquert und sich als "Illegaler" auf Lampedusa festnehmen lassen. Auf diese Weise konnte er einigen wenigen der vielen Tausend Namenlosen einen Namen und eine Stimme geben, so dass ich als Leser ein wenig an ihrem Schicksal und an ihren Träumen teilhaben kann. Gattis Gespräche mit ihnen unterwegs gehören zu den bewegendsten Passagen des Buches. Anderen Abschnitten hingegen hätte eine Straffung nicht geschadet. Spannend wiederum Gattis Erlebnisse auf Lampedusa, und der Kontrast zum Befund einer offiziellen EU-Delegation. Schockierend waren die E-Mails und Gespräche mit Bekannten aus Libyen, die enthüllen, was mit schwarzafrikanischen Migranten passierte, nachdem Ghaddafi zum Verbündeten Italiens im Kampf gegen illegale Migration geworden war. Der Autor nimmt vorbehaltlos Partei für jene, die sich auf den Weg machen nach Europa, dem Ziel ihrer Träume, und die unterwegs immer wieder beraubt und geschlagen werden. Einerseits ist das eine Stärke des Buches, und ich bin geneigt, ihm beizupflichten, andererseits hat mich seine etwas zu selbstverständliche Einteilung in Gute, ja sogar "Helden", und Böse – die europäischen Staaten und ihre Beamten – zeitweise gestört. Insgesamt ein Buch mit wichtigen Erkenntnissen – vier Sterne.

    Mehr
  • Rezension zu "Bilal" von Fabrizio Gatti

    Bilal

    Lesemann

    06. September 2010 um 11:44

    6 Sterne! "Bilal" ist für mich das Buch, das mich seit langer Zeit am allermeisten bewegt und beeindruckt hat. Wie Gatti es schafft, den Leser zu zwingen, sich eine Meinung über die Flüchtlingsströme nach Europa zu bilden; dabei nie belehrt, sondern den Sog des Buches nur durch die Erzählung entstehen zu lassen - absolut lesenswert, empfehlenswert.

  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks