Seit Karin Kehrers Bee-Merryweather-Romanen bin ich ein großer Fan von Cosy Crime, folglich musste auch das vorliegende Werk von Faith Martin, das den Auftakt einer neuen Reihe bildet, bei mir einziehen.
Ein Mordfall inmitten eines verschlossenen Raumes - wie soll das möglich sein? Genau das dachte ich mir, als ich mich samt Kuscheldecke und Teetasse diesem Whodunit aus den 1920er Jahren gewidmet habe.
Die Autorin entführt uns ins malerische Oxfordshire, in das verschlafene Dörfchen Maybury-in-the-Marsh, wo der sympathische Arbuthnot "Arbie" Swift - selbst ernannter Geisterjäger mit Hang zur Ironie - in einen rätselhaften Todesfall verwickelt wird. Die Atmosphäre ist very British, mit all dem, was ich in einem Cosy Crime so liebe: außergewöhnliche, leicht exzentrische Figuren, ein uriges Setting, eine Prise Humor und ein Hauch Spuk.
Der Einstieg verläuft recht gemächlich, fast wie ein Spaziergang durch die nebligen Gassen eines alten englischen Dörfchens. Es gibt unzählig viele Figuren, jede mit ihren kleinen teils skurril, teils liebenswerten Eigenheiten und das Setting ist einfach herrlich cosy.
Ich mochte die Grundidee sehr: jede Menge Geheimnisse, ein verschlossener Raum, und die Frage, ob hier wirklich Übernatürliches im Spiel ist … oder ob die menschliche Natur am Ende viel dunkler ist als jeder Geist.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein solider, klassischer Reihenauftakt, der vor allem Liebhaber:innen des Genres ansprechen dürfte. Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Teil ("Mord im Studierzimmer"), der 2026 erscheint, denn mit Arbie Swift möchte ich definitiv noch einmal auf Spurensuche gehen.