Fang Fang

 3.9 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Wuhan Diary, Weiches Begräbnis und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Fang Fang

Fang Fang ist eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Chinas. Sie wurde 1955 geboren und lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr in Wuhan. In den letzten 35 Jahren hat sie eine Vielzahl von Romanen, Novellen, Kurzgeschichten und Essays veröffentlicht. Stets spielten die Armen und Entrechteten in ihren Werken eine große Rolle. 2016 veröffentlichte sie den von der Kritik gefeierten Roman Weiches Begräbnis, für den sie mit dem renommierten Lu-Yao-Preis ausgezeichnet wurde.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Weiches Begräbnis

Erscheint am 01.04.2021 als Hardcover bei Hoffmann und Campe.

Alle Bücher von Fang Fang

Cover des Buches Wuhan Diary (ISBN: 9783455010398)

Wuhan Diary

 (20)
Erschienen am 30.05.2020
Cover des Buches Weiches Begräbnis (ISBN: 9783455011036)

Weiches Begräbnis

 (0)
Erscheint am 01.04.2021
Cover des Buches Wuhan Diary (ISBN: 9783869745299)

Wuhan Diary

 (0)
Erschienen am 17.07.2020

Neue Rezensionen zu Fang Fang

Neu

Rezension zu "Wuhan Diary" von Fang Fang

Als alles begann
Pantoffeltiervor 20 Tagen

Anfang des Jahres 2020 wird erst nach und nach klar, dass in der Stadt Wuhan ein hochansteckendes neuartiges Virus aufgetreten ist. Als festgestellt wird, dass sich Corona von Mensch zu Mensch ausbreitet, die Infektionszahlen rasant steigen und die Krankenhäuser unter Überfüllung leiden, wird die Stadt für 76 Tage komplett von der Außenwelt abgeriegelt.
In dieser Zeit führt die Wuhaner Schriftstellerin Fang Fang ein Online-Tagebuch. Zunächst nur um sich zu beschäftigen und die Gedanken zu ordnen. Doch bald folgt ihr eine wachsende online-Community, auch wenn die Autorin ständig Wege finden muss, die Zensur zu umgehen und von manchen für ihre kritschen Äußerungen scharf angegeriffen und bedroht wird.
Von ihrer Wohnung aus protokolliert die Autorin die Ereignisse in der Stadt. Sie sammelt im Freundes- und Bekanntenkreis Informationen und schreibt auch über ihre eigenen Gefühle. Sie berichtet von Verlust und Trauer, von Hilflosigkeit, von Wut auf die Autoritäten, aber auch von Solidarität unter Nachbarn und dem herorischen Kampf von medizinischem Personal und freiwilliger HelferInnen.

Fang Fang kritisiert die Behörden dafür, dass sie die Bedrohung nicht ernst nehmen und Informationen zurückgehalten und vertuscht wurden. Immer wieder fordert sie Konsequenzen und macht auf das Leid der einfachen Bevölkerung aufmerksam. Dafür wird sie immer wieder angefeindet und bedroht.

Viele Dinge wiederholen sich zwangsweise im Laufe des Buches und nicht alles ist für den deutschen Leser nachvollziehbar und interessant. Trotzdem iat der Text als "historisches Dokument" bedeutungsvoll. Fang Fang selbst erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sagt selbst, dass ihre Sammlung als Teil vieler verschiedener Erlebnisse gesehen werden muss. Bemerkenswert sind nicht nur die Überlegungen darüber, wie mit der Ansteckungsgefahr umgegangen werden soll, sondern auch über den Umgang mit kritischen Stimmen.

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Rezension zu "Wuhan Diary" von Fang Fang

Wuhan Diary
Lisa0312vor einem Monat

Zum Inhalt 


Das Tagebuch der berühmten chinesischen Schriftstellerin Fang Fang aus einer abgeriegelten Stadt ist ein einzigartiges, ergreifendes Zeitdokument über den Kampf gegen einen unsichtbaren Feind, den die Menschen in Wuhan weltweit als erste führten.

Wuhan: Am 25. Januar, zwei Tage nachdem erstmals in der Geschichte eine 9-Millionen-Einwohner-Stadt komplett von der Außenwelt abgeriegelt wurde, beginnt Fang Fang, online Tagebuch zu schreiben. Eingeschlossen in ihrer Wohnung berichtet sie vom Hereinbrechen und dem Verlauf einer Katastrophe, von der Panik während der ersten Tage der Covid-19-Epidemie bis zu ihrer erfolgreichen Eindämmung. Sie erzählt von der Einsamkeit, dem heroischen Kampf des Personals in den Krankenhäusern, vom Leid der Erkrankten, dem Schmerz der Angehörigen von Verstorbenen und der Solidarität unter Nachbarn.

Millionen Chinesen folgen ihren Gedanken und ihren Geschichten aus dem unmöglichen Alltag – vom Zorn über die Untätigkeit und Vertuschungsmanöver der Behörden während der Anfangsphase der Epidemie und der Unterdrückung warnender Stimmen., bis zur Anerkennung der wirkungsvollen Maßnahmen der Regierung in den Wochen danach.

Fang Fang liefert einen unverstellten Blick auf die Katastrophe “von unten”, ganz nah an den Menschen, ihren Ängsten und Nöten, aber auch ihren kleinen Freuden und dem speziellen Wuhaner Humor selbst in dunkelsten Stunden. Zugleich wurde ihr Wuhan Diary in China zum Gegenstand erbitterter Auseinandersetzung über den Umgang mit kritischen Stimmen und Verantwortung – und somit über Chinas künftigen Weg.

„Als Zeugen, die wir die tragischen Tage von Wuhan miterlebt haben, sind wir verpflichtet, für diejenigen Gerechtigkeit einzufordern, die gestorben sind.“ - Fang Fang


Meine Meinung 

Ein interessanter Einblick in das Leben von Fang Fang nach der abriegelung der Stadt. Man kommt sehr schnell voran ,das der Schreibstil flüssig und die Kapitel nicht allzu lang sind. Stellenweise war es mir persönlich ein bisschen zu langatmig, aber ansonsten sehr interessant.  Man stellt sich die Frage ob es evtl. Verhindert werden konnte, wenn man nicht soviel vertuscht hätte. Aber das ist reine Spekulation von mir. Mir gefiel auch das Fang Fang sehr kritisch ist, vieles in Frage gestellt hat ,obwohl viele Beiträge gelöscht wurden . Sie fanden aber dennoch den in die weite Welt.  

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Rezension zu "Wuhan Diary" von Fang Fang

Wuhan - Wo alles begann
himbeerbelvor 5 Monaten

Auch wenn das Coronavirus die Jahreszahl 19 in der offiziellen Bezeichnung trägt, so ist doch 2020 das Jahr, welches maßgeblich davon bestimmt ist. Gefühlt verging bisher kein Tag, an dem man das Virus hätte vergessen können. Wohltuend, sich mit Büchern in andere Welten oder Aufgabenstellungen zu flüchten, aber als ich auf Fang Fang’s „Wuhan Diary“ aufmerksam wurde, hatte ich doch das Bedürfnis mich auch lesend mit Corona zu beschäftigen, um so eine andere Sichtweise und ein anderes Erleben im Umgang mit dem Virus kennen zu lernen – in dem Land, wo alles anfing.


„Beim Ausbruch der Epidemie, von der anfänglichen Ausbreitung bis zur jetzigen Explosion, haben wir die Situation zuerst falsch eingeschätzt, dann verschleppt und schließlich falsch gehandelt. Wir haben es versäumt, dem Virus zuvorzukommen, und rennen seither ständig hinter ihm her. Dafür zahlen wir einen enorm hohen Preis.“ (Fang Fang)


Erstmals in der Geschichte wurde eine Stadt mit neun Millionen Einwohnern für den Zeitraum von 76 Tagen komplett von der Außenwelt abgeriegelt. Vom 25. Januar bis zum 24. März 2020 führte die berühmte chinesische Schriftstellerin Fang Fang ein Online-Tagebuch aus ihrer Heimatstadt Wuhan. Eingeschlossen in ihrer Wohnung berichtet sie vom Hereinbrechen und dem Verlauf einer Katastrophe, von den Versäumnissen der ersten 20 Tage, der Unterdrückung warnender Stimmen, aber auch von den wirkungsvollen Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Coronavirus, den vielen freiwilligen Helfern und der großen Solidarität.


Fang Fang liefert einen unverstellten Blick auf die Katastrophe ‚von unten‘, ganz nah an den Menschen, ihren Ängsten und Nöten. Sie erzählt von der Einsamkeit, dem heroischen Kampf des Personals in den Krankenhäusern, vom Leid der Erkrankten, dem Schmerz der Angehörigen und der Solidarität unter Nachbarn. Millionen Chinesen folgten ihrem Blog – und teilen ihren Zorn über die Untätigkeit und Vertuschungsmanöver der Behörden während der Anfangsphase der Covid-19-Pandemie.


‚Wuhan Diary‘ ist ein leidenschaftliches Tagebuch voller Wärme, Mitgefühl und Zorn, das Online in China über 100 Millionen Leser fand. Aber man lernt dabei auch die andere Seite Chinas kennen, denn zugleich werden immer wieder ihre Beiträge aus dem Netz genommen, Fang Fang wird auf massive und entwürdigende Weise angegriffen, sie erhält sogar Morddrohungen. In dem Buch haben nun ihre Beiträge einen dauerhaften Platz gefunden und berühren die sensible Frage, wie der Umgang Chinas mit dem Ausbruch des Coronavirus zu bewerten ist.


Fang Fang gibt ihrer Wut und Trauer Raum in ihren Beiträgen und verzichtet bewusst auf besonderen literarischen Ausdruck. Das macht sie zu einer Bloggerin mit einer Stimme von nebenan, die ihren Gefühlen und Eindrücken freien Lauf lässt, die sich in ihrer Entrüstung auch mehrfach wiederholt, weil die Geschehnisse sie berühren und einfach nicht loslassen. Dennoch ist sie auf gewisse Weise privilegiert, denn sie verfügt über Kontakte, die sie von ‚vorderster Front‘ informieren. Auf ihre Weise fachsimpelt sie jedoch und findet manchmal auch Lösungen, von denen man als Außenstehender ahnt, dass diese nur am virtuellen Stammtisch gedacht, insgesamt aber nicht praktikabel sind. So wirken Fang Fangs Beiträge manchmal gut strukturiert, durchdacht und sind informativ, gelegentlich sind sie jedoch auch ein wenig wirr und getrieben von Wut, Verzweiflung und Hilflosigkeit, gewürzt mit einer gehörigen Prise Kämpfergeist, der sie trotz aller Repressalien ihr Online-Tagebuch weiterführen lässt.


Das „Wuhan Diary“ ist kein Buch, das sich leicht weglesen lässt, dazu geht die Thematik einfach zu nah. Beim Lesen werden einem die zahlreichen Todesopfer bewusst, die das Virus gefordert hat und im nach hinein lassen sich deutliche Fehler im Umgang damit erkennen. Doch der im Anhang in Kurzform geschilderte Verlauf der Coronapandemie macht deutlich, dass auch in Deutschland das Virus zu Beginn unterschätzt wurde und es zu Fehlentscheidungen kam. Es wäre wünschenswert, wenn aus den bisherigen Geschehnissen und Entscheidungen gelernt würde – weltweit und gemeinsam…

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