Fannie Flagg Das Wunder von Lost River

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Inhaltsangabe zu „Das Wunder von Lost River“ von Fannie Flagg

Nachdem sein Arzt bei ihm eine unheilbare Krankheit festgestellt hat, lässt Oswald das trübe winterliche Chicago hinter sich, um die letzten Wochen seines Lebens und sein letztes Weihnachtsfest im milden Klima von Lost River, Alabama zu verbringen. Die Bewohner des kleinen Städtchens nehmen ihn bereitwillig in ihre Gemeinschaft auf - vor allem die unverheirateten Damen begrüßen den Zuwachs. Als schließlich ein kleines Mädchen, ausgesetzt und ausgehungert in Lost River auftaucht, ist die Hilfe aller gefragt ...

Für mich das beste Buch von Fannie Flagg!

— LEXI
LEXI

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  • Entfliehen Sie dem Alltag mit „Das Wunder von Lost River

    Das Wunder von Lost River
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    17. September 2013 um 23:03

    Auf den kleinen Ort Lost River, ein idyllisch gelegener kleiner Ort im tiefsten Süden von Alabama, wird Oswald T. Campbell durch ein Prospekt, welches ihm sein Arzt in die Hand gedrückt hatte, aufmerksam. Eine niederschmetternde Diagnose, die Aussicht, nur noch einige Monate zu leben, sollte er den Winter über in Chicago bleiben, machten ihm zu schaffen. Es war zwar ein altes Prospekt, aber Oswald sprach es an. Nach etlichen Fehlversuchen landete er schließlich bei Mrs. Cleverdon in Lost River, die ihm mitteilte, dass das Woodbound-Hotel schon im Jahre 1911 oder so abgebrannt sei. Also ein wirklich altes Prospekt. Aber Oswald lässt sich nicht davon abbringen, regelt seine Dinge in Chicago, was vonnöten war. Schon vom ersten Kontakt her wurde Oswald auch nach seiner Ankunft in Lost River warmherzig von den derzeitigen Bewohnern aufgenommen, liebe Menschen, die wohl auf ihn gewartet hatten. Hier kannte jeder jeden, aber niemand wurde zu etwas gedrängt geschweige gezwungen. Genau das richtige für Oswald T. Campbell, denn was hatte er vor? Sich einzuigeln, auf sein letztes Stündlein warten? Da war man in Lost River am verkehrten Ort. Er wohnte bei Miss Betty Kitchen, zusammen mit deren Mutter, Miss Alma. Schon nach wenigen Seiten findet man zu sich selbst, seine innere Mitte, es ist wie ein in sich ruhen, wenn man sich auf die Geschichte einlässt. Eine ungeahnte Sehnsucht entsteht nach diesem Ort, nach Lost River. Die Autorin beeindruckt den Leser mit ihrer einzigartigen Schreibstil, ihrer Wortwahl, über das Leben der Gemeinschaft, dem Ort, der einzelnen Personen und Schicksalen, der Vielfalt der Tierwelt, vor allem der Vogelarten, einfach brillant. Trotz  der warmen Temperaturen, neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. Weihnachten steht vor der Tür. Inmitten des alltäglichen Lebens taucht ein kleines Mädchen auf, Patsy, ein krankes Mädchen. Wie sich später herausstellt, hat sie ein kaputtes Becken und eine gebrochene Hüfte, worum sich nie jemand gekümmert hat und die Brüche so heilten. Und dann ist da Jack, ein Vogel. Kein gewöhnlicher, er ist ein Kardinalsvogel. Schlaues Bürschchen. Für Patsy aber ist Jack mehr, etwas ganz Besonderes. Ihm schenkt sie ihr Vertrauen, ihre Liebe ist grenzenlos und schlecht in Worte zu fassen. Patsy, ein ungeliebtes Kind, ausgestoßen im Wald aufgewachsen, bei einer fremden Familie, in Lost River findet auch sie ihr Glück. Es wird nicht alles schön geredet bzw. geschrieben, aber irgendwie scheint ein ganz besonderer Regenbogen über diesem Ort zu schweben. Denn auch Oswald T. Campbell findet hier wieder zu sich selbst, erinnert sich an sein Talent aus einem scheinbar früheren Leben. Die Kunst des Zeichnens, sie war ihm in den Schoss gefallen. Fakt ist ... ... dass meine ersten Gedanken am Ende des Buches waren, ich möchte mehr davon lesen! Fannie Flagg hat mit ihrer Geschichte, auch wenn sie nur im Kopf entstanden ist, etwas wahrhaft Besonderes geschrieben. Man hat den Wunsch, diesen fiktiven Ort zu besuchen, ganz lange dort zu verweilen, aber die Geschichte zeigt auch auf, dass im Leben sehr viel miteinander verbunden ist. Und nicht nur das. Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, dem kann ich es nur empfehlen – lest es – sofort! Entfliehen Sie dem Alltag mit „Das Wunder von Lost River“. Zitat S. 179 Aber Patsy ließ sich nicht überzeugen. „Mr. Campbell sagt, wenn man sich etwas nur sehr wünscht, dann wird es auch passieren, und ich wünsche mir wirklich sehr, Jack wiederzusehen.“

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  • Rezension zu "Das Wunder von Lost River" von Fannie Flagg

    Das Wunder von Lost River
    LEXI

    LEXI

    14. July 2011 um 13:25

    Oswald T. Campbell erfährt im Rahmen einer Kontrolluntersuchung, dass seine Tage gezählt sind. Sine Lungenkrankheit hat sich drastisch verschlimmert und auf das dringliche Anraten seines Arztes entschließt er sich zu einer Ortsveränderung. Ein altes Werbeprospekt Dr. Obechecks klingt so viel versprechend, dass er kurzerhand in Lost River anruft und ein Zimmer mietet. Doch was Oswald, einem Waisenkind, das sein Leben lang an der Schattenseite stehen musste, in Lost River erleben wird, vermochte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorzustellen. Die kleine eingeschworene Gemeinschaft in Lost River nimmt ihn nicht nur mit offenen Armen in seiner Mitte auf, sondern teilt mit ihm Freud und Leid. Oswald darf zum ersten Mal in seinem Leben uneingeschränkte Sympathie und Offenheit erfahren, er bekämpft erfolgreich seine Ängste und den „Teufel Alkoholismus“, er verleiht seiner „vergessenen Liebe“ zur Malerei in vielen wunderschönen Aquarellen und Zeichnungen Ausdruck und findet letztendlich auch die Liebe. Nicht nur die Liebe zu einer ganz besonderen Frau, vielmehr auch die Liebe zu einem verstoßenen Waisenkind. Wie könnte er, Oswald, mit seiner Vorgeschichte, diesem Kind sein Herz nicht öffnen? Diesem armen Wesen all das bieten, was er in seiner Kindheit so sehr erhoffte und ihm verweigert worden war? Eine Kindheit in einem geordneten Zuhause, voller Liebe und Fürsorge, mit einer intakten Familie und voller Geborgenheit … Die Autorin hat dieses Buch in einzelne Kapitel aufgeteilt und bereits der Einstieg weckt die Neugier auf den Protagonisten Oswald. Fannie Flagg schreibt keine langen verschachtelten Sätze, begnügt sich oft auch nur mit kurzen Äußerungen, inszeniert kleine Dialoge zwischen den Bewohnern von Lost River und erzählt auf liebevoll-charmante Weise vom Leben und Leiden einer Kleinstadt. Der bezaubernde Schreibstil rundet das Bild ab und erweckt in mir den Wunsch, sämtliche Bücher dieser Schriftstellerin zu lesen. Ganz besonders angetan hat es mir die Beschreibung der Landschaft und der Tiere in Lost River. Sobald man beim Lesen dieses Buches kurz die Augen schließt, hat man ein klares Bild vor sich – ein Bild der Ruhe, der einzigartigen Natur und der vielen verschiedenen Arten von Vögeln am Lost River; man hört das leise Plätschern des Flusses, der sich durch die Landschaft schlängelt und bemerkt eine plötzlich aufkeimende Sehnsucht, diesen Ort tatsächlich einmal zu besuchen. Die Figuren in diesem Buch sind so liebevoll und detailliert gezeichnet, dass es unweigerlich dazu kommt, sich mit ihnen zu identifizieren. Man lebt, liebt und leidet mit den Bewohnern von Lost River– zwar in dem Bewusstsein, dass es sich um eine „heile-Welt-Geschichte“ handelt, jedoch schmälert dies keineswegs das Lesevergnügen. Fannie Flagg schildert die Sehnsüchte, die Wünsche und die kleinen Alltagssorgen der Bevölkerung und befasst sich nicht nur mit den Protagonisten Oswald, Francis und Patsy. Sie stellt uns auch viele Mitglieder der kleinen Stadt vor, um deren Wohlergehen sie sich ebenso intensiv kümmert. Man kann einfach nicht anders, als sie allesamt sympathisch zu finden. Der einzige „Bösewicht“ im Buch mutiert im Laufe der Geschichte ebenfalls zu einem ganz passablen Menschen … wohl ein kleines Detail mehr, um diesen Roman als ein idyllisches Märchen zu bezeichnen. Herzerwärmend schön! Es handelt sich hierbei um ein Taschenbuch mit einem Cover, das sofort verzaubert. Aufgrund der detaillierten Landschaftsbeschreibungen erkennt man das Bild, das Fannie Flagg beim Schreiben vor Augen hatte, als sie die Geschichte um Lost River erfunden hat und man hofft beinahe, dass es sich hierbei um eine wahre Geschichte handeln könnte … Fazit Diese Autorin versteht es auf unnachahmliche Weise, so viel Charme, Lebensfreude und Begeisterung in diesen Roman zu legen, dass man ihn schlicht und einfach lieben muss. Dieses Buch hat mich zutiefst berührt. Ich möchte „mehr“ von Fannie Flagg – und vor allen Dingen „mehr“ von Lost River erfahren. Ich möchte eintauchen in diese wunderschöne, idyllische Welt in Alabama und mich verzaubern lassen, der Realität und dem Alltag eine Weile entfliehen und meine Seele baumeln lassen, dort am Ufer des Lost River in Baldwin County …. 5 Sterne und die dringliche Empfehlung, dieses Buch zu lesen!

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  • Rezension zu "Das Wunder von Lost River" von Fannie Flagg

    Das Wunder von Lost River
    Rock-n-Roll

    Rock-n-Roll

    Die Sprache in diesem Buch ist eine Zumutung

    • 2
    LEXI

    LEXI

    24. May 2011 um 06:44
  • Rezension zu "Das Wunder von Lost River" von Fannie Flagg

    Das Wunder von Lost River
    nic

    nic

    11. January 2010 um 15:30

    Oswald T. Campbell, in einem Waisenhaus aufgewachsen und den Namen einer Suppe tragend, erfährt mit 52 Jahren von seinem Arzt, dass seine Lungenkrankheit sich soweit verschlechtert hat, dass er wohl in Kürze an dem Emphysem sterben wird und er erhält den Rat, sich in einem anderen Klima noch einige Wochen zu gönnen. Somit beschließt Campbell Chicago zu verlassen, da ihn keine Freunde oder Familie in der Stadt halten. Er kehrt ihr und dem tristen Winterwetter den Rücken und geht nach Lost River, wo selbst um Weihnachten noch Blumen blühen, weil das Klima mild ist. Oswald mietet sich ein Zimmer und wird in die Gemeinschaft aufgenommen, als gehöre er schon immer dazu. Seine Tage verbringt er am Fluss oder im Laden von Ray bis er sein Interesse am Malen entdeckt. Eines Tages taucht ein kleines, verkrüppeltes Mädchen auf, Patsy, die von allen ins Herz geschlossen wird und die sich einzig dem Vogel Rays öffnet, mit ihm verbringt sie Stunde um Stunde spielend in Rays Laden. Patsys Knochen sind fehlgebildet und sie erduldet große Schmerzen, bis ein Arzt sie untersucht und sich zur OP bereiterklärt. Alle Freunde setzen sich dafür ein, dass Geld für die notwendige Behandlung aufgetrieben wird und halten, wie in einigen anderen Dingen zusammen wie Pech und Schwefel. Das Wunder von Lost River ist ein wunderschöner Schmöker nicht nur für die Vorweihnachtszeit von Fannie Flagg, die vor allem durch "Grüne Tomaten" bekannt sein dürfte. Hier handelt es sich wieder um ein Buch im von ihr bekannten Schreibstil, absolut herzerwärmend und flüssig zu lesen. Einmal angefangen, musste ich immer weiterlesen. Man erfährt von Freundschaft und Zusammenhalt und es ist gar nicht so abwegig, dass es das all das auch im richtigen Leben gibt. Vielleicht macht gerade das die Bücher Flaggs aus, dass es einfach das ganz normale Leben beschreibt. Ohne Hektik, ohne Action, einfach nur schön.

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  • Rezension zu "Das Wunder von Lost River" von Fannie Flagg

    Das Wunder von Lost River
    petz

    petz

    05. June 2007 um 21:48

    Kl.text: Als der Pensionär Oswald T. Campell erfährt, dass er eine unheilbare Krankheit hat, lässt er das trübe winterliche Chicago hinter sich, um die letzten Wochen seines Lebens im milden Klima von Lost River, Alabama zu verbringen. Die Bewohner des Städtchens nehmen ihn bereitwillig in ihre Gemeinschaft auf - vor allem die unverheirateten Damen. Als dann ein kleines Mädchen, ausgesetzt und ausgehungert, auftaucht, ist die Hilfe aller gefragt. Meine Meinung: Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, ist eigentlich keine Liebesgeschichte, sondern eher ein Zeichen das es doch noch Nächstenliebe gibt. Ist teils rührend, witzig und traurig. Man kann sich sehr gut in die Bewohner von Lost River reinversetzen. Mir hat es ganz gut gefallen.

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