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Olek

vor 2 Jahren

(8)

Die Geschichte und meine Meinung:
Es sollte ein erholsamer Sommer für Rose und Daniel werden. Sie würden mit ihren erwachsenen Kindern den Sommer im italienischen Ferienhaus verbringen und zusätzlich noch ein befreundetes Paar einladen. 
Sie würden sich vom Berufsstress erholen und das gute Wetter genießen. 
Doch es kommt alle anders. 
Noch bevor die Gäste antreffen, bricht Roses perfekter Traum entzwei, als sie eine Nachricht auf dem Handy ihres Mannes liest. "Du fehlst mir. Ich liebe dich. Komm bald wieder. S "
Hat ihr Mann Daniel etwas eine Affäre? 
Viel Zeit bleibt Rose nicht, um das herauszufinden. Ihr Bruder Terry und seine Frau Eve sollten jeden Moment ankommen. Da möchte Rose nicht die entspannte Urlaubsstimmung verderben.
Und so plagt sie die Neugier, der Hass und die Unsicherheit. Da hilft auch die Freude über die langvermissten Kinder nicht. 
Rose kann ihre schlechte Stimmung nicht gut verstecken und muss sich unweigerlich Eve anvertrauen.
Und plötzlich stirbt Daniel. Niemand hat damit gerechnet und damit ist der Urlaub endgültig vorbei. Rose ist nun allein und steht vor ganz neuen Problemen, als einen Ehemann, der fremdgeht.

Die Geschichte hört sich interessanter an, als sie ist. 
Mich hat die langatmige, nicht auf den Punkt kommende Handlung einfach nur gelangweilt. 
Es gab überwiegend nur nichtsagende Passagen, die den Lesespaß dauerhaft gebremst haben. 
Der Schreibstil war zwar in Ordnung, hat sich aber nicht besonders hervorgehoben, und war nicht sonderlich ergreifend. 
Zudem war der abrupte Wechsel der erzählenden Personen sehr verwirrend. 
Von der Länge her waren die Kapitel in Ordnung, doch hätte man den ganzen Roman ruhig auf über die Hälfte kürzen können.
Das ist nämlich die größte Schwachstelle dieses Buchs. 
Ich konnte sogar ganze Buchteile, nicht nur Passagen, überspringen und habe trotzdem nichts von der Handlung verpasst. 
Das zeigt eigentlich schon, dass dieser Roman sehr viele Pufferstellen hat. Es wurde eindeutig mehr auf Quantität, als auf Qualität gesetzt.
Leider konnten auch die Charaktere nicht überzeugen. 
Die Autorin hat zwar versucht, jedem eine bestimmte Persönlichkeit zu verleihen, doch wirkt das sehr gezwungen und unnatürlich.... Das hat mich vor allem bei Roses Töchtern gestört. 
Es waren schon fast aufgezwungene stereotype Alternative.
Das Cover ist hübsch. Die Frau, die mit dem Rücken zum Betrachter steht ist vermutlich Rose. Der Titel ist irreführend. Es gab nämlich überhaupt keine italienische Affäre.. (Und das ist kein Spoiler!) 

Fazit: ( 1,5 von 5 Punkten)
"Eine italienische Affäre" ist ein totaler Reinfall und überhaupt nicht zu empfehlen.
Die Handlung enthält nur minimale Spannung und auch sonst kaum Emotionen. 
Es ist zum Ende hin ziemlich vorhersehbar, und deshalb nicht wirklich interessant.
Auch an der Umsetzung der Charaktere ist die Autorin leider gescheitert. 
Es gibt definitiv bessere Affären in Italien! 

Autor: Fanny Blake
Buch: Eine italienische Affäre
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