Liebesglück und Beerenkipferl

von Fanny Schönau 
4,2 Sterne bei63 Bewertungen
Liebesglück und Beerenkipferl
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Aufgrund meines mehr als getrübten Leseempfindens die ersten 120 Seiten kann ich hier nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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Heile Welt und gute Laune. Braucht man manchmal. 😊

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Inhaltsangabe zu "Liebesglück und Beerenkipferl"

Städterin mit Schuhtick trifft auf liebenswerte Landeier – und in Hinter-Russbach bricht das Chaos aus …

Karla Fischer ist hübsch, clever und zielstrebig. Ideale Voraussetzungen, um in der PR-Welt Karriere zu machen. Und tatsächlich, Karla wird befördert – allerdings geradewegs vor die Tür. Und es kommt noch dicker: Das Arbeitsamt vermittelt sie nach Hinter-Russbach, quasi ans Ende der Welt, zur Schuhmanufaktur Gosauer. Mit Blick auf ihren Kontostand motiviert Karlas biederer Bankberater Paul Lenz sie, die Expedition anzutreten. Ein Albtraum! Zum Glück gibt es Karlas Kollegin, die unterforderte Schuhdesignerin Eva, deren rustikale Tante Mirli mit ihren himmlischen Beerenkipferln und den Erdnüsse futternden Dackel Guido. Doch just, als aus Karlas Kuhdorfkoller Landliebe wird, geht die Schuhmanufaktur Pleite. Der Schock sitzt. Bis die Sache eine unerwartete Wendung nimmt – und ausgerechnet Banken-Paul sich als charmanter entpuppt, als anfangs vermutet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442480111
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:16.09.2013

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    peedeevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Aufgrund meines mehr als getrübten Leseempfindens die ersten 120 Seiten kann ich hier nicht mehr als 3 Sterne vergeben.
    „Schau’n wir mal, dann seh’n wir schon“

    Die Wienerin Karla Fischer ist bereit, in der PR-Welt Karriere zu machen. Doch statt der erhofften Beförderung wird sie gefeuert! Das Arbeitsamt vermittelt ihr einen Job in einer Schuhmanufaktur. Wow – Volltreffer, oder? Karla liebt nämlich Schuhe und bei ihren Shoppingtouren werden das Limit des Bankkontos und die Nerven ihres Bankberaters Paul Lenz bis zum äussersten ausgereizt. Doch der vermeintliche Job-Volltreffer führt sie raus aufs Land, nach Hinter-Russbach. Ist das überhaupt noch Österreich? Was verstehen diese „Landeier“ von Schuhen? Doch Karla kann sich nicht weigern, denn sonst gibt’s kein Geld…

    Erster Eindruck: Ein witziges Cover mit Hirschkopf an der Wand, die High heels auf der karierten Tischdecke, ein witziger (geprägter) Buchtitel – mir gefällts.

    Für mich ist es das erste Buch von Fanny Schönau. Dies ist das Pseudonym der österreichischen Autorin Karin Bischof. Der vorliegende Debütroman entstand noch in Zusammenarbeit mit Co-Autorin Magdalena Guilarte; der zweite Roman wurde bereits im Alleingang geschrieben.

    Ich muss zugeben, ich habe das Buch wegen des witzigen Covers gekauft und da es durchwegs positive Bewertungen dazu gab. Nur tat ich mich die ersten ca. 120 Seiten äusserst schwer damit und wollte mehrfach das Buch abbrechen. Warum? Ich hatte wirklich Mühe mit Karla: sie die weltgewandte Städterin, die Partys liebt und Shopping als Extremsport betreibt – ungeachtet dessen, dass sie stets ihr Konto überzieht. Sie äussert sich extrem herablassend über die „Hinterwäldler“. Das hat mir gar nicht gefallen. Natürlich wurde das absichtlich so überzogen dargestellt, aber das war eben nicht mein Fall. Doch dann hat Karla sich verändert und mir gefiel das Buch viel besser. Zudem kam auch etwas Fahrt in die Geschichte.
    Was mir gut gefallen hat, waren die Beschreibung von Land und Leuten sowie die eingestreuten Dialektpassagen. „Schau’n wir mal, dann seh’n wir schon.“

    Der Rupert ist als Chef der Schuhfabrik wirklich nicht die richtige Besetzung. Er, der die Kräuter und Pflanzen um sich herum so liebt, aber eben die Fabrik vom Onkel übernehmen musste. „I hab mir dacht, i kann meinen Kopf in den Sand stecken. Jetzt weiss i, dass man nachher mit den Zähnen knirscht.“ Gut gesagt, oder? Ein grosser Schock für alle, dass die Gosauer zusperren müssen. Dass nun Karla nach zwei Monaten zwar früher als erwartet nach Wien zurückkann, ist zwar erfreulich, aber andererseits hat sie dann wieder keinen Job (und kriegt auch keinen weiteren Überzugskredit bei der Bank). Zurück in Wien, muss sie wohl oder übel wieder beim Arbeitsamt und der Bank vorstellig werden. Mit einem ganz anderen Ausgang, als erwartet…

    Mir hat z.B. der grummelige Toni sehr gut gefallen. Als er für einen Geschäftsbesuch in Wien ist, wird er wichtigtuerisch auf den Le-Corbusier-Sessel von 1929 hingewiesen, was ihn jedoch nicht beeindruckte: „Kann er fliegen?“ Natürlich nicht. Dann meinte er: „Also auch nur ein Sessel.“ Tja, wo er recht hat… Auch die Tante Mirli und Eva haben mir sehr gut gefallen.

    Aufgrund meines mehr als getrübten Leseempfindens die ersten 120 Seiten kann ich hier nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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    Isbelvor 3 Jahren
    Leichte Lektüre

    Mehr als im Klappentext verraten wird, möchte ich auch nicht zum Inhalt dieses Buches schreiben. Karla, unsere Hauptperson, war mir schnell sympathisch. Aus einer vorurteilsbehafteten Großstädterin entwickelt sich im Laufe des Buches eine neue Karla, die so einiges in ihrem Leben überdenkt und dadurch ihr Glück finden kann. Sie hat zwar ein paar Macken und manchmal habe ich mir auch gedacht, "Das kann ja nur schief gehen", aber genau das macht Karla für mich als Leser authentisch. Nichts ist schlimmer als "perfekte" Protagonisten. Auch wenn ich nicht nachvollziehen kann, wie man so verantwortungslos mit seinem Geld umgehen kann. 
    Die anderen Charaktere des Buches waren auch sehr schön ausgearbeitet. Karlas Kollegen in Hinter-Russbach hatten alle ihre Macken und Eigenarten, was zum einem sehr lustig zum Lesen war, andererseits aber auch klischeehaft alla verschrobene Hinterwäldler. Besonders Eva fand ich toll.

    Alles in allem, finde ich das, dass das Buch eine gute Unterhaltungslektüre ist. Nicht wirklich anspruchsvoll, aber trotzdem gut zu lesen.

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    JoJansenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Heile Welt und gute Laune. Braucht man manchmal. 😊
    Modernes Märchen mit vielen Schuhen

    Schuhe und Schuhe sind nicht dasselbe. Das muss Karla Fischer erkennen, eine zielstrebige und hübsche Karrierefrau, die gerade ihren Job als PR-Beraterin verloren hat. Hinter-Russbach klingt zwar wie ziemlich hinterm Berg, aber immerhin werden dort SCHUHE gefertigt. Aber was für welche! Die Treter sind genauso rustikal wie die gemeinsamen Brotzeiten. Überhaupt ist Hinter-Russbach ein Kulturschock für die verwöhnte Großstädterin. Nur langsam kann Karla sich mit der neuen Umgebung anfreunden. Tante Mirli ist eine Tante, wie sie jeder gern hätte, und sie backt himmlisch leckere Kipferl. Eva kommt doch endlich dazu, die Schuhe zu designen, die sie für viel schöner und verkäuflicher hält. Als alles gerade in die richtige Richtung zu laufen scheint, bricht die nächste Katastrophe über Karla und die gesamte Schuhfirma herein. 


    Aber, wie es sich für dieses Genre gehört, gibt es einen Prinzen, der zunächst gar nicht danach aussieht, ein paar Irrungen und Verwirrungen und kurzzeitig scheint es wirklich übel zu stehen. Aber letztendlich ist die Geschichte ein modernes Märchen, in dem zum Schluss alle glücklich und zufrieden usw. ... Mir waren es ein paar Zufälle zu viel, die zur glücklichen Lösung führten. Aber egal, so ist das Genre, Klischees sind schließlich dazu da, bedient zu werden. Das Buch ist genau richtig, um an trüben Tagen für gute Laune zu sorgen. Beim Lesen huschte immer wieder ein Lächeln über mein Gesicht. 


    Fazit: 4**** und viel Spaß beim Lesen! 

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    Maerchenbuchs avatar
    Maerchenbuchvor 3 Jahren
    Großstädterin trifft auf Provinz

    Die Großstädterin, Karla Fischer, verliert ihren schicken Job in einer angesagten Wiener PR Agentur und wird, zu ihrem Missfallen, vom Arbeitsamt nach Hinter-Russbach vermittelt. In dem dörflichen Provinzidyll, in den Salzburger Bergen, ist die kleine, alteingesessene und altmodische Schuhmanufaktur Gosauer beheimatet, der Karla mit frischen PR-Ideen neuen Schwung geben soll. Karlas Bankberater Paul Lenz, rät der Wienerin dringend die neue Arbeitsstelle anzunehmen und so macht sich Karla auf den Weg in das abgelegene Alpendorf.

    Als sie bei den Gosauer Hinterwäldlern ankommt, ist ihr mit einem mal klar, dass in Hinter-Russbach die Uhren anderes ticken und ihre anfängliche Vorfreude, als PR Beraterin für einem Schuhhersteller arbeiten zu dürfen, ist dahin. Karla kann sich nur schwer in das behagliche und heimelige Landleben einfügen; zu sehr vermisst sie ihren Großstadt Lifestyle.

    Doch mit der Zeit lernt sie das Dorfleben und seine skurrilen aber freundlichen Bewohner besser kennen. Karlas gemütlichen Chef Rupert „Yeti“, die liebenswürdige Schuhdesignerin Eva, die rustikale Tante Mirli und viele weitere Hinter-Russbacher, begrüßen die Wienerin freundschaftlich und integrieren sie in die Gosauer Gemeinschaft.

    Leider stoßen Karlas Werbeideen, für die Schuhfabrik, bei Rupert nur auf wenig Interesse, denn seine Leidenschaft gilt nicht dem Geschäft sondern der Gemütlichkeit und den Pflanzen und als Karla nun endlich die Vorzüge der beschaulichen Lebensart lieben lernt, geht die Schuhmanufaktur bankrott und Karla muss zurück nach Wien. Bis die Angelegenheit eine unerwartete Wendung nimmt, denn Karla beginnt mit viel Herz für Hinter-Russbach und ihre neuen Freunde zu kämpfen.

    Obwohl im Debütroman des österreichischen Autorenduos, Karin Bischoff und Magdalena Guilarte, nicht mit Klischees gespart wird, begeistern die Autorinnen mit einem charmanten und amüsanten Buch, ganz nach dem Motto: „Großstädterin trifft auf Provinz“. Dem Verlag ist die Gestaltung des Buchcovers besonders gut und passend gelungen, denn es ist äußerst detailreich und liebevoll gestaltet und vermittelt pures „Alpen Feeling“. Sowohl die originellen Charaktere als auch die Landschaftbeschreibung des wunderschönen Dachsteinpanoromas, laden ein, in die Geschichte einzutauchen. Die Protagnisten werden sehr lebensnah dargestellt und sind erfrischend lustig gezeichnet. Mit viel Witz und Humor wird die Lebensart in den Bergen beschrieben und man bekommt Lust, gleich selbst die Alm zu erobern.

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    Ritjas avatar
    Ritjavor 3 Jahren
    Leichte Geschichte

    Karla. 
    Eine junge PR-Fachfrau mit einem übervollen Kleiderschrank, einem sehr gut gefüllten Schuhfach und einem sehr leeren Konto. Sie stresst ihren Bankberater Paul Lenz mit fantasievollen Ausreden und Erklärungen, um den Dispo noch ein wenig auszudehnen. Sie hechtet von einer Party zur nächsten Einweihungsfeier zum nächsten Event. Sie ist 32 Jahre alt und unabhängig, was nichts anderes bedeutet als mann- und kinderlos. 

    Eigentlich könnte es so weitergehen, wären da nicht die Kündigung und die Arbeitslosigkeit. Da es immer ein Licht am Ende des Tunnels gibt, wird Karla ein Job im Salzkammergut angeboten. Nach dem verdauten Schock und vielen Fluchen später nimmt sie das Angebot an und zieht in die Provinz zu den stinklangweiligen Hinterwäldlern. 
    Man ahnt schon, was jetzt noch folgt (und leider verrät der Covertext auch recht viel) und wie es enden wird, aber Karla ist so schön voreingenommen und mit Klischees vollgestopft, dass man sich die Geschichte nicht entgehen lassen möchte. Sie stolpert von einem Vorurteil zum nächsten und muss so manche Schlappe dabei einstecken. Die Charaktere der Geschichte sind so aufgebaut, dass man fast jeden irgendwie mag. Jeder hat eine ganz besondere Eigenschaft, Eigenheit oder ist einfach nur schrullig. Man findet immer wieder Stellen zum Schmunzeln und entspannt sich bei diesem Buch von ganz alleine. 

       Wer gern leicht kitschige und vorhersehbare Geschichten mag, etwas lesen möchte ohne Albträume zu bekommen oder einen verregneten Tag überbrücken muss, kann hier gern zu greifen. Als Bonus gibt es das Beerenkipfelrezept obendrauf.

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    tigerbeavor 4 Jahren
    Rezension zu "Liebesglück und Beerenkipferl" von Fanny Schönau

    Karla Fischer arbeitet als Angestellte in einer Wiener PR-Agentur.Doch dann passiert es: ihr wird gekündigt, da die Wirtschaftslage mehr als schlecht ist. Und auch ihr Bankberater macht ihr klar, daß sie mit ihrem Shoppingverhalten so nicht weiter über die Runden kommt. Als auch noch das Arbeitsamt keine Stelle in Wien für sie hat und sie erfährt, daß ihre einzige Möglichkeit die Firma Gosauer Schuhe in Hinter - Russbach ist, bricht für Karla eine Welt zusammen. Als geborener Großstadtmensch tut sie sich zunächst schwer mit den Gewohnheiten der Hinter - Russbacher, doch schnell lebt sie sich ein und lernt die Dorfbewohner und die Kollegen aus der Schuhfabrik kennen und schätzen. Bis sie schließlich sogar gemeinsam mit ihnen um den Erhalt der Firma kämpft....

    Dies Buch ist pure Unterhaltung. Man liest und liest und findet einfach kein Ende. Der Schreibstil ist locker und flockig, der Humor von einer sehr angenehmen Art. Nicht zu albern, aber doch intensiv. Die Charaktere sind durchweg liebevoll beschrieben, man mag sie einfach sofort. Die Handlung ist durchweg interessant und trotz des Humors auch sehr spannend, denn man möchte als Leser ja unbedingt wissen, wie lange es Karla in der Provinz aushält und wie es ihr dort ergeht. Ganz nebenbei wird man auch nachdenklich, denn es stellt sich die Frage, ob man nicht auch auf anderem Wege als der Karriereleiter glücklich werden kann und daß sich hinter mancher Maske ein ganz anderer Mensch versteckt. Man sollte wirklich öfter mal einen zweiten Blick riskieren. 

    Auf dieses Buch bin ich aufgrund des tollen Covers aufmerksam geworden und nicht enttäuscht worden!

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    Buechersuechtigs avatar
    Buechersuechtigvor 4 Jahren
    Achtung: Großstadtfrau in den Bergen!

    DIE GESCHICHTE:
    Karla Fischer möchte es in der PR-Welt ganz weit nach oben schaffen, doch leider wird die hübsche Wienerin gekündigt und muss sich wegen ihres ständig überzogenen Kontos einen neuen Job suchen, doch anscheinend braucht in der Landeshauptstadt niemand eine PR-Fachfrau. Schließlich nimmt sie einen Job als PR-Mitarbeiterin in der Schuhmanufaktur Gosauer an und begibt sich tapfer nach Hinter-Russbach. Im Salzkammergut erwartet Karla ein wahrgewordener Albtraum, denn in ihrer kleinen Wohnung gibt es nicht mal einen Fernseher! Wie gut, dass es Eva, die begabte Schuhdesignerin gibt, die ihr mit Tante Mirlis Schnaps und Beerenkipferln hilft, sich in Hinter-Russbach einzuleben...


    MEINE MEINUNG IN KURZFORM:
    Kauf-/Lesegrund: Als Österreicherin hat mich dieser Roman einfach angesprochen.

    Reihe: Nein, Einzelbuch

    Besonderheit: Im Buchinneren findet sich das Rezept von Tante Mirlis Beerenkipferln, die ich sicherlich ausprobieren werde (am liebsten natürlich sofort).

    Handlungsschauplätze: Von Wien führt uns die Geschichte nach Hinter-Russbach ins oberösterreichische Salzkammergut und beinhaltet bildhafte Schauplatzbeschreibungen.

    Handlungsdauer: Die Handlungsdauer umfasst mehrere Monate.

    Hauptperson: Karla Fischer, 33, die arbeitslose PR-Fachfrau zieht wegen eines neuen Jobs in der Schuhmanufaktur Gosauer für 6 Monate von der Großstadt ins Salzkammergut. Karla ist eine sympathische Protagonistin mit einem Schuhtick und ein paar Macken, die eine beachtliche Weiterentwicklung durchmacht.

    Nebenfiguren: Karlas Freundin Ellie, der biedere Bankberater Paul Lenz, ihre neuen Kollegen wie z.B. Schuhdesignerin Eva, ihren desinteressierten Chef Rupert, Sekretärin Sandra, Näherin, Toni, Peter und Hans sowie Evas Tante Mirli, die die besten Beerenkipferl bäckt, sind interessante Persönlichkeiten. Leider finden hier für meinen Geschmack zu viele Nebencharaktere Verwendung.

    Romanidee: Nicht ganz neue Grundidee (Großstädterin auf dem Land) mit einer gelungenen Umsetzung

    Erzählperspektive: Karla schildert die turbulenten Geschehnisse aus ihrem Blickwinkel (in der 3. Person) und lässt uns auch an ihren Gedanken & Gefühlen teilhaben.

    Handlung: Unterhaltsame & nette Geschichte voller Humor und Wortwitz, die stellenweise ein wenig vorhersehbar bzw. klischeehaft ist, aber sich dennoch rasch lesen lässt und mir einige Lacher entlockt hat. Der verwendete Dialekt bereitet mir keine Probleme (auch wenn ich aus einer anderen Ecke Österreichs stamme) und verleiht der Geschichte Authentizität. Die verwendeten Ausdrücke werden im Glossar erklärt.

    Schreibstil & Co: "Liebesglück und Beerenkipferl" wartet mit einer locken-leichten Schreibweise, amüsanten Dialogen und einem Humor auf, der ganz auf meiner Wellenlänge liegt.

    FAZIT:
    "Liebesglück und Beerenkipferl" garantiert dank der abwechslungsreichen Story, der liebenswerten Hauptperson Karla und des angenehm leichten Schreibstils ein paar kurzweilige Lesestunden. Bis auf die unzähligen Nebenfiguren und die vorhersehbaren Szenarien hat mir mein erster Roman von Fanny Schönau sehr gut gefallen, weshalb ich bezaubernde 4 STERNE vergebe.

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    MrsFoxxvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Super!
    Hier kommen die Gosauer

    Dank der desaströsen Geschäftspolitik ihrer Vorgesetzten wird Karla Fischer von einer der Top-Werbeagenturen Wiens gekündigt. Das Society-Girl fürchtet nun nicht nur die Armut, sondern auch den Verlust ihres mühsam aufgebauten Images. Deshalb sagt sie auch ohne große nachfrage zu, als der Typ vom Arbeitsamt ihr einen Werbe-Job bei einem Schuhhersteller anbietet. Dass sie dafür ins Salzburger Hinterland ziehen muss, ist nur eine von vielen Überraschungen, die daraufhin auf Karla warten...


    Dieser Regional-Roman bietet etwas Abwechslung zu den vielen Regional-Krimis die derzeit auf dem Markt verfügbar sind. Mit viel Lokalkolorit und einer sympathischen, wenn auch reichlich naiven Hauptdarstellerin schreibt sich das Autorenduo Fanny Schönau in die Herzen der Leser.

    Liebenswerte Nebendarsteller und einige schräge Charaktere sorgen für Kurzweile und auch einige Lacher.

    Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist flüssig und frisch. Leider gab es ein paar interessante bzw. prekäre Situationen, die mir zu schnell abgehandelt wurden. Hier hätten sich Magdalena Guilarte und Karin Bischof ruhig noch ein paar Seiten mehr Zeit lassen können.

    Wie auch in vielen Anderen Büchern des Regional-Genres ist auch hier ein Rezept zu finden. Und zwar eins, das sich wirklich vielversprechend liest. Die Kipferl auf jeden Fall nach Mirlis Rezept ausprobiert ;-)


    Fazit: Ein größtenteils gelungener Regional-Roman, für dessen letztes Drittel sich das Autorenduo ruhig noch etwas mehr Zeit hätte lassen können. Dank vieler schöner Momente gibt trotzdem eine Leseempfehlung für Karla und ihre Gosauer!

    Kommentare: 1
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    Lisbeth76s avatar
    Lisbeth76vor 5 Jahren
    Witzig, aber auch etwas oberflächlich

    Ganz einfach fällt es mir nicht dieses Buch zu bewerten. Zum Einen ist es unterhaltsam und dank der Protagonistin Karla Fischer sehr spritzig, zum Anderen hab ich es als etwas oberflächlich und durch den österreichischen Dialekt manchmal etwas nervig empfunden.

    Karla Fischer macht einen großen Wandel durch. Bisher waren ihr Aussehen, Parties und ein guter Stand in der Gesellschaft wichtig, doch nach wird sie aus ihren guten Job entlassen und braucht dringend eine neue Arbeitsstelle, um ihr Konto wieder gut zu füllen und damit die nächsten Shoppingtouren möglich zu machen. So landet sie notgedrungen in einem Kuhdorf namens Hinter-Russbach, weit von ihrer Heimatstadt Wien entfernt, wo die Zeit irgendwann einmal stehengeblieben ist. Karla trieft anfangs nur so vor Selbstmitleid, doch nach und nach freundet sie sich mit diesem Völkchen an und findet in Kollegin und Schuhdesignerin Eva und ihrer Tante Mirli, die die besten Beerenkipferl backt, neue Freundinnen.

    Allerdings weiß Karla nicht, was ihre Aufgabe in der Schuhmanufaktur Gosauer sein soll. Die PR-Frau kann bei ihrem neuen Chef Rupert keine Begeisterung für ihre Werbestrategien entfachen, im Gegenteil, er wirkt gleichgültig was die Zukunft der Manufaktur angeht, Leidenschaft entdeckt man bei ihm erst, wenn´s darum geht seine Angestellten zu bekochen.

    Auf Hochtouren kann Karla erst auflaufen, als die Schuhmanufaktur pleite geht, sie hat eine großartige Idee, die allerdings großen Einsatz und eine finanzielle Grundlage erfordert. Hier kommt ihr Bankberater Paul Lenz in´s Spiel, der scheinbar nicht nur ein biederer Anzug-Mensch ist, was Karla sehr spät klar wird.

    Die Geschichte um Karla und ihrer Mission in Hinter-Russbach hat mich mich ganz gut unterhalten und mir den ein oder anderen Schmunzler entlockt. Die Hinter-Russbacher hab ich als einen netten Schlag Menschen kennengelernt, jeder kennt jeden, es wird zünftig gefeiert, man setzt sich füreinander ein und abgeschlossene Türen braucht hier niemand, die Uhren ticken einfach anders. Leider konnten mich Karla jedoch kaum überzeugen, ihr Wandel von der Großstadt-PR-Frau zur Freundin mit Herz war für mich nicht sehr nachvollziehbar. Sie wurde mir am Ende zwar immer sympathischer, aber gereicht hat´s nicht ganz. Vieles wirkte etwas überzogen.

    Ich gebe dem Buch 3 Punkte für einen flüssigen Stil, bei dem mich nur der Dialekt manchmal etwas aufgehalten hat, recht gute Unterhaltung und den Hinter-Russbachern, die mir im Gegensatz zu Karla ein bisschen an´s Herz gewachsen sind.

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    Thrillerladys avatar
    Thrillerladyvor 5 Jahren
    tolles Cover & macht noch mehr Lust auf Österreich

    Liebesglück und Beerenkipferl von Fanny Schönau (Komödie, 2013)

    - tolles Cover & macht noch mehr Lust auf Österreich -

    Dieser Roman stammt aus der Feder des Autorenduos Magdalena Guilarte und Karin Bischof, was sich hinter dem Pseudonym Fanny Schönau verbirgt.

     

    Er hat mir im Großen und Ganzen recht gut gefallen, aufgrund einer guten Story, eines guten Schreibstils und der Tatsache, dass ich nun noch mehr Lust habe, endlich mal Österreich zu besuchen. Mir fehlte lediglich ein wenig das gewisse Etwas in der Story, was sie zu etwas wirklich Besonderem hätte werden lassen. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, so dass für mich der Lesegenuss erfüllt wurde.

     

    Zudem erwartet den Leser nicht nur ein toll gestaltetes Buch, sprich mit Fotos der Autorinnen, denn zusätzlich gibt es eine Art Wörterbuch, die die in der Story vorkommenden österreichischen Wörter übersetzt, sowie ein Rezept der immer wieder mal erwähnten Heidelbeerkipferl. Somit ist hier nicht nur für den Lesegenuss, sondern auch für den kulinarischen Genuss gesorgt.

    Zudem dürfen sich schuhbegeisterte Frauen auf eine Story rund um Schuhe freuen, was somit einen weiteren Leseaspekt einschließt.

     

    Fazit:

     

    Ein durchaus gelungener Roman, wo mir allerdings ein wenig der Kick fehlte, so dass es für mich ein besonderes Highlight hätte werden können. Trotzdem für mich lesenswert, da er mich gut unterhalten konnte und mit ein paar Besonderheiten aufwartet, die allerdings nichts mit der Story zu tun haben.

    Note: 2-

     

     

     

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    jess020s avatar
    Städterin mit Schuhtick trifft auf liebenswerte Landeier – und in Hinter-Russbach bricht das Chaos aus…

    Mit "Liebesglück und Beerenkipferl" erscheint diesen Monat der unterhaltsam-romantische Debütroman des Autorenduo Fanny Schönau. Die österreichischen Autorinnen setzen ihre Protagonistin Karla Fischer aus der Großstadt aufs Land, wo sie bei einer Schuhmanufaktur arbeiten soll. Eigentlich der Traum jeder Frau - oder?

    Karla Fischer ist hübsch, clever und zielstrebig. Ideale Voraussetzungen, um in der PR-Welt Karriere zu machen. Und tatsächlich, Karla wird befördert – allerdings geradewegs vor die Tür. Und es kommt noch dicker: Das Arbeitsamt vermittelt sie nach Hinter-Russbach, quasi ans Ende der Welt, zur Schuhmanufaktur Gosauer. Mit Blick auf ihren Kontostand motiviert Karlas biederer Bankberater Paul Lenz sie, die Expedition anzutreten. Ein Albtraum! Zum Glück gibt es Karlas Kollegin, die unterforderte Schuhdesignerin Eva, deren rustikale Tante Mirli mit ihren himmlischen Beerenkipferln und den Erdnüsse futternden Dackel Guido. Doch just, als aus Karlas Kuhdorfkoller Landliebe wird, geht die Schuhmanufaktur Pleite. Der Schock sitzt. Bis die Sache eine unerwartete Wendung nimmt – und ausgerechnet Banken-Paul sich als charmanter entpuppt, als anfangs vermutet... >>> Leseprobe

    Seid ihr auch schon so neugierig, wie es Karla auf dem Land ergeht? Backt ihr leidenschaftlich gerne und möchtet ihr die himmlischen Beerenkipferln von Tante Mirli auch mal probieren? Dann macht mit bei unserer Lese- und Backrunde! Wir wollen nicht nur gemeinsam das Buch lesen und uns darüber austauschen, sondern auch gemeinsam backen - natürlich auch Tante Mirlis Beerenkipferl. Dafür verlosen wir gemeinsam mit dem Goldmann Verlag 25 Leseexemplare unter allen Bewerbern, die uns in einem Kommentar folgendes verraten:

    Stellt euch vor, ihr könntet euren eigenen Schuh kreieren - wie würde dieser aussehen?


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