Das Buch liest sich trotz zahlreicher guter Formulierungen weniger als Roman als wie ein autofiktionaler Bericht. Tatsächlich zitiert die Autorin an einer Stelle auch einmal Annie Erneaux.
Fanny Wobmann lebte als Kind 4 Jahre in Madagaskar, weil ihr Vater als Förster dort als Entwicklungshelfer tätig war.
Jetzt als Erwachsene und als Autorin erinnert sie sich an die Zeit und versucht sie zu werten. Nicht bei allen Erinnerungen ist sie such sicher, ob alles stimmt. Sie tritt in Briefwechsel mit ihrer damaligen Freundin Nirina, um eine weitere Perspektive auf das Leben in dieser Zeit zu erhalten. Sie befragt auch ihre Eltern und Filmemacher, die damals in Madagaskar drehten.
Die Wirkung der Entwicklungsarbeit sieht sie durchaus teilweise auch kritisch.
Es ist ein interessantes Buch, auch weil die Autorin so einen tiefen Einblick in ihre Erinnerungs- und Schreibarbeit gibt.




