Fatima Daas

 4,2 Sterne bei 37 Bewertungen

Lebenslauf

Fatima Daas ist 1995 in Frankreich als jüngstes Kind algerischer Eltern geboren. In ihrem Debütroman Die jüngste Tochter setzt sie sich mit ihrer algerischen Herkunft und ihrem französischen Leben, ihrem muslimischen Glauben und ihrer Homosexualität auseinander. Der Roman stand wochenlang auf der französischen Bestsellerliste, wird von der Presse gefeiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2021 wurde die deutsche Übersetzung mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Fatima Daas

Cover des Buches Die jüngste Tochter (ISBN: 9783548066905)

Die jüngste Tochter

(34)
Erschienen am 29.08.2024
Cover des Buches Spiel das Spiel (ISBN: 9783546101608)

Spiel das Spiel

(3)
Erschienen am 26.02.2026

Neue Rezensionen zu Fatima Daas

Cover des Buches Spiel das Spiel (ISBN: 9783546101608)
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Rezension zu "Spiel das Spiel" von Fatima Daas

BeautyBooks
Okay für zwischendurch. Mehr aber auch nicht.

Zuhause ist Kayden nie alleine und immer an der Seite ihrer Mutter und ihrer großen Schwester. In der Schule verbringt sie tagtäglich viel Zeit mit ihren Freundinnen Nelly, Samy und Djenna. Kayden beobachtet ihren Alltag und ihre Mitmenschen sehr genau und schreibt alles auf was sie sieht und nicht sieht, vor allem aber, wie sie alle ihren Platz in einem starren System suchen. Ihre strenge Französischlehrerin liest eines Tages einen ihrer Texte der Klasse vor. Dank ihres Textes öffnet sich auch die ein oder andere Tür für Kayden und sie hat die Chance, sich für die Eliteuni Sciences Po zu bewerben, dessen Aufnahmeprüfung sie auch besteht. Allerdings weiß Kayden nicht, ob sie diesen Weg tatsächlich gehen möchte. Was sie allerdings ganz sicher weiß: sie möchte mehr Zeit mit ihrer Französischlehrerin verbringen. Viel zu spät, als die Gefühle für diese Frau bereits da sind, erkennt Kayden, dass ihre Französischlehrerin nach anderen Regeln spielt als sie selbst. 
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Meine persönliche Meinung:
Ich habe bereits das Buch "Die jüngste Tochter" von Fatima Daas gelesen, das mir damals recht gut gefallen hat. "Spiel das Spiel" konnte mich tatsächlich nicht so richtig überzeugen. Die Story plätscherte von Anfang an nur so dahin und irgendwie konnte sie mich nicht wirklich packen oder gar überzeugen. Auch habe ich irgendwie keine Verbindung oder sonstiges zu den Charakteren aufbauen können. Sie waren für mich nicht wirklich greifbar, eher flach und unnahbar. Ein Buch, das für mich ganz okay für zwischendurch war, mehr aber auch nicht. Mehr habe ich dazu leider gar nicht zu sagen. Es wäre gar nicht so uninteressant im allgemeinen gewesen, aber leider war es nicht so wirklich das richtige Buch für mich.

Cover des Buches Die jüngste Tochter (ISBN: 9783546100243)
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Rezension zu "Die jüngste Tochter" von Fatima Daas

Yurelia
Fatima Daas: »Die jüngste Tochter«

Dieses Buch ist nur knapp 200 Seiten dick, hat es aber in sich.
Es ist ein kleines und handliches Hardcover mit einem Buchumschlag.
Auf dem Cover sind verschiedene Grüntöne abgebildet, die in schwarz und wieder zurück in grün übergehen. Sie erinnern entfernt an Stoffbahnen. Für mich gibt es keine Verbindung zum Inhalt des Buches.
Die Buchdeckel sind unter dem Buchumschlag schlicht in schwarz gehalten.
Das Schriftbild ist ungewöhnlich. Die Schrift ist eine mir unbekannte größere Serifenschrift. Die Abstände zwischen den Zeilen sind großzügig; die Autorin verteilt auch Absätze großzügig.
Jedes Kapitel beginnt damit, dass Fatima ihren Namen nennt. Sie erklärt wie sie heißt, aber sie sagt auch jedes Mal etwas anderes dazu. Dadurch kann man etwas besser einordnen, worum es gerade geht.
Ich habe erwartet, dass mir diese Wiederholungen irgendwann auf die Nerven gehen würden, aber diese Reaktion blieb völlig aus.
Die Kapitel sind nicht nummeriert und haben auch keine Titel, aber man erkennt sie, da oben ca. ¼ der Seite frei gelassen wird.
Fatima Daas schreibt in Gedankenfetzen, in Momentaufnahmen. Ihr Schreibstil ist sehr ungewöhnlich, kurz und knapp und scheint zunächst sehr wirr und ohne Struktur. Nach und nach bekommt man aber ein bestimmtes Bild im Kopf beim Lesen. Es fügt sich zusammen wie eine Art Puzzle.
Obwohl dieser Schreibstil so ungewöhnlich und anders ist, war ich nach kurzer Zeit gefesselt, fasziniert und wie im Sog gefangen. Ich kann gar nicht erklären, warum überhaupt.
Fatima Daas spricht auf ganz ungewöhnliche, schonungslose und offene Weise über sich, ihre Probleme, ihre Familie, ihren Glauben und das Entdecken von sich selbst.
Trotz kaum vorhandener Beschreibungen bekommt man einen guten Einblick in ihren inneren Konflikt.
Eigentlich wollte ich gar nicht so schnell mit dem Buch durch sein; ich zwang mich zwischendurch sogar zu Denkpausen. Trotzdem las ich das Buch innerhalb von drei Tagen durch.
Das Ende kommt abrupt und ich war enttäuscht, weil ich gerne mehr von Fatima gelesen hätte. Ein paar persönliche Worte der Autorin über das Buch hätte ich ebenfalls gerne gelesen. Vielleicht schreibt sie ja eines Tages noch ein Buch.

Mein Fazit:
Ein außergewöhnliches Debüt, das zum Nachdenken anregt, einen aus dem Lesetrott reißt und klar macht, wie gefangen man sich zwischen zwei Welten fühlen kann. Pageturner.

Cover des Buches Die jüngste Tochter (ISBN: 9783546100243)
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Rezension zu "Die jüngste Tochter" von Fatima Daas

Leselampe_
Die jüngste Tochter

Gleich der Autorin heißt die innerlich zerrissene Protagonistin in Fatima Daas autofiktionalem Debütroman "Die jüngste Tochter". Sie ist Französin mit algerischem Background und die Jüngste dreier Töchter. Fatima wächst im Pariser Banlieue Clichy-sous-Bois auf, ist praktizierende Muslima und angehende Autorin, doch sie hadert immer wieder mit ihrer Rolle im streng islamischen Weltbild ihrer Familie; Unter anderem liebt sie Frauen, ist sogar polyamorös - und sündigt aus islamischer Sicht damit gleich doppelt. Also versucht sie sich mit äußerlichen Zuschreibungen und Erwartungshaltungen Anderer zu identifizieren, traut sich nicht so richtig, zu sich selbst zu stehen. Und so versteckt Fatima ihre eigene Identität unter einem schützenden Gerüst aus Lügen, und versucht zeitgleich den Grat einer guten Tochter und einer selbstbestimmten Frau zu überwinden.

Ich machs kurz, ich habs in einem Rutsch gelesen und geliebt, der sehr originelle, repetive Schreibstil ist klar und flott zu lesen, entwickelt einen tollen Rhythmus und einen unheimlichen Sog. Das Buch, aus dem französischen von Sina de Malafosse übersetzt, wurde 2021 zurecht mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Fatima Daas erzählt von Einer, die zwischen den Stühlen sitzt. Einer, die sich im Spannungsfeld islamischer Zugehörigkeit und dem Streben nach Selbstverwirklichung befindet. Einer, die mit dem Spagat zwischen Identität, Herkunft und religiöser Moralvorstellungen zu kämpfen hat. Leseempfehlung!

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