Hazal möchte ihr Leben genießen und selbstbestimmt leben. Als Tochter türkischer Eltern nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Wenn doch einmal etwas glatt laufen würde...
Das Cover von "Ellbogen" zeigt eine Schwarz-Weiß-Fotografie eines jungen Mädchens, man sieht nur das rechte Auge, das linke ist vom Pony verdeckt. Sie schaut ohne zu lächeln in die Kamera. Ein sehr schlichtes und gerade dadurch beindruckendes Cover. Zeigt es ein Jugendfoto der Autorin? Das fände ich toll.
Fatma Aydemir schreibt schonungslos offen und ungeschönt über die Wut, die ihre Protagonistin Hazal und ihre Freundinnen in sich tragen. Aufgrund verpasster Chancen, aufgrund von Verdächtigungen, aufgrund des Gefühls, weder in Deutschland noch in der Türkei wirklich dazuzugehören, da sie, Hazal, überall als Ausländerin auffällt. Die Autorin drückt weder auf die Tränendrüse noch schreibt sie zu nüchtern, ihr Schreibstil ist klar, zum Thema passend und gefällt mir sehr gut. Ein beeindruckendes Buch, das noch lange nachhallt.
























