Fay Weldon Tagebuch einer Stiefmutter

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Inhaltsangabe zu „Tagebuch einer Stiefmutter“ von Fay Weldon

Alle haben ihr abgeraten, den Witwer Gavin zu heiraten. Er ist zu alt für dich, sagt die eine. Er will bloß dein Haus, sagt die andere. Und seine Kinder werden dir das Leben schwer machen, warnt die dritte. Aber als die Hormone zu brodeln beginnen, gibt es kein Halten für Sappho. »Er ist der Mann meines Lebens«, denkt sie und lässt ihre Sekretärin einen Termin beim Standesamt machen. »Mit seinen Kindern komme ich bestens aus.« Sie gibt sich die größte Mühe, besser als jede »richtige« Mutter zu sein, aber von den Kindern wird sie vom ersten Tag an wie das Au-pair- Mädchen behandelt, das sie früher war. Und eines Tages steht Sappho bei ihrer eigenen Mutter, einer Psychoanalytikerin, vor der Tür und drückt ihr ein chaotisches Manuskript in die Hand. »Das sind meine Tagebücher«, sagt sie. »Aber bitte nicht lesen!«

Anders als erwartet - aber klasse!

— dieFlo
dieFlo

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    Tagebuch einer Stiefmutter
    Taluzi

    Taluzi

    08. May 2013 um 07:37

    Emilys Tochter Sappho verlässt Hals über Kopf ihren Mann und bringt vorher die Tagebücher bei ihrer Mutter vorbei. Natürlich liest Emily diese und macht sich darauf hin so ihre Gedanken zu ihrer Erziehung und dem Leben ihrer Tochter. Dies ist überspitzt dargestellt und wirkte auf mich sehr gekünstelt. Das Buch wechselt zwischen Tagebucheinträgen, Gedanken der lesenden Emily und Geprächen mit Barney. Schon nach wenigen Seiten war ich gelangweilt von den inneren Monologen, die Emily hält und den psychoanalytischen Geistesaustausch mit Barnaby. Zu Beispiel Seite 56/57: „Du meinst, Sappho könnte in der Mutterphase stehen geblieben sein?“ drängte ich. „Und ging dann zu Gavin über, weil Isolde keinen Penis hatte, sodass Sappho ihren Penisneid nicht entwickeln konnte?“ Solche Textpassagen haben bei mir eher Unverständnis hervorgerufen. Ich hatte das Gefühl die Geschichte entwickelt sich nicht spannend weiter, deshalb habe ich das Buch unbeendet zur Seite gelegt. Ein Flop.

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  • Steifmütter

    Tagebuch einer Stiefmutter
    dieFlo

    dieFlo

    11. April 2013 um 13:20

    Das Buch ist so anders als man denkt, denn meist ist es doch die böse Stiefmutter. Hier jedoch bemüht diese sich um einen guten Draht zu den Kindern, jedoch vergeblich. Wie hart das ist, an welche Grenzen man stoßen kann und wie Sappo sich fühlt, davon erzählt dieser Roman. Er erzählt das, was wir alle wissen , das Liebe blind machen kann, man die Warnungen der anderen missversteht und denkt jeder will einem etwas Böses. Fazit: Ein Buch, was sich dank der Berufstätigkeit der Hauptperson ( Autorin) richtig gut liest, da sie ihr Leben in ein Manuskript als Tagebuch packt! Dies liefert sie bei ihrer Mutter ab, mit dem Hinweis, bitte wegräumen und ja nicht lesen.... aber wie Mütter so sind, kann diese der Versuchung nicht widerstehen und erfährt so etwas über die Wirklichkeit im Leben ihrer Tochter!

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  • Rezension zu "Tagebuch einer Stiefmutter" von Fay Weldon

    Tagebuch einer Stiefmutter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. March 2010 um 23:37

    Die Psychoanalytikerin Emily ist verwundert, als ihre Tochter Sappho eines Tages vor ihrer Tür steht, ihr eine Tüte mit ihren Tagebüchern zur sicheren Aufbewahrung überreicht und wieder verschwindet, ohne zu sagen, wohin sie geht. Natürlich hat Sappho Emily gebeten, die Tagebücher nicht zu lesen. Natürlich hält sich Emily nicht an diese Bitte... Emily erfährt aus den Aufzeichnungen ihrer Tochter nicht nur, wie diese über ihre Mutter denkt, sie decken auch auf, warum Sappho so plötzlich aufgetaucht und spurlos verschwunden ist. Ihre Ehe mit dem um einiges älteren Gavin ist am Ende. Doch wie es dazu kam, ist eine Geschichte voller seltsamer und bizarrer Handlungen aller beteiligten Personen... In ihrer Jugend war Sappho das Kindermädchen Gavins und seiner ersten Frau Isolde. Jahre später, Isolde ist mittlerweile verstorben, treffen Gavin und sie wieder aufeinander. Nie hat Sappho diesen Mann vergessen können, und so stürzt sie sich in eine Beziehung und schließlich eine Ehe mit ihm. Sie ahnt nicht, dass Gavin ganz bestimmte Absichten hat. Fröhlich plant sie ihr neues Leben als Familie zusammen mit Gavins Kindern Isobel und Arthur. Zunächst glaubt sie nur Gwen, die Mutter Isoldes, gegen sich zu haben, doch mit der Zeit muss sie erkennen, dass die alte, verbitterte Frau zwar lästig, aber nicht ihre größte Feindin ist... Als Sappho schließlich schwanger wird, häufen sich die Anzeichen für eine Intrige gegen sie. Wem kann sie trauen, wer ist noch für sie da? Ihr fällt nur ihre Mutter Emily ein, von der sie sich jedoch nie geliebt fühlte... Tagebuch einer Stiefmutter beschreibt nicht nur auf herrlich bissige Art das Leben der verkorksten Sappho, sondern ist hintergründig auch eine anrührende Geschichte über das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Während die kühle, distanzierte Emily sich durch die Aufzeichnungen ihrer Tochter arbeitet und zusammen mit dem Leser entsetzt hinter die Kulissen Sapphos angeblich heiler Welt schaut, arbeitet sie auch die Beziehung zu ihrer Tochter auf, die ihr so oft wie eine Fremde vorkommt. Sie, die beherrschte Psychoanalytikerin, muss erkennen, dass all ihre guten Absichten in der Erziehung Sapphos nichts genutzt haben, sogar oft zum Nachteil für ihre Tochter und ihr Verhältnis untereinander waren. Der Wechsel zwischen Sapphos schriftlichen Erinnerungen und Emilys Gedanken und Gesprächen mit ihrem Liebhaber ist das Reizvolle an diesem Buch. Man kommt den beiden Frauen, die sich sehr lieben, aber nicht in der Lage sind, es der anderen zu zeigen, durch die unterschiedlichen Sichtweisen sehr nah. Gemeinsam mit ihnen erkennt man langsam, aber sicher, die erschreckende Wahrheit. Die Wahrheit jeder einzelnen Person, die eine Rolle in Sapphos Dasein spielt und auch die Wahrheit über Sapphos Leben und ihre Irreführungen. Eine scharfsinnige, teils bitterböse, aber ebenso liebevolle Geschichte, die Müttern wie Töchtern aufreibende Lesestunden bescheren wird.

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