Faye Hell

 4.2 Sterne bei 14 Bewertungen
Faye Hell

Lebenslauf von Faye Hell

Wer sich ins Licht stellen will, der sollte seinen Schatten kennen. Seit meiner frühesten Kindheit bin ich vom Bösen fasziniert. Im Alter von elf Jahren schreibe ich meine erste Horrorgeschichte. Eltern und Lehrer sind sich sicher: Das ist nur eine Phase, das vergeht. Doch es ist alles andere als eine Phase und vergeht erst recht nicht, viel eher verfeinert sich mein Hang zum Diabolischen und nimmt professionelle Züge an. Seit 2007 bin ich Redakteurin des VIRUS Magazins (unter dem Namen Lili Marlene), dort verfasse ich vorrangig Rezensionen zu Horrorfilmen abseits des Mainstreams. In meiner schriftstellerischen Arbeit verbinde ich subtiles Grauen mit expliziter Gewalt und Obszönität. Ein Leben ohne Horror, das ist für mich undenkbar. Warum das Pseudonym Faye Hell? Weil nicht nur das fiktive Leben die Hölle sein kein. Aber auch, weil selbst der schwärzesten Nacht stets etwas Helles innewohnt. Und sogar der Teufel ein Lichtbringer ist.

Alle Bücher von Faye Hell

Faye HellKeine Menschenseele
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Keine Menschenseele
Keine Menschenseele
 (12)
Erschienen am 15.11.2015
Faye HellTote Götter
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Tote Götter
Tote Götter
 (2)
Erschienen am 24.02.2017

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Virginys avatar

Rezension zu "Keine Menschenseele" von Faye Hell

Welcome to the Hotel California^^
Virginyvor 3 Monaten

Für jemanden, der Horror a la Edward Lee oder Tim Miller liest, ist "Keine Menschenseele" vor allem erst einmal eins, anstrengend, denn es verfügt über einen sehr eigenen Stil, der einen dann allerdings völlig in seinen Bann zieht, so erging es zumindest mir.

Hotels/Motels haben ja einen gewissen Charme, (man denke an "Psycho", "Identität" oder "Shining") meist etwas abgelegen, sind die Gäste mit sich selbst konfrontiert, in eine ähnliche Kerbe schlägt auch Faye Hells Buch und dennoch ist es erfrischend anders.
Aufgeteilt in 5 Geschichten trifft man auf 5 Personen, die in eben jener Absteige landen und jeder von ihnen hat ein kleines schmutziges Geheimnis.
Robert hatte als Kind eine Katze, sein Ein und Alles, bis die Neugier zur Besessenheit wird.
Für die Katze endet das sehr unschön und grausam, für mich als Katzenmutti wirklich ein harter Brocken, gleich zum Einstieg.
Christian ist kein schönes Kind, ständig wird er gehänselt, ausgelacht, niedergemacht, dabei möchte er doch nur von allen geliebt und bewundert werden und er bekommt seine Chance, aus dem häßlichen Entlein wird ein stolzer Schwan, doch alles hat seinen Preis...
Auch Alice und ihr Freund statten dem Hotel einen Besuch ab, eine alte Sonnenbrille erinnert sie an verdrängte Ereignisse.
Was passiert wohl, wenn man durch eine Art Tagträumen die Zukunft vorhersehen kann und sich so einer "ungeliebten" Nebenbuhlerin entledigt hat?
Dank eines Pakts haben der alternden Autorin Kathi ihre Schnulzen zu Ruhm, Anerkennung und einer Menge Knete verholfen, allerdings weiß sie nicht wirklich, worüber sie schreibt, denn Liebe gibt es in ihrem Leben nicht, wohl aber den Wunsch nach einem Kind und wenn man selbst keins bekommt, nun ja, da gibt es ja andere Möglichkeiten.
Die letzte im Bunde ist Karen, die so gerne ihr Leben ändern würde...

5 Menschen, 5 Schicksale, ein Hotel und eine für eine Horrorgeschichte doch recht ungewöhnliche poetische Schreibweise.
Poetisch heißt jedoch nicht weniger erschreckend, denn jeder der Protagonisten hat in seinem Leben etwas getan, wofür er nun die (Hotel)Rechnung vom Zimmermädchen serviert bekommt, das übrigens auch die einzelnen Geschichten miteinander verbindet.
An und für sich also das typische "Du-hast-Böses-getan-und-wirst-früher-oder-später-dafür-zahlen"-Ding, aber dennoch irgendwie anders, trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass sich der eine oder andere damit sehr schwer tut, die Bedeutung hinter den Worten herauszufinden.
Dann wäre da natürlich auch noch die (ich nenne es mal) Verneigung vor anderen Werken, Kings "Shining" und Carrolls "Alice hinter den Spiegeln" dürfte da jedem sofort ins Auge springen.
Und ja, ich habe länger gebraucht zum Lesen, für zwischendurch ist Faye Hells "Keine Menschenseele" nicht wirklich geeignet, man muss sich darauf einlassen, sich von der Stimmung davontragen lassen, dann erwartet einen ein kleines Meisterwerk.
Mich jedenfalls hat es neugierig gemacht und ich werde mich wohl demnächst an "Tote Götter" heranwagen.
Lange Rede, kurzer Sinn, 4 von 5 Blutlachen für das unheimliche Hotel^^

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Tom_Ehrenbergers avatar

Rezension zu "Keine Menschenseele" von Faye Hell

Spitze!
Tom_Ehrenbergervor 7 Monaten

Was soll ich sagen, dieses Buch hat mich gleich gepackt. Es wird mit der deutschen Sprache gespielt, mit der Angst und der Fantasie der Leser und natürlich mit den armen Akteuren im Buch. Beklemmend, doch auch wieder sehr einfühlsam zeichnet die Autorin die einzelnen Schicksale. Eine absolute Pflichtlektüre! Ich freue mich wirklich sehr auf weitere Werke der Autorin.

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NiWas avatar

Rezension zu "Keine Menschenseele" von Faye Hell

Vor der Abrechnung kann sich keiner drücken
NiWavor 7 Monaten

Die Gäste eines Hotels haben eines gemeinsam: sie haben in ihrem Leben richtiges Glück gehabt. Ein Moderator, der zum Liebling aller Zuschauer geworden ist, ein Mann, der als Kind die unumstößliche Zuneigung eines Tieres gewonnen hat, eine Frau, die ihrer großen Liebe begegnet ist und eine Autorin, deren Bücher sich wie von selbst an die Spitze der Bestsellerlisten aufschwingen. Doch alles hat im Leben seinen Preis und den bekommen sie mit ihrer Hotelrechnung präsentiert.

Dieser Horror-Roman basiert grundsätzlich auf fünf Kurzgeschichten, die sich zu einem furchteinflößenden Hotelaufenthalt verdichten.

Als Gäste checken sie in diesem Hotel ein. Manche wissen gar nicht so recht, wie sie da überhaupt hingekommen sind, nehmen das aber als gegeben hin. Augenscheinlich sind sie sehr glücklich und wurden vom Schicksal verwöhnt. Doch in jedem dieser Leben hat sich ein unfassbares Grauen ereignet, von dem sie während ihres Aufenthalts eingeholt werden.

Neben schrecklichen Episoden in der Vergangenheit ist das Zimmermädchen des Hotels eine weitere Gemeinsamkeit. Allesamt werden sie von diesem Dienstmädchen betreut, das meinem Gefühl nach aus dem Schlund der Hölle gekrochen ist. Sie ist kühl, äußerst distanziert und berechnend. Äußerlich habe ich einen androgynen ameisenartigen Körper vor Augen, der in ein steriles Dienstgewand gekleidet ist.

Thematisch geht es wohl darum, dass man stets von der Vergangenheit eingeholt werden kann, auch wenn man scheinbar mit ihr längst fertig ist. Man sollte zu seinen Taten stehen und stets daran denken, dass man mit den Konsequenzen leben muss. Alles hat seinen Preis und vor der Abrechnung kann sich keiner drücken.

Die Geschichten der Hotelgäste sind atmosphärisch und schön-schaurig erzählt! Es geht unter anderem um gefolterte Tiere, monströse Menschen und leidende Monster. Dabei verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart, wobei das Grauen aus jeder Seite spricht.

Die Einzelgeschichten mochte ich extrem und konnte kaum genug davon bekommen. Sie sind fesselnd, grauslich und schrecklich exzellent!

Leider habe ich mir mit dem Rahmen des Hotels sehr schwer getan. Diese Intermezzi waren mir zu abgedreht, teilweise obszön und richtig wirr erzählt. Die Übergänge zwischen Vergangenheitsbewältigung und Hotelgeschehen sind kaum merkbar ineinander geflossen. Das hat starke Konzentration erfordert und meinen Lesespaß gebremst.

Diese Abschnitte haben mich an Stephen Kings "Shining" erinnert, waren mir aber inhaltlich sowie sprachlich zu orientierungslos und wirr erzählt. In kurzen Sätzen, manchmal nur einzelnen Wörtern, wird eine Flut von Emotionen transportiert, die mich lesetechnisch überfordert und mir das Lesevergnügen gekostet hat.

Wenn dieser Rahmen um das Hotelgeschehen nicht so konfus gewesen wäre, dann hätte ich "Keine Menschenseele" sogar zum Highlight erklärt! Denn die Einzelschicksale sind außergewöhnlich und meisterlich erzählt.

Daher spreche ich allein wegen der intensiven Hotelgast-Geschichten eine Leseempfehlung für Horrorfreunde aus, weil man diesem Buch bei Interesse unbedingt eine Chance geben muss.

Kommentare: 6
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