Die Mondtänzerin entführt die Leser:innen auf die Insel Malta und erzählt die Geschichte von vier Freunden, die sich bereits in ihrer Kindheit kennenlernen. Der Roman begleitet sie zunächst durch diese frühe Lebensphase, in der immer wieder kleine Vorausblicke auf ihre Zukunft eingestreut werden. Diese leisen Teaser machen neugierig und legen den Grundstein für die spätere Entwicklung der Handlung.
Im weiteren Verlauf trifft man die vier erneut als junge Erwachsene. Inzwischen hat sie das Leben in unterschiedliche Himmelsrichtungen geführt, bis sie schließlich wieder aufeinandertreffen. Ich muss ehrlich sagen, dass mich das Buch zu Beginn nicht sofort gepackt hat und ich kurz davor war, es beiseitezulegen. Doch mit jeder Seite wuchs meine Begeisterung – vor allem durch die fein ausgearbeiteten Charaktere.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Alessa erzählt, einer sehr nachvollziehbaren und authentischen Erzählerin. Besonders beeindruckt hat mich die Beziehung der vier Freunde untereinander: komplex, unterschiedlich, emotional und äußerst glaubwürdig dargestellt. Jeder der Charaktere bringt seine eigene Tiefe mit, und auch die Nebenfiguren sind liebevoll und interessant ausgearbeitet.
Ein zusätzlicher Pluspunkt ist das Setting. Malta wird atmosphärisch beschrieben und gewinnt im Laufe der Geschichte immer mehr an Präsenz – für mich eine Insel, zu der ich zuvor kaum Bezug hatte und die mir durch dieses Buch deutlich nähergekommen ist.
Die Mondtänzerin ist insgesamt ein sehr empfehlenswerter Roman: spannend, emotional, mit starken Figuren und einem überraschenden, unvorhersehbaren Ende, das lange nachhallt.

























