Federica de Cesco

 3.9 Sterne bei 833 Bewertungen
Autorin von Der englische Liebhaber, Der rote Seidenschal und weiteren Büchern.
Federica de Cesco

Lebenslauf von Federica de Cesco

Starke Frauen, fremde Kulturen – eine Weltreise: Federica de Cesco gilt als Grande Dame der Jugendliteratur. Die Schriftstellerin ist am 23. März 1938 in Pordenone (Norditalien) geboren. Schon früh wird sie zur Weltenbummlerin: Ihre Kindheit verbringt sie mit ihren Eltern in verschiedenen Ländern Europas und Afrikas. Ihren ersten Jugendroman, „Der rote Seidenschal“ (1958), schreibt sie bereits im Alter von 16 Jahren. Über 50 weitere folgen, in denen die Autorin starke Mädchengestalten und fremde Kulturen in den Mittelpunkt rückt. Neben dem Schreiben ist das Reisen die große Leidenschaft de Cescos. Eine Zeit lang lebt sie unter den Tuareg, einem Nomadenvolk in der Sahara, und verarbeitet ihre Eindrücke in dem Sachbuch „Tuareg. Nomaden der Sahara“ (1971). Auch mehrere ihrer Jugendbücher spielen im Umfeld des Wüstenvolks. Seit 1994 verfasst de Cesco auch Romane für Erwachsene. Mit dem Roman „Die Tibeterin“ (1998) gelingt ihr ein fulminanter Besteller. 2008 begleitet der Regisseur Nino Jacusso die Schriftstellerin auf Reisen und spürt ihrem bewegten Leben in dem Dokumentarfilm „Federica de Cesco – mein Leben, meine Welten“ nach. Federica de Cesco lebt zusammen mit ihrem Mann in der französischsprachigen Schweiz.

Alle Bücher von Federica de Cesco

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Federica de CescoDer rote Seidenschal
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Der rote Seidenschal
Der rote Seidenschal
 (67)
Erschienen am 01.01.2003
Federica de CescoDer englische Liebhaber
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Der englische Liebhaber
Der englische Liebhaber
 (70)
Erschienen am 29.06.2018
Federica de CescoAischa oder Die Sonne des Lebens
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Aischa oder Die Sonne des Lebens
Aischa oder Die Sonne des Lebens
 (50)
Erschienen am 02.01.2017
Federica de CescoShana, das Wolfsmädchen
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Shana, das Wolfsmädchen
Shana, das Wolfsmädchen
 (48)
Erschienen am 06.06.2016
Federica de CescoDer Türkisvogel
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Der Türkisvogel
Federica de CescoDie Tibeterin
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Die Tibeterin
Die Tibeterin
 (35)
Erschienen am 10.07.2015
Federica de CescoDie Augen des Schmetterlings
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Die Augen des Schmetterlings
Die Augen des Schmetterlings
 (30)
Erschienen am 05.09.2007
Federica de CescoSamira - Königin der roten Zelte
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Samira - Königin der roten Zelte

Neue Rezensionen zu Federica de Cesco

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uli123s avatar

Rezension zu "Der englische Liebhaber" von Federica de Cesco

Die unglückliche Liebe zwischen einer Deutschen und einem britischen Besatzungssoldaten
uli123vor 16 Tagen

Einen Namen hat sich die Autorin vor allem durch Kinder- und Jugendbücher gemacht, Unterhaltungsromane für Erwachsene folgten und jetzt dieser historische Roman, in dem sie die wahre Liebesgeschichte ihrer Tante verarbeitet.

Die deutsche Übersetzerin Anna und der verheiratete englische Spionageoffizier Jeremy lernen sich 1947 in Münster kennen und lieben. Zu der versprochenen Ehe kommt es nicht mehr, weil Jeremy in seine Heimat zurückgerufen wird und der Kontakt seither vollständig abbricht. Anna ist allerdings schwanger von ihm und zieht als unverheiratete und für die  Deutschen verächtlich als Britenschlampe geltende Frau  ihre unehelich geborene Tochter mit allen nur ersichtlichen Schwierigkeiten alleine groß. Erst ein Vierteljahrhundert später sucht sie wieder Kontakt zu dem damaligen Geliebten und die alte Liebe flammt erneut auf.

Der geschichtliche Hintergrund, in den diese Geschichte gebettet ist, gefällt mir wirklich gut. Wie Deutschland nach Ende des Zweiten Weltkriegs am Boden lag und in welchem Elend die Bevölkerung lebte, ist realistisch dargestellt. Interessant ist insbesondere der Aspekt, welche Rolle deutsche Frauen einnahmen, die sich mit „feindlichen“ Soldaten einließen. Das war mir bis dato gar nicht bewusst. Im Gegensatz dazu hat mich der unterhaltende Teil der Geschichte enttäuscht, er ist zu sehr überfrachtet mit Klischees. Am meisten habe ich mich daran gestoßen, dass eine doch gebildete junge Frau wie Anna sich naiv und urplötzlich in einen verheirateten Mann verliebt und nach Erkennen der Schwangerschaft nicht alle Hebel in Bewegung setzt, um diesen aufzuspüren. Das Tüpfelchen auf dem i ist dann gar, dass sie ihren Geliebten 25 Jahre lang nicht vergessen kann und gleich beim ersten Treffen erneut das Eheversprechen des wieder verheirateten Geliebten annimmt und dieser für die gemeinsame Tochter sofort der liebende„Daddy“ ist. Wirklich viel Handlung bietet das immerhin 358 Seiten umfassende Buch nicht auf.

 

Ein Buch, das man durchaus lesen kann, aber nicht muss.

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L

Rezension zu "Der englische Liebhaber" von Federica de Cesco

Einblick in die eigene Familiengeschichte
Leserin3vor 19 Tagen

Nachkriegszeit im besiegten und teils zerstörten Deutschland; Frauen, die ums Überleben kämpfen; Soldaten der Siegermächte, die sich vielfach in helfender Position zeigen; eine Liebe, die vorprogrammiert ist, ebenso ihr plötzliches Ende; eine Schwangere, die allein zurückbleibt; das Ergebnis dieser Liebe, Tochter Charlotte, die mit dem Stigma des unehelichen Kindes natürlich mehr schlecht als recht zurande kommt. Und da der Vater ja fehlt, überträgt sie ihren Groll auf die Mutter. Bevor es doch noch zu einer späten Begegnung mit ihm kommt, sind schon viele böse Worte ausgesprochen worden.

Die Geschichte, die sich zwischen der Deutschen Anna und dem britischen Soldaten Jeremy abspielt, ist nach 1945 wohl tausendfach passiert. Hier jedoch kommt hinzu, dass Federica de Cesco (leicht abgeändert) aus ihrer eigenen Familie berichtet. Im Jahr 2007 habe ihr die Tante kurz vor dem Tod ein paar Tagebücher anvertraut, erzählt sie in einem Interview. Allerdings habe es dann etliche Jahre gedauert, bis sie sich ans Lesen und danach ans Verarbeiten gemacht habe.

Es ist ein historischer Roman, deshalb kann man keine übergrosse Spannung und keine dichte Handlung erwarten. Trotzdem entwickelt die Geschichte einen beachtlichen Sog. Einige Längen gibt es durchaus, aber das ist de Cescos behutsamer Einfühlung und den notwendigen Schilderungen der damaligen Zeit geschuldet. Sie wollte dem anspruchsvollen Stoff gerecht werden.

Die Nachkriegszeit hatte naturgemäss viele Facetten. Der vorliegende Roman bietet eine davon, die anrührt und nahe geht. Wenn der Leser mitfühlt und vom Handlungshergang betroffen ist, dann hat eine Autorin wie Federica de Cesco ihr Ziel erreicht.

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G

Rezension zu "Der englische Liebhaber" von Federica de Cesco

Einfühlsame Liebesgeschichte voller Dramatik
Gisevor einem Monat

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg liegt die Stadt Münster in Trümmer. Die junge Anna findet eine Arbeitsstelle bei der britischen Besatzungsmacht und trifft dort auf den Captain Jeremy. Die beiden lernen sich kennen und lieben. Doch just als sie sich entschließen, ihr gemeinsames Leben offiziell zu beginnen, wird Jeremy versetzt, Anna erfährt nichts mehr von ihm. Da sie schwanger von ihm ist, versucht sie noch einige Male, ihn zu erreichen, doch ohne Erfolg. Sie zieht ihre Tochter Charlotte unter widrigen Umständen auf. 40 Jahre später findet Charlotte die Tagebuchaufzeichnungen ihrer Mutter. Dort entdecken sowohl Charlotte wie auch der Leser Annas andere Seite kennen, denn sie hat die Liebe für Jeremy immer in ihrem Herzen bewahrt.

Mit diesem Buch ist Federica de Cesco ein Roman gelungen, der nicht nur die Liebe des Herzens besingt, sondern auch die schweren Jahre der Nachkriegszeit anschaulich wieder auferstehen lässt. Mit Anna erlebt der Leser den Hunger und die Beschwernis der Zeit direkt nach dem Krieg, aber auch die wunderschönen Erlebnisse mit ihrem geliebten Jeremy. Doch auch die Nachteile dieser Liebe werden nicht verborgen, denn beide müssen ihre Liebe sorgfältig verstecken, es ist für beide Seiten verpönt, eine Liaison mit der anderen einzugehen. Auch die Tochter Charlotte erhält den nötigen Raum, um ihre Gefühle und Gedanken Luft zu machen. Die Autorin beschönigt nichts, sie geht einfühlsam mit ihren Hauptfiguren um, so dass der Leser sich schnell in ihre Geschichte einfinden kann. Sehr berührt hat mich folgende Aussage der Protagonistin: „Ich habe verstanden, dass keiner von uns ohne Schuld war. Und dass Menschenleben nicht zählen, wenn die Geschichte rabiat wird. Der größte Zorn der Ameise nützt nichts, wenn sie der Stiefel zerdrückt.“ (S. 65)

Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit, die Autorin verwendet den Nachlass ihrer Tante, die mit ihrem Geliebten eine solche Geschichte voller Leidenschaft und Tragik erlebt hat. Einige Episoden hat sie dafür umgeschrieben. Doch man merkt der Erzählung sowohl das Herzblut der Autorin an und auch, wie realitätsnah dieses Buch geschrieben ist. Diese berührende Geschichte möchte ich sehr gerne weiterempfehlen.

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Gespräche aus der Community

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Queenelyzas avatar
Ihr Lieben,

wird es nicht wirklich langsam Zeit für den Frühling, für wärmere Tage ohne Heizungsluft, ohne Handschuhe und ohne Pelzstiefel? Wir meinen "ja", und deswegen läuten meine liebe Lesefreundin Lissy und ich zu einem Frühlings-Marathon!

Von Freitag, 6. bis Sonntag, 8. März darf nach Herzenslust gelesen werden - es wäre jedoch kein richtiger Themen-Marathon, wenn es nicht eine kleine thematische Einschränkung geben würde. Und zwar wollen wir den Frühling dadurch hervorkitzeln, dass wir "Sonnenbücher" lesen. Also einfach Lektüre, die uns so richtig auf dem Frühling einstimmt.

Das können Bücher mit Sonne auf dem Cover oder im Titel sein, die am Strand oder in einem fernen warmen Land spielen, mit tropischen Blüten drauf oder einfach einem schönen Garten in der Sonne - das schlechte Wetter muss für dieses verlängerte Wochenende einfach draußen bleiben und wir tanken Sonne, Wärme und einfach "good feelings". Freundliche helle Cover, bitte nichts Schwarzes oder Dunkles - auch wenn da Blumen drauf sind. Sonst wollen wir Euch aber nur wenig Vorgaben machen, es soll ja auch Freude machen, den Frühling herbeizulesen!

Um Euch einen kleinen Eindruck zugeben, was für Bücher gemeint sein könnten, haben wir einige angehängt. Ich bin mir sicher, dass die Regale da mehr als genug hergeben.

Schön wäre es natürlich, wenn ihr hier rege teilnehmt und postet, was ihr gerne lesen wollt und werdet und wie Eure Fortschritte so sind beim Lesen, dann macht es nämlich noch viel mehr Spaß! Wir freuen uns auf zahlreiche Mitleserinnen und Mitleser!
Zum Thema
Romanticbookfans avatar
Gewinnspiel in der Valentinswoche: Gewinnt eines von 4 Büchern oder ein praktisches Büchertagebuch! Auch für Mondtänzerin von Federica de Cesco könnt ihr über das Formular im Beitrag in den Lostopf hüpfen.
http://romanticbookfan.blogspot.de/2014/02/gewinnspiel-zum-valentinstag-gewinnt.html
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Federica de Cesco wurde am 23. März 1938 in Pordenone, Friaul (Italien) geboren.

Federica de Cesco im Netz:

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in 739 Bibliotheken

auf 68 Wunschlisten

von 7 Lesern aktuell gelesen

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