Federica de Cesco Tochter des Windes

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Inhaltsangabe zu „Tochter des Windes“ von Federica de Cesco

Im Land der aufgehenden Sonne wartet ihr Schicksal auf sie ... Die japanische Architektin Mia stammt von den Windmenschen ab – Ninjas, die nicht nur gefährliche Kämpfer waren, sondern auch begabte Baumeister, die uneinnehmbare Festungen entwarfen. Auf einer Reise in Europa begegnet sie dem deutschen Historiker Rainer – es ist Liebe auf den ersten Blick. Bereits nach einigen Tagen muss Mia jedoch nach Japan zurück, und Rainer trifft zum ersten Mal eine spontane Entscheidung: Er kündigt seine Stelle und folgt ihr nach Tokyo – im Gepäck nur eines: den Wunsch auf ein neues Leben. Im Land der aufgehenden Sonne erwartet ihn aber nicht nur eine völlig fremde Welt, sondern auch die ruhmreiche Vergangenheit von Mias Familie – sowie ein unglaubliches Geheimnis ...

Gut geschrieben, aber inhaltlich hat das Buch nichts zu bieten, was man von früheren Romanen von Federica de Cesco nicht schon kennt.

— JuliaB
JuliaB

Aus der erwarteten leidenschaftlichen Liebesgeschichte mit spannendem Familiengeheimnis entpuppte sich vor allem eine Hommage an Japan.

— -Favola-
-Favola-

Eine Hommage der Autorin an das Heimatland ihres Ehemanns Japan.

— Girdie
Girdie

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    Tochter des Windes
    silkedb

    silkedb

    07. August 2017 um 20:04

    Ich habe schon viele Bücher von Autorin Federica de Cesco gelesen. "Tochter des Windes" ist nicht das erste Buch das in Japan spielt, aber es ist das einzige an das ich mich erinnern kann, dessen Erzählerin keine Frau ist. Erzählt wird hier aus der Perspektive des Deutschen Rainer, der im Jahr 2010 Mia kennenlernt und beschließt sein altes Leben zugunsten eines Neuanfangs in Japan aufzugeben. Diese Sichtweise fand ich interessant und gut geschrieben, so dass mich Federica de Cesco damit nicht enttäuscht hat. Aber dennoch ist die Autorin hinter meinen Erwartungen zurück geblieben, da ich bisher auch ihre differenzierte Auseinandersetzung mit Kulturen, Religionen und anderen wichtigen Themen geschätzt habe. Davon ist in "Tochter des Windes" jedoch leider nichts zu spüren. Der Roman glorifiziert die japanische Lebensweise und selbst bekannte negative Aspekte wie die Stellung der Frau in der japanischen Arbeitswelt, das Begrapschen in der U-Bahn und die lange Junggesellenzeit mit den Love-Hotels werden noch positiv dargestellt oder verharmlos. Auf andere Themen wird gar nicht erst eingegangen und ein Ereignis das weltweit für Entsetzen gesorgt hat, ebenfalls nur positiv dargestellt. Dazu wird oft betont wie frei man in Japan leben könnte, da ja alles als "Privatsache" angesehen wird. Da ich Bekannte habe, die in Japan gelebt haben, weiß ich, dass das Leben gerade für Frauen dort leider nicht so einfach ist. Meine Kritik beziehe ich allerdings nur auf das moderne Japan, denn der historische Anteil ist wiederum sehr anschaulich und detailliert beschrieben. Auch was den kulturellen Hintergrund betrifft, fühlte ich mich hier gut informiert und Einzelheiten wie das Haus der Familie Koga waren ganz besondere Lichtblicke. Auch die Liebesgeschichte hat mir gefallen, wobei Rainer und Mia ein recht gegensätzliches Paar bilden. Aber insgesamt gesehen hat mich dies mit der Geschichte die Mias 108jährige Tante Azai zu erzählen hat doch sehr versöhnt, so dass ich "Tochter des Windes" an alle Leser (diesmal ausdrücklich auch männliche!) empfehlen kann, die sich für ungewöhnliche Liebesgeschichten und japanische Geschichte interessieren.

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  • Gut geschrieben, aber inhaltlich nicht viel neues

    Tochter des Windes
    JuliaB

    JuliaB

    19. February 2014 um 07:57

    Der Kunsthistoriker Rainer Steckborn wurde von seiner Frau verlassen und suhlt sich im Selbstmitleid. Um auf andere Gedanken zu kommen, folgt er dem Rat seiner Mutter und reist nach Prag. Dort trifft er in der Oper auf die Japanerin Mia, die nach Spuren des tschechischen Architekten Jan Letzel sucht, der in Japan ziemlich bekannt, in Europa aber nahezu vergessen ist. Die beiden verbringen ein paar schöne Tage zusammen, aber dann muss Mia zurück nach Tokyo, denn sie will für eine kurze Liebschaft nicht ihre Karriere aufs Spiel setzen. Rainer, der überzeugt ist, dass ihr Beziehung mehr ist als nur ein flüchtiges Abenteuer, kündigt kurzentschlossen seinen Job und seine Wohnung und reist ihr hinterher. Fasziniert von der japanischen Kultur, versucht er, mehr über die ereignisreiche Geschichte von Mias Familie zu erfahren. Denn in seinen Träumen begegnet ihm mehrfach eine japanische Dame, die irgendwie mit Mias Vorfahren verbunden ist... Ich habe Federica de Cescos Jugendbücher verschlungen und mag eigentlich ihre Romane für Erwachsene auch sehr, aber dieses Buch hat mich wirklich enttäuscht. Klar, die Frau schreibt seit mehr als 50 Jahren, da ist es nicht einfach, immer neue Stoffe zu finden, aber für mich war „Tochter des Windes“ nur ein Konglomerat aus längst bekannten Versatzstücken. Die Hauptfigur steckt in einer persönlichen Krise, reist nach Japan, findet dort eine neue Liebe und entdeckt die japanische Kultur, dazu unklare Visionen, deren Ursprung in einem lang vergessenen Familienrätsel liegt und die vor einer aktuellen Gefahr warnen – das kennt man alles schon aus diversen früheren Büchern. Dazu kommt, dass die Autorin mit dem lethargischen, selbstbezogenen Rainer einen Protagonisten gewählt hat, der mich über weite Strecken eher genervt als fasziniert hat. Das Buch ist nicht schlecht, aber Federica de Cesco kann (konnte?) es definitiv besser.

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  • Ein toller Roman für Erwachsene – lebendig und authentisch erzählt!

    Tochter des Windes
    TanjaLovesBooks

    TanjaLovesBooks

    23. July 2013 um 19:43

    BuchgestaltungIch mag das Cover wirklich sehr gern! :) Es passt zum Thema "Windmenschen" und ich finde auch die Farben richtig schön. Tochter des Windes ist ein wunderschöner Titel. Mir gefällt die ganze Aufmachung sehr gut. Meinung Von Tochter des Windes habe ich mir vor allem mal etwas Abwechslung aus dem Jugendbuch Genre versprochen. Die Autorin ist bekannt für ihre einfühlsamen und stilistisch fesselnde Geschichte und ich bin von meinem ersten Roman von Federica De Cesco nicht enttäuscht worden! Direkt zu Beginn wurde mir klar, das wir hier eine Art Anti-Helden vorgesetzt bekommen und das hat sofort mein Interesse geweckt. Rainers Leben sieht nämlich alles andere als rosig aus. Von der Frau verlassen, steckt er in einer Identitätskrise und zerfließt zuweilen in Selbstmitleid. Dadurch ist er für sein Alter alles andere als selbstständig oder (zunächst) sympathisch. Ich muss allerdings gestehen, das mich sein Elend mehr und mehr amüsiert hat, denn die Autorin hat eine humorvolle Weise Situationen aus dem Leben zu schildern, die für die betreffende Person vielleicht nicht unbedingt, für den Leser aber schon ziemlich lustig sein kann. Besonders die Dialoge zwischen Rainer und seiner Mutter haben mich zum schmunzeln gebracht - egal, wie alt man auch ist, Mütter scheinen mit allen Lebensweisheiten gewaschen zu sein :P Auf ihren Rat hin, versucht Rainer sich dann aus seiner Lethargie zu befreien und tritt eine Reise an, die wirklich alles verändern wird. Wie der Klappentext verrät trifft er dort nämlich Mia und die Begegnung der beiden hat es in sich! Was ich besonders mochte war, das man sich hier mit den Charakteren auf eine wundervolle Reise begibt. Der Roman wechselt zwischen einigen Orten, darunter Prag und Tokio. Ich selber bin an keinem der beschriebenen Orte gewesen, aber ich habe mich tatsächlich nach Beenden des Buches so gefühlt. Auf einem sprachlich hohem Level werden dem Leser tolle Details zugetragen und die Beschreibungen nehmen nie Überhand und sind zu viel des Guten. Dabei kam jedes Mal eine ganz tolle Atmosphäre auf, die mich mitreißen konnte. Dabei war die Mischung immer sehr abwechslungsreich. Besonders zu Beginn von Rainers Reise spürt man die ganze Beklommenheit und auch das damit verbundene Risiko etwas zu wagen und alte Dinger hinter sich zu lassen. Später dann genau anders herum, die Gefühle, die Menschen dazu bewegen das Leben zu genießen, egal, wie schwer man es manchmal hat. Das Ganze hatte etwas sehr poetisches an sich und hat mich beim Lesen oft zum träumen eingeladen. Ich muss gestehen, das ich eine Weile gebraucht habe, bis mich der Plot vollkommen fesseln konnte. Der Anfang beschäftigt sich viel mit den äußeren Umständen der Charaktere und erst, als Rainer versucht ein Teil von Mias Leben zu werden, war der rote Faden klar erkennbar. Es gab dutzende Konflikte, denen er sich stellen musste und die dazu geführt haben, das sein Charakter eine klare Entwicklung durchmacht. Als Ausländer allein, hat er es schon schwer genug, aber auch Mias Familie hat ein Geheimnis, das sich erst nach und nach offenbart. Das war übrigens der Teil der Geschichte auf den ich richtig scharf war: Die Abstammung von den Windmenschen. Hier hatte ich beim Lesen wirklich das Gefühl, das die Autorin viel Herzblut in die Nachforschungen gesteckt hat. Sie widerlegt viele Vorurteile, die sich unsereins über Japan und z.B. die dortige Mafia bildet oder erzählt dem Leser einfach etwas über das Leben dort. Das liegt sicher daran, das sie selber mit einem Japaner verheiratet ist (wie ich nachdem Lesen herausgefunden habe :D) und das verleiht der Hintergrundgeschichte wahnsinnig viel Authentizität. Eine Homage an Japan, haben es viele andere Rezensenten genannt - das kann ich so unterschreiben. Bei den Windmenschen bringt die Geschichte zudem einiges Phantastisches mit. Phantastisch nicht im Sinne von typischen Fantasyelementen, sondern wieder lag es an der Erzählweise, die einem zwischen Mythos und Realität wandern ließ. Der Roman greift dabei auf einige historische Fakten zurück und besonders das raten, was nun wirklich stimmen könnte und was nicht, war sehr unterhaltsam. Der größte Pluspunkt für mich persönlich war aber trotz alldem anderen wunderbaren Dingen, die Liebesgeschichte. Das Wort „seelenverwandt“ finde ich eigentlich furchtbar kitschig, aber hier hat das tatsächlich gepasst. Rainer und Mia entwickeln eine Chemie, die an die Seiten bannt. Eine erwachsene und reife Sicht auf eine Beziehung, die es nicht leicht hat, machte mich sehr nachdenklich. Ich glaube, das lag einfach daran, das beide Charakter mitten aus der Realität hätten stammen können, so facettenreich waren ihre Persönlichkeiten! FAZIT Ein wunderbarer Roman, bei dem man vieles über Japan und einige seiner Mythen lernt. Die Autorin entführt den Leser bildlich toll beschriebenen an verschiedene Orte, mixt Konflikte und Poesie zu einer einfühlsamen Liebesgeschichte und verzaubert so immer wieder aufs Neue. Das Einzige, was ich persönlich nicht so gerne mochte war der Anfang, der mir etwas zu langatmig und zäh war.

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  • zu sehr eine Hommage an Japan

    Tochter des Windes
    -Favola-

    -Favola-

    23. July 2013 um 10:58

    Rainer Wilhelm Steckborn ist von seiner Frau verlassen worden und möchte nach längerem Suhlen in Selbstmitleid sein Leben wieder selber in die Hand nehmen. Aus diesem Grund entschliesst er sich, dem Rat seiner Mutter zu folgen, und zu verreisen. Sein Reiseziel ist Prag, wo er in der Oper die Japanerin Mia trifft, die ihn völlig fasziniert. Leider muss sie schon nach wenigen gemeinsamen Tagen zurück nach Tokio fliegen. Doch diese kurze Zeit hat Rainer gereicht um zu realisieren, dass ihn nichts in Hamburg hält, und dass er den grossen Schritt nach Japan wagen möchte. Er hängt Dozentenjob an den Nagel und reist Mia nach. Dort angekommen ist er der Gaijin, der Ausländer und muss sich mit vielen ihm unbekannten Gepflogenheiten, mit der japanischen Sprache und vor allem mit Mias Tante Azai "anfreunden", um in ihrem Haus leben zu dürfen. Dieses Haus entpuppt sich als ein grosses Geheimnis, denn Mia ist die Nachfahrin von Windmenschen, von Ninjas. Für mich ist "Tochter des Windes" das erste Buch von Federica de Cesco, das aus der ich-Perspektive eines Mannes geschrieben ist. Dazu kommt, dass Rainer Wilhelm Steckborn eher der totale Anti-Held ist. Bevor er seine Zelte in Deutschland abbricht, ist er eher das etwas verkorkste Muttersöhnchen, das sich nicht wirklich viel zutraut. So hatte ich Mühe, mich in ihn einzufühlen und die Geschichte ging mir nicht gleich nah wie die anderen Werke, die ich von der Autorin gelesen hatte. Schön fand ich dann allerdings, seine persönlich Entwicklung mitzuverfolgen. Durch Mia entdeckt er eine neue Leidenschaft und einen alten Traum, ein eigenes Buch zu schreiben. Mit ihr hat er eine Seelenverwandte gefunden und traut sich einiges zu, um an ihrer Seite glücklich zu werden. Wie in all ihren Büchern hat Federica de Cesco auch in diesem eine starke Frau entworfen. Mia führt mit ihrem Bruder ein erfolgreiches Unternehmen und weiss genau, was sie will - und vor allem auch, was sie nicht möchte. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich mehr als einmal gefragt habe, was sie an Rainer findet, doch hier haben sich wohl wirklich Gegensätze angezogen. Federica de Cesco erzählt in "Tochter des Windes"  wahnsinnig detailliert und präsentiert uns zuerst einmal beinahe die gesamte Lebensgeschichte von Rainer Wilhelm Steckborn. Vor allem zu Beginn war das so ausgeprägt, dass ich mich manchmal suchend nach dem roten Faden umsehen musste. In Japan angekommen schildert sie nicht weniger detailliert, hier spürt man aber ihre Liebe zu diesem Land. Ihr Mann ist Japaner und so erfährt man sehr viel über dieses Land. So lernte ich nur auf wenigen Seiten, dass die japanische Sprache keine Fürwörter kennt, dass die koreanische Mafia und die chinesischen Triaden die Konkurrenz der Yakuza sind und dass diese rote Pullover und mehr Goldschmuck als Sizilianer tragen. Das Wissen, das wir durch dieses Buch erhalten, ist enorm breit gefächert, was auf der einen Seite sehr interessant ist, mich auf der anderen Seite jedoch teilweise beinahe erschlug. Politik, Geschichte, Essenskultur, Lebensweisheiten, ... man spürt, wie sehr Federica de Cesco Japan am Herzen liegt. "Tochter des Windes" ist wahrlich eine Hommage an das Land der untergehenden Sonne. Federica de Cescos Schreibstil ist gewohnt bildhaft, zum Teil mit einem für sie bisher unbekannten zynischen, ironischen Unterton versetzt. Mias Familiengeheimnis ist eine wirklich spannende Idee, doch leider konnte die Autorin meiner Meinung nach den Spannungsbogen nicht aufrecht erhalten. Durch ihr Abschweifen und ihre Detailliebe verliert sie manchmal den roten Faden aus den Augen, wodurch ich mich manchmal dazu aufraffen musste, dran zu bleiben. Fazit: Mit "Tochter des Windes" habe ich mich auf eine romantische, leidenschaftliche Liebesgeschichte mit spannendem Familiengeheimnis gefreut, jedoch "nur" eine Hommage an Japan bekommen. Die Charaktere waren sehr facettenreich und detailliert gezeichnet, doch sie konnten mich nicht ganz in ihren Bann ziehen. So las ich das neuste Werk von Federica de Cesco ganz gerne, doch die Faszination der letzten Werke von ihr, blieb leider aus.

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  • Eine Hommage an das Land der aufgehenden Sonne

    Tochter des Windes
    Girdie

    Girdie

    16. July 2013 um 21:33

    Federica de Cesco hat mit „Die Tochter des Windes“ ist eine wunderbare Hommage an Japan, die Heimat ihres Mannes, geschrieben. Das Buch ist als Hardcover mit Schutzumschlag im Blanvalet Verlag erschienen und umfasst 446 Seiten. Auf dem Cover befindet sich das Bild einer Frau deren Haare so dunkel sind, wie es bei Japanerinnen meist üblich ist und die ein rotes Kleid trägt. Rot steht als Farbe für die Japaner als Symbol für die untergehende Sonne. Es scheint so, als ob der Wind mit diesem Kleid und mit Blättern spielt, die sich im oberen Teil des Bildes befinden. Im Hintergrund ist in weiß und blau eine Gebirgslandschaft mit See zu erkennen. Der Titel bezieht sich auf die Abstammung der Japanerin Mia, einer der Protagonisten des Romans, die von den Ninjas abstammt, die sich selbst auch als Windmenschen“ bezeichnen. Der Begriff bezieht sich darauf, dass sich diese Menschen nicht stur nach bestimmten Verhaltensweisen handeln, sondern sich auf Unvorhergesehenes einstellen und daran angepasst reagieren. Der in Hamburg lebende Rainer Wilhelm Steckborn hat sich gerade erst von seiner Frau getrennt und besucht, um auf andere Gedanken zu kommen, die „goldene“ Stadt Prag. Dort lernt er während eines Opernabends die japanische Architektin Mia Koga kennen. Mia spricht aufgrund eines früheren Aufenthalts in Deutschland die deutsche Sprache fließend. Auch sie lebt momentan in Scheidung. Sie erzählt Rainer von Jan Letzel, einem für Japan bedeutenden Architekten aus Prag, der in seiner Heimat aber kaum Bekanntheitswert hat, dennoch der Grund für ihren Aufenthalt in Tschechien ist. Im Gegenzug erzählt Rainer ihr von seinem Buchprojekt und findet zum ersten Mal eine aufmerksame Zuhörerin. Die beiden kommen sich rasch näher und innerhalb sehr kurzer Zeit beschließt Rainer seinen bisherigen Job als Universitätsprofessor aufzugeben und Mia nach Japan zu folgen. Dort soll eine sehr alte Tante von Mia, die inzwischen in einem Altenheim wohnt, soll Rainer Inspiration und Information für sein schriftstellerisches Debut liefern. Er erhält die Erlaubnis während seines Japanaufenthalts in deren Haus zu leben. In dieser Zeit erscheint ihm nachts eine weibliche Traumgestalt. Rainer ist zunächst verwirrt, vermutet aber schon bald eine Beziehung zu Mias Familie, die weit in die Vergangenheit Japans hinein reicht und die er zu ergründen sucht. Man merkt diesem Buch die Begeisterung der Autorin für das Heimatland ihres Ehemanns an. Auf beinahe spielerische Weise vermittelt sie die kulturellen Besonderheiten der Japaner und lässt den Leser am typischen Alltagsleben teilhaben. Nebenher vermittelt sie auf die gleiche Art japanische Geschichte und webt um diese eine mystisch anmutende Story. Für ihre deutschen Bücher benötigt die Autorin keine Übersetzerin und daher gibt es in diesem Buch auch keine Bedeutungsverluste. In vielen Redewendungen und kleinen Details, die die Sprache insgesamt lebendiger erscheinen lassen,  merkt man das dem Sprachstil  an. Rainer und Mia scheinen, von der Charakterisierung her, ein eher gegensätzliches Paar zu sein, finden aber schnell über gemeinsame Interessen zueinander. Interessant und zauberhaft gezeichnet ist auch die Figur der alten Tante von Mia. Ebenso weiß die Autorin die örtlichen Begebenheiten dem Leser bildhaft zu vermitteln. Der Touch Mystik verbunden mit einem Familiengeheimnis erhält eine gewisse Spannung während des gesamten Romans aufrecht. Zum Schluss des Buchs nimmt der Leser noch an einem schaurigen Stück japanische Geschichte aus der Gegenwart, diesmal sozusagen vor Ort, teil. Und ich muss sagen, ich war mittendrin und habe mitempfunden. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und daher empfehle ich ihn gerne weiter.

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