Federico García Lorca Zigeunerromanzen

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Inhaltsangabe zu „Zigeunerromanzen“ von Federico García Lorca

Im Jahr 1928, als in Europa die Zeichen auf Surrealismus standen, erschien in Spanien ein Buch, das zu der Handvoll lyrischer Massenerfolge gehört, die die Literaturgeschichte kennt: García Lorcas Zigeunerromanzen, ein Bestseller in der Größenordnung von Heines Buch der Lieder oder Baudelaires Blumen des Bösen. Mit diesem schmalen Band, der auf dem archaischen Gefühlsklavier der Romanze in einer Weise spielt, die den Zeitgenossen atemberaubend neu erschien, erreichte der Spanier, was selten gelingt und niemals verziehen wird: Avantgardist und Populärstar zugleich zu sein.Die Avantgarden haben längst selbst Grünspan angesetzt und Lorcas Romanzen sind dem Schulbuch anheimgefallen. Mit dem Erscheinen der neuen übersetzung von Martin von Koppenfels (Dichter in New York, 2000) ist jetzt die Gelegenheit gekommen, einen unvoreingenommenen Blick auf dieses erstaunlich langlebige Kultbuch von einst zu werfen, um herauszufinden, worin sein Geheimnis besteht. Was steckt hinter diesem andalusischen Bilderbogen mit seinen melancholischen Viehdieben und transsexuellen Erzengeln, seinen Zigeunermadonnen und mondsüchtigen Planeten, seinen Märtyrern und kürbiskernkauenden Straßenkindern? Man wird entdecken, daß diese Romanzen fragile Gebilde sind, Seiltänze von der Ballade zum Puppentheater, von der schwarzen Romantik ins Land Dada. Lorca jongliert mit den Stilen: Das ölige Pathos des Moritatensängers beherrscht er so gut wie die schrille oder ironische Pointe. Und zugrunde liegt dieser Lyrik eine stetige, stille Hysterie der Bilder, die ahnen läßt, von wem Buñuel, Saura oder Almodóvar so manchen ihren Kunstgriffe gelernt haben.

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  • Rezension zu "Zigeunerromanzen" von Federico García Lorca

    Zigeunerromanzen
    hollygoreading

    hollygoreading

    26. August 2007 um 19:38

    Lorca war ein Schriftsteller und Dichter, der ursprünglich aus Andalusien kam und während seines Studiums zu einer wichtigen spanischen Gruppierung Intellektueller gehörte (unter anderem Jimenez und auch zeitweise Dalí) . Er schrieb auch Theaterstücke wie "Bernarda Albas Haus" und "Yerma". Starke Stücke, in denen Frauen mit all ihren Emtionen und Wünschen gegen eine von Konventionen bestimmte Gesellschaft und Kälte ankommen müssen. Mit "Zigeunerromanzen" legte er sein Debut hin. In dieser Ausgabe sind die Gedichte auf Spanisch und Deutsch enthalten. Sie lehnen sich an die von Zigeunern (ohne negative Belegung!) bestimmte Kultur Andalusiens an. Es sind wunderschöne Gedichte dabei, die teils ins Psychedelische abdriften. Es geht um androgyne Engel, der Betrug einer Ehefrau, den tragisch-romantischen Tod eines Gauners, die Liebe "Grün wie ich dich liebe, grün" Das Werk erschien in den 30er Jahren, daher die surrealistische Züge. Wer Freude an schönen Gedichten hat und seinen Tagträumen gerne nachhängt, wird die Zigeunerromanzen immer offen liegen lassen.

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