Drei Meter über dem Himmel

von Federico Moccia 
4,1 Sterne bei149 Bewertungen
Drei Meter über dem Himmel
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Positiv (114):
peggys avatar

Langatmig, unrelevante Stellen zu ausführlich. Die letzten 100 Seiten konnten mich packen. Deshalb 3,5 statt 3 Sternen

Kritisch (14):
P

Der Schreibstil ist nicht so mein Ding..

Alle 149 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Drei Meter über dem Himmel"

Die 17-jährige Babi kommt aus gutem römischem Hause, steht kurz vorm Abitur und ist eine ehrgeizige Musterschülerin mit hohen Zielen im Leben. Step hingegen ist ein freiheitsliebender Herumtreiber, ein Muskelpaket und Frauenheld, doch im Herzen ein echter Romantiker. Auf dem Weg zur Schule spricht er Babi an, später begegnen sie sich wieder, auf der Piazza, in der Bar, mit Freunden. Doch Babi lässt Step abblitzen, obwohl sie eigentlich schon bis über beide Ohren in ihn verliebt ist. Erst als sie nach einem nächtlichen Motorradrennen zusammen vor der Polizei fliehen müssen, beginnt ihre gemeinsame Geschichte: die erste große Liebe! Sie sind unzertrennlich, ihre überwältigenden Gefühle scheinen sich durch nichts aufhalten zu lassen. Aber sie kommen aus unterschiedlichen Welten und darum gibt es viele Hindernisse: Babis Eltern, Steps Freunde, seine Art, Probleme mit Gewalt zu lösen, ihr enormer Ehrgeiz. Babi und Step wird klar, dass man um die Liebe kämpfen muss.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551356819
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:457 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:19.06.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.10.2006 bei RADIOROPA Hörbuch erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Buecherfreakforevervor 2 Jahren
    Liebe

    Wundervolle Liebesgeschichte...aber auch echt traurig

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wer Lust auf Sommer und Fernweh nach Rom hat, der kann mit Federico Moccia einfach nichts falsch machen.
    Weckt die Sehnsucht nach Sommer

    Klappentext: Step liebt Babi. Babi liebt Step. Doch bevor sie ein Paar werden, geschehen die unglaublichsten Dinge. Und als sie endlich ein Paar sind, geht es nicht weniger unglaublich weiter.

    Vor fast 10 Jahren wurde mir dieses Buch zum Geburtstag geschenkt. Seit dem begleitet es mich durch jeden Sommer, denn jedes Jahr aufs Neue lese ich es wieder. Natürlich ist die Geschichte kein Durchbruch, eher eine neue Umsetzung von Romeo und Julia, (keine Sorge, so dramtatisch ist es dann doch nicht!) doch der Schreibstil von Federico Moccia ist meiner Meinung nach einfach unvergleichlich. Vielleicht liegt es daran, dass er (auch) Drehbuchautor ist? Jedenfalls konnte ich keinem seiner Bücher je entkommen. 

    Wer also von einem Buch keine völlig neue und unvorhersehbare Handlung erwartet, der bekommt hiermit ein Buch, welches unglaublich gut geschrieben ist und die Sehnsucht nach Sommer und einem Besuch in Rom weckt. Eine Liebesgeschichte, die den Wunsch nach Schmetterlingen im Bauch weckt. 

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    Franzichens avatar
    Franzichenvor 4 Jahren
    Drei Meter über dem Himmel

    Babi kommt von gutem Hause. Sie ist wohlerzogen und ist anderen gegenüber sehr respektvoll. Step ist das glatte Gegenteil von ihr. Er ist der typische Bad Boy. Trotzdem können sie die Finger nicht voneinander lassen und stürzen von einem Unglück ins nächste. 

    Da mir der Film ganz gut gefallen hat, las ich das Buch. Jedoch wurde ich maßlos enttäuscht. Ich bin nie wirklich in das Buch rein gekommen. Der Schreibstil war überhaupt nicht meins und die Protagonistin Babi nervte mich das komplette Buch über, was im Film nicht so war.  2 Sterne. 

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    Kerimes avatar
    Kerimevor 5 Jahren
    Oberflächliche Liebesgeschichte

    Inhalt/ Klappentext:

    Jung, witzig, cool und unendlich romantisch: Die Geschichte einer großen Liebe, der Megabestseller aus Italien!


    Step liebt Babi. Babi liebt Step. Doch bevor sie ein Paar werden, geschehen die unglaublichsten Dinge. Und als sie endlich ein Paar sind, geht es nicht weniger unglaublich weiter.


    "Heimliche Motorradfahrten, Familiendramen, Fluchten aus dem Fenster und nächtliche Spaziergänge am Strand: Eine Großstadtliebesgeschichte, vergleichbar nur mit der West Side Story." La Repubblica


    "Leidenschaft ohne Grenzen" Freundin




    Cover:

    Ich finde das Cover eigentlich total niedlich. Dort sind die Protagonisten Babi und Step abgebildet. 

    Das Cover ist jedoch nicht etwas besonderes, wo ich sagen 'Wow' würde.


    Erster Satz:

    "Cathia hat den schönsten Arsch von ganz Europa" (Seite 7)

    Meinung:

    Ich saß so ziemlich lange an dem Buch. Ich kam einfach nicht rein. Ich wollte mich mit den Protagonisten anfreunden und sympathisch finden, aber ich konnte es einfach nicht.

    Das lag wahrscheinlich am Schreibstil des Autors. Ich habe mich damit so schwer getan. Der Schreibstil hat etwas eigenes, ja, aber dadurch wurde alles total sachlich und oberflächlich erzählt. 


    Aus welcher Perspektive wird erzählt? Tja, die wechselt andauernd. Einfach mitten im Kapitel ändert sich die Erzählerperspektive. Das war sooo verwirrend. Ich kam dann sofort wieder aus der Geschichte raus. Das fand ich echt schade.


    Und die Charaktere... Ich fand alle Charaktere total ungeschliffen und zu schwammig.

     Step ist hier der 'Bad Boy'. Prügelt sich ohne einen richtigen Grund und denkt nur an das eine. Jeder in Rom kennt ihn und er ist berühmt für seine Brutalität.

    Er war mir so gar nicht sympathisch. Und die nicht vorhandene Sympathie sank erheblich als er sein Bruder erpresst...

    Man erfährt natürlich, warum Step ist so wie er ist. Aber trotzdem rechtfertigt das nicht, was er macht.

    Und sein Steps' Freund, Pollo?! Er ist in meinen Augen ein skrupelloser Dieb. Er war mir noch unsympathischer als Step.

    Babi war mir am 'sympathischsten'. Am Anfang... Dann kamen die illegalen Rennen und die Prügelei auf die sie sich einlässt und darauf unglaublich stolz ist und vor Step damit prahlt. Aber seien wir mal ehrlich, wer würde nicht an ihrer Stelle prahlen?! Ich meine, wer hätte gedacht, dass ein Mauerblümchen gewalttätig wird?! (Kann man die Ironie hören?)


    Man merkt so richtig, was für ein schlechten Einfluss Step auf Babi hat.


    Das einzige positive an dem Buch waren die Dialoge zwischen Babi und Step. Die fand ich teilweise echt amüsant und süß.


    "Mir?" Step umarmte sie ganz fest. "Mir geht es bestens."

    "So gut, dass du beinahe den Himmel mit dem Finger berühren kannst?"

    "Nein, nicht so."

    "Was meinst du damit?

    "Viel besser. Mir geht's so gut, dass ich drei Meter über dem Himmel schwebe."

    (Seite 364)


    In Italien wurde das Buch ja richtig gefeiert. Es wurde sogar verfilmt. Aber leider gibt es den Film nur auf italienisch mit englischem Untertitel.

    Schadeeee!!


    Fazit:

    Durch den Schreibstil wurde alles nur oberflächlich erzählt und dadurch kamen auch die Gefühle der Protagonisten nicht richtig rüber. Eigentlich wäre das eine tolle Geschichte geworden, wenn der Autor mit den Prügeleien und so nicht übertrieben hätte.

    Naja, man kann ja nicht alles haben :)


    Deshalb vergebe ich: 2,5 von 5 Sternen


    Produktinformation:

    Verlag: Ullstein

    Seitenanzahl: 400 Seiten (Taschenbuch)

    Erschienen: 14.06.2006

    Originaltitel: Tre metri sopra il cielo

    ISBN: 978-3-548-26435-6


    P.S. Ich habe den zweiten Teil 'Ich steh auf dich' auch gelesen und der hat mir viiiiieeeeelll besser gefallen als der erste. Hätte ich niemals gedacht, aber das liegt sehr wahrscheinlich daran, dass aus der Ich- Perspektive von Step geschrieben wird. 

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    LeJardinDuLivres avatar
    LeJardinDuLivrevor 5 Jahren
    Perspektivlose Liebesgeschichte einer Pubertierenden und einem unsympathischen Schläger.

    Es handelt sich hier um eine Liebesgeschichte. Und was braucht eine Liebesgeschichte um schön und interessant zu sein? Natürlich zwei schöne und interessante Hauptcharaktere.
    Schön sind sie in diesem Buch aber nur äußerlich. Ständig kriegt der Leser zu hören, wie oft Step ins Fitnessstudio geht und dass Babi auf Dauer-Diät ist. Aber was an Steps Charakter schön und interessant sein soll, kann ich nach fast 400 Seiten noch immer nicht sagen.
    In verschiedenen Rückblenden wird aus Babis und vor allem aus Steps Vergangenheit erzählt. Das soll wahrscheinlich deutlich machen, wie Step zu dem geworden ist, was er jetzt ist. Allerdings schafft es der Autor jeden aufkeimenden Funken von Sympathie im Keim zu ersticken, in dem Step den nächsten Mann krankenhausreif oder fast tot prügelt. Was bringt es da, wenn er Babi Rosen schenkt, ihr Komplimente macht und nur noch an sie denken kann? Er klaut, er lügt, hat keinen Job, randaliert mit seinen Freunden, schläft und schlägt sich anscheinend durch die Stadt ohne auch nur ein Fünkchen Reue zu empfinden. Ich wollte die Hoffnung nicht aufgeben, aber spätestens auf der letzten Seite wurde mir klar, dass er sich wohl nicht mehr ändern wird.
    Auffallend ist außerdem, dass alle männlichen Charaktere ständig an Frauen (jeder Mann scheint jeder Frau auf den Hintern zu glotzen; jeder Frau scheint es zu gefallen) und Sex denken müssen. Vor allem die tüchtigen Büroangestellten mit anständigem Job werden dadurch grundsätzlich als unzufrieden mit dem ganzen Leben dargestellt und gucken deswegen jedem kurzen Rock hinterher.
    Hinzu kommt, dass Steps Freunde durch die Bank genauso schlimm oder noch schlimmer sind als Step selbst und ebenfalls die ganze Zeit randallieren, stehlen und sich durch die Welt prügeln. Keiner von ihnen darf einen wirklichen Dialog führen, sodass man keinen wirklich kennenlernt. Sie bleiben Rüpel mit denen ich persönlich nichts zu tun haben wollte. Allein Babis Freundin Pallina wirkt nett, wobei auch sehr naiv, da sie das Verhalten von Steps Freunden eher aufregend und spannend findet.
    Die Story ist so ganz nett, wenn man das ganze Randalieren, Prügeln und die perversen Gedanken der einzigen Nicht-Arbeitslosen mal unbeachtet lässt.
    Ein Wort zu Babi: Sie war anfangs sympathisch, aber dann... lässt sie sich pubertierend auf Step ein, hält sich für ach so begehrenswert, will mit Step schlafen, um nicht mehr so unerfahren vor ihrer Freundin zu wirken und wird schließlich auch gewalttätig . Ehm, na super!

    Der große Pluspunkt in diesem Buch ist wohl die Sprache und der Erzählstil. Lest am besten in das Buch hinein, um zu schauen, ob ihr den Sprachstil mögt. Ich liebte ihn. Aus verschiedenen Perspektiven und in schöner Sprache wird eine Geschichte erzählt, die zwischendurch ganz romantisch ist und mit vielen romantisch italienischen Begriffen in Rom auch ein romantisches Fleckchen gefunden hat.
    Nur beim nähreren Hingucken fragt sich der Leser, warum das brave Mädchen so plötzlich todesmutig bei einem illegalen Rennen mitfährt und was sie an diesem arbeitslosen Nichtsnutz findet, warum die Eltern es so selten bemerken, wenn die Tochter sich aus dem Haus schleicht, was romantisch oder lustig daran sein soll, sein erstes Mal im Zimmer des Babysitterkindes zu haben, während dem Kleinen von den Rüpel-Freunden Joints und Bier verabreicht wird. Babi wird wütend; ein paar Rosen und alles ist vergessen! Dass der eigene Vater zwischendurch sturzbesoffen Auto fährt und das ganz normal zu sein scheint, wundert mich plötzlich gar nicht mehr.

    Erwartet habe ich eine Liebesgeschichte. Auf einen nicht so lupenreinen Burschen habe ich mich eingestellt. "Du oder das ganze Leben" von Simone Elkeles fand ich klasse.
    Dieses Buch aber, mit seiner ganzen Gewalt, der Amoralität und den ganzen gescheiterten Persönlichkeiten (ist irgendwer wirklich glücklich in diesem Buch?) hat mir gezeigt, dass es auch anders geht. Wenn das Buch wirklich Italiens Szene darstellt, dann finde ich das traurig, wenn die Darstellung nicht zutrifft, finde ich halt nur die Liebesgeschichte traurig. Aber nicht im positiven Sinne!

    Sonstiges:
    Es gibt außerdem einen zweiten Teil ("Ich steh auf dich" von Federico Moccia), in dem die Geschichte von Babi und Step weiter erzählt wird.
    In Italien feierte das Buch wohl einen so großen Erfolg, dass es sogar verfilmt wurde - allerdings nur auf Spanisch und mit Englischen Untertiteln.

    Altersempfehlung:
    Auf Amazon wird es von 14-17 Jahren empfohlen. Ich würde es eher ab 16 Jahren empfehlen, weil man die Erfahrung haben sollte, zu erkennen, dass die Dinge, die dort geschehen und die viele Gewalt nicht rechtens sind.

    Fazit:
    Zwischendurch hatte mich die italienische Romantik gepackt, aber wer eine positive, witzige Geschichte (was nicht die Ernshaftigkeit ausschließt) erwartet, der ist hier eindeutig an der falschen Stelle. Alle Persönlichkeiten (AUSNAHMSLOS!) scheinen gescheitert und unzufrieden mit ihrem Leben zu sein. Genauso traurig und schlimm wie die Sicht auf das Leben in Rom (reich wie arm) ist auch das Ende, das mich schon fast in eine schwere Depression stieß. Das Ende war zwar immerhin realistisch und logisch, auf der anderen Seite aber auch so unheimlich deprimierend, perspektivlos und hoffnungslos.
    3 Meter über dem Himmel mochten ja Step und Babi geschwebt haben, aber mich konnten sie dorthin auf keiner Seite mitnehmen.

    1,5/5 Sternen

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    missmisterslands avatar
    missmisterslandvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Die unvergessliche erste Liebe in ehrliche Worte eingeschlossen.
    Italien und die erste Liebe

    Italien wie wir es noch nicht kennen!

    Es gibt wenig Sätze die mich so an die Liebe denken lassen wie "Du + Ich - Drei Meter über dem Himmel"

    Ein schönes Jugendbuch. So liebevoll und einfühlsam erzählt.
    Babi liebt Step, Step liebt Babi. Sie ist ein Mädchen aus gutem Hause das ausbrechen will er ist der Kerl dem man lieber nicht nachts begegnet.
    Die Verliebtheit der beiden ist zuckersüß und gleichzeitig sehr real.

    Step ist, auch wenn sein Charakter nicht mein Fall ist, in meinem Kopf ein Nachfahre italienischer Götter gewesen. Muskulör und braun gebrannt.
    Babi sah für mich ein bisschen aus wie Barbie selbt.

    Die Leichtigkeit mit der das Buch dahinfliegt nimmt zum Ende hin ab. Auf den letzten Seiten wird ein ernsterer Ton angeschlagen und lässt einen ein wenig unbeholfen zurück.

    Eine schöne Geschichte die in Italien lange Kultstatus erreicht hat.

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    LovelySs avatar
    LovelySvor 5 Jahren
    Aufregend

    Ich liebe dieses Buch. Ich bin ein Fan von Italien und das Buch hat mir direkt das Gefühl gegeben alles mitzuerleben. Großartig! <3

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    Livis avatar
    Livivor 6 Jahren
    Rezension zu "Drei Meter über dem Himmel" von Federico Moccia

    "Etwas Schlimmes hat sich bei ihm eingenistet.
    Eine Bestie, ein Monster hat sich eine Höhle hinter seinem Herzen gebaut, stets bereit aufzuspringen und zuzuschlagen, voll blinder Wut, ein Kind des Leids und einer enttäuschten Sohnesliebe."
    ("Drei Meter über dem Himmel", Seite 253)

    *******
    Beim Aufschlagen der ersten Seiten von "Drei Meter über dem Himmel" wird man sofort von einem außergewöhnlichem und zugegebenermaßen eigenartigem Stil begrüßt, der einem zunächst etwas skurril erscheinen und aufgrund seiner Besonderheit etwas abschrecken mag. So beispielsweise bezeichnet Federico Moccia auf den ersten Seiten seine Charaktere ganz untypisch und zunächst noch etwas distanziert als "das Mädchen" oder aber "ein Junge", sodass man sich als Leser unweigerlich als eine Art abgesonderter Zuschauer fühlt, der als Beobachter einen zufälligen Einblick in die Gassen Roms erhascht von diesem Zeitpunkt an jene Charaktere weiterhin mit einem beobachtendem Auge auf ihrer Reise durch einen Abschnitt ihres Lebens begleitet.
    *
    Diese genannten Bezeichnungen für die Charaktere treten jedoch glücklicherweise lediglich zu Beginn auf, da Moccia allmählich und nachdem sich der Leser in die Geschichte eingefunden und die Hauptprotagonisten erkannt hat diese wieder ablegt und in die Rolle eines beinahe normalen, gewöhnlichen personalen Erzählers schlüpft. Die Betonung liegt auf "beinahe", denn Federico Moccia überrascht dennoch durch seinen Schreibstil und seine Erzählart mit einigen ungewohnten Absonderlichkeiten, die vor allem zu Anfang zu meiner Verwirrung sorgten. Nicht nur die leichten, unangekündigten Perspektivwechsel, die aufgrund der durchweg vorherrschenden personalen Erzählweise ganz überraschend auftreten, sondern auch die plötzlich und unvorbereitet ab und an eingefügten Zeitsprünge bzw. Rückblicke ließen mich immer wieder verwirrt, stutzend und stirnrunzelnd die vorherigen Sätze erneut lesen oder ein paar Seiten zurückblättern. Oft benötigte es daher seine Zeit, bis ich als Leserin überhaupt bemerkte, dass es sich bei einer Stelle mal wieder um einen Rückblick, eine Erinnerung oder einer Szene aus der Vorgeschichte eines Charakters handelte, was unwillkürlich den Lesefluss ungemein behinderte. Erst nach und nach schlichen sich aus diesem Grund kleine Aha-Effekte in meinem Bewusstsein ein, nachdem verschiedenste, zunächst verwirrende Szenen für ein Chaos gesorgt hatten, doch sich schließlich und letztendlich am Ende eines Kapitels zu einem logischen Gesamtbild verbanden. Nach einer gewissen Zeit und gelesenen Seitenanzahl jedoch hatte ich mich glücklicherweise an diesen außergewöhnlichen und ziemlich untypischen Stil gewöhnt, sodass es das weitere Lesevergnügen (fast) nicht mehr beeinträchtigte.
    *
    Auch die Charaktere oder vielmehr dessen ebenso ausgefallene Namen wie Moccias Stil selbst legen einem zu Beginn kleine Stolpersteinchen in den Weg. Denn eigentümliche, kuriose und zumeinst italienische Namen wie Babi, Pollo, Pallina, Lucone und viele mehr werden dem Leser entgegengeworfen. Noch dazu schein Federico Moccia seinen Lesern ein verlässliches Gedächtnis zuzutrauen, denn bereits die ersten zehn Seiten tauchen diese Namen zusammen mit den Charakteren als Namensträger in großer Anzahl auf, sodass ich anfangs tatsächlich ab und an gezwungen war, mein Gedächtnis angestrengt auszuwringen, um mir
    *
    in Erinnerung zurückzurufen, welche Person mit welcher Geschichte sich doch gleich hinter diesem Namen verbirgt. Dieses Problem war jedoch ebenso schnell wie es aufgetaucht war, wieder verschwunden und schon bald fand ich meine absoluten Lieblinge unter dieser Vielzahl an vielfältigen Charakteren. Neben den Hauptprotagonisten gönnt Federico Moccia beinahe jedem einzelnen auftretenden Charakter seine ganz eigene Geschichte und interne, wichtige Rolle im gesamten Geschehen, was vor allem durch die geschickt gelösten Perspektivwechsel erreicht wird. Dadurch werden auch die kleinsten Nebencharaktere sehr greifbar und glaubwürdig, sodass selbst zunächst durch die Augen der Protagonisten betrachtete scheinbar unsympathische Nebencharaktere bei einem späteren Perspektivwechsel in ein ganz anderes Licht gerückt und ihre Beweggründe für den Leser zunehmend nachvollziehbar werden.
    *
    Aus diesem Grund war es mir kinderleicht möglich, ebenso unwichtige Personen lieb zu gewinnen, vor allem Pallina oder Dani, die sich mit ihren ganz einzigartigen und charakteristischen Macken in mein Sympathiespektrum einschlichen. Aber allen voran stehen natürlich Babi und Step, aus deren Augen der Leser die meiste Zeit das Geschehen miterlebt. Zusammen mit ihnen verfolgt man unter abwechselnden Perspektiven einen Teil ihrer Lebensgeschichte, beobachtet spannend ihr erstes Aufeinandertreffen und fiebert spätestens von diesem Zeitpunkt an unaufhörlich einem gemeinsamen Happy-End für die beiden entgegen. Beide, sowohl Babi als auch Step, zeichnen sich durch ihre wundersame Einzigartigkeit und Grundverschiedenheit auf, die nicht zu überspitzt sondern natürlich und glaubhaft wirkt. Mitgerissen erlebt man als Leser ihre Annäherungen, Meinungsverschiedenheiten und Gespräche, die oft nur so vor Wortwitz und Humor strotzen, jedoch an anderen Stellen von Szenen voller reiner Ernsthaftigkeit und Tiefgründigkeit abgelöst werden, die einem das Herz erwärmen und es schließlich schmelzen lassen. Spätestens nach der Hälfte dieser Geschichte und dutzenden Vespafahrten durch die Nacht Roms, Verfolgungsjagden und Strandspaziergängen war es um mich geschehen - Sowohl Babi, die mir mit ihrer treuen Trotzigkeit unheimlich sympathisch wurde, als auch (natürlich) Step, den ich zugegebenermaßen zusammen mit Babi aufgrund seiner Handlungen so manches Mal verfluchen hätte können, dafür aber nicht nur Babis, sondern auch mein Herz ebenso in Sturmeseile wiedergewann.
    Ein authentisches, gelungenes Ende lässt einen immer noch mit den Gedanken irgendwo in Rom bei Step und Babi verbleibend zurück und weckt den dringenden Wunsch, den zweiten Band schnellstmöglich in die Finger zu bekommen.
    *******
    "Dann macht sie die Augen auf. Tränen schimmern darin, Tränen der Liebe, wunderschön. Er schaut sie an.
    'Was hast du?'
    'Ich habe Angst.'
    'Wovor?'
    'Dass ich nie mehr so glücklich sein werde wie gerade eben.' "
    ("Drei Meter über dem Himmel", Seite 361)

    *
    FAZIT

    Zusammen mit Babi und Step begibt man sich an die unterschiedlichsten Schauplätze Italiens und Roms, fährt auf Vespas und Motorrädern durch nächtliche Gassen, durchlebt die nervenaufreibendsten Verfolgungsjagden, spaziert an mondbeschienen Stränden entlang und lauscht ihren wortwitzigen und dennoch ab und an tiefsinnigen Gesprächen.
    Trotz eines ungewöhnlichen Erzählstils hat Federico Moccia eine zutiefst romantische und gefühlvolle Geschichte geschaffen, die einen als Leser mit klopfendem Herzen zurücklässt.

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    MissRoses avatar
    MissRosevor 7 Jahren
    Rezension zu "Drei Meter über dem Himmel" von Federico Moccia

    Ich hätte diesem Buch liebend gerne 5 Punkte gegeben. In der Mitte des Buches noch war ich richtig begeistert, doch dann kam das Ende, mit dem ich so ganz und garnicht einverstanden bin.
    So sollte einfach kein Roman ausgehen, in dem es um Liebe geht.
    Gut, bei manchen Büchern, die auch nicht so gut ausgehen, denkt man sich halt, dass so sein musste. Doch bei diesem ist das ganz anders. Ich war so entäuscht von dem Ende...

    Am Anfang war ich noch so begeistert. Okay, die weibliche Hauptfigur Babi war mir manchmal doch etwas unsypatisch, da sie einfach die Hälfte des Buches nur rumgemeckert hat. Doch irgentwie war das dann doch nicht so schlimm. Ich fand die Liebesgeschichte zwischen Step und Babi einfach so schön. Doch dann das Ende... Okay, ich glaube das habe ich jetzt schon öfters gesagt. Ich halte fest: Dieses Buch ist etwas für diejenigen, die es gerne traurig haben...

    Dann muss ich auch noch etwas über die Sprache sagen. Die Sprache fand ich am Anfang irgendwie komisch. Kurze Sätze und... ich weiß nicht. Irgentwie nicht wie sonst.
    Daran musste ich mich erstmal gewöhnen.
    Beim Cover stimmt übrigens auch etwas nicht. Step wird immer als Junge mit raspelkurzen Haaren beschrieben. Der Junge auf dem Cover hat allerdings längere... Mich stört sowas irgentwie.

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    lao0olas avatar
    lao0olavor 7 Jahren
    Rezension zu "Drei Meter über dem Himmel" von Federico Moccia

    Das Buch habe ich mir vor ein paar Jahren mal von einer Freundin ausgeliehen, weil sie es so sehr weiterempfohlen hat. Es ist eine echt süße Jugendgeschichte über Liebe oder doch nicht Liebe.

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