Fee Katrin Kanzler Die Schüchternheit der Pflaume

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Inhaltsangabe zu „Die Schüchternheit der Pflaume“ von Fee Katrin Kanzler

Ein Kapriolenkind ist sie, eine junge, mondsüchtige Musikerin, weltverliebt und weltentrückt, versunken in die Schönheit der Details. Das Mehlige einer Pflaumenhaut, Nebeltau. Das Überfließen des Safts beim Essen einer Tomate, das Geräusch beim Öffnen einer Kaffeepackung. Mit allen Sinnen schöpft sie aus der Fülle des Lebens, lässt ihre Musik daraus quellen, ihr Lebenselixier, ihr mythischer Himmel, der ihr erlaubt, niemals aufzuhören zu spielen. Wie auf einem Drahtseil balanciert die junge Sängerin über den Dingen, getragen durch ihr Publikum, im Gleichgewicht gehalten durch zwei Männer, die sie vergöttern, egal, welches Spiel sie gerade mit ihnen spielt: der meeräugige Blaum, der ihr nie den Gefallen tut, seine Persönlichkeit im Klischee des Businessman zu erschöpfen, und Fender, das poetische Du, der Mann, der sie kennt wie kein anderer. Doch da ist noch etwas anderes: ein leiser Unterton, immer wieder anschwellend, der sie an die Fragilität ihres Glücks erinnert: das unverwandte Gefühl, dass die Welt ständig im Zusammenbrechen begriffen ist. Das Debüt Fee Katrin Kanzlers überzeugt: Die Schüchternheit der Pflaume ist ein feiner, ein poetischer und sprachmächtiger Roman, der sinnliche Eindrücke und Motive mit höchster synästhetischer Kunst zum Klingen bringt: das schillernde Porträt einer Künstlerin auf dem schmalen Grat zwischen Freiheit und Verlorenheit.

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    Die Schüchternheit der Pflaume
    Ingrid-Konrad

    Ingrid-Konrad

    03. May 2015 um 00:46

    Das Buch beginnt mit einem zauberhaften poetischen Bild. Es macht Lust auf mehr. Also lese ich mehr. Doch je mehr ich lese, desto mehr verliere ich die Lust. Das was in der Beschreibung als feinsinnliche Poesie gelobt wird, wirkt auf mich als ein sehr ermüdender Sprachstil. Was in einem Gedicht ein Qualitätsmerkmal wäre, ist hier in dem Roman einfach too much. Die Dosis stimmt einfach nicht. Die Sprache ist insgesamt zu wuchtig und schwülstig. Und zu detailverliebt. Und sie erschlägt nicht nur die Handlung. Diese geht in der Schwemme der dichten Worte einfach unter. Ich habe mittendrin aufgegeben. Weil das Buch aber eine Empfehlung einer guten Freundin war, habe ich noch einen zweiten Anlauf genommen. Ich habe gekämpft und es in der Tat ein kleines Stückchen weiter geschafft. Bin dann aber wieder hängen geblieben. Ob ich das Buch zu Ende lese? Wohl eher nicht. Mich hat dieses Werk nicht überzeugt.

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