Fel Fern

 4 Sterne bei 22 Bewertungen

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Cover des Buches Dark: Dunkle Besessenheit (Drachen & Geeks 1) (ISBN: B07TTS5NNL)
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Rezension zu "Dark: Dunkle Besessenheit (Drachen & Geeks 1)" von Fel Fern

MedievalDukemon
Häusliche Drachen und Diebe

Ich habe bereits einige Geschichten der Autorin gelesen, anfangs kurzweilig mehr, mittlerweile kaum noch. In dieser Geschichte zeigt denke ich sich sehr gut, was ich meine, wenn ich schreibe, dass die Geschichten funktional geschrieben sind, aber funktionieren, wenn die Charaktere einfach sind. Hier treffen zwei Figuren in der Kurzgeschichte aufeinander, der eine ist eben simpel gehalten, während der andere zu tiefgreifend ist für die Anzahl Seiten und dem was man erzählen will.

Im Titel der Reihe steckt drin was in diesen Geschichten beschrieben werden soll. Paare aus einem klassischen Bild von zwei Typen die zwischenmenschlich Schwierigkeiten haben, mal mehr mal weniger. Der eine Wege gefunden hat, um diese Defizite irgendwo auszugleichen (durch dessen bevorzugten Weg mit einem Bildschirm vor der Nase) und bedient dabei den schlacksigeren und kleineren Typen, vorzugsweise noch mit (Horn)Brille. Während der andere zwar an sich kein schlechter Mensch ist, aber ein ziemliches Temperament hat, was diesem schwieriger macht mit anderen zu kommunizieren.

Dark ist ein Drachenwandler und lebt zurückgezogen, nicht abgeschnitten von der Welt, doch bestimmt er wann er wo aufkreuzt und wie lange er mit jemandem reden will. Meistens soweit wie er es gerade braucht, durch seinen Bruder Smoke lebt er jedoch nicht völlig abgeschieden. 

Jake hat nur seinen Bruder, der im Koma liegt. Um die Rechnungen zu bezahlen benutzt er Datingseiten, um aus zahlungsbereiten Gesprächspartnern so viel wie möglich herauszuholen. So lernt er auch Dark kennen. Dieser will das nicht auf sich sitzen lassen, außerdem ist für ihn Jake irgendwie mehr als nur eine Internetbekantschaft. Dark entführt ihn und will Antworten und seinen Gefährten.

Die Autorin schafft es eigentlich irgendwo immer interessante Rahmenhandlungen für ihre Reihen zu finden, aber gefühlt passt der durchdachte Part, außerhalb der Sexszenen, meistens in die Länge einer Leseprobe. Ist der Teil, der in eine Leseporbe passt, vorbei möchte die Geschichten meistens zügig zu besagten Szenen kommen und dann auch schnell das Buch beenden. Die Drachen&Geeks Reihe gehört aber eher zu den früheren Werken, die noch etwas mehr Wert außerhalb der Sexszenen gelegt hat, weswegen Dark nicht ganz so kurzweilig wirkt. Zudem der Charakter Dark wie oben in der Kurzbewertung beschrieben ein recht einfach gehaltener Charakter ist ohne das ihm auf der Länge die Tiefe komplett fehlt, um uninteressant zu sein. Als Drachenwandler zieht er es wie jeder andere vor für sich zu leben, allein mit dem was er braucht ist er zufrieden. Das er in einer selbst gebauten Hütte, anstatt in einer Höhle, lebt, zeigt das er doch eher der "häuslichere" Typ ist. Ihm fehlt im Grunde nur sein Gefährte. Sein Kontakt zur Außenwelt besteht aus seinem Bruder und das Dark eher ein guter ist zeigt, dass er eben auch hilft Unruhestifter zu beseitigen. 

Jake bringt mehr Balast mit und hier macht sich die Geschichte es sich leichter, obwohl die Figur das weniger her gibt. Beide Figuren sind sich bereits vor dem Beginn des Buchs begegnet, im Internet. Dark will die Beziehung in Gang bringen, aber gehört zunächst selber zu den Geprelten von Jake. Ein Drachenwandler will das nicht auf sich sitzen lassen. Jake ist nicht glücklich mit dem moralisch fragwürdigen Dingen, die er tut. Allerdings wendet sich Jake ziemlich schnell von seiner Gewohnheit und seinem bisherigem Leben ohne Probleme ab, sobald Dark "Nein" sagt. Keine Diskussion, kein Konflikt, wenn auch mit sich selber. Immerhin will man ja zur Sexszene kommen und dann auch zum Happy End. Schließlich soll es ja genau eine Kurzgeschichte auf ein paar Seiten sein.

Für Dark funktioniert die Geschichte, Jake fühlt sich direkt besser nach dem er praktisch in Darks Hütte aufgewacht ist. Wobei eben Jake noch einer der besseren menschlichen Gefährten ist, der entweder nichts von Wandler wusste oder nichts mit ihnen zu tun hatte. Auf Jakes Seite gibt es bis auf seinen Bruder nicht viel und mit seinem Hintergrund ist das auch noch nachvollziehbar. In späteren Reihen ist das leider nicht immer der Fall.

Drachen & Geeks ist eine okaye Reihe und Dark ein solider Anfang, aber auch nicht mehr. Für eine Geschichte von dieser Autorin sind es 4-Sterne, weil die Charaktere irgendwo auf den paar Seiten funktionieren mit geringen Schwächen. Eben der komplette Wandel von Jake kommt abrupt, dennoch da die Geschichte sich nicht übernimmt mit ihm.

Eine oberflächliche, aber kurzweilige Lektüre

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler!


Das Buch bietet eine kurzweilige Geschichte mit einigen Schwächen. Wie üblich bei dieser Autorin sollte man keine allzu tiefgründige Handlung erwarten. Dies trifft auch hier zu: Anfangs fesselnd, verliert die Erzählung gegen Ende an Substanz, als ob es darum ginge, das Buch möglichst schnell zu beenden.


Die Einführung der Beziehung zwischen Bo und Royce wirkt erzwungen. Zunächst wird die Beziehung positiv dargestellt, nur um dann hastig auf die negativen Aspekte und langen Probleme hinzuweisen. Diese Darstellung empfand ich als wenig überzeugend. Zudem entwickelt sich die Bindung zu Garret in unrealistischer Geschwindigkeit: Nach nur zwei Wochen ist es bereits die Liebe des Lebens. Das übliche Gefährtenprozedere. 


Die Eltern, die den Ex-Partner aufgrund seiner Eigenschaft als Gestaltwandler nicht mochten, akzeptieren den neuen Partner, der ebenfalls ein Gestaltwandler ist, ohne Weiteres. Widersprüchlich meiner Meinung nach.


Ein weiterer Kritikpunkt ist Garrets verstorbener Ex-Partner, der viele Fragen offen lässt. Warum starb Garret nach dessen Tod nicht ebenfalls, obwohl dies mehrmals angedeutet wurde, dass das bei Gefährten so üblich ist? Warum erhielt er einen zweiten Gefährten?


Das Rudel hinterließ, bis auf wenige Ausnahmen, keinen besonders positiven Eindruck. Dies könnte allerdings beabsichtigt sein.


Insgesamt bietet das Buch eine oberflächliche Unterhaltung, die mehr Tiefe hätte haben können. Es eignet sich, wenn man nicht viel nachdenken und sich kurzweilig unterhalten lassen möchte. Über die vereinzelten Schreibfehler und Verwechslungen kann man hinwegsehen.

Cover des Buches Apex-Wolf (Die Apex-Alphas 1) (ISBN: B07YFRPZ5V)
Ilona-Kidss avatar

Rezension zu "Apex-Wolf (Die Apex-Alphas 1)" von Fel Fern

Ilona-Kids
Mischung aus Fantasyabenteuer, Shifter und Gay mit leichten Schwächen

Adam fühlt sich furchtbar. Seit dem Tod seiner Eltern kümmert sich sein großer Bruder Sam um ihn, doch Adam ist nicht so stark wie die anderen Menschen im Dorf. Schon gar nicht so stark wie die Jäger, zu denen sein Bruder gehört. Überraschenderweise wird er eines Tages trotzdem eingeladen, auf eine Jagd mitzugehen. Doch was wirklich geplant ist, ist abgrundtief böse.

Adam stellt eine Figur da, die unsicher und im Schatten der anderen lebt. Damit fühlt sich der Leser sofort auf der Seite dieses Protas und auch im Beschützermodus. Als dann Talon als zweiter Prota auftaucht, der trotz seiner immensen Stärke und Präsenz sofort auf Adam anspricht, ist man beruhigt. Damit erfüllen beide Protagonisten eine starke und gut ausgearbeitete Rolle in dieser Geschichte.
Was mir persönlich gut gefallen hat, ist die Mischung aus Fantasyabenteuer, Shifter und Gay - in dem die erotischen Szenen stimmungsvoll aber nicht überdominierend eingearbeitet sind. Auch die Verschiedenheit der Shifter ist mal was anderes.

Abzug gibt es dafür, dass das Ende sehr abrupt kommt und einige Details zu wenig erklärt werden. So wird immer von dem Krieg und der Mitwirkung der Drachen gesprochen, aber nur sehr kurz erläutert, worum es dabei ging. Auch über das Leben im Shifter-Lager hätte man durchaus einige Seiten mehr verwenden können, wie auch für einige andere Szenen.

Gerade noch 4 Sterne

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