Felicia Yap

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Felicia YapMemory Game - Erinnern ist tödlich
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Memory Game - Erinnern ist tödlich
Memory Game - Erinnern ist tödlich
 (30)
Erschienen am 25.09.2017

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glitzerfee22s avatar

Rezension zu "Memory Game - Erinnern ist tödlich" von Felicia Yap

Interessant aber mit Luft nach oben!
glitzerfee22vor einem Monat

Claire ist eine Mono und kann sich immer nur an die letzten 24 Stunden erinnern. Daher ist ihr Tagebuch eine wichtige Verbindung zur Vergangenheit. Was hier nicht notiert ist, ist aus dem Gedächtnis gelöscht. Als eines Morgens die Polizei bei ihr auftaucht, die die Leiche der angeblichen Geliebten ihres Ehemannes  gefunden hat, beginnt der Kampf um die Wahrheit und natürlich die Frage: „Wen kann sie trauen?“

Meine Meinung:
Der Klappentext zu „Memory Game – Erinnern ist tödlich“ hat mich gleich angesprochen. Schon allein der Gedanke, man kann sich wie Claire, als Mono nur einen Tag an etwas erinnern oder wie Mark, ihr Ehemann sogar zwei Tage, hat mich völlig fasziniert. Wie lebt man in einer solchen Welt? Was schreibt man tatsächlich in das Tagebuch, was zur Erinnerung hilft? Lässt man vielleicht doch einiges weg, um zu vergessen.  Fragen die ich während des Lesens öfter gehabt habe.

Mischehen, wie die von Claire und Mark sind eigentlich unüblich. Die Duos halten sich mit ihrem 48 Stunden Gedächtnis für was „Besseres“. Mark und Claire hingegen stehen zwar in der Öffentlichkeit, sind aber schon seit 20 Jahren ein Paar. Was nicht immer einfach für Beide ist, doch trotzdem bewältigen sie gemeinsam ihren Alltag.

Alles ändert sich, als die Polizei vor der Tür steht. Die Geliebte von Mark wird tot aufgefunden und natürlich stehen Claire und Mark im Visier der Ermittlungen. Die Gedankengänge fand ich sehr interessant und auch greifbar. Die Charaktere werden gut beschrieben und teilweise wusste man nicht, wer die Wahrheit sagt. Was ist Erinnerung und was nicht? Hier und da hätte ich mir ein wenig mehr Ausführung gewünscht. Denn irgendwie hat das gewisse Etwas gefehlt. Insgesamt war es schade, dass die Geschichte innerhalb eines Tages gespielt hat. Man hätte mehr rausholen können.

Claire vertraut ihrem Mann nicht mehr und schnüffelt ein wenig rum. Was vielerlei Fragen aufwirft. Die Geschichte hat nicht die typischen Spannungseffekte sondern glänzt eher mit Psychologischen Aspekten. Zwischendurch entstehen leider immer wieder Längen, die ein wenig den Lese-Spaß hemmen, doch insgesamt, fand ich die Geschichte interessant.

Das Ende fand ich wieder sehr gelungen und da konnte mich die Autorin fesseln. Der Epilog hingegen hätte nicht sein gemusst. Meine Meinung ist sehr durchwachsen. Der Anfang sowie der Schluss haben mir gut gefallen, der Mittelteil hingegen eher weniger. Die Veränderung des Gedächtnisses und die Welt, in denen Claire und Mark leben, hätte für meinen Geschmack noch mehr hinterfragt und durchleuchtet werden können.

Fazit:
„Memory Game – Erinnern ist tödlich“ von Felicia Yap ist ein Debüt mit noch Luft nach oben. Insgesamt fand ich die Geschichte interessant aber dennoch fehlte mir das gewisse Etwas. Die Grundidee war gut, doch mehr Hintergrundwissen und Spannungseffekte, hätten nicht geschadet.

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MikkaGs avatar

Rezension zu "Memory Game - Erinnern ist tödlich" von Felicia Yap

Kann man getrost vergessen
MikkaGvor 2 Monaten

Die Grundidee ist interessant: eine Welt, in der alle Erwachsenen sich nur noch wenige Stunden zurückerinnern können. Bei ‘Monos’ sind es 24 Stunden, bei ‘Duos’ 48 Stunden. Dann geschieht ein Mord, der verflixt schnell aufgeklärt werden muss, bevor sich niemand mehr daran erinnert, was passiert ist.

Die Menschen schreiben wichtige Fakten in ihre iDiaries, und wenn sie eine Erinnerung oft genug gelesen haben, wandert sie ins Langzeitgedächtnis. Je fleißiger man lernt, desto weniger unterscheidet sich das Leben also von unserem.

Leider konnte das Buch meinen Erwartungen nicht gerecht werden.

Für mich das größte Manko: die Welt unterscheidet sich zu wenig von der unseren, dabei würde eine gravierende Einschränkung wie diese sicher eine grundlegend andere Gesellschaft hervorbringen. Zum Beispiel müsste es doch große kulturelle Unterschiede geben!

Fernsehserien? Klappt nicht. Bücher mit mehr als 100 Seiten? Das Publikum ist zwangsläufig klein, denn 70% der Menschen müssten das Buch in nur einem Tag lesen, um nicht am nächsten Morgen wieder bei Null anzufangen – oder immer eine Zusammenfassung des Gelesenen ins Tagebuch schreiben.

Kurzgeschichten müssten zwangsläufig die vorherherrschende Form der Literatur sein, dennoch ist einer der Protagonisten sehr erfolgreich mit seinen Romanen. Und wie schreibt er die eigentlich? Reicht es wirklich, dass er sich die wichtigsten Fakten im Tagebuch notiert, um eine in sich runde Geschichte zu schreiben?

Alles müsste deutlich schnelllebiger sein.

Und ehrlich: ich würde erwarten, dass sich die Gesellschaft in gewisser Weise umkehrt, schließlich sind des die Kinder und Jugendlichen, die sich perfekt erinnern können. Der logische Schluss wäre eine sehr frühe und schnelle Ausbildung, gefolgt von ein paar Jahren, in denen der Jugendliche einer verantwortungsvollen Tätigkeit nachgeht, die ein gutes Erinnerungsvermögen erfordert.

Oder die Tagebucheinträge: die sind zum Teil erstaunlich belanglos. Wenn ich wüsste, dass ich morgen wieder ohne Erinnerung aufwache (und dieser Tatsache sind sich die Menschen bewusst), würde ich mir doch die wesentlichen Dinge detailliert aufschreiben!

Die Welt erschien mir einfach nicht gut durchdacht. Ich habe nicht weit genug gelesen, um sagen zu können, ob es eine logische Erklärung dafür gibt, dass die Menschen genau an ihrem Geburtstag ihre Erinnerungsfähigkeit verlieren: die Monos an ihrem 18., die Duos an ihrem 23. Geburtstag. Aber es hat mich zu viel anderes gestört, um weiterzulesen und es herauszufinden. Dadurch hat sich für mich auch keine Spannung entwickelt, denn ein Kriminalfall ‘funktioniert’ für mich nur, wenn er in sich schlüssig und glaubhaft ist.

Die Charaktere bleiben für mich recht blass, denn sie zeigen auch in ihren Tagebüchern wenig Persönlickeit. Das zumindest ist vielleicht realistisch: kann ein Mensch ohne Erinnerungen Tiefgang entwickeln?

FAZIT

In der Welt des Buches haben alle Menschen ein eingeschränktes Gedächtnis von 24 (Monos) oder 48 (Duos) Stunden. Das macht die Aufklärung eines Mordes natürlich sehr schwierig, und sie muss extrem schnell erfolgen. Die Protagonistin weiß, dass vorgestern etwas passiert sein muss, aber sie kann sich als Mono nicht daran erinnern und sie hat es auch nicht in ihr Tagebuch geschrieben…

Die Grundidee klang großartig, aber die Umsetzung konnte mich überhaupt nicht überzeugen, weil die Welt mir nicht gut durchdacht schien.

Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Blog "Mikka liest von A bis Z":
https://wordpress.mikkaliest.de/2018/08/04/abbruch-felicia-yap-memory-game/

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LilStars avatar

Rezension zu "Memory Game - Erinnern ist tödlich" von Felicia Yap

Tolle Idee, die Umsetzung konnte leider nicht überzeugen
LilStarvor 9 Monaten

Claire lebt in einer Welt, in der es zwei Arten von Menschen gibt: Die Duos, die sich nur an alles der letzten zwei Tage erinnern können und diejenigen, die sich nur an einen zurückliegenden Tag erinnern können. Alles wird über die zumeist elektronischen Tagebücher der Leute gesteuert, jeder trägt jeden Tag ein, was er erlebt und erfahren hat, um diese Erinnerungen später nachlesen und nachschlagen zu können.
Als eines Tages eine Leiche in der Nähe von Claires Heim gefunden wird, gerät ihr Ehemann Mark, ein erfolgreicher Autor, unter Verdacht, denn wenn man dem Tagebuch der Verstorbenen glauben schenkt, dann war Mark ihr Geliebter …

Die Buchidee klang wirklich total gut! So eine Vorstellung ist schon irre. Ich war total auf die Umsetzung gespannt, denn ich selbst konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie es sein könnte, wenn man sich lediglich an den letzten Tag erinnern kann. Wie kann dann Fortschritt stattfinden, wie kann man lernen? Genau das wird zwar im Buch damit erklärt, dass man Erinnerungen abspeichern, also erlernen kann, nur halt nicht erinnern. Das kam für mich allerdings nicht wirklich durchdacht vor. Warum lernt man dann nicht einfach alles? Für mich war das absolut unzureichend erklärt, damit konnte ich mich also nicht wirklich abfinden.

Total spannend fand ich auch die Frage, wie man Bücher schreibt ohne Erinnerungen. Der Protagonist Mark ist immerhin ein erfolgreicher Autor. Aber wie geht das? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen und das Buch vermochte es einfach nicht, es mir wirklich zufriedenstellend nahe zu bringen. Ganz davon abgesehen, dass man Bücher ja auch am Stück lesen müsste um sie zu lesen. Lässt man einen Tag dazwischen, dann weiß man schon gar nicht mehr was geschehen ist, geschweige denn, dass man überhaupt etwas gelesen hat.

Genau so merkwürdig kam mir jegliche Beziehung vor. Wenn man sich an keine Gefühle erinnert, sind Beziehungen dann überhaupt etwas wert oder einfach nur Mittel zum Zweck? Und damit meine ich nicht nur romantische Beziehen. Gefühle kann man immerhin nicht wirklich beschreiben. Und wenn man sich nicht daran erinnern kann was man fühlt?

Schon alleine solch grundsätzliche Fragen kamen mir im Verlauf der Lektüre immer wieder und da sie für mich einfach nicht zufriedenstellend beantwortet wurden, konnte ich mich auch nicht wirklich auf den Rest der Geschichte einlassen. Ich war zwar schon gespannt darauf, auf was das alles hinaus laufen würde, aber wirklich glaubhaft fand ich die Geschichte zu keiner Zeit, was die Freude an dieser Geschichte schon sehr dämpfte.
Sehr schade eigentlich, denn die Idee war wirklich klasse, da hätte man sicherlich mehr draus machen können.

Fazit
Memory Game: Erinnern ist tödlich von Felicia Yap glänzte mit einer tollen Idee. Die Umsetzung konnte mich aber leider überhaupt nicht überzeugen. Schon alleine die Ausgangsidee musste ich immer wieder in Frage stellen, was es mir leider unmöglich machte dieses Buch auch nur Ansatzweise zu genießen. Sehr schade!

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