Felicia Yap Memory Game - Erinnern ist tödlich

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Inhaltsangabe zu „Memory Game - Erinnern ist tödlich“ von Felicia Yap

Wie findet man einen Mörder in einer Welt, in der es keine Erinnerungen gibt?
In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen?

Sehr coole Story. Wie gut, dass ich meine Erinnerung behalte

— KerstinMC

Eher ein spannender Roman als ein Thriller.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Tolle Idee, jedoch sehr langatmig umgesetzt

— lauravoneden

Herausragendes Debüt!

— TheBookAndTheOwl

Eine interessante Idee mit passender Charaktergestaltung und einer schönen Portion Spannung.

— HappySteffi

Interessant und philosophisch, doch meiner Meinung nach kein richtiger Thriller

— Aer1th

Spannende Geschichte in einer interessanten, dystopischen Welt

— Herzensbuecher

Da hat sich die Autorin leider übernommen. Für mich eine einzige Enttäuschung, gut war nur die Idee, der Rest war mir zu platt.

— lex-books

Kurios, unerwartetes Ende und leichte Dystopie Inhalte

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  • Tolle Idee, die Umsetzung konnte leider nicht überzeugen

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    LilStar

    18. January 2018 um 02:20

    Claire lebt in einer Welt, in der es zwei Arten von Menschen gibt: Die Duos, die sich nur an alles der letzten zwei Tage erinnern können und diejenigen, die sich nur an einen zurückliegenden Tag erinnern können. Alles wird über die zumeist elektronischen Tagebücher der Leute gesteuert, jeder trägt jeden Tag ein, was er erlebt und erfahren hat, um diese Erinnerungen später nachlesen und nachschlagen zu können.Als eines Tages eine Leiche in der Nähe von Claires Heim gefunden wird, gerät ihr Ehemann Mark, ein erfolgreicher Autor, unter Verdacht, denn wenn man dem Tagebuch der Verstorbenen glauben schenkt, dann war Mark ihr Geliebter …Die Buchidee klang wirklich total gut! So eine Vorstellung ist schon irre. Ich war total auf die Umsetzung gespannt, denn ich selbst konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie es sein könnte, wenn man sich lediglich an den letzten Tag erinnern kann. Wie kann dann Fortschritt stattfinden, wie kann man lernen? Genau das wird zwar im Buch damit erklärt, dass man Erinnerungen abspeichern, also erlernen kann, nur halt nicht erinnern. Das kam für mich allerdings nicht wirklich durchdacht vor. Warum lernt man dann nicht einfach alles? Für mich war das absolut unzureichend erklärt, damit konnte ich mich also nicht wirklich abfinden.Total spannend fand ich auch die Frage, wie man Bücher schreibt ohne Erinnerungen. Der Protagonist Mark ist immerhin ein erfolgreicher Autor. Aber wie geht das? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen und das Buch vermochte es einfach nicht, es mir wirklich zufriedenstellend nahe zu bringen. Ganz davon abgesehen, dass man Bücher ja auch am Stück lesen müsste um sie zu lesen. Lässt man einen Tag dazwischen, dann weiß man schon gar nicht mehr was geschehen ist, geschweige denn, dass man überhaupt etwas gelesen hat.Genau so merkwürdig kam mir jegliche Beziehung vor. Wenn man sich an keine Gefühle erinnert, sind Beziehungen dann überhaupt etwas wert oder einfach nur Mittel zum Zweck? Und damit meine ich nicht nur romantische Beziehen. Gefühle kann man immerhin nicht wirklich beschreiben. Und wenn man sich nicht daran erinnern kann was man fühlt?Schon alleine solch grundsätzliche Fragen kamen mir im Verlauf der Lektüre immer wieder und da sie für mich einfach nicht zufriedenstellend beantwortet wurden, konnte ich mich auch nicht wirklich auf den Rest der Geschichte einlassen. Ich war zwar schon gespannt darauf, auf was das alles hinaus laufen würde, aber wirklich glaubhaft fand ich die Geschichte zu keiner Zeit, was die Freude an dieser Geschichte schon sehr dämpfte.Sehr schade eigentlich, denn die Idee war wirklich klasse, da hätte man sicherlich mehr draus machen können.FazitMemory Game: Erinnern ist tödlich von Felicia Yap glänzte mit einer tollen Idee. Die Umsetzung konnte mich aber leider überhaupt nicht überzeugen. Schon alleine die Ausgangsidee musste ich immer wieder in Frage stellen, was es mir leider unmöglich machte dieses Buch auch nur Ansatzweise zu genießen. Sehr schade!

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  • Konnte mich fesseln

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    Blacksally

    07. January 2018 um 21:21

    Meine MeinungDas Cover des Buches finde ich von den Farben her, leider gar nicht ansprechend. Ich mag gelb nicht besonders und zusammen mit grau wirkt es irgendwie traurig. Allerdings mag ich die Beschaffenheit der Buchstaben, diese sind nämlich ähnlich wie Salzkristalle und fühlen sich beim Lesen gut an. Auch das die Buchstaben etwas zu verschwinden scheinen, passt sehr gut zum Inhalt des Buches.Die Protagonistin Claire ist ein Mono, das bedeutet, sie kann sich nur an den letzten Tag erinnern. Ich persönlich finde das schon wirklich krass, aber als dann noch etwas schlimmes passiert und sie gar nicht mehr weiß ob sie sich selbst trauen kann, war ich wirklich erstaunt wie wichtig eigentlich unser Erinnerungsvermögen ist.Claire ist eine depressive Frau, die sich oft kleiner macht als sie ist. Sie fühlt sich im Schatten ihres Mannes, der ein Duo ist (er kann sich an die letzten 2 Tage erinnern) und denkt sie ist es eigentlich garnicht wert, so einen Mann zu haben. Auch das er öfter über Monos schimpft macht das ganze nicht gerade leichter.Dennoch erfahren wir das Claire ein gutes Leben führt. Sie muss nicht arbeiten gehen, unternimmt viel und hat Freunde. Warum sie depressiv ist und Medikamente nimmt erfahren wir während der Geschichte, die manchmal wirklich heftig ist.Allgemein war das Buch erstaunlich einfach zu lesen. Es spielt in der heutigen Welt, nur das die Menschen sich eben nur an den letzten bzw. die letzten 2 Tage erinnern können. Es gibt so genannte iDiaries, in denen alle Leute ein Tagebuch führen um nichts zu vergessen. Ich fand die Idee cool, das das ganze ein Apple-Gerät ist (ich bin selbst großer Apple Fan) und das ganze natürlich vereinfacht.Ab und zu konnte man Zeitungsartikel oder ähnliches Lesen, das diese Welt den Leser näher bringt und man somit die zusammenhänge besser versteht. Auch gut gemacht fand ich das sich die Schriftart änderte, wenn jemand einen Text aus seinem Tagebuch gelesen hat. Hier konnte man also alles gut auseinander halten und der Story sehr leicht folgen.Für mich war das Buch eine interessante Vorstellung der Welt, auch wenn sie des öfteren Angsteinflößend wirkte. Meiner Meinung nach hatte das Buch aber alles, was ein guter Thriller braucht. Das das ganze auch noch ein Debütroman ist finde ich erstaunlich. Ich hoffe wir hören bzw. lesen noch viel von dieser talentierten Autorin.AutorinFelicia Yap wuchs in Kuala Lumpur auf, studierte Biochemie in London und erwarb ihren Doktor der Geschichte an der University of Cambridge. Sie arbeitete bereits als Biologin, Historikerin, Dozentin, Kritikerin und Journalistin, unter anderem für The Economist und Business Times. Sie lebt in London, wo sie vor kurzem ein Programm zu Kreativem Schreiben an der Faber Academy abschloss. Memory Game – Erinnern ist tödlich ist ihr Debüt.EinzelbewertungenSchreibstil 5/5Charaktere 5/5Spannung 5/5Ende 4/5Cover 3/5FazitEin Buch, das mir sehr gut gefallen hat und mich vollends mitreißen konnte.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2017 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 30. November feststehen wird, gar nicht erwarten! Unsere große Verlosung für euch! Nicht nur eure Lieblingsbücher haben die Chance, den Leserpreis 2017 zu gewinnen, auch auf euch warten ganz großartige Buchgewinne. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen und zusätzlich 25 weitere Buchpakete mit je 10 Neuerscheinungen verlosen. Ein wahrer Traum für jeden Buchliebhaber, oder?Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:1. Schreibt einen Blogbeitrag mit Link zum Leserpreis auf LovelyBooks. Ladet eure Leser darin ein, ebenfalls ihre Lieblingsbücher 2017 zu nominieren.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2. Berichtet auf euren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram über den Leserpeis und verlinkt darauf. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt. Verwendet dabei den Hashtag #Leserpreis.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Bitte klickt für alle 3 Varianten zunächst auf den "Jetzt bewerben"-Button und füllt das Formular komplett aus. Gebt bei den Varianten 1 und 2 bitte den direkten Link zum Blogbeitrag oder zum Social Media Posting an und verlinkt nicht nur aufs Profil. Selbstverständlich haben wir Grafikmaterial vorbereitet, das wir euch gern zur Verwendung zur Verfügung stellen.Ihr dürft natürlich auch mehrere der Punkte erfüllen und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 3. Dezember möglich!Wir wünschen euch ganz viel Spaß!PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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  • Sehr coole Story. Wie gut, dass ich meine Erinnerung behalte

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    KerstinMC

    27. November 2017 um 12:25

    Das Cover vom Buch hat etwas verschwommenes an sich. Der untere Teil ist gelb gehalten. Oben scheint sich eine Figur und das Ufer im Wasser zu spiegeln. Die Gestaltung des Titels in Großbuchstaben über das Cover finde ich ansprechend. Mir gefällt das Cover. Im Roman „Memory Game – Erinnern ist tödlich“ gibt es vier handelnde Personen. Es gibt das Ehepaar Mark und Claire, das Opfer Sophia und den Polizisten Hans. Alle vier verbindet das Unglück von Sophia. Der Roman wird aus den unterschiedlichsten Perspektiven erzählt. Mal lese ich einzelne Abschnitte aus den Tagebüchern der Personen. Dann bin ich wieder mitten drin im Hier und Jetzt und verfolge die Ermittlung von Hans gegen Mark. Mir gefallen diese verschiedenen Erzählabschnitte sehr gut. Es bringt Spannung in den Roman und lässt einen immer wieder mit rätseln. Während des Lesens ergaben sich immer wieder neue Fragen. Hat Mark Sophia umgebracht? Wusste Claire etwas von der Beziehung zwischen Sophia und Mark? Was ist die richtige Wahrheit über Catherine? Kann Hans sein Geheimnis bewahren? Alles Fragen, die ich dir nicht beantworten möchte. Meine Antworten haben sich beim Lesen immer wieder geändert. Und auf das Ende war ich absolut nicht vorbereitet. Für mich war es ein sehr spannender Roman. Die Idee, dass die Menschen nur ein oder zwei Tage lang ihre Erinnerung behalten finde ich klasse. Und regt natürlich auch zum Diskutieren an. Wenn man nur einen Tag lang zurück denken kann, wann verschwinden dann die Erinnerungen? Wie vertrauenswürdig ist der Inhalt des eigenen Tagebuchs? Ich kann ja schließlich aufschreiben was ich will. Bist du jetzt neugierig auf das Buch? Ich kann es dir nur ans Herz legen. Wenn man will kann man es ohne Unterbrechung lesen und ist am Ende total geflasht.

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  • Eher ein spannender Roman als ein Thriller.

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. November 2017 um 16:02

    Handlung:Ich habe dieses Buch angefragt, weil ich selbst ein Kopf wie ein Sieb habe, und oft Dinge vergesse, die erst kurz zurückliegen. Ich habe mir einen spannenden Thriller versprochen, als der die Geschichte ja auch eingeordnet wurde, aber bekommen habe ich eher einen spannenden Roman als einen packenden Thriller. Die Aufklärung des Falles ist bei der Geschichte eher hintergründig, was mir persönlich sehr gut gefallen habe, da ich Ermittlungsarbeit in Büchern nicht besonders mag, weil sie mich oft langweilen. Die Geschichte wird durch mehrere Perspektiven geschildert, weil ja alle nur ein begrenztes Gedächtnis haben, meist erfährt man die Dinge durch Claire. Mir hat die Idee sehr gut gefallen, dass alle ein elektronisches Tagebuch führen sollen, damit keine wichtigen Ereignisse vergessen werden. Das bedeutet also auch, dass der Mörder nicht gefunden werden kann, wenn er keine Einträge diesbezüglich gemacht hat. Auch Diskriminierung ist ein großes Thema, was mich sehr an einige Dinge erinnert hat, die in unserer Vergangenheit geschehe, bzw. heute aktuell sind.Der spannendste Teil war für mich der Anfang, wo man als Leser die Welt und die Figuren kennen lernt, danach hat die Spannung für mich stark abgenommen. Da wäre sehr viel mehr möglich gewesen, mir fehlen hier die Thrillerelemente. Die Geschichte ist so originell, leider wurde sie schlecht umgesetzt.Was mir trotzdem gefallen hat, war die Auflösung des Mordes, denn damit hätte ich nicht gerechnet.Figuren:Hauptsächlich geht es hier um Claire und Ehemann Mark. Claire ist eine sogenannte Mono, weil ihr Gedächtnis sich nur die Ereignisse eines Tages merken kann, Mark dagegen ist ein Duo, er kann sich zwei Tage merken. Claire und Mark stehen öfter im Mittelpunkt, als sie wollen, da ihre Mischehe etwas Besonderes ist, vor allem, weil die Monos von den Duos diskriminiert werden, weil diese sich für etwas Besseres halten.Die Figuren fand ich sehr gut ausgearbeitet, die Idee zu diesen Unterschieden und die Diskriminierung, die daraus entsteht, fand ich schrecklich, aber der Geschichte hat es gut getan.Schreibstil:Der Schreibstil war flüssig und sehr detailliert, was dazu geführt hat, dass ich keinerlei Probleme hatte, die Figuren oder das System der Welt zu verstehen.Fazit:Insgesamt war das Buch für mich eher mittelmäßig, da es keinen richtigen Spannungsbogen gab, wie es bei einem Thriller erwarte. Thrillerfans kann ich es daher nicht empfehlen, wenn man sich jedoch einen spannenden Roman wünscht, könnte man hier auf seine Kosten kommen.

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  • Tolle Idee, jedoch sehr langatmig umgesetzt

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    lauravoneden

    19. November 2017 um 15:47

    Eine Welt wie unsere, nur ganz anders – Felicia Yap hat hat mit ‚Memory Game‘ eine Welt erschaffen, in der es zwei Klassen von Menschen gibt. Monos, die sich nur an den direkt vorangegangenen Tag erinnern und Duos, deren Gedächtnis zwei Tage umfasst. Alles woran sich die Menschen erinnern wollen, muss in ein Tagebuch eingetragen werden, was heutzutage alles elektronisch funktioniert. Nun steht plötzlich die Polizei vor der Tür von Mark und Claire, weil eine Leiche gefunden wurde, die offenbar Marks Geliebte war. Claire weiß nicht mehr, ob sie Mark noch trauen kann… Die Story von ‚Memory Game‘ umfasst genau einen Tag. Wir begleiten abwechselnd verschiedene Figuren und Ereignisse, die teilweise in der Vergangenheit liegen. Das bietet sich natürlich insbesondere an, da die Kommunikation oftmals alte Tagebucheinträge umfasst. Die Monos und Duos müssen quasi nahezu alles in ihren Tagebüchern nachschlagen, wenn sie etwas über vergangene Tage gefragt werden. Dieser Fakt lässt die Ermittlungen recht zäh werden. Auch kann man durch den häufigen Figurenwechsel keine große Bindung zu den Personen aufbauen, da alles nur etwas an der Oberfläche kratzt. Die Idee selbst, dass es Monos und Duos gibt, war eine gute Vorlage, um generelle Probleme zwischen den Klassen darzustellen. Die Monos gelten als dümmer, da sie sich nur an einen Tag erinnern können und werden demnach immer etwas belächelt und degradiert. Hier wurde meiner Meinung etwas Potential verschwendet, da man diese Rivalität noch etwas besser hätte ausbauen können. Auch generell hat sich die anfänglich gute Idee in eine etwas zähe Story entwickelt. Ein Großteil der Story besteht darin, dass jemand etwas fragt und der Gefragte dann zunächst sein Tagebuch zückt und nachliest. Auch wenn ich zunächst von der Idee sehr angetan war, hat es für mich etwas an der Umsetzung gefehlt. Viele Passagen waren recht langatmig. Einzig der sehr flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin hat es geschafft, dass ich trotzdem gut durch die Seiten gekommen bin.

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  • tolle erste 200 Seiten…

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    Normal-ist-langweilig

    16. November 2017 um 19:05

    Meine Meinung: Ich fand die Idee extrem interessant und wirklich genial. Eine Dystopie mit Thrillerelementen – das klang verflucht gut. Der Start verlief wirklich gut und ich war sofort in der Geschichte angekommen und auch gefangen. Die ersten 200 Seiten flogen nur so dahin und ich war wirklich gespannt, worauf die Geschichte hinauslaufen würde. Wir erfahren die Details der Geschichte aus vier verschiedenen Perspektiven: von Claire, Hans, Sophia und Mark. Hans fand ich sehr interessant, clever und bewundernswert. Ihn mochte ich auf Anhieb und las auch seine Kapitel sehr gerne. Claire war für mich das naive Frauchen mit einer Menge Komplexe. Sie konnte anfangs gar nicht bei mir punkten, holte aber nach und nach auf. Sophia fand ich krass in vielerlei Hinsicht. Diese kann ich aber hier nicht erläutern. Nur Mark mochte ich nicht. Er war von Beginn an irgendwie falsch und wirkte mehr als mysteriös. Was sich anfangs als passend und gut erwies (vier Perspektiven), kam mir nach der Hälfte des Buches immer mehr in die Quere. Durch den permanenten Wechsel trat ich irgendwie auf der Stelle. Manchmal verwirrte mich dieser mehr als ich davon profitierte. Ich hätte mir auch mehr Erklärungen zur Welt gewünscht. Wie kam es dazu, dass sich die Menschen nicht mehr erinnern konnten, oder sollte es von Anfang an einfach so gewesen sein? Wie können mit diesem Gedächtnis alle möglichen Jobs ausgeführt werden? Wie kann eine Gesellschaft so funktionieren? Das konnte ich mir nur schwer vorstellen. Die Idee an sich finde ich immer noch klasse. Die Tagebuchaufzeichnungen der Protagonisten fand ich spannend zu lesen und habe mich das ein oder andere Mal gefragt, was ich von meinen Tagen wohl so aufschreiben würde. Nach circa der Hälfte habe ich mich jedoch leider angefangen zu langweilen. Leider ging es nicht weiter und die Geschichte zog sich dadurch für mich in die Länge. Da ich aber wissen wollte, was sich die Autorin für das Ende ausgedacht hat, las ich den Rest auch noch. Das Ende hat mich wirklich gereizt und hier war ich dann doch ein wenig verblüfft. Das Ende war für mich eine Überraschung! ****************** Fazit: Insgesamt ein Buch, das mich anfangs komplett gefangen genommen hat – von der Idee und auch von der Umsetzung her. Leider konnte mich nur etwa die Hälfte der Geschichte  faszinieren, danach setzte ein wenig Langeweile beim Lesen ein. Das Ende wiederum ist gut gelungen und von mir nicht so erwartet. (3 / 5)

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  • MONOtonie, die leider nicht für DUO Punkte reicht

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    lex-books

    14. November 2017 um 10:12

    Tiefstapeln war bei den Werbeversprechen jedenfalls nicht angesagt: „High-Concept-Thriller“, „fesselnd wie GONE GIRL und dramatisch wie ICH.DARF.NICHT.SCHLAFEN.“, „faszinierend, philosophisch und hochspannend“. Geschrieben wurde dieses Meisterwerk noch dazu von einer Wissenschaftlerin der Biochemie, Historikerin, Kritikerin und Journalistin. Was kann denn da noch schief gehen?, dachte ich mir. Die Handlung klang auch interessant: In "Memory Game - Erinnern ist tödlich" von Felicia Yap geht es um eine Gesellschaft, die sich in Monos und Duos teilt. Die Erinnerung der Monos reicht nur 24 Stunden zurück, die der Duos volle zwei Tage. In dieses Szenario platziert die Autorin den Mord an einer Blondine und rückt mit Mark und Claire ein Duo-Mono-Ehepaar ins Zentrum der Ermittlungen. Kommissar Richardson muss den Fall schnell lösen, weil sich Täter und Zeugen sonst nicht mehr an die Tat erinnern können oder wollen. Leider kam die Ernüchterung ziemlich schnell. Das Buch ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie man mit dem Ziel, etwas Neues auf den Weg zu bringen, grandios scheitern kann. Enttäuschung Nummer 1: Kein ausgetüfteltes Zukunftsszenario, sondern eine hauchdünne Parallelwelt anno 2015. Tatsächlich hatte ich den Eindruck, diese Welt unterscheidet sich kaum von unserer heutigen. Entweder lernen die Leute alle wichtigen Fakten sorgsam auswendig, wodurch diese ins Langzeitgedächtnis gelangen und abrufbar sind (wo auch immer die Grenze zur normalen Erinnerung liegt) oder aber sie werfen einen Blick in ihr iDiary und sagen dann Sachen wie „laut meinem Tagebuch habe ich gestern dieses und jenes gemacht“ oder „mein Tagebuch sagt, ich habe diese Frau nicht gekannt“. Psychologische Spannung? Nada! Die Autorin lenkt ihren Blick kaum über den Tellerrand ihres Duo-Mono-Pärchens und den Mordfall hinweg - der gesamte gesellschaftsrelevante Aspekt spielte so gut wie keine Rolle. Ab und zu werden Vorurteile und Diskriminierung zwischen den beiden Gruppen erwähnt - aber Yap beschränkt sich auf oberflächliche Scharmützel, die platt und plakativ wirken. Die Charaktere äußern immer mal wieder, dass sie (die Duos) die Monos für beschränkt halten oder sie (die Monos) teilen dem Leser mit, wie arrogant sie die Duos finden. Bei geringsten Hinweisen, dass sich jemand an ALLES erinnern kann (was vorkommt), landen die Betreffenden in der Psychiatrie und werden für Jahre weggesperrt. Psychologische Spannung? Auch hier nicht! Ich habe ehrlich gesagt auch nicht verstanden, wo das Problem überhaupt liegt, weil ja offenbar alles ganz leicht auswendig gelernt oder im iDiary nachgeschlagen werden kann und somit kaum Unterschiede zwischen Duos und Monos bestehen dürften. 24 Stunden + sind nun auch nicht die Welt. Das kam mir alles reichlich paranoid vor. Zu Beginn einiger Kapitel sind Ausschnitte aus Zeitungsartikeln oder Gesetzen eingefügt, diese bieten aber kaum weitere Erkenntnisse und schienen mir daher sogar überflüssig. Ohnehin entfernte sich der Plot schnell vom versprochenen Thriller zu einer Art Ehedrama. Eine „unglaublich fesselnde“ Handlung konnte ich nicht finden. Der Schreibstil ist soweit in Ordnung, allerdings eher schlicht und teilweise explizit und derb. Was mich einige Nerven gekostet hat, waren die endlosen Nebensächlichkeiten, die mit einflossen. Alles ist sehr umständlich und ausholend, aber seitenweise völlig belanglos. "Mann: Könnten Sie mir bitte sagen, wo Sie sich zwischen dem Abend des Balls und ihrem Wiederauftauchen aufgehalten haben?  Frau: Das ist ein Geheimnis.  Mann: Was ist ihnen in diesen neunzehn Tagen widerfahren?  Frau: Diverse Dinge. Alles Mögliche. (…)  Mann: Aber was genau?  Frau: Habe ich nicht gerade gesagt, dass das ein Geheimnis ist?" (Zitat, S. 226/227) Irgendwie habe ich es geschafft, mich bis zum Ende vorzuarbeiten. Aber die Story zog sich - obwohl lediglich ein Zeitraum von 24 Stunden behandelt wird - wie Kaugummi, mit Wendungen nach Schema F und Charakteren, die stereotyp aufs Papier geworfen wurden, mehreren heißen Blondinen, einem Marlboro rauchenden Kommissar. Stück für Stück finden die Figuren heraus, wie es zum Tod der Frau gekommen ist. Dabei ließen mich die Gedankengänge mitunter ernsthaft am Alter (um die 40!) und Verstand aller Beteiligten zweifeln. Nach dem Motto: Schaue ich doch nochmal eben im iDiary nach, wie mein Mann und ich uns kennengelernt haben. Huch! So war das? Mein Mann ist in Wahrheit ja ein fieser, widerlicher Typ. Immerhin das Ende, so hoffte ich, würde doch wohl hoffentlich ein kleiner Lichtblick sein, aber was die Autorin hier aus dem Hut zaubert, grenzt für mich an einer schlechten Vorabend-Soap. Fazit: “Memory Game - Erinnern ist tödlich“ versprach einen Mix aus originellem Weltenentwurf und fesselndem Thriller, blieb für mich aber Galaxien hinter den Erwartungen zurück. Charaktere ohne Tiefgang, ein schlichter Schreibstil, ein mageres Setting und Twists nach der Schablone. Für mich leider ein unterdurchschnittliches, extrem langweiliges Buch. Mein iDiary würde sagen: "Meh!"

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    • 3
  • Langatmig

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    ForeverAngel

    12. November 2017 um 09:35

    Spätestens seit Ich.Darf.Nicht.Schlafen liebe ich Thriller, die sich mit den Themen Erinnerungen, deren Manipulation und Gedächtnisverlust beschäftigen. So bin ich beim Stöbern nach ähnlich gutem Lesestoff vor Kurzem auf Memory Game gestoßen. Die Grundidee hat mich sogar sehr stark an Ich.Darf.Nicht.Schlafen erinnert, denn Protagonistin Claires Gedächtnis reicht nie weiter als 24 Stunden zurück und ohne ihr Tagebuch wäre sie vollkommen hilflos. Das Besondere an Memory Game ist aber, dass in Claires Welt alle Menschen an diesem extrem kurzen Gedächtnis leiden. Manche Menschen können sich an einen Tag erinnern (Monos), manche an zwei (Duos), aber niemand an das, was drei Tage oder länger zurückliegt. Stellt euch vor, wie schwer es sein muss, in so einer Welt einen Mord aufzuklären, wenn selbst der Mörder sich nach wenigen Tagen nicht mehr an die Tat erinnern kann!Und genau das passiert in Memory Game. Eine Leiche wird gefunden, die Polizei klingelt an Calires Haustür und behauptet, die tote Frau sei die Geliebte ihres Mannes gewesen. Plötzlich stellt sich die Frage, wie gut Claire ihren Mann eigentlich kennt und auch, wie gut sie sich selbst kennt. Wäre sie dazu in der Lage, einen Mord zu begehen und das Verbrechen einfach nicht aufzuschreiben, um es für immer aus ihren Erinnerungen zu löschen? Wäre ihr Mann dazu in der Lage? Die Prämisse ist also super. Etwas kaputt gemacht wurde sie aber schon einmal dadurch, dass die Geschichte an nur einem Tag spielt. Wozu das ganze Setting mit den Monos und Duos einführen, wenn das Vergessen kaum eine Rolle spielt? Ich hätte gerne erlebt, wie die Kommissare ermitteln, wenn sie selbst alles wieder vergessen haben. Dazu kommt leider, dass Memory Games extrem langatmig ist. Es ist wieder einer dieser Thriller, wo Ehedrama oder Familiendrama viel besser als Genrezurodnung gepasst hätte. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut und bin enttäuscht, dass es zwischendurch so langweilig war. Nach dem Klappentext habe ich deutlich mehr erwartet. (c) Books and Biscuit

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  • Tolles Debüt mit kleinen Schwächen

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    Lesemaus-M

    09. November 2017 um 08:52

    Meinung:   Der Klappentext hört sich nach einer spannenden und außergewöhnlichen Geschichte an. Diese habe ich auch bekommen.   Claire lebt in einer Welt, in der sie sich nur an den Vortag erinnern kann. Es gibt noch Ausnahmen, die können sich an die letzten zwei Tage erinnern aber ansonsten müssen sie sich alles in ein Tagebuch aufschreiben um immer wieder nachzulesen, was an einem Tag so passiert ist. Was passiert, wenn ein Mord stattfindet und nach maximal zwei Tagen kann sich daran nicht mehr erinnern? Kann der Mörder je geschnappt werden?   Claire ist verheiratet und macht ihr tägliche Hausarbeit. Wäsche waschen, Kochen, im Garten arbeiten, etc. Sie kann sich leider immer nur an den letzten Tag erinnern. Ihr Mann Mark ist ein berühmter Autor und kann sich an die letzten zwei Tage erinnern. Eines Tages steht plötzlich die Polizei vor der Tür und will Mark zu der toten Person befragen. Plötzlich steht Claires Leben Kopf. Sie erfährt Dinge, mit denen sie nicht gerechnet hat und muss sich fragen, wer sie in den ganzen Jahren gewesen ist und kann sie ihrem Mann eigentlich vertrauen?   Claire ist für mich eine Frau, die sehr unzufrieden mit ihrem Leben ist. Sie ist quasi schon damit gestraft, dass sie sich nur an den letzten Tag immer erinnern kann und somit nicht viel in der Welt machen kann. Außerdem versucht sie ihrem Mann immer alles Recht zu machen, was für sie nicht einfach ist. Sie hat Wünsche aber diese kann sie nicht verwirklichen. Als die Polizei auftaucht und was dann so passiert, damit hat sie nicht gerechnet. Sie ist verzweifelt, hat Angst aber vor allem will sie endlich die Wahrheit herausfinden aber kann sie damit auch leben?   Schon auf den ersten Seiten fand ich die Geschichte sehr interessant und konnte mich fesseln. Die Autorin hat einen sehr flüssigen und verständlichen Schreibstil. Die Geschichte mit den Erinnerungen, Ermittlungen, Mord usw. hat mich absolut begeistern können. Sie hat die Dinge gut ausgearbeitet und ich konnte das Buch kaum aus der Hand nehmen. Ein paar Dinge hätte man meiner Meinung noch etwas besser erklären können aber ansonsten ist ein toller Thriller mit einem sehr besonderen Thema   Fazit: Die Geschichte ist sehr interessant und hat mich gleich in den Bann gezogen. Es passieren so viel Dinge und man muss relativ schnell die Wahrheit herausfinden, da es mit den erinnern nicht so einfach ist. Ein paar Dinge hätte man noch besser erklären können aber ansonsten finde ich es ein tolles Debüt der Autorin.

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  • Herausragendes Debüt!

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    TheBookAndTheOwl

    06. November 2017 um 17:05

    Eines Tages steht die Polizei vor der Tür von Mark und Claire Evans und behauptet, eben diese Leiche sei die Geliebte von Mark und er sei der Hauptverdächtige in diesem Mordfall. Nur scheint die ganze Sache im Verlauf des Romans nicht mehr so klar und der Inspektor sieht sich vor einer wirklich unerwarteten, aber nichtsdestotrotz sehr grausamen Enthüllung.Booklist hat dieses Buch wie folgt beschrieben: »Ein unglaublich fesselndes Debüt.« Dem kann ich mich nur anschließen. Erst einmal sollte man Yap ein großes Lob für diese fantastische Welt aussprechen, die sie mit Andeutungen und Zeitungsartikeln geschaffen hat. Man bekommt zwar nicht viele Informationen, aber jene, die man erhält, reichen vollkommen aus.Die Charaktere Mark und Claire sind wirklich toll getroffen. Vor allem Claires Passagen hat Yap wundervoll eintönig und langweilig, fast schon depressiv dargestellt, um den Charakter dieser Protagonistin zu verdeutlichen. Ich hatte wirklich Schwierigkeiten Claires Kapitel zu lesen und das spricht Bände für das schriftstellerische Talent Yaps.Wofür ich auch noch ein großes Lob aussprechen muss, ist die Aufmachung der Geschichte an sich. Der Schreibstil ist nicht sonderlich emotional, sondern eher kalt, beobachterisch und der Leser nimmt zunehmends die Rolle eines Ermittlers ein und versucht zusammen mit Hans dieses ganze Wirrwarr aufzuklären. Man ertappt sich selber dabei, wie man Theorien spinnt und diese wieder über den Haufen wirft, weil die Handlung gerade nicht dem entspricht, nimmt sie allerdings im Nachhinein wieder auf, weil alles von vorher wieder fallen gelassen wird oder man neue und aufklärende Informationen erhält. Ich fand das einfach toll.Was mich allerdings wirklich gestört hat, war, dass Hans nicht in einem Rutsch Sophias Tagebuch durchgelesen hatte. So hätte er von Anfang an anders an den ganzen Fall herangehen können, was ihm alles im Endeffekt auch erleichtert hätte. Aber gut, da kann man sich ja schließlich drüber streiten.Von mir erhält der Thriller seine verdienten 5 Sterne. Ich freue mich in der Zukunft auf mehr von Felicia Yap, denn mit „Memory Game“ hat sie wirklich ein herausragendes Debüt abgelegt, welches mich wirklich atemlos zurückgelassen hat.

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  • Interessant und philosophisch, doch meiner Meinung nach kein richtiger Thriller

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    Aer1th

    05. November 2017 um 19:32

    Ich selber habe ein sehr gutes Gedächtnis und frage mich häufiger, wie es sein kann, dass die Menschen in meinem Umfeld so viel vergessen. Ich weiß, dass ich ein eher außergewöhnliches Gedächtnis habe, wundere mich aber dennoch regelmäßig darüber. Daher hat mich auch der Klappentext von “Memory Game” sofort angesprochen.Stellt euch vor, ihr könntet euch maximal an die letzten 48h erinnern, müsstet jeden Tag Tagebuch über die Dinge führen, die ihr erlebt habt und müsstet Fakten aus eurem Leben auswendig lernen, damit sie in eurem Langzeitgedächtnis bleiben. Was für eine Vorstellung, oder?Und nun stellt euch auch noch vor, dass in solch einer Welt ein Mord geschieht. Wie soll der Mörder gefunden werden, wenn er sich dazu entschließt seine Tat nicht in sein Tagebuch zu schreiben? Denn dann kann er sich nach spätestens 48h selber nicht mehr daran erinnern, was er getan hat. – Eine echt erschreckende Vorstellung.Unsere Protagonisten Mark und Claire sind ein ziemlich ungleiches Paar. Mark ist ein Duo und kann sich somit an die vergangenen 48h erinnern. Claire hingegen ist eine Mono und ihr Gedächtnis reicht nur 24h zurück. Die beiden sind bereits seit 20 Jahren verheiratet, was in ihrer Welt eine wirkliche Seltenheit ist, denn normalerweise gibt es keine Mischehen. Die Duos halten sich für die Elite und wollen mit den, in ihren Augen, beschränkten Monos in der Regel nichts zu tun haben. Die Monos erledigen sozusagen die “niederen” Aufgaben, während Duos zu Ärzten, Anwälten, Polizisten, usw. werden.Als nun eines Tages plötzlich die Polizei vor Claires Tür auftaucht, und ihr erklärt, dass die Leiche einer Frau im nahe gelegenen Fluss gefunden wurde und es sich hierbei angeblich um Marks Geliebte handeln soll, bricht Claires Welt zusammen. Kann sie ihrem Ehemann noch trauen? Und viel wichtiger: kann sie sich selber noch vertrauen?Mit ihrem Debütroman ist Felicia Yap ein wirklich interessantes Gedankenspiel gelungen. Obwohl das Buch als Thriller ausgezeichnet ist, stand für mich die Tat an sich und die Aufklärung des Mordfalls eher im Hintergrund. Ich habe mich mehr mit den philosophischen Fragen und der “Zwischen-den-Zeilen” – Gesellschaftskritik beschäftigt, die die Autorin mit ihrer Geschichte implizit aufgeworfen hat.Ist Liebe in dieser Welt wirklich möglich? Wie funktioniert Liebe, wenn man all die alltäglichen Kleinigkeiten, die Liebe so schön macht, spätestens nach 48h wieder vergisst? Wird Liebe in so einer Welt nicht zu etwas rein Mechanischem?Die Diskriminierung der Monos durch die Duos war auch sehr präsent und hat mich stark an die Situation in den USA denken lassen, in denen dunkelhäutigen Menschen auch heutzutage leider immer noch einen geringeren Stellenwert haben. Oder auch daran, wie unterschiedlich auch heute noch die Gehälter von Männer und Frauen sind und wie wenig Frauen es leider noch immer in Spitzenpositionen gibt.Eingefleischte Thriller-Leser würden dieses Buch vermutlich nicht unbedingt dem Thriller-Genre zuordnen, zumindest ging es mir so. Ja, es sind Thriller-Aspekte drin, aber für mich war insgesamt zu viel Spannung drin und ab einem Punkt wurde es dann doch zu vorhersehbar.Außerdem bin ich der Meinung, dass auf Grund eines bestimmten Themas dieses Buch nicht unbedingt für alle Thriller-Fans geeignet ist. Spoiler-Alarm!!!!! Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser, dass Claire an Depressionen leidet und damals vor 20 Jahren, als Mark und sie geheiratet haben, ein Kind zur Welt gebracht hat. Dieses Kind hat sie – weil sie unter einer Wochenbettdepression litt – erstickt. Sie hat also ihr eigenes Kind umgebracht, es nicht in ihr Tagebuch geschrieben und es somit vergessen.Ich finde, dass das ganz schön harter Tobak ist und mich hat das extrem mitgenommen. Ich weiß zwar nicht wie genau, aber ich hätte mir eine kleine (Trigger-)Warnung gewünscht. Vielleicht hätte ich das Buch dann gar nicht gelesen. Spoiler-Ende!!! Felicia Yaps Schreibstil ist insgesamt aber sehr angenehm und flüssig. Das Buch lässt sich auf Grund der großen Schrift und der kurzen Kapitel sehr schnell lesen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Claire, Mark und dem Detective geschrieben Fazit “Memory Game” ist insgesamt betrachtet ein gutes Debüt, das aber definitiv noch Luft nach oben hat. Felicia Yap kann meiner Meinung nach schreiben, doch sie wollte zu viel auf einmal für ihren ersten Roman. Beispielsweise hätte ich mir gewünscht den genauen Unterschied zwischen Fakten und Erinnerungen erklärt zu bekommen. Außerdem bleiben die Charaktere für diese Art von Buch zu flach.Nichtsdestotrotz hat mir das Buch und das Gedankenspiel der Autorin gefallen, so dass ich 3,5 von 5 Sternen vergebe.

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  • [Rezension] Memory Game - Erinnern ist tödlich von Felicia Yap

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    HappySteffi

    05. November 2017 um 17:31

    Broschiert: 448 SeitenVerlag: Penhaligon Verlag Erscheinungstermin: 25. September 2017ISBN-10: 3764531827KlappentextWie findet man einen Mörder in einer Welt, in der es keine Erinnerungen gibt?In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen? AutorFelicia Yap wuchs in Kuala Lumpur auf, studierte Biochemie in London und erwarb ihren Doktor der Geschichte an der University of Cambridge. Sie arbeitete bereits als Biologin, Historikerin, Dozentin, Kritikerin und Journalistin, unter anderem für The Economist und Business Times. Sie lebt in London, wo sie vor kurzem ein Programm zu Kreativem Schreiben an der Faber Academy abschloss. Memory Game – Erinnern ist tödlich ist ihr Debüt. CoverDas Cover ist -zumindest in meinem Bücherregal- ein echter Hingucker, denn gelbe Buchrücken sieht man ehr weniger. Bis auf das leuchtende Gelb ist das komplette Titelbild in Grautönen gehalten, was einen tollen Effekt erziehlt. Abgebildet ist ein See, in dessen Spiegelung man ein Mädchen sehen kann, das am oberen Bildrand zu stehen scheint. Die Farbe verläuft dabei nach oben hin. Haptisch einen tollen Effekt bringt auch der Titel mit: Er ist gesandet und fühlt sich somit wirklich interessant an. MeinungDer Gedanke sich nur einen Tag zurück erinnern zu können und den Schwierigkeiten, dem auf den Grund gehen zu können, was davor passiert ist war für mich ein äußerst spannender Gedanke. Mit einem normalen Gedächtnis wachsen Kinder in der Welt auf, die die Autoin hier beschreibt. Doch als sie erwachsen werden entscheidet sich, ob sie zu den Monos oder den Duos gehören. Monos wie Claire gehören zu eben jenen Menschen, die sich nur an den letzten Tag erinnern können. Im Gegensatz dazu gehört ihr Mann Mark zu den Duos, welche die Möglichkeit haben, zwei Tage lang zu wissen, was passiert ist. Als die Polizei behauptet, die im Fluss gefundene Leiche sei die Geliebte von Claires Mann gewesen, fängt für sie das Rätselraten rund um sich, ihr Leben und ihre Ehe an. Da jede Figur andere Erinnerungen an die letzten zwei Tage hat, wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Allen voran aus der von Claire, die als Mono von der Gesellschaft und auch von ihrem Mann unterschätzt wird. Monos gelten als nicht so intelligent und gehören daher auch vermehrt der Arbeiterklasse an. Schade fand ich, das sie mir durch die komplette Geschichte nicht unbedingt sympathisch wurde. Alle Menschen sind dazu angehalten ein Tagebuch zu führen, durch die man im Laufe des Buches einiges über Personen und Situationen erfahren kann. Diesen Weg fand ich ganz interessant gewählt, um Licht auf die Vergangenheit zu bringen. Der Schreibstil war durchaus angenehm. Die Gegebenheiten werden gut erklärt, es entstanden keine Verständnisprobleme und man konnte die Geschichte gut weglesen. Wendungen, und kleine Überraschungen hier und da haben das Leseerlebnis für mich schön aufgelockert und interessant gestaltet. Lediglich im Ende hätte mir gefallen, wenn ein paar Kleinigkeiten noch mehr beleuchtet gewesen wären. So ist es ein toller Thriller mit einem leicht holperigen Ende, der mir dennoch gut gefallen hat. FazitEine interessante Idee mit passender Charaktergestaltung und einer schönen Portion Spannung. Bis auf Kleinigkeiten hat mich Memory Game gut unterhalten.

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  • Thriller in dystophischer Welt ohne Erinnerung

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    Herzensbuecher

    04. November 2017 um 18:25

    Wie findet man einen Mörder in einer Welt, in der es keine Erinnerungen gibt Klappentext In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen? Meine Meinung Das Buch ist ein Thriller welcher in einer Welt spielt, die eigentlich genauso ist wie unsere - nur ohne Erinnerung! Es gibt dort zwei Sorten von Menschen, die Monos - sie haben ein Gedächtnis von 24 Stunden und die Duos - deren Gedächtnis reicht 48 Stunden zurück. Alles, an was sich die Menschen erinnern wollen, müssen Sie sich in ihre iDairies aufschreiben und können Fakten auch auswendig lernen - aber nur begrenzt. Durch dieses ungewöhnliche Setting habe ich ein bisschen gebraucht um in die Story eintauchen zu können. Als mir das dann gelungen ist, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Claire ist ein Mono und ihr man Mark ein Duo - diese Mischehe ist für die Welt sehr ungewöhnlich und birgt einiges Konfliktpotential - aber nicht nur das, sondern auch der Mord indem Claire und ihr Mann Mark irgendwie verstrickt scheinen ... aber die entscheidenden Aufzeichnungen sind verschwunden... wem kann Claire trauen und wird es DCI Hans Richardson gelingen den Fall aufzuklären? Mir haben die Charaktere in dem Buch sehr gut gefallen, sie sind gut ausgearbeitet und haben alle eine spannende Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen und die Idee dieser dystopischen Welt ist sehr interessant und gut durchdacht. Fazit Insgesamt ein ungewöhnlicher und fast schon philosophischer Thriller der mich öfters zum nachdenken und innehalten gezwungen hat, aber mir sehr viel Spaß gemacht hat. Vielen Dank an dieser Stelle an den Verlag penhaligon der eine Bloggeraktion veranstaltet hat, durch dieses gemeinsame Lesen und Reflektieren hat es noch mehr Spaß gemacht das Buch zu lesen! Als Highlight hatten wir dann noch die Möglichkeit mit der Autorin zu chatten und unsere Fragen zum Buch und der Geschichte zu stellen - danke auch für diese Chance!

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  • Außergewöhnlich und spannend

    Memory Game - Erinnern ist tödlich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. November 2017 um 17:23

    Memory Game ist ein sehr interessanter, außergewöhnlicher und spannender Thriller, der mich total überrascht hat. Der Schreibstil ist locker, flott, leicht und mit Spannungsbogen von Anfang an zu lesen. Der Thriller handelt von Claire, Mark, Sophie und Hans. Diese Hauptcharaktere sind Hauptteil der außergewöhnlichen Geschichte. Claire und Mark sind seit Jahren verheiratet, haben keine Kinder und leben nur noch ihren "Alltag" ohne Sexualität. Mark ist ein sehr erfolgreicher Romanautor und ein Duo (ein Duo erinnert sich an die letzten beide Tage zurück) und Claire war früher Kellner und ist ein Mono ( ein Mono erinnert sich nur an einen Tag).Jeder Bewohner verfügt über ein iDiary (Elektronisches Tagebuch), damit sie jeden Tag nachlesen können, da sie ansonsten alles vergessen. Sophie ist jedoch ein Ausnahmefall, lebte lange im St.Augustine, einer Irrenanstalt. Hans ist Detektive und hält geheim, dass er ein Mono ist, denn normalerweise dürften nur Duos diesen Job machen. Was die vier verbindet? Eine Leiche, aber wer ist der Täter? Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und in Szene gesetzt worden. Claire war mir von Anfang sympathisch und sie tat mir auch sehr leid.Mark konnte ich teilweise nicht verstehen und seine Entscheidungen nachvollziehen, aber zum Ende hin, habe ich auch ihn verstanden. Hans Ermittlungen und Vorgehensweise hat mich beeindruckt, da er jeden Fall innerhalb von 24 Stunden zu lösen versucht, da er eben ein Mono ist und keine zwei Tage Zeit hat. Er ermittelt sehr gut und professionell. Sophie ist mir zwar nicht unsympathisch, aber ich blicke bei ihr auch nicht wirklich durch. Warum? Das kann ich nicht verraten. Besonders gut gefallen haben mir die Perspektivenwechsel, die für manche vielleicht verwirrend sein mögen, jedoch kam ich sehr gut damit klar und konnte auch der Handlung folgen. Die Tagebucheinträge wurden in einer anderen Schriftart präsentiert und dies hat dem Leser auch noch einiges leichter gemacht, um zwischen Eintrag und Geschichte unterscheiden zu können.Die Spannung hielt sich von Anfang bis Ende und meine Vermutung zum Täter hat sich in Luft aufgelöst, denn ich war total auf der falschen Spur. Immer wieder wurde der Leser mit neuen Szenen überrascht."Ein außergewöhnlicher, spannender Thriller, der mich von Anfang gefesselt hat, dass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Locker und schnell zu lesen, mit unterschiedlichen Charakteren und einer Welt, die ich so noch nicht gekannt hatte. Täter kann man sehr schwer feststellen. Ein Thriller, der fesselnd ist und mir sehr gut gefallen hat. Absolute Leseempfehlung." 

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