Felicitas Hoppe Der beste Platz der Welt

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Inhaltsangabe zu „Der beste Platz der Welt“ von Felicitas Hoppe

Felicitas Hoppes Bücher sind immer auch Bücher vom Reisen. Mit „Der beste Platz der Welt“ ist die Autorin am Ziel. Aber welches Ziel? Und wie gelangt sie dorthin? Durch einen Tunnel, beängstigend wie der im Märchen vom Schlaraffenland. In dem Märchen, das Felicitas Hoppe hier erzählt, mündet er direkt an den Mauern einer Kirche auf einem Plateau über der Rhone. An einem so unwirklichen wie realen Sehnsuchtsort, wo viel Wein wächst und wo sich eine alte, aber frisch restaurierte Einsiedelei befindet: „Einsiedeln heißt, einen Ort finden, einen Platz, eine Stelle.“ Was nun erzählt wird in jener alpinen Landschaft voll südlichem Licht, ist allerdings keine Geschichte vom Bleiben, sondern der funkelnde Kern der Autobiografie einer Autorin, der nicht zu trauen ist, weil sie in ihren Büchern Mythen und Schicksale erfindet, indem sie – rastlose Hochstaplerin auf der Suche nach Wahrheit – Märchen und Historien zusammenfabuliert. Mit „Der beste Platz der Welt“ erfindet Felicitas Hoppe sich selbst, indem sie zwar von ihrem Aufenthalt als Preisträgerin des Spycher-Literaturpreises erzählt, dabei aber unmerklich in die Reihe ihrer Erfindungen tritt, neben ihre Ritter und Heiligen, ihre Verbrecher und Versager und all die anderen unzuverlässigen Reiseführer der Weltgeschichte. Um schließlich einem Mann die Hand zu reichen, mit dem sie erprobt, wie man Gipfel stürmt. Ein wunderbares Kabinett- und Zauberkunststück, entblößend und verbergend zugleich, das uns zeigt, wie man Sonne in Flaschen füllt und dass wir nie die Ersten sein werden, weil der Einsiedler immer schon vor uns da war.

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  • Rezension zu "Der beste Platz der Welt" von Felicitas Hoppe

    Der beste Platz der Welt
    Greta

    Greta

    02. October 2009 um 11:42

    "einsiedeln heißt, einen platz finden, eine stelle. oder wenigstens eine ecke, etwas, woran beim wiederholten versuch, im dunkeln doch noch voranzukommen, plötzlich unerwartet der fuß stößt und halt sucht, in der hoffnung, auf eine schwelle zu stoßen, vielleicht sogar auf eine stufe nach oben. man steht also still und holt luft. und beschließt unvermutet, länger zu bleiben, weil man der versuchung einfach nicht widerstehen kann, genau hier auf der stelle auf den morgen zu warten und dabei zuzusehen, wie es zwischen den bergen langsam hell wird..." . "einsiedeln heißt, einen ort finden, einen platz, eine stelle. ein bett, das immerhin eine nacht lang mehr ist als nur eine schlafschublade." . "ich war nicht da und nicht fort, ich lauschte und starrte, ich sah alles und nichts, hörte nichts und alles. ich hörte das holz, überall holz, das knacken des bodens, der wände, der balken, wie der wind ins dach geht und durch die hungrigen wintergerippe in meinem weinberg, von dem ich nicht weiß, ob er mir gehört. dafür gehören mir alle geräusche, der unermüdliche fleiß der materie, die sich nachts zum trost in geschichten verwandelt." . "ich geriet in verlegenheit. und ins schwitzen, denn so wenig ich weiß, wie man landkarten liest, so wenig kann ich stammbäume entziffern. ich finde mich nach wie vor schlecht zurecht in der ordnung der natur durch die menschen. von familien zu schweigen."

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