Felicitas Hoppe Hoppe

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 13 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(5)
(3)
(7)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Hoppe“ von Felicitas Hoppe

Als Leben zu kurz, als Roman zu schön, um wahr zu sein: Das Beste, was bislang über Hoppe geschrieben wurde! ›Hoppe‹ ist keine Autobiographie, sondern Hoppes Traumbiographie, in der Hoppe von einer anderen Hoppe erzählt: von einer kanadischen Kindheit auf dünnem Eis, von einer australischen Jugend kurz vor der Wüste, von Reisen über das Meer und von einer Flucht nach Amerika. Hoppes Lebens- und Reisebericht wird zum tragikomischen Künstlerroman, mit dem sie uns durch die Welt und von dort aus wieder zurück in die deutsche Provinz führt, wo ihre Wunschfamilie immer noch auf sie wartet. Eine Geschichte über vergebliche Wünsche, gescheiterte Hochzeiten und halbierte Karrieren. Und über das unbestreitbare Glück, ein Kind des Rattenfängers aus Hameln zu sein. »Die schönste und intelligenteste Prosa Deutschlands schreibt Felicitas Hoppe.« Denis Scheck, ARD Druckfrisch

Was wäre, wenn...? Felicitas Hoppe schreibt ihr Leben neu.

— SandraKath
SandraKath

abgebrochen

— LostHope2000
LostHope2000

Irgendwie verrückt. Ein literarisches Spiel mit Leben und Wahrheit, das beim Lesen wahnsinnig Freude macht.

— Buchhandlung_am_Schaefersee
Buchhandlung_am_Schaefersee

Thea Dorn hat das Buch in "Literatur im Foyer" empfohlen.

— Holden
Holden

Stöbern in Romane

Der Sandmaler

Leider viel weniger, als erhofft.

moni-K

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

Eine Reise bei der Michele sein eigenes "Ich" wiederfindet. Ein sehr schönes Hörbuch

Kuhni77

Dann schlaf auch du

Spannend, schockierend und furchtbar traurig. Ein sprachgewaltiges Buch, dass sich so richtig keinem Genre zuordnen lässt. Lesenswert!

Seehase1977

Drei Tage und ein Leben

Ein beinahe poetisch anmutendes Psychodrama

Bellis-Perennis

Und es schmilzt

Selten so ein langweiliges Buch gelesen. 22 Euro hätten besser angelegt werden können. Leider.

Das_Blumen_Kind

Underground Railroad

Tief bedrückendes Portrait einer Gesellschaft! Das Buch war nicht immer schön, aber immer lesenswert.

Linatost

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Purzelbäume im Kopf

    Hoppe
    Buchhandlung_am_Schaefersee

    Buchhandlung_am_Schaefersee

    25. February 2016 um 19:05

    Interessiert mich das Leben der Schriftstellerin Felicitas Hoppe?  - Nein. Eigentlich nicht. Und ist mir diese Person im Buch sympathisch?  - Nein. Auch das nicht wirklich. Aber eine Freundin hat mir dieses Buch geschenkt, also habe ich trotzdem angefangen zu lesen. Ich wusste, dass es keine klassische Autobiographie, sondern ein mehrbödiges Spiel aus verschiedenen Fiktionen und Vorstellungen, aus dem die Wahrheit nicht zu extrahieren ist. Das konnte ich mir interessant vorstellen. Also: Los ging's! Nach kurzen anfänglichen Schwierigkeiten war ich mittendrin in dieser wilden Welt der Felicitas Hoppe. Ob Kanada, USA, Hameln oder Australien - es war im Grunde egal, wo die Handlung sich abspielte, denn die äußere Handlung interessierte mich tatsächlich auch beim Lesen nicht sonderlich. Und trotzdem freute mich immer wieder unbändig auf das Weiterlesen, auf diese sprachlich so lebendige Welt, auf diese Vorstellungskraft, die so offensichtlich thematisiert wird und den Leser trotzdem so gefangen nimmt, dass man im Geist lauter Purzelbäume macht. Wie macht die Autorin das?  -Ich habe keine Ahnung. Aber ich bin begeistert! Irgendwie verrückt das Ganze. Ein literarisches Spiel mit Leben und Wahrheit, das beim Lesen wahnsinnig viel Freude macht.

    Mehr
  • Rezension zu "Hoppe" von Felicitas Hoppe

    Hoppe
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    30. August 2012 um 10:55

    Wer hätte schon nicht einmal davon geträumt, sich seine eigenen Biographie zurechtzuschreiben, sein eigenes Leben so zu fantasieren, wie man es vielleicht gerne gehabt hätte oder in der Zukunft noch haben würde. Die Schriftstellerin hat sich diesen Traum erfüllt und sogar noch ein erfolgreiches Buch daraus gemacht. In diesem erzählt sie auf eine witzige Art eine etwas skurrile Geschichte, in der sie permanent das Reale ihres eigenen Lebens als Felicitas Hoppe mit dem Fantastischen ihrer Traumfigur „Hoppe“ vermengt. Beim Lesen dieser einander gereihten einzelnen Geschichten des jungen Mädchens Hoppe und ihrem Vater, mit dem sie um die halbe Welt fährt, muss man sich erst an einen besonderen Stil gewöhnen. Hat man sich aber erst einmal auf Felicitas Hoppes imaginäre Anderwelt eingelassen, begegnet einem die berührende Geschichte eines heranwachsenden Mädchens, die sich auf der einen Seite vertrauensvoll anlehnen möchte, auf der anderen Seite aber aufsässig und trotzig die Einsamkeit sucht. Über dem ganzen Buch schwebt eine Patina von Melancholie. Ein Bedauern darüber, dass vor lauter Abschieden (die es in diesem Buch in großer Zahl gibt), dem Menschen ( jedenfalls bei Hoppe) eigentlich gar nicht möglich ist, so etwas hinzubekommen, wie mit seiner Existenz Wurzeln zu schlagen. Alles ist vergänglich, sogar die Dauer des Ruhms dieses Buches. Aber für eine Schriftstellerin gibt ja immer die Möglichkeit, mit einem neuen Buch weitere Dimensionen menschlicher und eigener Existenz auszuloten. Das wird die mehrfach preisgekrönte Felicitas Hoppe mit Sicherheit bald tun.

    Mehr
  • Rezension zu "Hoppe" von Felicitas Hoppe

    Hoppe
    Clari

    Clari

    12. May 2012 um 19:23

    Abenteuer, Verwirrspiel und Groteske! Reichlich verwirrt beginnt man mit der Lektüre des als "Traumbiographie" ausgegebenen Buches von Felicitas Hoppe. Erst der Literaturkritiker Denis Scheck im Gespräch mit der Autorin führt auf die richtige Spur: ja, Felicitas Hoppe hat im Wechsel mit eigenem Erleben eine Biographie geschrieben, die sie sich zurecht fantasiert. Das, "was man sich wünschen würde", bildet den Tenor, mit dem einen die Autorin überrascht. Herausgekommen ist eine witzige, etwas abstruse Geschichte, in der immerfort Reales mit Fantastischem vermengt wird. So ist Hoppe, wie sie sich in diesem Roman nennt, die biographische Figur, die mit ihrem als "Entführervater" bezeichneten Erzeuger in Kanada lebt. Geboren wurde sie in Hameln. Der "Rattenfänger von Hameln" mischt deshalb auch kräftig in den Geschichten mit! Wahrheit und Fiktion sind kaum auseinander zu halten. In Kanada schwankt Felicitas, wie sie sich auch wahlweise nennt, zwischen der Laufbahn einer Eishockeyspielerin oder einer etwas unbegabten Pianistin. In fiktiven Briefen schreibt sie an ihre vier Geschwister nach Deutschland und erzählt von ihrem Leben, fragt aber auch nach den Eltern in Deutschland. Der "Entführervater" in ihrem Fantasieleben beschäftigt sich mit Patenten. Die beiden sehen sich selten und verkehren in beidseitigem Einvernehmen mit Zetteln. Der Vater will nur wissen, wo seine Tochter ist. Im übrigen kann sie tun und lassen,was sie will. Es ist der Wunschtraum eines jeden Kindes! Mit vom Vater genähten Kleidern und einem ebenso fabrizierten Rucksack aus kariertem Stoff läuft sie durch die Gegend und macht ihre skurrilen Lebenserfahrungen. Sie ist zu Beginn ihrer kuriosen Biographie ungefähr zehn Jahre alt. Unterbrochen wird die routinierte Zweisamkeit, als sich die Lehrerin von Hoppe, Lucy Bell, in den Vater verliebt und die traute Zweisamkeit mit ungehörigen Aktivitäten wie Kochen und Hefte korrigieren stört. Von Kanada geht es eines Tages per Schiff nach Australien, was immer der "Entführervater" sich davon verspricht. Hier reift Hoppe heran, schlägt sich weiter tapfer durch und lebt ihr ungestörter Individualleben. Vater und Tochter gehören zur Sorte der menschlichen Eigenbrötler. Sie bleiben gerne unabhängig und wollen in Ruhe gelassen werden! Doch auch diese Haltung ist ambivalent. Das Buch bietet eine Vielzahl von Einzelgeschichten, in denen Hoppe die jeweilige Hauptfigur ist. Ingesamt bekommt man den Eindruck eines aufsässigen Mädchens, das zwischen der Sehnsucht nach Anlehnung und der trotzigen Suche nach Einsamkeit pendelt. Könnte man gelegentlich den Eindruck eines Schelmenromans bekommen, so täuscht das. In Wirklichkeit bilden unerwartete Abschiede verbunden mit einer stetig wechselnden Wurzellosigkeit die Grundierung zu einer Geschichte, in der alles möglich und unmöglich ist. Etwas störend sind die vielen Gedanken in Klammern, die während des Erzählens als zusätzliche Einfälle in die Geschichte eingeschoben werden. So bleibt der Eindruck einer vor fantastischen Einfällen nur so übersprudelnden Erzählerin. Felicitas Hoppe erweist sich in ihrem Roman als einfallsreiche und intelligente Berichterstatterin, die sich unabhängig und ein wenig traurig zeigt, weil nichts im Leben von Dauer zu sein scheint. Ist es so, dass alleine fantastische Geschichten dem Dasein eine ungefähre Ahnung von Glück und Sicherheit zu bieten vermögen?

    Mehr