Felicitas Römer Arme Superkinder

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Inhaltsangabe zu „Arme Superkinder“ von Felicitas Römer

Von der pränatalen Frühförderung bis hin zu G8 - Kinder werden rücksichtslos auf ihre spätere Rolle als funktionierende Mitglieder einer hochkomplexen Arbeitswelt getrimmt. Schonungslos analysiert Felicitas Römer, welch ungeheurer Druck auf Kinder und Eltern ausgeübt wird und wie die allseitigen Interessen am Kind den Alltag von Familien heute prägen. Dieses Buch macht Eltern Mut, sich und ihre Kinder nicht länger vereinnahmen zu lassen. Obwohl das öffentliche Interesse am Kind immens gestiegen ist, steckt dahinter oft keine neu entdeckte Familienfreundlichkeit, sondern geballtes wirtschaftliches Kalkül. Denn dem Standort Deutschland drohen die qualifizierten Arbeitskräfte auszugehen. Felicitas Römer deckt auf, welche Konsequenzen die Lobbyarbeit der Unternehmen und Wirtschaftsverbände hat und wie die Bildungspolitik alles daran setzt, unsere Kinder immer schneller und unter enormen Leistungsdruck durch Kindergarten und Schule zu schleusen. Und wenn die Superkinder schließlich am Förderwahn zu zerbrechen drohen, profitieren Therapeuten und Pharmaindustrie.

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  • Rezension zu "Arme Superkinder" von Felicitas Römer

    Arme Superkinder

    WinfriedStanzick

    26. May 2011 um 10:33

    Der bekannte Therapuet und Pädagoge Wolfgang Bergmann hat unlängst in seinem neuen Buch „Lasst Eure Kinder in Ruhe“ einen wichtigen und engagierten Zwischenruf in eine Entwicklung getan, die absolut aus dem Ruder läuft und unseren Kindern die Kindheit raubt Es ist ein mit viel Herzblut und Emotion, an manchen Stellen auch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch geschriebenes Buch, ein Aufruf an all die gut meinenden ( merke: gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut) Eltern, die aus lauter Unsicherheit und Angst, dass ihre Kinder in der Welt von morgen nicht mehr mithalten können, es mit deren Förderung übertreiben. "Gegen den Förderwahn in der Erziehung" schreibt er an, argumentiert, wirbt und versucht zu verstehen. Er beschreibt den schmalen Grat zwischen Förderung und Überforderung, und zeigt wie unendlich groß die Verunsicherung bei Eltern und auch bei Erziehern mittlerweile geworden ist. Hatte er schon in seinen anderen Erziehungsratgebern immer wieder dafür plädiert, dass Eltern wieder ihren eigenen Intuitionen vertrauen, sich und ihren Kinder vor allen Dingen Zeit und gegenseitiges Zuhören schenken sollen, so wirbt er in seinem neuen Buch leidenschaftlich dafür, sich gegen den allgegenwärtigen Förderwahn zu wehren und aus einem System auszusteigen, dass unseren Kindern die Kindheit stiehlt. Das hier anzuzeigende Buch der systemischen Familienberaterin Felicitas Römer, selbst Mutter von vier Kindern, das unter dem Titel „Arme Superkinder“ bei Beltz erschienen ist, zeichnet die von Bergmann beklagte Entwicklung noch einmal anschaulich nach und liefert zusätzlich eine bedenkenswerte politische und ökonomische Erklärung für den allgegenwärtigen Förderwahn, der schon mit pränataler Frühförderung beginnt und nach der Geburt dann jede freie Minute und wenn es geht auch noch ein wenig mehr des Erziehungsalltags dominiert. Schon früh sollen die Kinder Leistungen erbringen, fit gemacht werden für ihre Rolle als gewinnbringende Mitglieder einer zukünftigen Arbeitswelt. Denn die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass schon bald in Deutschland die qualifizierten Arbeitskräfte fehlen werden. Und so wird ein subtiler Druck ausgeübt auf Eltern und Familien, dem man sich nur schwer entziehen kann, wie der Rezensent als Vater eines Sohnes in den vergangenen Jahren im Kindergarten und nun erst recht in der Schule feststellen konnte. Als ich jüngst auf die Frage einer Mutter, was denn unser Sohn nachmittags so alles mache, antwortete: „Er spielt“, sah sie mich an, als sei ich vom Mond. Sie, die ihre Kinder von einer „förderlichen“ Veranstaltung zu nächsten bringt, konnte das nicht verstehen. Ähnlich wie auch ihr Therapeutenkollege Wolfgang Bergmann macht Felicitas Römer den Eltern Mut, sich und ihre Kinder nicht mehr manipulieren und von einem Druck vereinnahmen zu lassen, der langsam unmenschlich wird. Sie lädt ein, die regelrechte Hysterie um die verschiedenen Förderungsmaßnahmen gelassener zu sehen und sich (wieder) auf ihre Intuition und den gesunden Menschenverstand zu besinnen und dem zu vertrauen.

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