Die Ausgangsidee von „Willkommen im kleinen Grand Hotel“ hat mich im Klappentext sofort angesprochen: Eine geheimnisvolle Einladung, ein winziges Luxushotel an der rauen Küste der schottischen Isle of Skye und das alles an Weihnachten. Im Mittelpunkt steht die Londoner Kinderbuchautorin Charlotte Williams, die eher überrascht als geplant in das „24 Charming Street“ reist. Charlotte ist eine angenehm unbeholfene, etwas unsichere Protagonistin mit eigenen Macken, die sie für mich sympathisch gemacht haben. Ihr Blick auf das Hotel, die exzentrischen Gäste und die winterliche Landschaft trägt viel zur gemütlichen Atmosphäre des Romans bei.
Die erste Hälfte des Romans lebt vor allem vom Erkunden des festlich geschmückten Hotels, vom Kennenlernen der übrigen Gäste und vom langsamen Aufbau einer weihnachtlichen Stimmung. Das liest sich durchaus unterhaltsam. In der zweiten Hälfte nimmt die Handlung dann deutlich an Tempo zu, allerdings nicht immer zu ihrem Vorteil. Die Ereignisse überschlagen sich, es passieren mehrere teils recht absurde Dinge, die nur lose miteinander verbunden sind. Hier hätte ich mir einen klareren roten Faden gewünscht. Statt die einzelnen Ideen zu vertiefen, wirkt der Roman in diesem Teil etwas sprunghaft.
Für mich ist es kein rundum überzeugender Weihnachtsroman gewesen, aber die schnelle Lektüre zwischendurch war aufgrund des Settings trotzdem nett.














