Felicity Whitmore Der Klang der verborgenen Räume

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Inhaltsangabe zu „Der Klang der verborgenen Räume“ von Felicity Whitmore

Das Geheimnis von Stone Abbey

Nach dem Tod ihrer Mutter erbt Nina Altmann, eine 24-jährige Konzertpianistin, Stone Abbey, einen wild-romantischen Landsitz im Herzen Englands. Doch das Erbe ist an einen Auftrag geknüpft: Nina soll die Unschuld ihrer Vorfahrin Anna Stone beweisen, die 1858 als Mörderin hingerichtet wurde. Seit Nina weiß, dass Anna ebenfalls Pianistin war, spürt sie eine sonderbare Verbindung zu ihr. Die Musik ist es schließlich, die Nina hilft, Annas Geschichte zu enthüllen. Sie stößt auf eine große Liebe, aber auch auf Intrigen und Verrat. Und auf eine einflussreiche Familie, die mit aller Macht verhindern will, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Die Erzählung ist dramatisch. Freundschaft, Leidenschaft, Verrat, Machtmissbrauch und Manipulation – alles findest du auf diesen Seiten.

— Eva_Maria_Nielsen

Absolute Leseempfehlung!

— Monika58097

Was für ein fantastisches Buch. Ich möchte es gar nicht mehr aus der Hand legen.

— Greeneye

Eine spannende Familiengeschichte mit viel Gefühl.

— twentytwo

Romantisch, spannend, tragisch

— Quasselstrippe

Spannende Reise in eine tragische Vergangenheit

— Petra1984

Toller Debütroman, der sich zu lesen lohnt!

— Anakin

Ein mitreißendes Lesevergnügen mit starken Themen: Liebe, Verrat, Fesseln für Frauen in viktorianischer Zeit und die Kraft der Kunst.

— MarliesFerber

Gute Unterhaltung, leider überzeugen nicht alle Figuren gleichermaßen

— Aischa

Wundervolles Buch das mir sehr gut gefallen hat. Vor allem das Ende war überraschend und doch so passend!

— Wildpony

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  • Historischer Schmöker

    Der Klang der verborgenen Räume

    Eva_Maria_Nielsen

    18. March 2018 um 19:21

    „Der Klang der verbotenen Räume“ ist die Geschichte von Nina und ihrer Ahnin Anna Stone. Beide teilen die Leidenschaft zur Musik, sind deutsch-britischer Abstammung, sie ähneln sich äußerlich zum Verwechseln und beide haben Menschen verraten, die ihnen vieles bedeuten.Unglaublich geschickt webt die Autorin die Geschichten und handlungsstränge aus den verschiedenen Jahrhunderten zusammen: die Geschichte von Anna Stones Mutter Marianne auf dem rheinländischen Gut Reichholz um 1830, das Schicksal ihrer Tochter Anna Stone in London und den Cotswolds um 1850, und dann die Geschichte von Nina heute.Ich will hier nicht spoilern. Die Erzählung ist dramatisch. Freundschaft, Leidenschaft, Verrat, Machtmissbrauch und Manipulation – alles findest du auf diesen Seiten. Es ist die Geschichte der patriarchalen Macht, wo Männer, auch die Guten, immer und immer wieder über das Leben der Frauen bestimmen. Frauen existieren für die Männer, werden von ihnen gebraucht und missbraucht, denn sie sind ihr Eigentum. Dieses Buch im Kielwasser des Internationalen Kampftages der Frauen zu lesen, hat mich persönlich sehr gerührt.Da ich vom DTV Verlag gewohnt bin, dass die historischen Fakten korrekt recherchiert sind, gehe ich davon aus, dass es auch hier so ist.Trotzdem hat es mich gewundert, dass eine Frau (Anna), das Gut nach ihrem Großvater erben konnte, und zwar um 1850. Aber gut, ein männlicher Verwandter war ihr Vormund. Ob es meinem Fieber anzurechnen ist oder ein Fauxpas der Autorin. Anna Stone soll vor ihrer Hinrichtung ein Kind geboren haben – doch die Geschichte hört mit ihrer Verhaftung auf. Dass sie schwanger war, erfahre ich nicht szenisch. So frage ich mich, wer das Kind aufgezogen hat, wo es gelebt hat und wie lange es evtl. mit seiner zum Todes verurteilten Mutter zusammenleben durfte. Diese Information fehlt mir.Ansonsten ein spannender historischer Schmöker mit vielen unerwarteten Wendungen.

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  • Meine absolute Leseempfehlung!

    Der Klang der verborgenen Räume

    Monika58097

    01. March 2018 um 10:16

    Die 24-jährige Nina Altmann ist verzweifelt. Seitdem sie sich mit dem Mann ihrer besten Freundin eingelassen hat, kann sie nicht mehr Klavier spielen. Die Schuld lastet so sehr auf ihr, dass ihre Hände wie gelähmt scheinen. Als ihr von einem Rechtsanwalt mitgeteilt wird, dass sie ein Anwesen in den Cotswolds geerbt hat, macht sie sich auf den Weg, um sich ihr Erbe anzusehen. Sie kann es allerdings nur antreten, wenn sie die Unschuld ihrer Vorfahrin Anna Stone beweisen wird. In Stone Abbey angekommen, fällt Nina sofort das große Portrait auf, das sie erst für ein Bild von sich selbst hält, doch es zeigt Anna, die, wie sie selbst, auch Pianistin war. Welche Geheimnisse mag Stone Abbey verbergen? Ist Anna Stone wirklich die Mörderin, für die viele sie in der Gegend halten? Und wer hat all die Bilder von Anna gemalt? Um sich von ihren eigenen Problemen abzulenken, widmet sich Nina ganz der Aufgabe, all die Rätzel zu lösen. Ob Bryan, der junge Butler der Lubrells, ihr dabei eine Hilfe sein wird?  Die Autorin leitet zusammen mit ihrem Mann in Hagen das wunderbare "Theater an der Volme". Dass sie Theater kann, hat sie längst bewiesen. Dass sie Geschichten lebendig werden lässt, ebenso. Wer sie schon auf einmal auf der Bühne erlebt hat, weiß, wovon ich spreche! Doch Indra Janorschke kann als Felicity Whitmore auch Buch! Und wie sie scheiben kann! Ihr Debüt-Roman ist fesselnd und spannend. Er ist unterhaltsam und geheimnisvoll. Dieser Roman, auf zwei Zeitebenen geschrieben, hat alles, um ein Erfolgsroman zu werden. Dem Leser begegnen vielschichtige Persönlichkeiten. Die einen schließt man sofort ins Herz, vor den anderen ist man auf der Hut. Man ist beim Lesen dabei, vor Ort - in der Gegenwart, wie auch in der Vergangenheit.  Anna Stones dramatische Lebensgeschichte - temporeich und bewegend und so spannend, dass man es kaum erwarten kann weiterzulesen. Man spürt die Liebe der Autorin zu ihren Figuren und zu alten englischen Anwesen. Ihr mitreißender Stil hat mich total begeistert.  "Der Klang der verborgenen Räume" - meine absolute Leseempfehlung!

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  • Eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit

    Der Klang der verborgenen Räume

    zauberblume

    17. January 2018 um 11:34

    Mit "Der Klang der verbotenen Räume" ist der Autorin Felicity Whitmore ein sensationeller Debütroman gelungen. Sie entführt uns in ihrer Geschichte nach London und außerdem dürfen wir Traumtage in den Cotswolds verbringen.Der Inhalt: Die 24jährige Konzertpianistin Nina Altmann befindet sich in einer Krise. Sie kann nicht mehr Klavier spielen, seit sie sich auf ein Verhältnis mit dem Mann ihrer Mentorin eingelassen hat. Da erhält Nina das Schreiben eines Anwalts. Sie hat von einer ihr unbekannten Urgroßtante ein Anwesen in den Cotwolds geerbt. Nina macht sofort auf den Weg. Doch das Erbe ist mit einer Bedigung verknüpft. Sie soll die Unschuld ihrer Vorfahrin Anna Stone beweisen. Diese wurde 1858 des Mordes an vier Menschen angeklagt und hingerichtet. Der Landsitz Stone Abbey nimmt Nina sofort gefangen. Und als Nina ein Porträt ihrer Vorfahrin sieht, kann sie nicht glauben, dass diese Frau eine Mörderin sein soll. Nina stürzt sich in ein Abenteuer ....Ich war und bin total begeistert. Die Autorin gibt dem Leser das Gefühl sofort mitten im Geschehen dabei zu sein. Die Geschichte spielt abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Und unsere beiden Protagonistin verbindet mehr als die verblüffende Ähnlichkeit und ihre Liebe zur Musik. Und Nina will das dunkle Geheimnis, das ihre Vorfahrin umgibt lösen. Ich tauche mit Nina sofort in die Vergangenheit ein und erlebe die Geschichte von Anna Stone, die mich auch wirklich sehr berührt hat. Wir erleben Anna als Kind und dann nach dem Tod ihres Vater nimmt ihr Leben eine unerwartet Wende. Ich hatte oft Gänsehautfeeling. Habe mit Anna gelitten, gezittert mich gefürchtet. Es war wirklich keine leicht Zeit in der Anna gelebt hat. Aber wenn sie Klavier gespielt hat, ist sie in eine andere Welt abgetaucht. Und ich habe jetzt noch diesen wunderbaren Klang ihres Klavierspiels in den Ohren. Ich sehe auch all die hochherrschaftlichen Häuser, in denen sie gelebt hat. Aufgrund der traumhaften Landschaftsbeschreibungen kann man sich die Gegend auch wunderbar vorstellen. Und dann dieses schreckliche Ereignis, das mir die Luft zum Atmen genommen hat. Und nun will Nina dieses Geheimnis lösen. Ich begleite sie auf ihrem Weg nach Stone Abbey. Dieses herrliche Anwesen ist etwas in die Jahre gekommen und doch hat es seinen Zauber nicht verloren. Und Nina fühlt sich hier angekommen, das merkt man beim Lesen. Und das Lösen des Rätsels um Anna Stone stellt sie vor eine große Herausforderung. Doch Nina ist eine Kämpfernatur und gibt nicht auf. Eine Geschichte, die von Seite zu Seite spannender wird und die man nicht mehr aus der Hand legen kann.Für mich ein absoluts Lesehighlight, ein gefühlvoller äußerst gelungener Debütroman. Das Cover ist für mich auch ein echter Hingucker, man befindet sich sofort mitten in der Geschichte. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.

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  • Spannend vom Anfang bis zum Ende....

    Der Klang der verborgenen Räume

    Greeneye

    04. January 2018 um 00:00

    Was für ein fantastisches Buch. Würde nicht ein andere Autorinnenname drauf stehen, so würde man glatt denken es wäre von Lucinda Riley geschrieben worden. Es liest sich super und gleich von Anfang an ist man in der Geschichte drin. Es verliert nie an Spannung und man mag es gar nicht mehr aus der Hand legen.  Die Protagonistinnnen Anna und Nina sind wirklich sehr sympathisch und haben schon einiges in ihrem Leben durchgemacht. Es wird aus zwei Sichten geschrieben und die jeweilige Sicht findet zu einer anderen Zeit statt. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen der Lucinda Riley Bücher und Familiengeheimnisse mag/liebt! Das war für mich ein fantastischer Bücherstart ins neue Jahr! 5/5 🥀🥀🥀🥀🥀

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  • Der Klang der verborgenen Räume

    Der Klang der verborgenen Räume

    twentytwo

    29. December 2017 um 16:59

    Nina Altmann, die unverhofft Erbin eines Landsitzes in England wird, ergreift mit dem sofortigen Antritt der Erbschaft die Chance ihren eigenen Problemen zu entfliehen. Als sie beginnt, mit der an die Erbschaft gekoppelte Verpflichtung die wahren Tatumstände, die zur Verurteilung ihrer Vorfahrin geführt haben herauszufinden, fühlt sie sich zunehmend vom Schicksal ihrer Urahnin eingeholt. Nur langsam gelingt es ihr sich aus dem erdrückenden Erbe zu befreien und ihr eigenes Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen.FazitEin beeindruckender Roman, in dem Vergangenheit und Gegenwart zu einem spannenden Familienepos verschmelzen.

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  • Ein kleines Detail hat meine Leselust dennoch nicht gemindert.

    Der Klang der verborgenen Räume

    Quasselstrippe

    24. December 2017 um 12:42

    Die Geschichte der Frauen hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Das Springen von Damals zu Heute hat dem Verlauf der Geschichte keinen Abbruch getan. Es war wunderschön zu lesen, die Charaktere liebenswert und nah beschrieben. Mein einziger Wehrmutstropfen war der Punkt, dass eine Pianistin nicht so tief in ihr eigenes Spiel vertieft sein kann, dass sie stundenlang so verträumt spielt, dass sie die Umwelt vergisst. Auch die talentierteste und begabteste Pianistin ist irgendwann am Ende ihres Repertoires, ohne Noten zu spielen. Sie kann nicht einen ganzen Tag lang völlig versunken spielen und spielen, ohne wenigstens zwischen einem Wechsel der Stücke ihre Welt wieder wahrzunehmen. Dieser Punkt war überzogen dargestellt.Aber hierfür einen Punkt abzuziehen, wäre etwas übertrieben, denn die Geschichte war spannend, romantisch, realistisch. Und wenn ich noch tagelang nach Beenden eines Buches über die Geschichte nachdenke, dann war es ein sehr gutes Buch! (Ist das nicht der Grund, warum wir bewerten?)

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  • Spannende Reise in eine tragische Vergangenheit

    Der Klang der verborgenen Räume

    Petra1984

    05. December 2017 um 09:32

    Es handelt sich um ein wunderbares Buch. Eine tolle Geschichte, die in unterschiedlichen Handlungssträngen und in unterschiedlichen Zeiten spielt. Nina ( Pianistin) ist, nach der Übernahme ihres Erbes) auf der Suche nach der Vergangenheit, denn ihr Erbe ist an eine Bedingung geknüpft. Ihre Vorfahrin Anna sieht Nina nicht nur ähnlich, sondern sieht ihr auch total ähnlich. Nina soll die Unschuld von Anna, die wegen Mordes angeklagt wurde, beweisen und so macht sie sich auf die spannende Entdeckungsreise. Mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen und ich konnte es kaum aus der Hand legen, wobei ich sagen muss, dass mir der Handlungsstrang in der Vergangenheit viel besser gefallen hat, als jener in der Vergangenheit. Ein rundum gelungenes Buch. Ich hoffe, dass man von dieser Autorin noch mehr hören wird. 

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  • Geheimnisvoll .....

    Der Klang der verborgenen Räume

    Anakin

    30. November 2017 um 17:28

    Nina, eine erfolgreiche Konzertpianistin, erbt nach dem Tod ihrer Mutter das Haus ihrer bis dahin unbekannten Urgroßtante in Stone Abbey. Eine willkommene Abwechslung, da das Leben von Nina zu diesem Zeitpunkt völlig aus den Fugen geraten ist. An dem Erbe ist jedoch eine Bedingung geknüpft: Sie soll den grausamen Tod ihrer Vorfahrin Anna Stone, die 1885 wegen mehrfachen Mordes hingerichtet wurde und ebenfalls eine talentierte Pianistin war, aufklären und somit deren Unschuld beweisen. Nina weiß jedoch so gut wie nichts über deren Vorfahren, da ihre Mutter früh starb und ihr Vater sie nach deren Tod auf ein Internat abgeschoben hat. Eine intensive Recherchearbeit beginnt. Und so muss Nina bereits beim Betreten des Hauses feststellen, dass dieses alte Haus sehr viele Geheimnisse verbirgt. Nicht nur, dass sie ihrer Urgroßtante wie aus dem Gesicht geschnitten ähnelt, das Leben der beiden scheint  nahezu identisch. Auch Anna Stone hat früh ihren Vater verloren, ihre Mutter heiratet Annas Onkel und Bruder ihres Vater, Timothy und das Leben von Anna wird ab sofort zu einem Spiel mit der Zeit, denn er möchte Anna gegen ihren Willen verheiraten, zudem ist er Anna gegenüber oftmals handgreiflich und herablassend weshalb Anna nur noch die Flucht als Ausweg sieht… doch was hat es mit den Morden auf sich?   Dies erfährt der Leser nach und nach in den zeitlich parallel verlaufenden Handlungen und man stellt sich viele Fragen: Warum heiratete Annas Mutter ausgerechnet Onkel Timothy, der der Familie so viel Gewalt antut? Wer ist der geheimnisvolle Unbekannte, den Anna noch kurz vor ihrer Flucht kennenlernte? Und warum wurde sie dies mehrfachen Mordes beschuldigt, nachdem sie in Mainston Hall doch endlich ihre Ruhe gefunden hat?   Der Autorin ist es gut gelungen, die beiden Handlungsstränge final zusammenzubringen. Man entdeckt währen des Lesens noch weitere zahlreiche Parallele zwischen Anna Stone und Nina. Die Landschaft wurde malerisch beschrieben und der Leser kann sich gut in die Geschichte versetzen. Der Erzählstil ist flüssig. Man leidet mit Anna Stone mit und ist froh, dass man zu dieser Zeit nicht leben musste, in der man quasi zwangsverheiratet wird und Frauen/Dienstmädchen von Männern zum Sex gezwungen wurden. An der einen oder anderen Stelle ist die Geschichte vielleicht etwas zäh und man möchte, dass man nun endlich zum Ende kommt. Während Anna als feine Dame charakterisiert wird, erscheint mir Nina hingegen etwas zu ruppig. Ihre lockere Schnauze passt so gar nicht zu ihr und das ist auch der einzige Unterschied, den ich zu Anna Stone feststellen konnte. Zum Ende scheint mir die Geschichte von Nina auch fast ein bisschen klischeehaft und vorhersehbar: Happy End in Ninas Leben, aus dem Bad-Boy wird der Lover, sie kann wieder Piano spielen, war sie doch nach dem Seitensprung wie gelähmt, ist erfolgreich, bildet eine Förderschule. Das Ende von Anna hatte zwar kein Happy End (ok, noch ein Unterschied der beiden) war zwar etwas überraschender, ging mir dann aber zu schnell und man fragt sich: War das alles? Hier hätte ich mir etwas mehr Pep gewünscht. Dennoch: Ein gut gelungenes Debüt, das ich allen Lesern empfehlen kann, die gerne eine historische Zeitreise machen möchten und die alten Gemäuer und die Klänge verborgener Räume Englands lieben.

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  • Leserunde zu "Der Klang der verborgenen Räume" von Felicity Whitmore

    Der Klang der verborgenen Räume

    FelicityWhitmore

    "Der Klang der verborgenen Räume" ist mein Romandebüt. Ich liebe England. Ich glaube das hat seinen Ursprung in der Literatur. Die ersten Erwachsenen-Romane, die ich gelesen habe, stammten von englischen Schriftstellerinnen. Agatha Christie und Daphne du Maurier haben meine Jugend begleitet. Viele Jahre später habe ich dann angefangen, England zu bereisen und habe vieles genauso vorgefunden, wie ich es mir vogestellt habe.Natürlich spielt mein Roman in England. Es gibt zwei große Erzählstränge. Der eine spielt im Viktorianischen England, der andere in der Gegenwart. Meine Protagonistin des gegenwärtigen Erzählstranges, Nina Altmann, ist erfolgreiche Konzertpianistin und hat sich auf ein Verhältnis mit dem Mann ihrer Mentorin eingelassen. Seitdem kann sie nicht mehr Klavier spielen. Da erfährt sie, dass sie ein Haus in England geerbt hat. Doch an dieses Erbe ist ein Auftrag geknüpft: Sie soll die Unschuld ihrer Ahnin Anna Stone beweisen, die 1858 wegen mehrfachen Mordes hingerichtet worden ist. Eine willkommene Ablenkung von Ninas Problemen! Also reist sie sofort nach England in die Cotswolds zu dem wildromanischen Landsitz Stone Abbey im Herzen Englands. Als sie herausfindet, dass Anna ebenfalls Pianistin war, spürt sie eine sonderbare Verbindung zu ihr.Ich liebe alte Häuser und in meiner Geschichte kommen einige altehrwürdige Herrenhäuser vor, die alle echte Vorbilder in England haben und heute noch existieren. Mich fasziniert die Vergänglichkeit, die Tatsche, dass wir nichts festhalten können. Die alten Gebäude haben Generationen von Menschen kommen und gehen sehen. Die Menschen sind lang nicht mehr da, manche der Häuser stehen aber immer noch. Wie gerne würde ich ihren Geschichten lauschen, wenn sie sie erzählen könnten. Ich freue mich riesig auf die Leserunde mit euch. Mein Verlag dtv stellt 15 Leseexemplare zur Verfügung. Da "Der Klang der verborgenen Räume" am 10. November erscheinen wird, endet die Bewerbungsfrist am 8. November. Ich werde am 9. November die Gewinner bekanntgeben, sodass die Bücher dann verschickt werden können. Sobald ihr sie habt, legen wir los. Ich bin sehr gespannt auf eure Eindrücke, Fragen und Anmerkungen. Mehr Informationen über mich findet ihr hier: www.felicitywhitmore.deEine Leseprobe gibt es unter https://www.dtv.de/search/result?search=WhitmoreWenn ihr eines der Leseexemplare gewinnen wollt, dann schreibt doch kurz etwas zu folgender Frage: Was verbindet ihr mit England?Ich freue mich sehr auf die Leserunde mit euch!

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    • 311
  • Musik, Missbrauch und Morde

    Der Klang der verborgenen Räume

    Aischa

    27. November 2017 um 21:35

    Die Idee klingt vielversprechend: In zwei ineinander verwobenen Handlungssträngen stellt die Autorin die gesellschaftliche Rolle der Frau, insbesondere die Möglichkeiten einer alleinstehenden, jungen Pianistin, im Jetzt und Mitte des 19. Jahrhunderts gegenüber. Der Leser begleitet das musikalische Ausnahmetalent Nina bei der Suche nach Spuren ihrer Vorfahren in England, von denen sie erst aufgrund eines unerwarteten Erbes erfährt. Die mysteriöse Anna Stone, vor gut 150 Jahren ebenfalls virtuose Pianistin und Nina wie aus dem Gesicht geschnitten, birgt ein unheilvolles Geheimnis.Die Sprache ist einem Historienroman angemessen, die Geschichte ist spannend aufgebaut und flüssig zu lesen. Leider überzeugen nicht alle Figuren, manches wirkt doch recht konstruiert, um den gewünschten Fortgang zu ermöglichen. Einige Handlungen werden nicht weiterverfolgt und verlaufen im Sande.Die Idee hätte mehr Potenzial gehabt, dennoch: Für ein Erstlingswerk o.k., gute Unterhaltung, wenn auch nicht mehr.

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  • Klaviermusik zwischen Gegenwart und Vergangenheit

    Der Klang der verborgenen Räume

    Wildpony

    26. November 2017 um 16:23

    Der Klang der verborgenen Räume   -  Felicity Whitmore Kurzbeschreibung Amazon: Das Geheimnis von Stone Abbey Nach dem Tod ihrer Mutter erbt Nina Altmann, eine 24-jährige Konzertpianistin, Stone Abbey, einen wild-romantischen Landsitz im Herzen Englands. Doch das Erbe ist an einen Auftrag geknüpft: Nina soll die Unschuld ihrer Vorfahrin Anna Stone beweisen, die 1858 als Mörderin hingerichtet wurde. Seit Nina weiß, dass Anna ebenfalls Pianistin war, spürt sie eine sonderbare Verbindung zu ihr. Die Musik ist es schließlich, die Nina hilft, Annas Geschichte zu enthüllen. Sie stößt auf eine große Liebe, aber auch auf Intrigen und Verrat. Und auf eine einflussreiche Familie, die mit aller Macht verhindern will, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Mein Leseeindruck: Ein wunderbares Buch das mich sehr verzaubert und begeistert hat. Eine vom Leben missorientierte junge Frau als Hauptprotagonistin, die ein altes Haus in England erbt und dadurch von dem tragischen Schicksal ihrer Vorfahrin erfahren hat. Und nun natürlich herausfinden will ob es wirklich stimmt, das ihre Vorfahrin eine mehrfache Mörderin war.  Beide Hauptprotagonistinnen Nina und Anna haben sich sehr schnell in mein Herz geschlichen. Und so kann der Leser in eine geheimnisvolle Familiengeschichte eintauchen, in welcher der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr spannend erzählt wird und man einfach nicht genug davon bekommen kann. Denn schließlich will man ja auch die Zusammenhänge und vor allem die Lösung des Familiengeheimnisses entdecken. Begleitet wird die ganze Geschichte von der Kraft der Klaviermusik und auch das Ende ist zwar überraschend, aber doch total stimmig und schön. Die Autorin konnte mit gefühlvollen Worten und einen absolut schönen Schreibstil mein Leserherz erreichen und ich war fast ein wenig traurig als ich am Ende angekommen bin. Fazit: Eine wunderbare Geschichte über alte Herrenhäuser, aufregende Lebensgeschichten zwischen Gegenwart und Vergangenheit und zwei Leben. Sehr gefühlvoll und beeindruckend und mit ganz viel Spannung. Ich habe mich direkt in England mit dabei gefühlt. Von mir gibt es dafür wirklich von Herzen die volle Punktzahl von 5 Sternen für dieses wunderbare Leseerlebnis. *****

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  • Zwei Pianistinnen, 150 Jahre, ein dunkles Familiengeheimnis ...

    Der Klang der verborgenen Räume

    Cellissima

    24. November 2017 um 19:09

    England, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die junge Pianistin Anna Stone flieht vor ihrem Onkel und einer Zwangsheirat, die dieser in die Wege geleitet hat. Sie kann fortan nicht mehr sesshaft werden, muss stets auf der Hut sein, lebt immer in der Angst, doch noch von ihrem Onkel gefunden zu werden, kann erst jahrelang gar nicht mehr, dann nur noch heimlich bzw. im kleinen Kreis Klavier spielen.Damit nicht genug des Unglücks für Anna - sie wird letztlich des mehrfachen Mordes angeklagt und hingerichtet.Mehr als 150 Jahre später: Die junge Nina, ebenfalls Pianistin und eine Nachfahrin Anna Stones, reist in die Cotswolds, da sie Stone Abbey, das Anwesen der Familie, geerbt hat. Sie glaubt, dass Anna Stone unschuldig war, und so macht sie sich daran, die Wahrheit in Erfahrung, endlich Licht ins Dunkel zu bringen und so allen Gerüchten ein Ende zu setzen.Die Geschichte ihrer Familie erweist sich dabei als unvorstellbar traurig, grausam und dramatisch ...******"Der Klang der verborgenen Räume" ist ein echter Geheimtip für alle, die historische Romane, England, Familiengeschichten, gefährliche Liebeleien, dunkle Geheimnisse sowie Musik mögen.Ich bin sehr froh, dass ich diesen Roman entdeckt habe, da er mir wundervolle Lesestunden geschenkt hat.Es ist eins dieser Bücher, die einen alles um sich herum vergessen lassen, bei denen man völlig in eine andere Welt und Zeit abtaucht.Der Roman ist gut geschrieben, liest sich von der ersten Seite an sehr flüssig und mühelos.Neben sehr viel Atmosphäre besticht er durch eine mysteriöse Grundstimmung. Das Werk wird zunehmend spannender und dramatischer, sodass man es schon bald nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen, Vergangenheit und Gegenwart, erzählt. Klarer Favorit war von Anfang an der historische Strang, jedoch wurde auch die Erzählung der Gegenwart irgendwann spannender und kurzweiliger. Sie konnte zwar definitiv nicht mit dem anderen Erzählstrang mithalten, aber letztlich habe ich auch diesen Teil ganz gerne gelesen.Es mag sein, dass es die ein oder andere Schwäche gibt, so werden manche Leser das Ende bspw. als allzu rosarot empfinden. Für mich viel das jedoch aufgrund des ganzen überzeugenden Rests nicht so sehr ins Gewicht.Fazit: Ein tolles Debüt und eine Empfehlung für alle, die die oben genannten Genres bzw. Themen mögen.

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  • Zwei Pianistinnen und dunkle Familiengeheimnisse

    Der Klang der verborgenen Räume

    ConnyKathsBooks

    19. November 2017 um 17:56

    England, 2015: Die 24jährige Nina Altmann ist eine begabte Pianistin, doch seit der unglücklichen Affäre mit dem Mann ihrer Mentorin kann sie nicht mehr spielen. Da erbt sie von ihrer Urgroßtante unverhofft ein Anwesen in den Cotswolds, genannt Stone Abbey. Dort angekommen entdeckt sie ein Ölgemälde, das ihr verblüffend ähnlich sieht. Darauf abgebildet ist Anna Stone, ihre Vorfahrin, um die sich viele Gerüchte ranken. Angeblich war sie eine wahnsinnige Mörderin - aber ist das wirklich wahr? Nina beginnt zu recherchieren und spürt bald eine tiefe Verbindung zu Anna, denn auch sie war Pianistin. Nach und nach kommen dunkle und erschreckende Geheimnisse ans Tageslicht. "Der Klang der verborgenen Räume" ist das Debüt der deutschen Autorin Felicity Whitmore. Familiengeheimnisse, Historie, England, Musik und zwei starke Frauen - die Inhaltsangabe klang vielversprechend. Doch so richtig überzeugt hat mich die Geschichte leider nicht.Der Prolog von 1851 macht zunächst erstmal neugierig. Eine Frau am Piano, die völlig in ihrer Musik aufgeht, und ein Mann, der ihr zuhört. Beide kommen sich schnell näher. Doch wer sind die beiden? Nach und nach erfahren wir mehr und begleiten abwechselnd Anna und Nina auf ihrem Weg. Annas tragisch-düstere Geschichte, welche die Jahre 1851-1857 umfasst, hat mir dabei deutlich besser gefallen und mich auch mehr berührt. Nach dem Tod ihres Vaters muss die junge Frau ihre deutsche Heimat verlassen und reist nach England und Stone Abbey zu ihrem sadistischen Onkel Timothy, der mittlerweile mit ihrer Mutter verheiratet ist und skrupellose Pläne verfolgt. Dort begegnet sie einem mysteriösen Fremden und das Schicksal nimmt seinen Lauf. In der Gegenwart versucht Nina inzwischen mehr über ihre Vorfahrin Anna herauszufinden und vielleicht sogar ihre Unschuld zu beweisen. Gemeinsam mit Bryan, einem recht unkonventionellen Butler, kommt sie der Wahrheit immer näher und stößt dabei auf eine dramatische Geschichte voller Liebe, Leidenschaft, Verrat und Intrigen. Ninas Erzählstrang war jetzt nicht gerade weltbewegend, aber soweit ok. Nina muss lernen, zu ihren Fehlern zu stehen und am Ende wartet natürlich ein Happy End. Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, ebenso wie die englischen Schauplätze, und das Ganze spielt gleich auf drei Zeitebenen. Denn neben Anna und Nina erleben wir die Vergangenheit auch aus Timothys Sicht. Genau diese Passagen haben mich aber richtig abgestoßen. Denn Annas Onkel wird für mich fast schon übertrieben grausam und widerlich dargestellt. Ein Fiesling ohnegleichen, dessen Verhalten, obwohl es eine Grund dafür gibt, für mich in keiner Weise nachvollziehbar und damit unentschuldbar ist. Auf diese Kapitel hätte ich gern verzichtet und dafür vielleicht mehr über Marianne erfahren, Annas Mutter, die mir hier doch etwas zu kurz kommt. Auch bei anderen Ereignissen hätte ich mir etwas mehr Tiefgang und eine bessere Ausarbeitung gewünscht. Manches fand ich zu zu konstruiert und nicht ganz stimmig und die beiden eingebauten Romanzen überzeugten mich nicht. Einige Entwicklungen habe ich dann auch bald durchschaut - aber die wahren Geschehnisse von 1857 bergen dann doch noch ein paar Überraschungen in sich.Insgesamt kann ich daher "Der Klang der verborgenen Räume" nur eingeschränkt empfehlen. Ein interessantes und durchaus vorzeigbares Debüt, aber nicht unbedingt meins. Ich bin dennoch auf den zweiten Roman der Autorin gespannt. 3 Sterne von mir.Danke an den dtv-Verlag und die Autorin für das Rezensionsexemplar!

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  • Tolles Debüt!

    Der Klang der verborgenen Räume

    TheBookAndTheOwl

    19. November 2017 um 17:46

    Ich hatte mich auf Lovelybooks bei der Leserunde zu dem Roman Der Klang der verborgenen Räume von Felicity Whitmore beworben und tatsächlich gewonnen! Das hat mich wirklich sehr gefreut! Gestern habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen beendet und nun kommt auch endlich die Rezension. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, wie ich das Ganze hier beginnen soll, denn das Buch hat mich wirklich sprachlos zurückgelassen. Es ist diese tolle und auch bedrückende Art eines bittersüßen Endes gewesen, das mich gänzlich in meiner Annahme, wie ich die Sternchen vergeben sollte, bestärkt hatte. Aber kommen wie erst einmal zum Inhalt. Anna Stone soll vor 150 Jahren einen grausamen Massenmord begangen haben. Wie viele sie tötete und wie ist heute nicht mehr wirklich bekannt, wurde doch die Geschichte durch Hörensagen weitergegeben. Eines weiß man anscheinend jedoch mit voller Gewissheit: Anna war eine Geistesgestörte und ihre Geschichte trifft überall einen wunden Punkt. Ihre Nachfahrin, Nina, erbt im Jahre 2016 das alte Anwesen der Stones, das sich seit jeher im Besitz der weiblichen Familienangehörigen befindet. Doch mit der Erbschaft wird Nina auch eine Aufgabe auferlegt: Sie soll das Geheimnis von Anna Stone lüften und die Wahrheit ans Licht bringen. Keiner der Nachkommen Stones hatte jemals auch nur angenommen, dass Anna diese Morde begangen hatte. Also reist Nina nach Mainston Hall, wo sich die Morde zugetragen haben sollen und findet Annas Lebensgeschichte – doch der derzeitige Lord Lubrell entreißt sie ihr und verbrennt das Papier. Was der Lord jedoch nicht weiß, ist, dass sich das Original niemals in Mainston befand, sondern auf Stone Abbey… Was war wirklich geschehen? Es war eine wundervolle Geschichte, die mich am Anfang mit ihren tollen Austen-Vibes in den Bann gezogen und durch ihre Die Geister Schweigen (Care Santos)-Atmosphare nicht mehr losgelassen hat. Ein Roman, der durch Worte, Musik und menschliche Abgründe verzaubert. Eine klare Empfehlung und ein starkes Buch! Ich freue mich, in der – hoffentlich nächsten Zeit – mehr von Felicity Whitmore zu hören. 5 Sterne von mir.

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  • Erschreckende Geheimnisse

    Der Klang der verborgenen Räume

    hasirasi2

    12. November 2017 um 14:16

    Als die Konzertpianistin Nina von einer ihr bis dato unbekannten Urgroßtante das Anwesen „Stone Abbey“ in Cornwall erbt, ist sie gleichermaßen überrascht und dankbar, denn sie braucht gerade dringend Abstand von ihrem eigenen Leben. Allerdings hängt an dem Erbe auch eine grausame Geschichte, die Nina aufklären soll – 1885 wurde ihre Vorfahrin Anna Stone wegen mehrfachen Mordes hingerichtet, obwohl sie immer wieder ihre Unschuld beteuerte. Da Ninas Mutter früh starb und ihr Vater sie nach der Hochzeit mit seiner zweiten Frau in ins Internat abschob, weiß sie nichts über ihre Familie. Sie muss versuchen, das Geheimnis vor Ort zu lösen.Das Haus erweist sich als eine Art Schloss, aber man sieht ihm schon von weitem an, dass ewig nichts mehr gemacht wurde: „Es kommt mir so vor, als hätte irgendwer das Haus vor langer Zeit hier abgestellt und dann einfach vergessen.“ (S. 367)Die größte Überraschung aber erwartet Nina im Haus: Das Gemälde einer Pianistin, die haargenau so aussieht wie sie. Anna. Anna kommt 1851 von Deutschland nach England, weil ihre Mutter nach dem Tod des Vaters dessen Bruder, Annas Onkel Timothy, geheiratet hat. Warum sie das gemacht hat erfährt Anna erst, als es schon zu spät ist. Ihr Onkel ist ihr von Anfang an suspekt. Er behandelt sie eher wie ein Rennpferd, das seine Erwartungen nicht erfüllt - erniedrigend und respektlos. „Wenigstens“ hat er schon einen passenden Ehemann für sie gefunden, dass sie diese Ehe nicht will, interessiert ihn nicht. Er hat seine ganz eigene Art, seinen Willen durchzusetzen ... Felicity Whitemore ist mit „Der Klang der verborgenen Räume“ ein sehr beindruckendes und bedrückendes Debüt gelungen. Sie erzählt die Geschichte abwechselnd aus Annas und Ninas Perspektive und gibt beiden genug Raum, sich zu entfalten und zu finden. Neben ihrem nahezu identischen Aussehen und der Virtuosität am Klavier verbindet sie auch der frühe Verlust ihrer jeweiligen Familien und damit der Unschuld. Nina hatte dabei noch Glück, ihr Talent verschaffte ihr eine sehr gute Ausbildung und Karriere, Anna hingegen musste sich gegen die Männer ihrer Zeit im Allgemeinen und ihren Stiefvater im Besonderen wehren.Nina findet bald einen Hinweis, dass Annas Tod irgendwie mit der Familie Lubrell und deren Landsitz Mainstone Hall zusammenhängen muss, doch ausgerechnet Lord Lubrell scheint die Aufklärung dieses alten Geheimnisses um jeden Preis verhindern zu wollen. Aber Nina gibt nicht auf, sie kann Anna regelrecht spüren, wenn sie auf ihren Pfaden wandelt und will endlich wissen, woher ihre Familie kommt: „Ich hoffe, dass ich mit der Suche nach Annas Geschichte auch mir selbst und meiner Mutter näherkommen kann.“ (S. 145) Annas Geschichte und die ihrer Mutter fand ich extrem beklemmend und erschütternd, sie wirkte so real. Die Abhängigkeit der Frauen dieser Zeit von ihren Männern oder Vormünden wird sehr anschaulich beschrieben. Für eigene Wünsche, Ziele oder Träume war da kein Platz, sie hatten sich unterzuordnen und basta. Auch Anna hätte Karriere als Pianistin machen können, wenn man sie gelassen hätte. Ich war während des Lesens mehr als einmal froh, dass ich heute lebe. Einen kleinen Wermutstropfen bilden für mich das etwas zu seichte und vorhersehbare Ende von Ninas Geschichte und auch Bryan, der Butler der Lubrells. Er ist mir mit zu viel Klischee beladen dargestellt – gutaussehend, jung, Rocker, sexbesessen. Das passte für mich irgendwie nicht zum Rest der Story, gerade weil er sich im Laufe der Handlung sehr wandelt bzw. Nina hinter seine Fassade schauen lässt. Darum gibt es leider nur 4 Sterne, aber ich bin gespannt auf das nächste Buch der Autorin.

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