Felipe Alfau Das Cafe der Verrückten

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Inhaltsangabe zu „Das Cafe der Verrückten“ von Felipe Alfau

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  • Rezension zu "Das Cafe der Verrückten" von Felipe Alfau

    Das Cafe der Verrückten
    Aldawen

    Aldawen

    11. August 2010 um 22:22

    Klappentext (weil der ausnahmsweise mal treffend ist): Im Café der Verrückten sitzt ein junger Mann – es ist Felipe Alfau – und spielt ein süßes und gefährliches Himmel-und-Hölle-Spiel: das der Grenzgängerei zwischen Phantasie und Wirklichkeit. Les jeux sont faits – alles ist offen, und es rollen viele Kugeln. Wer spielt hier mit wem? Jeder mit jedem, der Autor mit seinen Figuren, diese mit ihm, und auch der Leser spielt seinen Part als Detektiv, denn was in diesem anarchischen Schelmenroman eigentlich geschieht, das herauszufinden ist seine Aufgabe. Die vielen Gestalten des Romans spielen mit einem traditionsreichen Thema Komödie: dem der Identität. Alfau wirbelt Zeit und Raum in immer neue farbige Bilder, und wohl kein Leser wird dem teuflisch intelligent angelegten Labyrinth dort entkommen, wo er den Ausgang vermutet. Vielleicht landet er wieder im Café der Verrückten, vielleicht auf einem internationalen Kriminalistenkongreß, bei dem ein Stromausfall Madrid in einen Hexenkessel von Gaunereien verwandelt. Man verliebt sich in dieses Buch, wenn man selbst ein Spieler ist, weil man in ihm verlorengehen kann. Weil man wie Gaston – eine der Figuren des Romans – nicht mehr so genau weiß, was Wirklichkeit ist, was Fiktion. ----- Ein geniales Buch! Alfau widmet jeden der acht Hauptabschnitte (ich nenne sie bewußt nicht Kapitel) einer Hauptperson bzw. einer Personengruppe. Jeder dieser Abschnitte steht einerseits für sich allein, andererseits durch das Figurentableau in Beziehung zu den übrigen. Wie Alfau im Prolog selbst anbietet, ist es dadurch völlig unerheblich, in welcher Reihenfolge diese Abschnitte gelesen werden, denn im Grunde müßte man sie alle gleichzeitig lesen, um die vielen Anspielungen und Verweise zwischen ihnen mitzubekommen. Um all dem auf die Schliche zu kommen, reicht eine einmalige Lektüre einfach nicht aus. Ich bin auch ziemlich sicher, daß die gesamten Verwandtschafts- und sonstigen Beziehungen richtig aufgehen, aber im Moment fühle ich mich ähnlich verwirrt und spinnen wie in einem der Bilder von M. C. Escher, bei denen die Treppen im Kreis und gleichzeitig alle in die gleiche Richtung nach oben (oder unten, je nach Blickwinkel) führen ... Besonders reizvoll wird es, wenn Alfau sich als Autor in einer Fußnote dazu äußert, wo die Figuren sich seinen eigenen Planungen für sie widersetzt haben. Da er sich auch in verschiedenen Perspektiven selbst in den Roman eingebaut hat, verschwimmt die Grenze zwischen Fiktion und Realität besonders leicht. Interessanterweise wirkt der Roman, sowohl was den konkreten Inhalt als auch die Sprache angeht, erstaunlich zeitlos. Alfau wurde 1902 in Barcelona geboren und emigrierte mit seiner Familie während des Ersten Weltkriegs in die USA. Dort schrieb er 1928 diesen Roman, der erstmals 1936 veröffentlicht wurde, dann lange in Vergessenheit geriet und in den 1980er Jahren zufällig wiederentdeckt und neu aufgelegt wurde.

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