Felix A. Münter Arcadia

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Inhaltsangabe zu „Arcadia“ von Felix A. Münter

Verborgen im ewigen Eis hat es überlebt… Gelockt vom großen Geld und der Aussicht auf die sprichwörtliche Story seines Lebens schließt sich der Journalist Nigel White der Antarktisexpedition des Milliardärs Bailey an, der im ewigen Eis den größten Meteoriten gefunden haben will, den es auf der Erde gibt. Schnell wird deutlich, dass es bei der Expedition nicht um Wissenschaft allein geht, sondern Bailey sich mit der Entdeckung ohne Rücksicht auf Verluste einen Platz in den Geschichtsbüchern sichern will. Als die Gruppe das Mutterschiff Arcadia erreicht beginnt die Expedition aus dem Ruder zu laufen. Etwas Schreckliches hat die Besatzung befallen und es breitet sich rasend schnell aus. Das Vorhaben wird zu einem Horrortrip, auf das Nigel nichts in der Welt hätte vorbereiten können… Eiskalter Horrortrip aus der Feder von „The Rising“- Autor Felix A. Münter

Leider nichts Besonderes - etwas unspektakulär und ein nerviger Protagonist

— Tatsu
Tatsu

Spannend aber wenig anspruchsvoll. Kurz.

— buecherratte
buecherratte

Gut gemachter Horror-Thriller mit eiskalten Monstern und sympathischen Charakteren!

— Thaliomee
Thaliomee

Schonungsloser Horrortrip im ewigen Eis, atmosphärisch dicht und sehr spannend

— louella2209
louella2209

Sehr spannend erzähltes Horror-Abenteuer, mit Humor!

— MeLi94
MeLi94

Keine neue Geschichte aber gut geschrieben und spannend.

— Originaldibbler
Originaldibbler

spannender Mystery Thriller im ewigen Eis mit Gänsehauteffekt

— katze267
katze267

Ein wahrer Pageturner! Spannend bis zum Schluss lässt einen dieser eiskalte Horrortrip so schnell nicht wieder los!

— Talathiel
Talathiel

Ein eisiger Horrortrip der einen das Blut in den Adern gefrieren lässt.

— AberRush
AberRush

Arcadia ist ein Buch, das ich gerne weiterempfehle, da die Geschichte sehr spannend und gut recherchiert ist.

— Gizmo_DO
Gizmo_DO

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  • Arcadia

    Arcadia
    Melody80

    Melody80

    Mir hat das Buch vom Spannungsbogen und von der Handlung her sehr gut gefallen. Es erinnerte mich stark an den Film "Das Ding aus einer anderen Welt" mit Kurt Russell. Bücher, die von Expeditionen handeln, die generell zum Scheitern verurteilt sind, ziehen mich magisch an. Noch dazu, wenn die Geschichte an einem menschenfeindlichen Ort, wie z. B. in "Arcadia" in der Arktis spielt, löst das Ganze bei mir immer eine schöne beklemmende Stimmung aus. Der Horror kam in"Arcadia" etwas zu kurz,  da hatte der Autor sein Augenmerk wohl eher auf Action und Thrill gelegt. Warum ich bei dem Buch allerdings nicht vollends jubiliert habe, lag an der Darstellung der Hauptfigur, des Journalisten Neil. Von Anfang war mir der Bursche leider durchweg unsympathisch. Durch seine zynische, desinteressierte und besserwisserische Art ging er mir alsbald gehörig auf die Nerven. Seine Mitstreiter, allen voran der kurz angebundene Russe Jyrki, der mehr durch Taten statt durch Worte auf sich aufmerksam machte, fand ich allerdings sehr sympathisch und glichen das Ganze dann wieder einigermaßen aus. Meine Meinung Spannende Odyssee ins ewige Eis, mit zwar anstrengendem Protagonisten, aber auch packender Geschichte.

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    • 2
  • Reise niemals in die Arktis!

    Arcadia
    Thaliomee

    Thaliomee

    10. August 2015 um 21:49

    Warum Nigel White auf einem Eisbrecher in die Arktis reist um dort als Journalist über den Fund eines riesigen Meteoriten zu berichten, ist schnell erklärt: Er braucht das Geld. Mit an Board ist ein komplettes Forschungsteam um den Milliadär Bailey, der auf die große Sensation hofft. Während Nigel nicht der richtige Mann für eine Arktisexpedition zu sein scheint, schließlich wird er schnell seekrank, hat nicht besonders viel für Eisberge übrig und ist nicht sehr angetan von seinem Auftraggeber. Zumindest freundet er sich mit der Eisforscherin Maria an, die ihm den Aufenthalt ein wenig angenehmer macht. Als sie in die Nähe des Forschungsschiffes Arcadia kommen, kann kein Kontakt zur Mannschaft aufgebaut werden. Ein Albtraum beginnt... Felix Münter erzählt eine Geschichte, die nicht neu ist und für mich ziemlich vorhersehbar war. Trotzdem schafft er es, spannend und ohne Längen zu erzählen. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und besonders Nigel, aus dessen Perspektive das Buch geschrieben ist und der liebenswerte aber knallharte Jyrki haben mich begeistert. Durch den rasanten Stil und die konsequente Erzählweise aus Nigels Blickwinkel bleiben einige Fragen ungeklärt, wodurch der uns Autor langatmige Erklärungsmonologe von allwissenden Wissenschaftlern erspart.

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  • Leserunde zu "Arcadia" von Felix A. Münter

    Arcadia
    FelixM

    FelixM

    Am vergangenen Wochenende ist mein Erstlingswerk „Neue Hoffnung“ auf der RPC mit einem Award prämiert worden. Das möchte ich zum Anlass nehmen, eine Leserunden-Offensive zu starten, natürlich auch mit meinen anderen Büchern. In dieser Leserunde geht es um Arcadia Was erwartet euch? Im ewigen Eis hat es überlebt… Gelockt vom großen Geld und der Aussicht auf die sprichwörtliche Story seines Lebens schließt sich der Journalist Nigel White der Antarktisexpedition des Milliardärs Bailey an, der im ewigen Eis den größten Meteoriten gefunden haben will, den es auf der Erde gibt. Schnell wird deutlich, dass es bei der Expedition nicht um Wissenschaft allein geht, sondern Bailey sich mit der Entdeckung ohne Rücksicht auf Verluste einen Platz in den Geschichtsbüchern sichern will. Als die Gruppe das Mutterschiff Arcadia erreicht beginnt die Expedition aus dem Ruder zu laufen. Etwas Schreckliches hat die Besatzung befallen und es breitet sich rasend schnell aus. Das Vorhaben wird zu einem Horrortrip, auf das Nigel nichts in der Welt hätte vorbereiten können… Vier Leseproben findet ihr auf meiner Homepage: http://felix-muenter.de/buecher/Romane Was erwarte ich von euch? Nachdem es bei den letzten Leserunden manchmal etwas problematisch war, komme ich leider nicht drumherum, hier ein paar grundlegende Regeln festzuhalten. 1. Mit der Teilnahme an der Leserunde verpflichtet ihr euch auf das zeitnahe lesen und anfertigen einer Rezi. Diese soll nach Möglichkeit auf mehrere Kanälen (LB, Blog, Amazon…) erscheinen. 2. Zeitnah bedeutet: innerhalb von zwei Wochen nach erhalt eures Exemplars. 3. Ich biete eine begleitete Leserunde an, werde entsprechende Kapitel und Zeitvorgaben machen. Eine beteiligung an der Diskussion hier im Forum ist nicht zwingend, aber wünschenswert. Ich bitte euch, dies aus meiner Perspektive als Autor nachzuvollziehen: Für mich sind Rezis unheimlich wichtig (egal, wie sie ausfallen) – denn sie wirken sich auf meine Arbeit und meine Entlohnung aus. Bewerbt euch daher bitte nur, wenn ihr die o.g. Punkte einhalten könnt. Wie bewerbt ihr euch? Ihr hinterlasst hier eine Meldung und sagt mir in einem Satz, warum ihr „Arcadia“ lesen wollt UND Ihr schickt eine mail mit dem betreff „Leserunde Arcadia auf LB“ an autor@felix-muenter.de Darin muss stehen: Euer Nickname, euer richtiger Name Ablauf? Nach Ende der Bewerbungsfrist werde ich mich bei den jeweiligen Bewerbern via Mail melden. Sollte es mehr Bewerber als Exemplare geben, entscheidet das Los. Ihr bekommt dann von mir zeitnah eine EMail, in der ich euch nach eurer Adresse abfrage. Sobald ihr mir darauf geantwortet habt, geht das Exemplar an euch heraus. Zeitlicher Rahmen? Die Bewerbungsfrist läuft bis einschließlich 31.05.2015 (Sonntag, 0 Uhr). Die Exemplare werden danach zeitnah versendet! Das wäre es so weit – bei Fragen: melden!

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    • 173
  • Gefahr im ewigen Eis

    Arcadia
    katze267

    katze267

    07. July 2015 um 22:25

    Nigel White ist ein freier Journalist. Schon lange hat er seine ursprünglichen Ideale verloren und sich der Realität angepasst: für Geld macht er fast jede Reportage, Tendenz nach Wunsch des Kunden.Diesmal hat er einen wirklich lukrativen Job angenommen . Er begleitet für 100 000 Dollar den schwerreichen Bailey auf dem Eisbrecher Nimrod in die Antarktis, um mit einer Reportage für dessen "unsterblichen Ruhm" zu sorgen,. Dieser hat eine Expedition finanziert, die den grössten Meteor in der Antarktis erforschen soll. Nun will er die Ergebnisse begutachten und weitere Forschungen  fördern..Doch bei der Ankunft der Nimrod scheint einiges nicht zu stimmen. Weder das Transportschiff, der Eisbrecher Arcadia, noch das Basislager der Forscher antworten auf die Funksprüche. Was ist passiert? Schon bald geraten White, Bailey, die Besatzung der Nimrod und die mitgereisten Forscher in einen Strudel unheimlicher und gefährlicher Ereignisse. Der Roman ist in der Ich- Form aus Sicht des Journalisten White geschrieben, so dass seine Gefühle und seine Sicht der Ereignisse im Vordergrund stehen.Egal ob überbordende Fantasie oder ungezügeltes Temperament, White beschönigt nichts in seinem Bericht. Auch der manchmal etwas burschikose Sprachstil passt stimmig zu seinem Charakter. Besonders gefallen hat mir der sukzessve Spannungsaufbau, der dem Leser Zeit lässt, sich mit dem Szenario und deen handelnden Personen vertraut zu machen, dann aber das Tempo steigert und den Roman zu einem Pageturner macht.Ein Sonderlob von mir für den originellen Schlussatz. Als Fazit : ein spannender Mysterythriller mit Gänsehauteffekt

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  • Spannend erzähltes Horror-Abenteuer, mit sehr gutem Humor

    Arcadia
    MeLi94

    MeLi94

    05. July 2015 um 09:05

    Eine Expedition in die Antarktis. Der Fund eines rießigen Meteoriten veranlasst Bailey, den Expeditionsfinanzierer, dazu, eine Expedition zu starten und den Meteoriten vor allen anderen zu finden, um sich so einen Namen zu machen. Das Team besteht aus mehreren Forschern, u.a. Maria Chavez, aus dem Journalisten Nigel White und dem Seemann Jyrki. Im ewigen Eis angekommen, stoßen die drei, Maria, Nigel und Jyrki, schnell auf  entsetzliche Bilder und auf erschreckende Wesen...Schnell zählt nur noch ein Gedanke: Weg von hier! Aber wie? Im Eis, ohne Schiff, ohne Alles, mitten im Nichts... Sehr gut erzähltes Abenteuer, mit einigen sehr lustigen, amüsanten Textpassagen. 

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  • Einmal Nervenkitzel am Stiel mit ein wenig Horror bitte!

    Arcadia
    Talathiel

    Talathiel

    Der Journalist Neil White erhält von dem Milliardär Bailey das Angebot, die Story über seine Antarktisexpedition zu schreiben. Er habe den größten Meteoriten im ewigen Eis des Südpols gefunden, den es auf der Erde gibt. Doch die Expedition verläuft anders als geplant und schnell muss Neil feststellen, dass es Bailey nur darum geht, sich einen Namen in den Geschichtsbüchern zu machen ohne Rücksicht auf Verluste. Denn das, was man im ewigen Eis fand, hat die Expedition im Basislager angegriffen… Mit „Arcadia“ von Felix A. Münter begeben wir uns auf einen Horrortrip in die Antarktis, einem Trip geführt durch den Protagonisten Neil White, einem Journalisten. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive geschrieben, wobei wir immer wieder einen sehr genauen Einblick in Mr. Whites Gefühlsleben bekommen und seine teils sehr zynischen Bemerkungen zu lesen bekommen. Das ganze wird noch persönlicher, da der Leser eindeutig der Adressat dieser Geschichte ist, was mir sehr gefallen hat. Neil White ist nicht gerade ein Mensch, den ich wohl auf Dauer aushalten könnte. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich ihn wirklich leiden kann, da ich ihn die meiste Zeit einfach nur für ein riesiges Arschloch gehalten habe. Nun müssen wir uns also eine Geschichte anhören, die ein Mistkerl erzählt? Nun gut, so schlimm ist es auch nicht. Neil ist einfach ein Mensch mit Fehlern, vielleicht sehr vielen davon, dennoch konnte er mit der einen und auch anderen Einstellung wiederum Pluspunkte gewinnen. Aber wenigstens wissen wir gleich, woran wir bei ihm sind und er gesteht sich wenigstens selbst auch ein, dass er für Geld käuflich ist. Sein Zynismus hat mir aber dennoch häufig ein Grinsen entlockt. Zum Glück aber hat der Autor Neil White zwei weitere Gefährten mitgegeben. Die Forscherin Maria und den Russen Jyrki. Ohne die beiden wäre die Geschichte wohl nur halb so schön und Neil vermutlich auch nicht zu ertragen gewesen. Jyrki ist, mit seiner trockenen Art und Weise, doch sehr pragmatisch und wohl auch eher der Manns fürs Grobe, der mal eben auch das tut, was Neil nicht machen kann und wozu Maria sowieso nicht in der Lage ist, da sie eher Dauer-Panik schiebt. Vielleicht ist auch gerade deshalb Jyrki mein nicht ganz so heimlicher Held dieses Romans. Für mich ein wahnsinnig spannender Horror-Thriller, der mich so schnell nicht loslassen wollte. Man ahnt ziemlich schnell, dass bei der Expedition etwas ordentlich schief läuft und liest schließlich weiter um zu erfahren, was es ist. Die Mutanten-Aliens sorgen schließlich noch für eine gehörige Portion Nervenkitzel, die mit einer ordentlichen Prise Spannung gewürzt ist. Ehe man sich versieht, will, nein muss man wissen, ob es die drei Protagonisten leben aus ihrer misslichen Lage herausschaffen! Ein wahrer Pageturner! Spannend bis zum Schluss lässt einen dieser eiskalte Horrortrip so schnell nicht wieder los! Klare Leseempfehlung von mir.

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    • 4
    Talathiel

    Talathiel

    29. June 2015 um 01:18
  • Gut geschriebene Horror-Story

    Arcadia
    Originaldibbler

    Originaldibbler

    27. June 2015 um 00:04

    Acadia ist ein Horror Roman aus der Feder von Felix A. Münter. Zuvor hatte er mit The Rising bereits zwei Romane veröffentlicht, die in einem postapokalyptischen Setting angesiedelt sind. Wenn ihr mehr über den Autor erfahren wollt, lege ich euch dazu mein Interview ans Herz. Mehr über das Buch könnt ihr hier und jetzt erfahren. Worum geht es? Diese Frage lässt sich im Prinzip mit dem ersten Satz des Klappentextes beantworten: "Verborgen im ewigen Eis hat es überlebt..." Aber gehen wir die Frage vielleicht doch ein wenig ausführlicher an. Der Journalist Nigel White soll eine privat finanzierte Expedition in die Antarktis begleiten und anschließend über diese berichten. Sponsor der Expedition ist der Milliardär Bailey, der in solchen Unternehmungen die Chance sieht berühmt zu werden. Ziel dieser Expedition ist der angeblich größte Meteorit, den es auf der Erde gibt. Als der Funkkontakt zur Arcadia - dem für den Roman namensgebenden Mutterschiff abreißt - befürchtet nicht nur White das Schlimmste. Der Versuch herauszufinden, was auf der Arcadia geschehen ist, entwickelt sich schnell zu einem Horrortrip. Im Mittelpunkt der Erzählung steht der Journalist Nigel White. Im jungen Jahren war White ein regelrechter Idealist aber die Jahre haben ihn hart und zynisch gemacht. Mittlerweile hat er keine Skrupel mehr für gutes Geld einen beweihräuchernden Artikel über Milliardär Bailey zu schreiben. Immerhin ist die Bezahlung wirklich gut. White zur Seite stehen über weite Strecken die Wissenschaftlerin (Glaziologin) Maria Chavez und der Russe Jyrki. Was hat mir gut gefallen? Hier ist vor allem der Schreibstil zu nennen. Die Geschichte wird aus der Sicht von White geschildert. Dieser ist relativ abgebrüht und teilweise zynisch. Seine Ideale hat er - wie bereits erwähnt - hinter sich gelassen. Durch seine Erzählweise bekommt das Buch im ersten Teil (bevor die Action losgeht) ein gewisses noir/hardboiled Flair, das ich sehr gerne habe. Im weiteren Verlauf der Geschichte ändert sich dann der Stil aber gewaltig. In dem gleichen Maße, in dem sich die Ereignisse überschlagen und White zunehmend unter Stress gerät, verschwindet dieser Unterton zunehmen und kommt nur noch in ruhigeren Passagen ein wenig durch. Anders gesagt: Der Erzählstil passt zu jeder Zeit zum Geschilderten. Desweiteren hat der Autor wohl einige Zeit in Recherche investiert zu haben. Alles was er über Meteoriten, die Antarktis, usw. schreibt, scheint Hand und Fuß zu haben. Ich habe selbst keine große Ahnung von diesen Themen aber alles wirkt sehr glaubhaft. Auch die Charaktere sind gelungen. Über White habe ich mich ja schon ein wenig geäußert. Auch der Russe Jyrki gefällt mir gut. Obwohl er ein wenig klischeehaft ist, ist er trotzdem glaubwürdig und unterhaltsam. Auch Milliardär Bailey und Kapitän O'Donnell sind gelungene Charaktere. Einzig Maria blieb aus meiner Sicht ein wenig blass. Was hat mir weniger gut gefallen? Im Prinzip ist die gesamte Geschichte sehr spannend. Leider ist sie nicht neu. Es gibt einen Horrorfilm aus den 1980ern, dessen Geschichte sehr nah an diesem Buch ist. Für jüngere Leser, die sich nicht für ältere Filme interessieren, dürfte das aber kein großes Manko sein. Fazit Arcadia ist ein gut geschriebener Horrorroman mit einer spannenden Geschichte. Sowohl in den langsamen als auch in den actionreichen Passagen ist das Buch sehr unterhaltsam. Das einzige Manko ist, dass die Story überhaupt nicht innovativ ist. Deshalb "nur"... 4/5 Sternen

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  • Ein Horror-Trip der einen nicht kalt lässt

    Arcadia
    AberRush

    AberRush

    Wenn man das Cover von Arcadia so sieht, dann denkt man als erstes an  eine Horrorgeschichte im Eis … Cover gelungen, denn genau das erwartet den Leser … das blanke Entsetzen in der Antarktis. Man lernt zu Beginn den Ich-Erzähler Neil kennen. Er mag einen nicht auf Anhieb sympathisch erscheinen, er hat viele Ecken und Kanten und denkt eigentlich nur praktisch. Aber das ist der Punkt, er ist realistisch, macht sich nichts vor und mal ganz ehrlich wir sind alle nicht perfekt, und genau das macht Neil für mich wieder zum Sympathieträger. Der Witz der dabei rüberkommt ist sehr sarkastisch, ja sogar manchmal zynisch und ich fand es einfach herrlich. Das Buch bietet alles was man von einem ordentlichen Horrorroman erwartet. Es gibt jede Menge Leichen, Monster, Gore und Splatter-Einlagen und das Ganze in eine spannende Story gepackt die einen bis zum Schluss nicht mehr los lässt. Ich war teilweise so gehetzt und fieberte mit, dass mein Puls auf 180 ging. Ja ich musste mich sogar einmal mit einem Nerventee beruhigen, denn so gespannt erlebte ich die Geschichte um die Expedition an den Südpol hautnahe mit. Der Schreibstil ist rasant, eingehend und voller witziger Seitenhiebe, ich musste mehr als einmal schmunzeln. Felix A. Münter hat sich hier wirklich so einiges einfallen lassen. Ich kann dieses Buch jeden ans Herz legen, der nicht an schwachen Nerven leidet. Von mir eine absolute Kaufempfehlung.

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    • 2
    FelixM

    FelixM

    22. June 2015 um 14:24
  • Lauwarmer Schrecken

    Arcadia
    Wuerfelheld

    Wuerfelheld

    16. June 2015 um 09:08

    Der 1985 in Dortmund geborene Felix A Münter studierte unter anderem angewandte Sozialwissenschaften und arbeitete eine Weile als Diplomsozialarbeiter und Notfallseelsorger. Seit einiger Zeit ist er selbstständig und versucht auch als freier Autor vor allem im Horror-Genre Fuß zu fassen. Sein neuster Roman ist „Arcadia“, in dem er die Leser in eine Welt entführt, die kaum einer kennen dürfte. Klappentext: Verborgen im ewigen Eis hat es überlebt… Gelockt vom großen Geld und der Aussicht auf die sprichwörtliche Story seines Lebens schließt sich der Journalist Nigel White der Antarktisexpedition des Milliardärs Bailey an, der im ewigen Eis den größten Meteoriten gefunden haben will, den es auf der Erde gibt. Schnell wird deutlich, dass es bei der Expedition nicht um Wissenschaft allein geht, sondern Bailey sich mit der Entdeckung ohne Rücksicht auf Verluste einen Platz in den Geschichtsbüchern sichern will. Als die Gruppe das Mutterschiff Arcadia erreicht beginnt die Expedition aus dem Ruder zu laufen. Etwas Schreckliches hat die Besatzung befallen und es breitet sich rasend schnell aus. Das Vorhaben wird zu einem Horrortrip, auf das Nigel nichts in der Welt hätte vorbereiten können… Eiskalter Horrortrip aus der Feder von „The Rising“- Autor Felix A. Münter Zum Inhalt: Nigel White war mit dem normalen Leben nie so wirklich zufrieden und hat es auch nicht geschafft, sich unterzuordnen. Mit dem Geld und Namen seiner Eltern hätten ihm vermutlich viele Türen offengestanden, aber er lernte seine Lektionen lieber auf die harte Tour und hat inzwischen seine Nische im Journalismus gefunden. Allerdings scheint es auch nicht mehr so gut wie früher zu funktionieren, Unternehmen und Geschäftsleute in der Presse schönzureden, die es eigentlich nicht verdient haben, deshalb lässt er sich auf das Angebot des Milliardärs Bailey ein, der eine eine illustre Expedition in die Antarktis startet. Vordergründig geht es um die Bergung eines riesigen Meteoriten und die Versorgung einer nahegelegenen privaten Forschungsstation. Doch schon auf dem Weg durch das Südpolarmeer hat Nigel White ein ungutes Gefühl im Magen. Er ist nicht nur seekrank, sondern wird das Gefühl nicht los, das weit mehr hinter der ganzen Sache steckt, als ihm lieb ist. Und tatsächlich, kaum im ewigen Eis angekommen, finden sie die Forschungsstation verlassen vor und auch sonst ist nichts, wie es sein soll, vor allem nicht um näheren Umkreis des Meteoriten. Und dann ist es auch schon zu spät, denn das Grauen zeigt sein abgrundtief hässliches Gesicht. Die Antarktis ist nicht zuletzt seit H. P. Lovecrafts „Berge des Wahnsinns“ der Hort düsterer Geheimnisse und dunkler Mächte. Immer wieder kommen Autoren darauf zurück, die weiße, lebensfeindliche Wüste noch ungemütlicher zu machen, indem sie Außerirdische dort abstürzen lassen oder aber verborgene Kreaturen aus der Urzeit wieder hervorzaubern. Bevor die Helden aber dahinter kommen, was los ist, haben sie mit den üblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, seinen es nun zwielichtige Auftraggeber oder Handlanger anderer Gruppen, die sich in die Expedition eingeschlichen haben, um sie zu sabotieren oder die Staatsmächte. Und nicht zuletzt macht dem oder den Helden auch die Natur Schwierigkeiten, die Tücken der Antarktis – von unsicherem Boden bis hin zu den Minusgraden beschäftigen den Überlebensinstinkt so gut, dass sie natürlich offenen Auges in die Falle laufen. Natürlich findet auch diese Gruppe von Forschern und Glücksrittern zunächst nur vage Spuren, die auf das unheimliche Grauen hindeuten – dann verschwinden die ersten Leute … bis es zu spät ist. Es sind wie immer gerade einmal ein paar Leute neben dem Helden die davon kommen dürfen, so lange sind auch sie die Beute, wenn die Kreaturen sich nicht länger verstecken müssen und ihre blutige Jagd nach Menschenleben offen betreiben. Wer sie eigentlich sind und was das ganze soll, wird natürlich nicht verraten. All diese Klischees und Wendungen werden flüssig und routiniert erzählt, so dass die Handlung niemals langweilig wird oder Ungereimtheiten besitzt. Auch das Ende ist in sich schlüssig, obwohl es nicht ganz unerwartet abläuft. Durch die Ich-Erzählung schafft der Autor eine angenehme Nähe zum Helden, der zwar nach außen abgebrüht und zynisch ist, aber das leider nicht so ganz ist. Das macht ihn trotz allen Zynismus sympathisch. Mein Fazit: Alles in allem ist „Arcadia“ ein routiniert erzählter Horror-Roman, der dem Thema des „Schreckens in der Antarktis“ zwar keine neuen Facetten hinzufügt, aber sich durchaus als entspannende Lektüre für zwischendurch eignet. Nur sollte man kaum Überraschungen oder ausgefeilte Gegner und Nebenfiguren erwarten, dafür ist das Buch zu sehr den gängigen Klischees verhaftet. Meine Wertung: 2,5 von 5 Schrecken

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  • Eine Reise ins Unbekannte...

    Arcadia
    CupcakeCat

    CupcakeCat

    ... in die unendlichen Weiten der Antarktis, das Land des kalten Todes. Hört sich das nicht einladend an? Wohl eher nicht. Nigel White ist freiberuflicher Journalist. Nicht gerade ein Job in dem man viel Geld verdienen kann, doch dies war sein Traum. Er wollte Journalismus studieren, einer der ganz Großen werden und damit endlich auf eigenen Beinen stehen. Er wollte frei sein, unabhängig von seinen reichen Eltern. Hier ist er nun also und schlägt sich mit schäbigen Kleinarbeiten durch das Leben. Nicht gerade das was er sich vorgestellt hatte, ein Leben am Existenzminimum. Da kommt ihm der Job den ihm der Milliardär Bailey anbietet gerade recht. Er will das Nigel mitkommt auf eine Reise in die Antarktis, wo ein erstes Expeditionsteam des verrückten Milliardärs einen Meteoriten entdeckt hat. Nigel soll einen ausführlichen wissenschaftlichen Artikel über diese Expedition schreiben und würde dafür einen riesigen Batzen Geld, mit dem er sicherlich mindestens ein Jahr in Saus und Braus leben könnte, erhalten. Allen Risiken, Zweifel und dem schlechten Ruf des fragwürdigen Milliardärs zum Trotz, gelockt von Geld und Anerkennung, willigt Nigel ein. Ein verheerender Fehler . Kaum angekommen in der Antarktis bricht die Hölle los. Das vorherige Expeditionsteam der Arcadia, welches sie eigentlich in Empfang nehmen sollte, ist spurlos verschwunden. Die Arcadia liegt dunkel, menschenleer sowie einige Meile vom eigentlichen Liegeplatz entfernt da. Was ist hier passiert? Auch im Basislager findet sich keine Menschenseele, dafür aber jede Menge Blut und Verwüstung. Es stellt sich heraus das etwas schreckliches die ehemalige Besatzung befallen hat und es breitet sich rasend schnell aus. Die einzige Möglichkeit um zu überleben besteht in der Flucht, doch dies soll sich schwieriger gestallten als Nigel und das Team es je für Möglich gehalten hätten. Ein Wettlauf gegen die Zeit, die Kälte und ums nackte Überleben beginnt. Doch ihre Gegner sind schlau, kälteresistent und ,verdammt noch mal, schwer zu töten. Dieses Buch ist echt verdammt gut! Eine wunderbare Mischung aus Horror und Thriller mit einer guten Dosis schwarzen Humors. Der Schreibstill ist teilweise etwas eigen, mit dem ganzen Gefluche des Hauptcharakters, doch trotzdem flüssig und der Lesefluss wird nicht unterbrochen. Es wird explizit auf die Handlungen, Gedanken und Gefühle des Protagonisten eingegangen. Auch die Nebencharaktere werden gut bezüglich ihrer Handlungen umrissen. Der Anfang zieht sich ein bisschen hin, die ganzen Beschreibungen bezüglich des Schiffes und z.B. der Seekrankheit. Doch wenn man über diesen Teil hinaus ist, kann man die Spannung die nun aufgebaut wird kaum ertragen. Man will und muss, gegen jede Vernunft, auch wenn es noch so spät sein mag, weiterlesen. Man fiebert mit den Charakteren mit und will ihnen am liebsten zurufen was sie zu tun haben, sie anschreien bestimmte Dinge nicht zu tun oder sie anflehen endlich zu entkommen. Das Ende habe ich so nicht erwartet, fand es aber erstaunlich gut. Mir hat es alles in allem gut gefallen... wann gibt's mehr? :)  

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    • 2
    FelixM

    FelixM

    14. April 2015 um 11:03
  • Leserunde zu "Arcadia" von Felix A. Münter

    Arcadia
    FelixM

    FelixM

    Nach Rücksprache mit meinem Verlag freue ich mich, euch fast fünf Wochen vor der eigentlich geplanten VÖ von „Arcadia“ zu einer Leserunde einladen zu können. Was erwartet euch? Gelockt vom großen Geld und der Aussicht auf die sprichwörtliche Story seines Lebens schließt sich der Journalist Neil White der Antarktisexpedition des Milliardärs Bailey an, der im ewigen Eis den größten Meteoriten gefunden haben will, den es auf der Erde gibt. Schnell wird deutlich, dass es bei der Expedition nicht um Wissenschaft allein geht, sondern Bailey sich mit der Entdeckung ohne Rücksicht auf Verluste einen Platz in den Geschichtsbüchern sichern will. Als die Gruppe das Mutterschiff Arcadia erreicht beginnt die Expedition aus dem Ruder zu laufen. Etwas Schreckliches hat die Besatzung befallen und es breitet sich rasend schnell aus. Das Vorhaben wird zu einem Horrortrip, auf das Neil nichts in der Welt hätte vorbereiten können… Vier Leseproben findet ihr auf meiner Homepage: http://felix-muenter.de/buecher/Romane Was erwarte ich von euch? Nachdem es bei den letzten Leserunden manchmal etwas problematisch war, komme ich leider nicht drumherum, hier ein paar grundlegende Regeln festzuhalten. 1. Mit der Teilnahme an der Leserunde verpflichtet ihr euch auf das zeitnahe lesen und anfertigen einer Rezi. Diese soll nach Möglichkeit auf mehrere Kanälen (LB, Blog, Amazon…) erscheinen. 2. Zeitnah bedeutet: innerhalb von zwei Wochen nach erhalt eures Exemplars. 3. Ich biete eine begleitete Leserunde an, werde entsprechende Kapitel und Zeitvorgaben machen. Eine beteiligung an der Diskussion gier im Forum ist nicht zwingend, aber wünschenswert. Ich bitte euch, dies aus meiner Perspektive als Autor nachzuvollziehen: Für mich sind Rezis unheimlich wichtig (egal, wie sie ausfallen) – denn sie wirken sich auf meine Arbeit und meine Entlohnung aus. Bewerbt euch daher bitte nur, wenn ihr die o.g. Punkte einhalten könnt. Wie bewerbt ihr euch? Ihr hinterlaßt hier eine Meldung und sagt mir in einem Satz, warum ihr „Arcadia“ lesen wollt UND Ihr schickt eine mail mit dem betreff „Leserunde zu Arcadia auf LB“ an autor@felix-muenter.de Darin muss stehen: Euer Nickname, euer richtiger Name Ablauf? Nach Ende der Bewerbungsfrist werde ich mich bei den jeweiligen bewerbern via Mail melden. Sollte es mehr Bewerber als Exemplare geben, entscheidet das Los. Ihr bekommt dann von mir zeitnah eine EMail, in der ich euch nach eurer Adresse abfrage. Sobald ihr mir darauf geantwortet habt, geht das Exemplar an euch heraus. Zeitlicher Rahmen? Die Bewerbungsfrist läuft bis einschließlich 27.02.2015 (Freitag, 0 Uhr). Ich würde mich dann bereits Samsatg mit der Adressabfrage bei den glücklichen gewinnern melden, sodass eure Exemplare ab 02.03.2015 in die Post gehen können :) Das wäre es so weit – bei Fragen: melden! (P.S.: Wer die Lserunden zu "The Rising" kennt, wird wissen, dass es möglicherweise mehr Exemplare gibt, als hier ausgeschrieben ;) )

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    • 588
  • Rezension zu "Arcadia"

    Arcadia
    Zsadista

    Zsadista

    Eine Expedition, ein Eisbrecher, viel Eis und ein Reporter, der den Seegang nicht verträgt. Neil White, Journalist, der mal wieder Geld braucht, lässt sich von Milliardär Bailey anheuern eine Antarktis Expedition zu begleiten. Er soll einen Bericht schreiben über das Ganze und Bailey ins rechte Licht rücken. Der Milliardär hat eine Expedition finanziert und einen oder den größten Meteoriten gefunden, der auf der Erde nieder gegangen ist. Auf der Fahrt findet White wenig erfreuliches, ist er doch meistens mit seiner Seekrankheit beschäftigt. Doch kurz vorm Eintreffen in der Station fangen die Ereignisse an, sich zu überschlagen. Die Reise entwickelt sich komplett anders, als geplant, denn das Grauen möchte auch ein Wörtchen mitreden. „Arcadia“ ist mal wieder ein sehr gelungenes Werk des Autors. In den ersten Kapiteln wird einem die Fahrt auf dem Eisbrecher und die Landschaft näher gebracht … ich stand kurz vor Erfrierungserscheinungen. Das Buch brauchte eine gewisse Zeit, um richtig in Fahrt zu kommen. Ich fand das aber in Ordnung, so Schlug der Horror nachher auch richtig ein. Der Schreibstil war für mich etwas erfrischend Neues. Das Buch wurde in der Ego-Perspektive geschrieben, gut das ist jetzt nichts Neues. Aber Neil wandte sich dann öfters an den Leser direkt. Ich fand das sehr witzig. Die Protagonisten gefielen mir auch überaus gut in ihrer verschiedenen Art, auch wenn ich Neil ab und an einmal hätte schütteln können. Mein Favorit war der Russe Jyrki, dessen Art von trockenem Humor genau meines ist. Das Ende hätte etwas ausführlicher sein dürfen, stört mich persönlich aber jetzt nicht so direkt. Sehr positiv sehe ich auch, dass es ein abgeschlossener Roman ist, was man heute auch eher weniger findet. 

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    • 3
  • Expedition ins Grauen - solider Science Fiction / Horror Mix !!!

    Arcadia
    Irmi_Bennet

    Irmi_Bennet

    „Fahren Sie nie in die Antarktis! Unter keinen Umständen!“ Warum? Der immer klamme Journalist Nigel White nimmt an der Antarktis Expedition des Millionärs Bailey teil. Dort soll der kettenrauchende Schreiberling den Fund eines riesigen Meteoriten dokumentieren. Doch gar nichts läuft glatt. Am Basislager angekommen erwartet die Crew das nackte Grauen … Die etwas schnoddrige Erzählweise aus der Ich-Perspektive des Protagonisten erinnert mich ein wenig an Chandlers Privatdetektiv Philip Marlowe und war mir deshalb sofort sympatisch. Eigentlich hat Nigel White keine große Lust auf eine Schiffsreise ans eiskalte Ende der Welt, zumal er unter Seekrankheit und ständigem Nikotinentzug leidet. Aber er braucht das Geld und Bailey bezahlt nicht schlecht. Das Buch nimmt Fahrt auf, als die Teilnehmer der Expedition auf ein verlassenes Basislager stoßen. Was ist hier passiert? Wo sind die Wissenschaftler? Hätte ich nicht alle drei Verfilmungen von Campells Kurzgeschichte „Das Ding aus einer anderen Welt“ gesehen, hätte mich Arcadia sicherlich noch mehr gefesselt. Da sich die Storys zu Beginn sehr ähneln war ich schon auf Alles gefasst! Dennoch birgt das Buch solide Spannung und auch zeitweise humorvolle Unterhaltung durch die drei sehr unterschiedlichen Hauptcharaktere: White, der ahnungslose Reporter, Jyrki, der mutige Haudrauf und Maria, die intelligente aber ängstliche Wissenschaftlerin. Die Geschichte hat eigentlich noch etwas mehr Potential, ich hätte mir am Ende einige genauere Erklärungen gewünscht. Für Liebhaber des Genres Science Fiction und Horror ist dieser Thriller eine ganz klare Empfehlung.

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    FelixM

    FelixM

    08. April 2015 um 01:19
  • Rezension: Felix A. Münter: Arcadia

    Arcadia
    Orakel

    Orakel

    06. April 2015 um 19:53

    Es ist jetzt nicht mal ein halbes Jahr her, dass der erste Band von „The Rising“ und damit das Romandebüt von Felix A. Münter erschienen ist. Normalerweise ging ich zumindest bis jetzt immer davon aus, dass „der Jungautor von Welt“ danach erst einmal eine depressive Sinnkrise kriegt und anschließend zwei Jahre mit Recherche verbraucht, ehe er den nächsten Versuch startet. (Just kidding.) Im Fall von Arcadia hat sich dieses vermeintliche Klischee dann wohl nicht bewahrheitet. (Zumal wir hier nach The Rising auf gleich einen Wechsel des Genres zu verzeichnen haben. Anstelle der Postapocalypse ist diese Geschichte hier ein Mix aus Horror mit SciFi-Elementen.) Doch worum geht es jetzt? „Protagonist“ der Handlung ist Neil White, freiberuflicher Journalist (oder etwas, dass sich noch so gerade als Journalist schimpfen kann), der von einem Milliardär mit fragwürdigem Leumund auf eine Expedition in die Antarktis als Chronist angestellt wurde. Ziel ist ein Meteorit, der im ewigen Eis gefunden wurde, der größte, der jemals auf der Erde entdeckt worden ist. Man muss hierbei hinzufügen, dass die Titelgebende „Arcadia“ ein Eisbrecher ist, der eine erste Expedition darstellte, welche bereits dem Schwesternschiff „Nimrod“ vorrausgeeilt war. Sobald man dieses Muttern-Schwester-entfernte-Verwandte Schiff erreich hat, beginnt der Ärger, welcher die erste Expedion erreicht hatte, erst so richtig zu beginnen. Ein kurzer Einwurf zum Cover: Abgebildet ist eine Person in Artis-Montur, welche bei eindeutig nächtlichen Lichtverhältnissen so gerade eben als Mensch von den Konturen her wahrzunehmen ist. Zentrales Mano dabei: Ihre Augen glühen und geben der genazen Szene einen leicht gruseligen Touch. Wie baut sich der Roman auf: Technisch betrachtet ist der Ich-Erzähler Neil White mit seiner Innenwelt der zentrale Dreh und Angelpunkt. Angefangen auf der Nimrod schließt er so gut wie keine Kontakte zum Rest seiner Reisegruppe, sondern beginnt eher zynisch über das ganze Geschehen zu reflektieren und sich dabei die meiste Zeit dem Leser mehr und mehr als reiner Garant für Unsympathie darzustellen. (Es gibt ein spezifisches Schimpfwort, dass den Mann hervorragend Charakterisiert. Ich werde dieses aber in dieser Rezension nicht verwenden.) Aufgebrochen wird dies in dem Augenblick, wo Neil sich mit einer Mitarbeiterin des wissenschaftlichen Teils der Expedition (Maria) zu amüsieren beginnt. Noch später (sobald sie auf dem Kontinent das Basislager erreichen) wird noch das Handlungstrio noch um den Russen Jyrki ergänzt. Dieses Trio erforscht dann an Land das Schicksal der Arcadia-Expedition, wobei bestimmte Rollen sich sehr schnell verteilen. (Ob diese jetzt positiv oder negativ zu bewehrten sind, sei jedem selbst überlassen.) Wobei man sagen muss: Getragen wird einiges durch die Bodenständigkeit, welche der Russe Jyrki die meiste Zeit mit sich bringt. Er ist als Mann fürs Grobe zuweilen im Verlauf der Geschichte eine Art Deus ex Machina, der durch Körperkraft Dinge ausgleichen kann (oder auch Dinge überhaupt erst in seinem Besitz mit sich führt), die für den entsprechenden Verlauf des Überlebens von Nöten sind. Überleben ist dabei der zentrale Punkt bei der Sache: Plotmäßig nutzt Arcadia nämlich eine spezielle Variante des „feindliche Außeridische“-Trope, das über die Jahrzente durchaus auf verschiedene Weisen Interpretiert wurde. (Ich selbst denke dabei jetzt gerade an eingie sehr spezifische X-Files-Folgen aus den 90ern, aber ich glaube, dass ein solche Trope durchaus schon früher und noch älter sein dürfte.) Ich will bei so etwas nicht zu sehr ins Detail gehen, denn ich denke, dass entsprechende Leserschaft sich die genaue Überraschung des Aliens aufheben wollen. Von daher ist hierbei natürlich nicht der Alien-Aspekt der interessante Teil der Geschichte. (Zumal das Spiel mit Aspekten des Horror-Genres einen ganz anderen Fokus setzt: Interessant ist nicht die Frage, was verursacht den Schrecken der Todesangst, welcher ja immer das tragende Element des Horrors als Genre ist. Vielmehr ist die Frage: Wie reagieren die Protagonisten der Geschichte darauf und was Qualifiziert sie am Ende zum „Final Girl“, um jetzt einen Begriff des Slasher-Subgenre zu mißbrauchen.) Und das ist am Ende gerade in dem Zusammenspiel der Dreien zu beobachten. White bringt den notwendigen Zynismus mit sich, Maria spielt als weiblicher Teil den Panik-Modus und Jyrki ist der Mann fürs Grobe. Insgesamt wird eine Menge spekuliert und es kommt immer wiede zu neuen Szenen mit dem entsprechenden Alien-Organismus, die immer mehr und mehr die totale Überforderung der Drei unterstreichen, weil scheinbar jedes reguläre Mittel versagt. (Und die wenigen Möglichkeiten, die wirken, sind äußerst begrenzt vorhanden.) Insofern baut sich langsam eine gewisse Spirale aus milder Paranoia und steigender Gewalltbereitschaft auf, in der immer wieder die direkte Gefahr im Nacken beschrieben wird, der aber gewisse, neue Aspekte folgen, da dem „Haupttrio“ immer wieder vor Augen geführt wird, wie knapp sie letzten Endes der Gefahr nur ausgewichen sind. Wenn wir das hier bemühte Schema weiterhin mit dem Film vergleichen wollen, ist der hier genutzte Effekt mit dem Stilmittel des so genannten „Jump-Scares“. Es wird mehr mit dem schrecken der plötzlichen Überraschung gespielt, als das ein permantes, ansteigendes Gefühl des langsam erwachsenden Unwohlseins aufgebaut wird. Das ist dabei nicht unbedingt schlecht: Vielmehr passt es in der hier bemühten Thematik und den hier aufgebauten Tropes durchaus. Hinzu kommt noch der sehr gut lesbare, flüssige Schreibstil des Autors, der die Geschichte abrundet. Fazit Wer eine Neuerfindung des Rades erwartet, wird hier natürlich nicht fündig werden. Die zentralere Frage bei solchen Geschichten ist eher, ob sie in dem Bereich, in dem sie stattfindet zum einen Unterhalten kann, zum anderen eventuell sogar etwas neues hinzufügt. Die zweite Frage müssen andere beantworten, die sich mit dem entsprechenden Trope der hiesigen Geschichte (ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine, mal den Begriff „Bodysnatcher“ in diesem Zusammenhang gehört zu haben) besser auskennen. Grundsätzlich aber schafft die Geschichte das Unterhaltungskriterium auf jeden Fall. Auch wenn man sich dabei der Tatsache stellen muss, dass der Protagonist eher einer von der Sorte ist, die man aufgrund seiner inneren Einstellung nur all zu gerne leiden sieht. (Respektive in diesem Fall: Leiden liest.)

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  • Arcadia

    Arcadia
    clary999

    clary999

    „Ein eiskalter Horrortrip!“ „Kurzbeschreibung: Verborgen im ewigen Eis hat es überlebt… Gelockt vom großen Geld und der Aussicht auf die sprichwörtliche Story seines Lebens schließt sich der Journalist Nigel White der Antarktisexpedition des Milliardärs Bailey an, der im ewigen Eis den größten Meteoriten gefunden haben will, den es auf der Erde gibt. Schnell wird deutlich, dass es bei der Expedition nicht um Wissenschaft allein geht, sondern Bailey sich mit der Entdeckung ohne Rücksicht auf Verluste einen Platz in den Geschichtsbüchern sichern will. Als die Gruppe das Mutterschiff Arcadia erreicht beginnt die Expedition aus dem Ruder zu laufen. Etwas Schreckliches hat die Besatzung befallen und es breitet sich rasend schnell aus. Das Vorhaben wird zu einem Horrortrip, auf das Nigel nichts in der Welt hätte vorbereiten können…“ Eine Antarktisexpedition. Der größte Meteorit, der je auf der Erde gefunden wurde. Ein großer Batzen Geld. Ein Geheimnis. Das pure Grauen! Zum Inhalt: Der freischaffende Journalist Neil (Nigel) White hat ein Angebot von dem Milliardär Bailey bekommen, dass er nicht ausschlagen kann. Er soll über eine Expedition in der Antarktis einen Artikel schreiben. Seine Ideale hat er längst hinter sich gelassen. Für ihn zählt nur die Bezahlung. Mit dem Eisbrecher Nimrod fahren sie zum Schiff Arcadia und dem Basiscamp. Schon auf der Hinreise beschleicht Neil ein ungutes Gefühl. Bailey verbirgt etwas. Als sie die Arcadia erreichen, beginnt das Grauen… Meine Meinung: Die Geschichte wird aus Neil Whites Sicht in Ich-Form mit viel Sarkasmus, Zynismus und Skepsis erzählt. Neil freundet sich mit der jungen Forscherin Maria Chavez und dem erfahrenen russischen Seemann Jyrik an. Vom Charakter sind die drei ganz unterschiedlich, ergänzen sich aber sehr gut. Neil mit seiner ständigen Skepsis und Jyrki mit seinem Optimismus und einzigartigen trockenen Humor. Und Maria zwischen den beiden… Durch Jyrik wird die Geschichte aufgelockert und hat mich immer wieder zum Schmunzeln verleitet. Trotzdem geht der Nervenkitzel nie verloren, sondern bleibt durchgehend auf einem hohen Niveau. Das „Etwas“, was ihnen im Basiscamp und auf der Arcadia begegnet, übersteigert jede Vermutung… Es wird gruselig, eklig, grauenvoll und spannend! In den ersten Seiten des Buches erhält der Leser interessante Infos über die Antarktis und die Protagonisten, die kurzweilig und unterhaltsam erzählt werden. Die Spannung, die zunächst noch unterschwellig ist, steigert sich während der Handlung immer mehr bis hin zum Horror. Für mich hätte die Spannungssteigerung etwas früher einsetzen können, trotzdem war der Verlauf der Geschichte von Anfang bis Ende fesselnd! Klare Leseempfehlung für SciFi/Horror-Fans! Sehr gute 4 Sterne!

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    • 6
    katze267

    katze267

    25. March 2015 um 09:14
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