Die Tochter der Patientin

von Felix Bonke 
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Die Tochter der Patientin
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Linatosts avatar

Ein sehr langatmiger Start aber ab der Mitte ziemlich überraschend!

YumikoChan28s avatar

Ein tolles Buch, welches die Frage stellt: Welche Wege im Leben gehen wir, weil wir es wollen und welche sind vom Schicksal vorherbstimmt!?

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Inhaltsangabe zu "Die Tochter der Patientin"

Eigentlich hatte Niklas nicht vor, Arzt zu werden. Im harten Klinikalltag als Assistenzarzt droht er oft genug zu scheitern. Bis die Begegnung mit einer Patientin sein Leben verändert. Melanie Hoffmann leidet an einer unheilbaren Krankheit. Der junge Arzt und die Patientin fassen Vertrauen zueinander, für keinen der beiden eine uneigennützige Angelegenheit: Paulina, die Tochter der Patientin, gehört für Niklas zu den Frauen, die bisher außerhalb seiner Reichweite lagen. Für Melanie Hoffmann hingegen stellt Niklas einen letzten Versuch dar, das kaputte Verhältnis zu ihrer Tochter zu kitten. Denn Paulina wuchs ohne ihre Mutter in Chile auf. Und Melanie Hoffmann hütet ein dunkles Geheimnis aus der Zeit der chilenischen Diktatur. Je tiefer Niklas in die Familiengeschichte hineingezogen wird, desto mehr muss er sich entscheiden, zu welchem Menschen er selbst werden will.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783957512048
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:356 Seiten
Verlag:hockebooks
Erscheinungsdatum:20.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Linatosts avatar
    Linatostvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr langatmiger Start aber ab der Mitte ziemlich überraschend!
    Ungeahnter Schwung in der Story

    Zugegeben hab ich mich anfangs recht schwer mit dem Buch getan. Fast bis zur Hälfte des Buches hat es gedauert eh ich voll in der Story war.

    Direkt zu Anfang des Buches lernen wir Niklas und Paulina kennen. Niklas unser Protagonist hat gerade seine erste Stelle als Arzt angefangen. Noch völlig unbeholfen hangelt er sich von einen Tag zu dem anderen. Auch sonst ist sein Leben nicht gerade auf der Sonnenseite. Nach der Trennung von seiner Langzeitfreundin hat er als Single nicht wieder richtig Fuß fassen können. Gleich zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn lernt er die Patientin Melanie Hoffmann kennen, diese Patientin begleitet uns durch das restliche Buch. Anfangs lernen wir sie als Lebenslustig kennen, jemand der mit sich und der Welt im Reinen ist, einzig die Beziehung zu ihrer Tochter ist noch in Arbeit. Diese Tochter, Paulina, übt eine magische Anziehung auf unseren Protagonisten aus, der auch gleich versucht ihr näher zu kommen. Das ganze zieht sich nun aber doch sehr in die Länge. Mit einem kurzem Zwischenspiel die Ex zurück zu gewinnen, bis er dann doch wieder dazu kommt Paulina für sich gewinnen zu wollen.

    Nach der Hälfte des Buches wurde ich aber von der Handlung doch sehr überrascht! Wegen eines Zwangsurlaubs entschließt er sich Paulina in ihrer Heimat Chile zu besuchen und entdeckt dort die Wahre "Identität" und das "Doppelleben" von Melanie Hoffmann. Ab da an konnte mich das Buch durchaus begeistern. Leider zog es sich zum Schluss doch nochmal ein klein wenig in die Länge.

    Auch sprachlich fand ich das Buch etwas schwierig. An manchen Stellen wurden zu viele Worte verloren, ein bisschen Hemingway hätte hier gut getan. Der Autor hat es aber geschafft nie ins Kitschige abzudriften, was mich mit der Story wieder aussöhnt.

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    YumikoChan28s avatar
    YumikoChan28vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, welches die Frage stellt: Welche Wege im Leben gehen wir, weil wir es wollen und welche sind vom Schicksal vorherbstimmt!?
    Wie das Leben so spielt...

    Ich, die mit Ärzten und Krankenhäusern im Allgemeinen mal so gar nichts anfangen kann, lacht sich ausgerechnet einen Roman an, in dem ein junger Assistenzarzt die Hauptrolle übernimmt. Aber der Debutroman Die Tochter der Patientin von Felix Bonke liefert nicht nur detailreiche Aspekte aus dem Krankenhausaltag, sondern auch Situationen aus dem täglichen Leben, setzt sich mit der Liebe und dem Tod auseinander und hält ein spannendes Familiengeheimnis parat.
    Und genau da sind wir dort angelangt, wo mein Leserherz höher schlägt....

    Inhalt:
    Eigentlich hatte Niklas nicht vor, Arzt zu werden. Im harten Klinikalltag als Assistenzarzt droht er oft genug zu scheitern. Bis die Begegnung mit einer Patientin sein Leben verändert. Melanie Hoffmann leidet an einer unheilbaren Krankheit. Der junge Arzt und die Patientin fassen Vertrauen zueinander, für keinen der beiden eine uneigennützige Angelegenheit: Paulina, die Tochter der Patientin, gehört für Niklas zu den Frauen, die bisher außerhalb seiner Reichweite lagen. Für Melanie Hoffmann hingegen stellt Niklas einen letzten Versuch dar, das kaputte Verhältnis zu ihrer Tochter zu kitten. Denn Paulina wuchs ohne ihre Mutter in Chile auf. Und Melanie Hoffmann hütet ein dunkles Geheimnis aus der Zeit der chilenischen Diktatur. Je tiefer Niklas in die Familiengeschichte hineingezogen wird, desto mehr muss er sich entscheiden, zu welchem Menschen er selbst werden will...

    Die Hauptcharaktere:

    Dirk Niklas:
    Er ist der junge Assistensarzt, der anfänglich noch als sehr tolpatschig, aber dennoch liebenswert rüber kommt. Da er seinen richtigen Vornamen nicht mag, rufen seine Freunde und Kollegen ihm beim Nachnamen. Nicht wirklich wissend, was er eigentlich selbst vom Leben erwartet, ist er häufig überfordert in seinem Job. Erst zum Ende hin, wird ihm klar, was er wirklich will. Zu seiner Patientin Melanie Hoffmann, baut er ein sehr inniges Verhältnis auf....

    Melanie Hoffmann:
    Melanie ist Patientin in dem Krankenhaus, in dem Niklas arbeitet und totkrank. Das Verhältnis zu ihrer Tochter Paulina ist nicht gerade das Beste. Das mag daran liegen, dass Melanie ein lang gehütetes Geheimnis hat...

    Paulina Hoffmann:
    Paulina ist die Tochter von Melanie und somit quasi die Namensgeberin des Romans. Sie ist in Chile geboren und dort aufgewachsen. Allein für ihr Studium kommt sie nach Hamburg. Als sie Niklas kennen lernt und auch noch oft danach, ist sie sehr sprunghaft und man weiß nicht immer, wie man sie einschätzen soll. Beschäftigt man sich aber eingehender mit ihr, kann man ihr Verhalten doch irgendwie verstehen.

    Martin Hoffmann:
    Martin ist der Exmann von Melanie und Paulinas Vater. In seiner Familie gab es nicht immer nur Harmonie. Er kümmerte sich zwar jahrelang um seine Tochter, aber auch sein Verhältnis zu seiner Tochter ist nicht gerade das Beste...

    Nacho:
    Nacho ist der Mitbewohner und beste Freund von Niklas. Er ist ein Draufgänger, gerade was Frauen angeht. Aber er hat das Herz am rechten Fleck und immer am richtigen Ort, wenn es darum geht Niklas aufzubauen....

    Meine Meinung:
    Schon zu Anfang des Buches war ich total begeistert von dem Schreibstil, den Felix Bonke an den Tag legt. Authentisch und flüssig schafft er es die Geschichte trotz gemälichen Beginns voran zu bringen.
    Und auch, wenn ich die Handlung die ersten Achtzig Seiten nicht wirklich ernst nehmen konnte, so änderte sich das, je mehr ich vorankam und ich habe diesen Roman zunehmend gern gelesen. Auch die medizinischen Belange sind super recherchiert und man merkt, dass der Autor selbst Facharzt für Innere Medizin ist.
    Am Besten haben mir die Beschreibungen Chiles und auch der Handlungsstrang der dort spielte gefallen.
    Aber auch sonst konnte der Roman in vielerlei Hinsicht überzeugen. Die Protagonisten werden im Laufe der Geschichte immer glaubwürdiger und man schließt sie irgendwann ins Herz.
    Besonders Niklas war mir sehr sympathisch. (und das obwohl er Arzt ist) Von ihm würde ich mich 100 %-tig gerne behandeln lassen...
    Abschließend ist zu sagen, dass Die Tochter der Patientin ein super authentischer Roman ist, den ich absolut gerne gelesen habe....

    Abschließendes Fazit:
    Ein tolles Buch, welches die Frage stellt, welche Wege wir im Leben gehen, weil wir es wollen und welche vom Schicksal vorbestimmt sind...



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    banditsandras avatar
    banditsandravor einem Jahr
    Eine gelungene Mischung.

    Felix Bonke ist ein wirklich schöner Debütroman gelungen.
    Was mir wirklich ausserordentlich gefallen hat, ist sein Schreibstil. Man ist total mittendrin und er ist überhaupt nicht platt. Es werden auch unangenehme Dinge thematisiert, Tod, Politik, Krankenhausalltag, ohne dabei zu sehr mit dem erhobenen Zeigefinger zu kommen. Man muss sagen er hat halt einfach genau beschrieben wie es ist.
    Die Protagonisten polarisieren. Und sowas finde ich super! Auch dürfen sich seine Charaktere entwickeln. Niklas z.B. ist mir mit seinem Selbstmitleid sehr auf die Nerven gegangen aber vielleicht auch weil man manche Situationen so gut nachempfinden kann. Aber er darf eine wunderbare Entwicklung hinlegen und am Ende habe ich ihn fast gemocht.

    Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten reinzukommen. Aber dann lies sich das Buch wirklich gut weglesen.

    Fazit: Nichsts seichtes aber auf jeden Fall interessant und Lesenswert.

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    Schnuck59s avatar
    Schnuck59vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Vielschichtig und ungewöhnlich
    Die Unwägbarkeiten des Lebens

    In seinem Debütroman „Die Tochter der Patientin“ schreibt Felix Bonke eine Geschichte rund um einen Assistenzarzt, seine todkranke Patientin und deren Tochter. 

    Felix Bonke, geboren 1979, lebt in München und in Flintsbach am Inn, ist Facharzt für Innere Medizin und lebte während seines Studiums sechs Monate in Chile. Seit vielen Jahren ist er im literarischen Bereich aktiv. 

    Der junge Assistenzarzt Niklas betreut die todkranke Patientin Melanie, zu der er ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Als er deren Tochter Paulina kennen lernt erfährt er immer mehr über deren nicht einfache Familienverhältnisse, bei denen die Zeit chilenischer Diktatur eine Rolle spielt. 

    Der Schreibstil ist flüssig, aber auf seine Art ungewöhnlich. Der medizinische Hintergrund und die Kenntnisse von Chile des Autors werden deutlich. Die Geschichte entwickelt sich durch viele Einzelteile erst nach und nach zu einem Gesamtbild. Dies ist wohl auch der Bezug zum Coverbild. Die unterschiedlichen Charaktere sind gut ausgearbeitet. Die persönliche Entwicklung von Niklas wird deutlich. Die Persönlichkeitsstörung von Paulina ist gut herausgearbeitet. Die familiären Hintergründe, die Situationen im Krankenhausalltag und die politische Situation in Chile sind deutlich herausgestellt. 

    Unwägbarkeiten mit Zufällen und Fügungen, Liebe und Tod, die das Leben interessanter machen, findet man in diesem Roman. 

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    Thoronriss avatar
    Thoronrisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein rundum perfektes Buch mit zwei Hauptpersonen, die komplex sind wie das echte Leben. Gefühlvoll, witzig, tiefgründig und gut recherchiert
    Eine mitreißende Charakterstudie

    Ein Buch wie "Die Tochter der Patientin" lässt sich nicht so leicht rezensieren, zu viel passiert hier, zu viel müsste man besprechen. Felix Bonke vermittelt spannende Einsichten in den Alltag eines Krankenhaus-Arztes. Er arbeitet ein spannendes Stück chilenischer Geschichte auf. Er erzählt eine feurige Liebesgeschichte. Alles drei würde alleine schon genug Stoff für einen Roman hergeben, doch zusammen ergibt sich ein prächtiges Gemälde über die Irrungen und Wirrungen der Menschen, das seinesgleichen sucht.

    Ich werde hier also nur einen Aspekt behandeln, nämlich jenen, der mich in Romanen stets am meisten fasziniert: die Charaktere und ihre Entwicklung. So spannend der Klinikalltag auch beschrieben ist und so lehrreich die Ausführungen über Chile und Pinochet auch sind, es sind die Charaktere, die dieses Buch zu einem schimmernden Juwel machen.

    Der Ich-Erzähler Niklas, von Beruf Arzt ohne Leidenschaft, ist ein wahnsinnig durchschnittlicher Mann. Er wäre sterbenslangweilig, wenn er nicht eine atemberaubende Fähigkeit zur Selbstreflexion hätte. Vielleicht liegt es daran, dass er als Arzt oft einen kühlen Kopf bewahren muss, doch die Art, wie er sich selbst und sein Handeln von Außen betrachten kann, ist erstaunlich. Trotzdem - oder vielleicht sogar genau deswegen? - ist er seinen Emotionen hilflos ausgeliefert und taumelt beinahe willenlos durchs Leben. Er fühlt sich zu den schönen, aber traurigen Frauen hingezogen, was ich ihm nicht verübeln kann. Traurige Frauen waren schon in den Glanzzeiten Hollywoods vor bald 100 Jahren die faszinierendsten Geschöpfe. Er erliegt ihnen, weil er sie nicht durchschauen kann.

    Genau so eine Frau ist Paulina. Sie ist ein zutiefst unglücklicher Mensch, doch sie weigert sich, unglücklich zu sein. Sie hat in ihrer Kindheit herbe Verletzungen erfahren, die sie nie verarbeitet hat, so dass sie als junge Erwachsene vor allem eines will: rebellieren. Sie stilisiert sich selbst als Diva, als eine immer gut gelaunte, aber gleichzeitig launenhafte Frau, die unnahbar und nicht zu beeindrucken ist. Wenn sie dann doch einmal Tränen zeigt, hat sie ihre Umgebung sofort um den Finger gewickelt, weswegen sie gerne zu dieser Manipulation greift. Sie manipuliert alles und jeden und insbesondere Niklas.

    Paulina erscheint aus der Sicht von Niklas voller Gegensätze und irrational in ihrem Verhalten, doch wenn man darunter schaut und sich in ihre Situation versetzt, werden ihre Handlungen plötzlich klar und folgen einem offensichtlichen Muster. Es ist faszinierend zu sehen, wie Niklas gleichzeitig lernt, Paulina immer besser zu verstehen, und sie gleichzeitig immer wieder verstehen kann und will. Er erkennt ihre Manipulationen, doch auch er kann sich ihr nicht vollends entziehen. Denn er weiß, hinter all ihrer sorgfältig aufgebauten Fassade steckt eine verletzliche, aber trotzdem starke, interessante, kluge Frau, eine Frau, in die er sich verliebt und sie es sich zu lieben lohnt. Doch die Angst, dass Paulina immer öfter manipulativ und immer seltener ehrlich sein wird, hält ihn zurück.

    Umgekehrt ist auch Niklas für Paulina Segen und Fluch. Er verkörpert alles, wonach sie sich sehnt: Ehrlichkeit, Bodenständigkeit, Geborgenheit. Doch gerade, weil er ehrlich ist, lässt er nicht zu, dass sie ihn manipuliert - und damit ist er unbequem. Kann sie wirklich die Kraft und das Vertrauen aufbringen, sich auf einen derart unbequemen Menschen einzulassen? Sie fürchtet Ablehnung so sehr, dass es ihr schwer fällt, seine wiederholten Abfuhren zu verarbeiten und sich nicht verscheuchen zu lassen.

    Neben diesen beiden gibt es noch Nacho, den Mitbewohner von Niklas, der selbst mit seiner Vergangenheit zu hadern hat, aber eine gänzlich andere Strategie für die Bewältigung sucht. Paulinas Mutter Melanie, die mit Krebs als Patientin von Niklas die Geschichte überhaupt ins Rollen bringt und selbst so eine schillernde Person ist, dass neben ihr alle anderen zu verblassen drohen. Selbst die kleinste Nebenfigur erscheint so komplex und authentisch, dass man zu keiner Sekunde daran zweifelt, dass dies alle echte Personen sein könnten.

     

    Fazit:

    In seinem Debüt-Roman "Die Tochter der Patientin" beweist Felix Bonke, dass er ein Meister des Erzählens ist. Nicht nur sein Schreibstil ist gleichzeitig amüsant und gefühlvoll, auch die Figuren, die er aufbaut und entwickelt, sind komplex und authentisch. Seine intime Charakterstudie baut er vor dem Hintergrund eines Arztromans, versehen mit Geschichtsstunde und Romantik, so geschickt auf, dass man gar nicht so recht mitbekommt, wie die Personen plötzlich zum Leben erwachen. Für mich ist dieser Roman das Highlight der ersten Hälfte 2017.

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    marrehs avatar
    marrehvor einem Jahr
    Ein Buch zum Schmunzeln und ab und an auch zum Nachdenken

    "Die Tochter der Patientin" von Felix Bonke erzählt die Geschichte eines jungen Arztes in München, der sich beruflich wie privat erst mal noch finden muss und dabei auf die Patientin Melanie Hoffmann und deren Familie trifft. Er begleitet sie als Arzt, aber mehr noch als Freund durch die letzten Wochen ihres Lebens und stieigt immer tiefer in ihre Vergangenheit ein, die ihn bis nach Chile führt. Er deckt Geheimnisse auf - und kommt auch Paulina, Melanies Tochter, immer näher.  Doch diese scheint alles andere als pflegeleicht zu sein.
    Ein klasse geschriebener Roman ,der tief hinter die Kulissen eines Krankenhauses blickt und auf der anderen Seite eine deutsch-chilenische Familiengeschichte beleuchtet: konservative Familienstrukturen und flammernder Widerstand gegen ein Unrechtsregime. Beides verbindet der Autor erstklassig. Aus Sicht von Niklas wird der Leser von Anfang bis Ende bestens unterhalten, nicht zuletzt auch aufgrund des so leicht wirkenden Erzählstils, der neben inhaltich doch auch bewegenden und tiefergehenden Themen, auch viel an Witz und Humor bereit hält. Eindeutige Leseempfehlung!

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    Lia48s avatar
    Lia48vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die perfekte Mischung aus Familiengeheimnis, Ärztealltag und Liebesdrama! Spannend, manchmal etwas traurig, und abwechslungsreich.
    Die perfekte Mischung aus Familiengeheimnis, Ärztealltag und Liebesdrama!

    In "Die Tochter der Patientin" lernen wir den angehenden Assistenzarzt Dr. Niklas kennen. Dieser muss sich im Klinikalltag erst noch zurechtfinden. Sich vor Kollegen zu behaupten oder die Distanz zu Patienten zu wahren, fällt ihm noch sehr schwer.
    So kommt es eines Tages dazu, dass sich Arbeit und Privatleben anfangen zu überschneiden. Denn er begegnet Melanie Hoffmann, seiner tumorkranken Patientin. Niklas ist beeindruckt von deren Lebensenergie und Tatendrang. Er selbst weiß noch gar nicht so genau, was er mit seinem Leben überhaupt anfangen soll. Sein Studiengang war eher Glückssache und seine langjährige Beziehung ist mittlerweile in die Brüche gegangen.
    Niklas besucht Melanie immer öfter und erfährt nach und nach von einem gut gehüteten Familiengeheimnis.
    Als er Paulina, die Tochter Melanies kennenlernt, ist er angetan von deren Schönheit. Doch bald muss er feststellen, dass das Mutter-Tochter-Verhältnis zerrüttet ist und Paulinas Verhalten viele Rätsel verbirgt. Und ehe Niklas sich versieht, steckt er schon mitten im Chaos...

    Mir hat das Buch gut gefallen. Schon nach wenigen Sätzen, hatte ich mich an den Schreibstil gewöhnt und bin in der Geschichte angekommen. Dadurch, dass es viele Geschehnisse gab, blieb die Geschichte in Bewegung. Die verschiedenen Themen (z.B. Krankheit, Leben, Tod, Klinikalltag, Liebe, Familienverhältnisse...) und die verschiedenen Schauplätze (Klinik, zu Hause, Chile) machten die Geschichte interessant und ließen keine Langeweile aufkommen. Mein Kritikpunkt - falls man es so nennen kann - habe ich an den Charakteren. An Niklas hat mich gestört, dass er als Protagonist teilweise so voller Selbstmitleid und unsicher war. Sowie dass er seine Vorhaben nicht konsequent durchzog und immer wieder in die gleichen Verhaltensmuster zurückfiel. Da hätte ich ihn manchmal gerne gepackt und durchgeschüttelt!
    Paulinas Temperament und ihre Stimmungsschwankungen waren sehr anstrengend. Aber zur Geschichte haben sie gepasst.

    Insgesamt war es ein vielleicht etwas ungewöhnlicher aber interessanter Roman, dem ich 4 Sterne gebe. Für mich war es die perfekte Mischung aus Familiengeheimnis, Ärztealltag und Liebesdrama!

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    marpijes avatar
    marpijevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine geschichte mit sehr viel Details aus Krankenhausalltag
    Die Tochter der Patientin

    Das Buch ist keine Liebesgeschichte, hier ist viel mehr von Bedeutung der schwirige Umgang mit der Tod, die Begnegungen mit Menschen und die Zufälle welche können das Leben ändern.

    Niklas, ein junge Assistenzarzt trifft in seinem Klinikalltag Melanie Hoffman, eine krebskranke Patientin, obwohl ihre Krankheit unheilbar ist, Melanie ist lebensfroh, optimistisch und fast immer gut gelaunt - zwischen sie und Niklas entsteht ein Band, der junge Arzt besucht sie oft und spricht mit sie viel über Vergangenheit und über ihre Tochter Paulina. Paulina zieht Niklas magnetisch an , er kennt sie nicht aber ist fasziniert von iihrerPersönlichkeit. Paulina und Niklas kommen sich immer näher, dank Melanie er erfährt über ihrer Tochter viel aus Kindheit, er weiß dass sie war ohne Mutter in Chile aufgewachsen und die Verhältnis zwischen ihnen nicht so gut ist. Niklas will helfen den beiden Frauen die Nähe finden und selber verliert sein Herz auf die sehr launische junge Frau...

    Das Buch ist erzählt aus Perspektive von Niklas, wir erfahren viel aus der Krankenhausalltag  und über der stressigen Beruf - zwischen Tod und Heilung , zwischen Patienten und ihren Familien. Hier neben den Hauptstrang ist viele kleine Nebengeschichten zu finden, die erzählen über die Krankheiten und über die Patienten, die haben mir sehr gut gefallen.
    Die Personen haben unterschiedliche Charakteren, die sind gut ausgebaut mit scharfen Riss und deutlichen Eigenschaften . Niklas und Melanie sind für mier die Sympathie Träger, ich habe sofort die wärme zu den beiden gespürt, anders war bei Paulina, ihre " Wildheit" und ihre Laune haben zwischen uns ein Mauer gebaut, ganz unsympathisch war mir Nach mit seinem Macho Lebenstil.
    Die Atmosphäre ist eher bedrückend, da kommen hier auch ein Paar fröchliche Momente, aber über die ganze Geschichte hat der Tod die dunkle und schwere Flügel ausgebreitet.
    Der Schreibstil ist flüssig aber braucht Zeit um sich auf ihn zu gewöhnen, am Anfang war mir das alles ein bisschen zäh, doch später die Geschichte hat ein Tempo noch bekommen.

    Sehr empfehlenswert für alle welche haben "Durst" auf Krankenhausgeschichten.

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    Hollysmums avatar
    Hollysmumvor einem Jahr
    Interessanter Roman mit einigen Längen

    Dirk Niklas ist Assistenzarzt in einem Münchner Krankenhaus. Er steht noch relativ weit unten in der Hierarchie des Krankenhauses und kämpft noch mit den alltäglichen Dingen der Bürokratie und um Respekt bei seinen Vorgesetzten. Ebenfalls verarbeitet er die Trennung seiner langjährigen Freundin Anna. Stehts zur Seite steht im dabei sein Mitbewohner Nacho,mit Mal mehr, Mal weniger gut gemeinten Ratschlägen.
    Eines Tages lernt er die Tochter einer Tumorpatientin kennen und ist sofort völlig fasziniert von dieser wunderschönen Frau. Die beiden lernen sich näher kennen,doch auch zu der Mutter baut Niklas ein freundschaftliches Verhältnis auf. Das bringt ihn in Bedrängnis denn um seine Patientin steht es schlechter und die möchte auf jeden Fall verhindern das ihre Tochter das weiß.
    Immer tiefer taucht Niklas in die Geschichte der Familie ein die unzählige Geheimnisse birgt. 


    Fazit: Ich habe mich recht schwer getan mit diesem Roman. Der Schreibstil ist intelligent und klar. Die Grundidee der Handlung ist gut aber die Protagonisten haben mich doch einiges an Nerven gekostet. Die Tochter ist eine richtige Dramaqueen, die anderen Leuten das Leben schwer macht. Niklas hängt oft in seiner selbstmitleidigen Phase fest was über mehrere Seiten ausgedehnt wird. Im Geiste habe ich oft die Augen verdreht. 
    Alles in allem ist ein solider Roman der aber sicherlich etwas spritzigen und besser zu lesen wäre wenn man einige Passagen etwas kürzer gehalten hätte.

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    Siko71s avatar
    Siko71vor einem Jahr
    Krankenhausalltag und Gefühlschaos

    Der Einstieg in diesen Roman fiel mir am Anfang schwer. Der Schreibstil war erstmal gewöhnungsbedürftig - meiner Meinung nach. Aber nachdem ich dann weitergelesen habe wurde die Geschichte immer plausiebler.

    Dr. Dirk Niklas - Assistenzarzt, kommt mit einer Situation zusammen, die nicht jedem liegt. Er macht die Bekanntschaft mit Paulina Hoffmann, deren Mutter hat Krebs im Endstadium und versucht die Situation so gelassen wie möglich zu nehmen. Paulina allerdings ist mit der ganzen Situation überfordert und stürz von einem Gfühlsausbruch in den Nächsten. Niklas hat sich unterdessen mit der Mutter - Melanie Hoffmann - angefreundet und erfährt viel aus ihrer Vergangenheit.

    Ein Roman, der nicht nur eine Liebesaffäre beinhaltet - nein, er schreibt auch über weiter Schicksale in der Klinik. Und jedes einzelen Schicksal läßt den Leser nachdenken.  Ein Buch, in dem das ständige Auf und Ab im Leben sehr gut geschildert wird. Daher ist mir der Roman  3 Sterne wert.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Felix_Bonkes avatar

    "Schon immer hegte ich diese eigentümliche Faszination für Frauen, über denen ein Schatten von Unglück liegt."



    Felix Bonke erzählt in seinem Debütroman Die Tochter der Patientin von Zufällen und Fügungen, von Liebe und Tod. Perfekt für alle Fans von Nick Hornby, Frank Goosen, oder Sven Regener. 

    Leichtfüßig und gefühlvoll führt Felix Bonke den angehenden Assistenzarzt Niklas und Paulina, die widerspenstige Tochter aus gutem Hause, durch seinen Debütroman. Dank seines Insiderwissens eröffnet der Autor Lesern einen höchst interessanten und zugleich oft genug skurrilen Blick in den Wahnwitz eines großstädtischen Krankenhauses – der Roman wird damit auch zur Milieustudie. Von der dörflich-urbanen Atmosphäre Münchens aus erzählt Felix Bonke ein internationales Setting, das bis nach Chile reicht.


    Inhalt:
    Eigentlich hatte Niklas nicht vor, Arzt zu werden. Im harten Klinikalltag als Assistenzarzt droht er oft genug zu scheitern. Bis die Begegnung mit einer Patientin sein Leben verändert. Melanie Hoffmann leidet an einer unheilbaren Krankheit. Der junge Arzt und die todkranke Patientin fassen Vertrauen zueinander, für keinen der beiden eine uneigennützige Angelegenheit: Paulina, die Tochter der Patientin, gehört für Niklas zu den Frauen, die bisher außerhalb seiner Reichweite lagen. Für Melanie Hoffmann hingegen stellt Niklas einen letzten Versuch dar, das kaputte Verhältnis zu ihrer Tochter zu kitten. Denn Melanie Hoffmann hütet ein dunkles Geheimnis aus der Zeit der chilenischen Diktatur. Je tiefer Niklas in die Familiengeschichte hineingezogen wird, desto mehr muss er sich entscheiden, zu welchem Menschen er selbst werden will.


    Eine Leseprobe gibt es hier zum Herunterladen.


    Der Autor:
    Felix Bonke, Jahrgang 1979, ist Facharzt für Innere Medizin. Sechs Monate seines Studiums absolvierte er in Chile. Seit vielen Jahren ist er als Poetry Slammer, Lesebühnenautor und Literaturveranstalter aktiv. 2001 trat er erstmals auf dem größten, regelmäßig stattfindenden Poetry Slam Europas im Münchner Substanz auf. Bereits viermal nahm er als Vertreter Münchens an den deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften teil. Felix Bonke lebt in München und in Flintsbach am Inn.

    Felix Bonke auf Facebook: https://www.facebook.com/FelixBonkeAutor/


    Liebe Leserinnen und Leser,

    schön, dass ihr euch für die Leserunde zu meinem Buch "Die Tochter der Patientin" interessiert! Mein Verlag Hockebooks hat 20 Exemplare (wahlweise E-Book oder Print) zur Verlosung bereitgestellt. Wenn ihr Lust habt, Testleser zu werden, dann bewerbt euch jetzt, indem ihr kurz darlegt, welcher Aspekt der Geschichte euch am meisten interessiert. Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen und Eindrücke und freue mich riesig, die Hintergründe des Buches an dieser Stelle mit euch zu diskutieren.

    Viel Glück!

    Euer Felix Bonke


    Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur aktiven Teilnahme am Austausch in der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.
    YumikoChan28s avatar
    Letzter Beitrag von  YumikoChan28vor einem Jahr
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