Felix Francis

 4.3 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Nervensache, Verzockt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Felix Francis

Sich großer Fußstapfen würdig erweisend: Der 1953 als Sohn des britischen Schriftstellers Dick Francis geborene Autor hat an der Universität in London Physik und Elektrotechnik studiert und im Anschluss daran als Physiklehrer gearbeitet. „Die Produktion eines Dick Francis-Romans war schon immer eine Mischung aus Inspiration, Schweiß und Teamwork. Der erste wurde veröffentlicht, als ich neun Jahre alt war, und ich wuchs in einem Haus auf, in dem es beim Frühstück um den Schaden ging, den eine Kugel den Eingeweiden eines Mannes antun könnte, und nicht um die banalen Themen des Alltags“, beschreibt der Schriftsteller, der in die Fußstapfen seines Vaters trat, seine Kindheit. Als Co-Autor wirkte er in einigen Werken seines inzwischen verstorbenen Vorbilds mit, sein erstes eigenes Debüt „Gamble“ veröffentlichte der Brite 2011. Die deutsche Übersetzung „Glücksspiel“ erschien 2014. Seither veröffentlicht er regelmäßig erfolgreiche Thriller. Felix Francis lebt in Oxfordshire in England.

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Champion
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Neu erschienen am 29.08.2018 als Taschenbuch bei Diogenes. Es ist der 5. Band der Reihe "Dick Francis".

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Felix FrancisNervensache
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Nervensache
Nervensache
 (6)
Erschienen am 21.01.1992
Felix FrancisVerzockt
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Verzockt
Verzockt
 (4)
Erschienen am 28.09.2016
Felix FrancisSchwesterherz
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Schwesterherz
Schwesterherz
 (4)
Erschienen am 29.06.2016
Felix FrancisScharade
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Scharade
Scharade
 (2)
Erschienen am 25.10.2017
Felix FrancisChampion
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Champion
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 (2)
Erschienen am 29.08.2018
Felix FrancisGlücksspiel
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Glücksspiel
Glücksspiel
 (1)
Erschienen am 28.05.2014
Felix FrancisDamage
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Damage
Damage
 (1)
Erschienen am 07.07.2015
Felix FrancisFront Runner
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Front Runner
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Erschienen am 10.09.2015

Neue Rezensionen zu Felix Francis

Neu

Rezension zu "Scharade" von Felix Francis

Gut und spannend wie gewohnt...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Monaten

Wie nicht anders zu erwarten, hat mich auch der aktuelle Felix
Francis-Roman glänzend unterhalten. Dick Francis' Sohn hat hierfür einen
neuen, sympathischen Protagonisten kreiert, den er auch bei den beiden
in England bereits erschienenen Nachfolgeromanen eingesetzt hat. Jeff
Hinkley ist ein Undercover-Ermittler bei der britischen Rennsportbehörde
BHA, der sich hier mit der Aufklärung einer Doping-Serie beschäftigen
muß, die ein derartiges Ausmaß annimmt, dass das Ansehen des gesamten
englischen Pferderennsports bedroht wird. Dieser Grundplot wird wie
gewohnt von Felix Francis (wie schon bei seinem berühmten Vater) in
Ich-Form erzählt, er ist spannend, wie immer voller interessanter, gut
recherchierter Details zum Thema Rennsport und Francis gelingt es einmal
mehr, die Story selbst für Menschen unterhaltsam zu machen, die mit
Pferden, Jockeys oder deren Hintergrund so gar nichts am Hut haben.

Felix Francis bettet die Kriminalgeschichte einmal mehr glaubhaft in die
britische Rennsportszenerie ein, er läßt seinen Helden Jeff Hinkley
einige heftige Blessuren einstecken (eine weitere Gemeinsamkeit mit
seinem Vater - beide lassen ihre Protagonisten oftmals leiden und nicht
ohne körperliche Schäden davonkommen, was den Storys zusätzlichen
Realismus verleiht) und überrascht bis zum Schluß mit etlichen
überraschenden Wendungen.

Das Finale klärt zwar den aktuellen Fall auf, Hinkleys private
Angelegenheiten werden allerdings in der Schwebe gehalten, ein
Fortführen jener Erzählstränge ist also in den beiden Nachfolgeromanen
zu erwarten, auf die ich mich schon jetzt freue.



Fazit: Gewohnt spannend
und unterhaltsam, ein solider, gut augearbeiteter Plot und massig
Details zum britischen Pferderennsport. Bei Felix Francis kann man (wie
schon bei seinem Vater) lesetechnisch nie etwas falsch machen.

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DunklesSchafs avatar

Rezension zu "Schwesterherz" von Felix Francis

Hü und hott: Schwesterherz - Felix Francis
DunklesSchafvor 2 Jahren

Pferderennen – ein Thema, mit dem ich wenig bis wirklich gar nichts anfangen kann. Gibt’s sowas überhaupt in Deutschland? Mir fällt da spontan nur Ascot ein…  Aber tatsächlich gibt es in Deutschland doch einige Trab- oder Galopprennbahnen, wie ich nach ein wenig Recherche herausgefunden habe. Für mich ziemlich überraschend, wobei ich eine Entschuldigung vorbringen kann. Die Zeit hat sich hier die Mühe gemacht und eine Deutschlandkarte mit den vorhandenen Pferderennbahnen versehen und in meinen Heimaten Franken & Baden-Württemberg ist anscheinend Pferderennen nicht so beliebt – es ist quasi der„grüne“ Fleck auf der Karte. Bezüglich Englands fallen mir aber weiterhin nur Ascot und viele hässliche Hüte ein. Damit war es das aber auch. Das hat sich nun aber gehörig geändert.

Mark Shillingford ist Kommentator von Pferderennen, sowohl direkt beim Rennen als auch im Fernsehen vertreten. Als er seine Schwester Clare, eine Jockey, beim letzten Rennen absichtlich langsam reiten sieht, spricht er sie beim gemeinsamen Abendessen an und verdirbt beiden den Abend. Ein Rennbetrug kann das Ende ihrer Karriere bedeuten, doch selbst Mark hat das Rennen mehrmals sehen müssen, um sich Clares Betrugs sicher zu sein. Einige Stunden später ist Clare tot – Selbstmord vom Balkon eines Hotels. Ist er schuld am Tod seiner Schwester? Hat er mit seiner Anschuldigung Clare in den Tod getrieben? Mark macht sich schwere Vorwürfe, doch so richtig kann er an die Selbstmordtheorie nicht glauben. Steckt etwa mehr dahinter und es war ein Mord?

Beide Shillingfords, im Übrigen Zwillinge, träumten schon als Kind vom Pferderennsport und einer Karriere als Jockey. Mark wurde allerdings zu groß und kräftig, so dass es nur Clare möglich war, diese Laufbahn einzuschlagen. Doch Mark bleibt in der Nähe – der Sport hat es ihm angetan. Der Vater der beiden ist nicht einfach, ihre Geschwister mehr als 10 Jahre älter, so dass die beiden Zwillinge noch näher zusammen rücken. Doch in letzter Zeit haben die beiden sich auseinander gelebt. Marks Entdeckung von Clares Rennmanipulation treibt einen Keil zwischen die beiden, da helfen auch die Nachrichten nicht, dass Clare seit Kurzem glücklich in einer neuen Beziehung ist. Nach dem Essen versucht Clare hin anzurufen und er geht nicht ran – dann stürzt sie vom Balkon. Oder wird gestoßen. Mark macht sich schwere Vorwürfe, aber auch sein Vater kämpft mit Schuldgefühlen.  Marks Zwiespalt zwischen seinen Schuldgefühlen und dem Wunsch, den Tod seiner Schwester aufzuklären ist deutlich zu sehen. Immer wieder wird er von seiner Trauer eingeholt, auch wenn ihn seine vertraute Umgebung, die Rennbahnen, an seinem Plan festhalten lassen.

Eigentlich ist sofort klar, dass wenn der Selbstmord keiner war, dann kann das Mordmotiv nur im Pferderennsport zu suchen sein. Und wer ist da besser geeignet, den Täter zu finden, als ein Beteiligter des Trubels? Die Polizei ist mit der Selbstmordtheorie sowieso ganz zufrieden (und der Inspektor gleich mal in Urlaub gefahren) und mehr Kenntnis im Rennsport als Mark Shillingford kann sie auch nicht aufweisen. Und so verbringt der Leser mit Mark seine Stunden auf den verschiedenen Pferderennbahnen, bzw. immer darüber, denn dort sitzen die Moderatoren und Kommentatoren. Man geht mit ihm zu Trainern, Jockeys und in Ställe, trinkt ein Gläschen mit den Pferdebesitzern und versucht auch nur ansatzweise die Pferdenamen und Jockey-Farben auseinander zu halten – natürlich vergeblich. Das überlässt man dann lieber den Profis, Mark zum Beispiel.

Ich persönlich lerne immer gerne etwas aus Büchern und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Der Pferderennsport ist mir so fern wie der Mond von der Erde und nach dem ersten Kapitel habe ich befürchtet, es bleibt so. Doch man kommt rein in die Welt der Pferderennen. Pferderennsport – ein Sport der Reichen? Auch. Klar sind die Besitzer oft sehr reich, doch es ist ein ganzer Tross, der daran beteiligt ist, ganz zu schweigen von denen, die auf die Pferde wetten. Ein spannender Einblick in eine ganz andere, mir unbekannte Welt: den Pferderennsport.

Natürlich fällt Mark mit seinen Fragen auf. Er stochert in verschiedenen Wunden, mehr nebenbei, aber doch penetrant. Er stöbert im Hotel und besorgt sich das Band der Überwachungskamera, tritt einigen Leuten dabei auf den Schlips und muss auch einige Anschläge auf sein Leben überstehen. Doch auch wenn dies aufregende Momente für Mark und den Leser sind, ist „Schwesterherz“ eher ein ruhiger, aber packender Krimi. Die Kombination des Kennenlernens und Austarieren einer für mich vorher fremden Umgebung gepaart mit einem Krimifall und dem bedächtigen, aber hartnäckigen Mark Shillingford haben mir tolle Lesestunden beschert.

Bitte aber nicht – wie ich – Felix Francis mit seinem Vater Dick verwechseln, einem Veteran im Krimi-Genre. Ob der Sohn in die Fußstapfen des Vaters passt, kann ich nicht beurteilen, da dies mein erster „Francis“ ist, allerdings widmen sich beide wohl ihrem Lieblingsthema: dem Pferderennsport.

Fazit:
Zwischen Pferden und Geld sucht Mark Shillingford den Mörder seiner Schwester – ein packender Kriminalfall im Pferderennsport, der es schafft, einem den Sport näher zu bringen. Fesselnd!

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Rezension zu "Verzockt" von Felix Francis

Endlich wieder Sid Halley...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Diesmal hat sich Felix Francis eines Romanprotagonisten angenommen, den seinerzeit sein Vater kreiert hat...der einzige wirkliche Serienheld aus dem Hause Francis: Sid Halley, seines Zeichens ehemaliger Jockey und späterer Privatdetektiv, der aufgrund eines schweren Sturzes beim Pferderennen eine künstliche linke Hand besitzt.
Zu Beginn von "Verzockt" hat er allerdings auch den Beruf des Detektivs aus Sicherheitsgründen an den Nagel gehängt, da er Frau und Tochter hat und daraufhin nunmehr als Investor arbeitet. Doch unerwartet wird er wieder in eine gefährliche, beinahe ausweglose Sache hineingezogen, die ständig sein Leben und das seiner Familie bedroht...bis er zurückschlägt.

Nach "Nervensache" (1965), "Handicap" (1979), "Favorit" (1995) und "Gambling" (2006) hat Felix Francis also nun ein weiteres Abenteuer mit dem sympathischen Sid Halley geschrieben, welches sich nicht hinter den Werken seines Vaters verstecken muß. Felix Francis legt auch hier einen rasanten Schreibstil vor, baut etliche perfide Gefahren für seinen Hauptprotagonisten ein und entwirft eine spannende Story um Manipulationen beim Pferderennen, mit vielen interessanten Details, für die auch schon sein Vater (selbst ein ehemaliger erfolgreicher Jockey) weltberühmt war.
Immer wieder erstaunlich, wie spannend und atmosphärisch das englische Pferdesportmilieu sein kann. Ein extrem gefährlicher Bösewicht ist ebenfalls wieder vertreten; dieser taucht witzigerweise erst leibhaftig beim spannenden Showdown auf, zuvor verströmt er seine brutale Macht ausschließlich über das Telefon.

Ein Unterschied zu den Werken von Dick Francis wird auch hier wieder deutlich, nämlich die Tatsache, dass der alte Francis ein wahrer Meister im Erfinden von kauzigen Nebenfiguren war, die der jeweiligen Story zusätzlich Würze verliehen. Dieses Fehlen gleicht Felix Francis mit einer flotten Schreibe sowie überraschenden, fiesen Wendungen in der Handlung aus. Vereinzelte ironische Sätze und das britische Understatement beherrscht Felix jedoch genauso wie sein Vater.

Und nun muß ich mich wieder für eine ganze Weile in Geduld üben und hoffen, dass der Schweizer Diogenes-Verlag auch weiterhin die Werke von Felix Francis veröffentlicht.

Fazit: Wie immer ein spannender, guter Plot mit einem sympathischen Protagonisten, bei dem man herrlich mitleiden kann. Wie beinahe alles aus dem Hause Francis uneingeschränkt zu empfehlen, selbst wenn man Pferderennsport für langweilig hält.

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