Felix Heidenberger Hermes oder Die Macht der grauen Zellen

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Inhaltsangabe zu „Hermes oder Die Macht der grauen Zellen“ von Felix Heidenberger

Altphilologe und Geschichtsprofessor Dr. Guido Hermes reist von München nach Leipzig, um auf der Buchmesse seinen Roman „Der Mischkrug“ vorzustellen, in dem er versucht hat, die Idealvorstellungen aus Platons philosophischen Dialogen erzählerisch aufzubereiten. Der Roman findet kaum Interesse beim Publikum. Das im gleichen Verlag erschienene Sachbuch „Die Materie lebt“ des Hirnforschers Dr. Eliya Singh wird dagegen als Bestseller gefeiert. Beide Autoren verfallen der erotischen Ausstrahlung der Fernsehjournalistin Dr. Herma Schäfer, die sich ihrerseits von der Altersreife des Professors genauso angezogen fühlt wie vom Forscherdrang des Neurowissenschaftlers, der in der Glaubensabhängigkeit die Ursache für alles menschliche Leid sieht. Die Gegensätze der Kontrahenten spitzen sich zu: Professor Hermes, gläubiger Katholik, verfolgt mit Sorge die Experimente des Rivalen, vor allem, weil dieser die Journalistin Herma für seine Forschungen zu manipulieren scheint.

Aktueller Hintergrund des Romans: Die letzten Geheimnisse unseres Gehirns sollen endlich gelüftet werden. Eine internationale „BRAIN-Initiative“ fordert alle Hirnforscher der Welt dazu auf. Die Europäische Union will mit einem eigenen „Human-Brain-Projekt“ bis 2020 das menschliche Gehirn endgültig „in Action“ erforscht haben. Es geht unter anderem um die Klärung der äußeren Einflüsse, durch die neuronale Aktivitäten in und zwischen den Gehirnzellen ausgelöst werden und unser Denken, Fühlen und Handeln steuern: die multimediale Beeinflussung durch Funk und Fernsehen, durch Internetnetzwerke, durch Bücher und Publizistik.

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    Hermes oder Die Macht der grauen Zellen

    Affirmator

    28. July 2015 um 14:03

    Der Roman Hermes oder Die Macht der grauen Zellen von Felix Heidenberger erzählt die Geschichte des emeritierten Altphilologen Guido Hermes, der sich nach einigen Sachbuch-Erfolgen mehr oder weniger vergeblich als Romanautor versucht hat – bei seinem Besuch der Leipziger Buchmesse wird es ihm schmerzlich bewusst. Trost bringt ihm nur das Wiedersehen mit einer attraktiven MDR-Journalistin, die er im Vorjahr kennengelernt hat und in deren Wertschätzung er etwas zu viel hineininterpretiert. Umso unangenehmer gestaltet sich die Begegnung mit einem indisch-amerikanischen Hirnforscher, der ihm nicht nur bei ihr, sondern auch in seinem Verlag den Rang abzulaufen droht. Zudem beunruhigen Hermes die fragwürdigen Experimente des Neurologen, in die auch die begehrte Journalistin hineingezogen wird. Felix Heidenberger verbindet in seinem Buch tiefsinnig, oft ironisch-humorvoll und in anspruchsvoll-unterhaltender Sprache aktuelle Fragen der Hirnforschung mit Überlegungen zum Glauben, den Religionen, schöngeistigen Idealen und dem Einfluss klassischer und virtueller Medien auf unser Denken. Die verschiedenen Charaktere verkörpern dabei überzeugend unterschiedliche Aspekte der komplexen Thematik: der skrupellose Forscher, der sich nur seinem eigenen Ruhm verpflichtet sieht, die skeptische, desillusionierte Journalistin, die aber von der Neugier getrieben wird, später ein milliardenschwerer Friedensvisionär, der sich in eine fixe Idee verrennt und die Möglichkeiten der Gehirnkontrolle per Cyberspace friedlich nutzen will, und neben allem der philosophieaffine Historiker Hermes als reflektierender außenstehender Beobachter. Als Lektor hatte ich mit der Entstehung des Buches berufsbedingt zu tun, das spätere nochmalige Lesen hat aber meinen Eindruck eines kurzweiligen, äußerst flüssig geschriebenen und dazu informativen Werks bestätigt. Nach der gerade erst erfolgten Veröffentlichung von Gustls Vermächtnis. Ein Künstlerroman (Lau-Verlag, Reinbek) der nächste beeindruckende Roman von Felix Heidenberger, der schon jetzt als Vorab-E-Book verfügbar ist.

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