Felix Ihlefeldt Wenn man mehr als einen liebt

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Inhaltsangabe zu „Wenn man mehr als einen liebt“ von Felix Ihlefeldt

Dass man mehr als einen Menschen liebt und begehrt, das hat wohl jeder schon mal erlebt, doch die meisten Beziehungen lassen nur Raum für zwei. "Monogamie ist keine Lösung", konstatierte die junge Grünen-Politikerin Julia Seeliger öffentlichkeitswirksam. Alternativen zur abgestandenen Zweierbeziehung suchen viele händeringend, denn "bis dass der Tod euch scheidet" hält es kaum noch einer durch. Zahlreiche Paare öffnen sich zumindest sexuell, im Internet ist es heute ein Leichtes, Männer und Frauen für erotische Abenteuer zu dritt zu finden, doch einigen genügt das nicht. Viele Menschen experimentieren daher mit neuen, offenen Beziehungsmodellen, die sich tatsächlich dauerhaft leben lassen. Sie testen offene Beziehungen verschiedener Ausprägung. Überraschend undogmatisch gehen sie den Alltag an, der neben vielen Chancen auch jede Menge Konfliktpotential bietet.

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    Wenn man mehr als einen liebt
    olli2308

    olli2308

    12. February 2014 um 14:08

    Felix Ihlefeldt ist Sozialtherapeut und lebt in Berlin. Sein Interesse gilt den Themen Sexualität und Partnerschaft. In diesem lesenswerten Taschenbuch hat er 12 Interviews mit Beziehungsgruppen veröffentlicht, die die ausgetretenen Pfade der Monogamie verlassen und neue Wege in der Partnerschaft ausprobiert haben. Durch die Form der autobiografischen Interviews, die die ganze Lebensgeschichte beinhaltet, sind die Entwicklungen der einzelnen Menschen sehr gut nachvollziehbar. Allen gemeinsam ist ein sehr konventioneller, ja in vielen Fällen verklemmter und verdrängter Umgang mit Sexualität, Gefühlen und Beziehungen in der Jugend, und dem daraus resultierenden Wunsch, alternative Beziehungsmodelle ausprobieren zu wollen. Hier kommen Menschen zu Wort, die in ihrem Leben Phasen haben, wo sie mehr als einen Menschen gleichzeitig lieben, und genau das passiert jedem Menschen in seinem Leben, ohne das es dafür Lösungen gibt, die gesellschaftlichen Konventionen entsprechen. Neue Beziehungsmodelle auszuprobieren und zu entwickeln hat auch immer etwas mit gesellschaftlichen Vorurteilen und Widerstand überwinden zu tun. Auch davon legen die Interviews ein sehr beredtes Zeugnis ab. Die beschriebenen Beziehungsmodelle geben unterschiedliche Antworten auf die ewigen Fragen der Menschen: Kann ich Freiheit und Nähe gleichzeitig leben? Kann ich Sicherheit und Stabilität leben und gleichzeitig mich weiterentwickeln? Kann ich eine offene Beziehung leben und trotzdem Vertrauen entwickeln? Ist das Leben in polyamoren Beziehungen nur eine Flucht vor Nähe und Verantwortung? Wie kann ich offene Beziehungen leben, ohne den Partner zu verletzen? Diese und andere Fragen werden von den Interviewteilnehmern auf sehr intensive und einfühlsame Art und Weise beantwortet. Ich habe mich beim Lesen oft wieder erkannt und war erstaunt, mit welcher Offenheit die eigenen Bedürfnisse artikuliert werden und welch tiefe Bereitschaft vorhanden war, auf die Bedürfnisse des anderen Rücksicht zu nehmen. Viel offener übrigens als in den meisten monogamen Partnerschaften, die oft sehr von Eifersucht und Besitzdenken statt von Vertrauen geprägt sind. In Berlin und anderen Städten sind schon Polyamory-Netzwerke entstanden, wo Menschen neue Beziehungsformen ausprobieren können. Für mich ist Polyamorie der kommende Megatrend für das postmoderne Zeitalter. Lassen wir zum Schluss Holger zu Wort kommen, der in einem Polyamory-Netzwerk in Berlin lebt: 'In offenen Beziehungen findet man oft ein ganz besonderes Angenommensein. Polyamorie heißt ja nicht, jedem Impuls nachzugeben, aber wenn ich ausspreche, was ich fühle, dann bekomme ich sofort Verständnis.'

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