🌄Das Buch "Göttliches Fühlen" von Felix Leibrock", behandelt in kurzen Kapiteln viele tiefgründige Weisheiten, bezogen auf den Glauben, Gott, die Liebe und unseren Alltag. Besonders schön fand ich, dass der Autor, neben christlichen Aspekten, auch Perspektiven aus anderen Religionen, wie den Islam, den Hinduismus und den Buddhismus eingebracht hat. Auch Abschnitte aus Büchern, Liedern und philosophischen Theorien haben ihren Raum gehabt, sodass das Buch für viele Menschen zugänglich ist.
🌄Ich habe mir so viele wunderschöne Zitate markiert und werde immer mal wieder auf das Buch zurückgreifen, um Trost zu finden.
Als Leserin habe ich gespürt, wie viel Herzblut in jedem Kapitel steckt. Die Worte waren authentisch und mutmachend. Es ging nicht darum, dass das Leid "schön geredet" wird. In dem Buch ging es darum den Menschen wirklich als Ganzes zu sehen. Es gab keine leeren Versprechungen, aber tröstende Anekdoten und hoffnungsvolle Gedanken und Zitate.
Lieblingszitate
"Die Liebe als etwas Hohes, Großes, das immer da ist und unseren Verstand weit übersteigt. Da ist es nur noch ein kleiner Schritt, Liebe und Gott gleichzusetzen." (Seite 14)
"Übersetzt heißt das griechische Wort Psyche Seele, aber auch Schmetterling. Gott ist der Schmetterling in uns." (Seite 15)
"Der Koran kennt einen Lichtvers in Sure 24 (...) Gott ist das Licht über Himmel und Erde. Sein Licht gleicht einer Lampe, die in einer Nische hängt. Die Lampe befindet sich hinter Glas, als ob sie ein strahlender Stern wäre. Sie wird von einem gesegneten Olivenbaum angezündet, den es weder im Osten noch im Westen gibt. Sein Öl leuchtet schon fast, ohne dass es überhaupt vom Feuer berührt worden wäre: Licht über Licht. Gott führt zu seinem Licht, wen er will, und er schenkt den Menschen Gleichnisse. Gott weiß über alles Bescheid. "(Seite 35)
"Das Leben ist fragil, ungewiss, dem Wind gleich, der mal hier und mal da weht. Sich auf das Göttliche einzulassen heißt, sich in den Wind und auch in den Sturm zu begeben, mit ungewissem Ausgang." (Seite 88)
"Romane und Gedichte müssen nicht unbedingt die Axt für das gefrorene Meer in uns sein. Aber wenn wir sie lesen und sie uns erreichen, dringen sie in unseren Wesenskern vor. Dorthin, wo laut Meister Eckhart das Göttliche wohnt." (Seite 104)
"Die Bibel schildert, dass Gott die Tiere am vierten und fünften Tag der Schöpfung erschaffen hat, noch vor dem Menschen. Wenn Tiere uns begleiten und durch ihr Wesen trösten und heilen, ist es dann abwegig, sie als göttliche Geschöpfe zu empfinden?" (Seite 116)