Felix Lobrecht

 4.1 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Sonne und Beton, 10 Minuten? Dit sind ja 20 Mark! und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Felix Lobrecht

Sonne und Beton

Sonne und Beton

 (15)
Erschienen am 08.06.2018
10 Minuten? Dit sind ja 20 Mark!

10 Minuten? Dit sind ja 20 Mark!

 (4)
Erschienen am 15.09.2015
Sommer in Neukölln

Sommer in Neukölln

 (0)
Erschienen am 12.05.2014

Neue Rezensionen zu Felix Lobrecht

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BubuBubus avatar

Rezension zu "Sonne und Beton" von Felix Lobrecht

Authentischer Roman
BubuBubuvor einem Jahr

Lukas und seine Kumpels leben in Berlin-Gropiusstadt. Sie gehen unregelmäßig zur Schule, kiffen, trinken und wollen eigentlich am liebsten ganz woanders sein. Inmitten von Kriminalität versuchen die Jungs ein besseres Leben zu führen als ihre Eltern und Lukas, der einzige Deutsche in seiner Klasse und gibt sich lieber als Pole aus, denn Deutsche haben es in Gropiusstadt schwer.
Schlägereien gehören zu Tagesordnung und als Junge muss man sich in dem Viertel  behaupten um nicht als „Opfer“ zu gelten.
Eines Tages bekommt Lukas einen neuen Mitschüler, den aus Hellersdorf stammende Kubaner Sanchez der direkt neben an wohnt.
Die beiden freunden sich an und machen allerlei Faxen. Eine Entscheidung kann den beiden, Gino und Julius, die anderen Mitglieder ihrer Jungs Clique.

„Mann, is dein Ernst? Lass mich doch mal rein jetzt, Alter. Ich bin seit vier Jahren hier auf dieser beknackten Schule. Du kennst mich. Wir haben uns schon tausendmal gesehen, ja. Ohne Spaß…“ sage ich. Der Security-Typ am Eingang zur Schule reagiert nicht.

 

Der Roman von Felix Lobrecht ist ziemlich kurzweilig, jedoch habe ich etwas gebraucht um mit der Sprache umgehen zu können, da diese so normalerweise nicht als geschriebene Sprache vorkommt. Es ist eine Mischung aus Slang, Berliner Dialekt und Assi-Sprache. Dadurch wirken die Charaktere und die Dialoge sehr authentisch und ich konnte sie mir gut vorstellen. Wer die Sprache so noch nie gesprochen gehört hat wird vielleicht Probleme damit haben.
Die vier Jungs Lukas, Gino, Julius und Sanchez kommen alle aus sozialschwachen Verhältnissen und müssen sich Tag für Tag durchschlagen.
Im Endeffekt könnte die Geschichte in allen Problemvierteln in Großstädten spielen. Solche Storys spielen sich tagtäglich in Deutschland ab und genau deswegen wirkt der Roman, neben der Sprache, so authentisch.
Lukas wächst bei seinem alleinerziehenden Vater auf und hat einen großen Bruder, Marco, der ein stadtbekanntes Gesicht ist und schon einiges auf dem Kerbholz hat. Doch er wohnt nicht mehr zu Hause und hat es geschafft Gropiusstadt zu verlassen um der Gewalt und Kriminalität zu entkommen.
Auch Lukas Vater ist dort großgeworden, doch damals schien es auf der Straße noch um einiges harmloser zuzugehen.
In „Sonne und Beton“ geht es um das Erwachsenwerden,  Gewalt, Rassismus, Kriminalität und um das tägliche Überleben. Wer bereits Berührung mit dem Milieu gemacht hat, wird einige Aspekte eindeutig widererkennen. Wer nicht, wird einen Einblick in das Leben von Deutschlands Jugend bekommen.
Als Leser will man, dass am Ende alles gut wird. Aber eigentlich wissen wir genau, dass es keinen Ausweg gibt und jeden Tag Neues passieren kann.
Ich als Mädchen hatte hier zwar keine Person mit der ich mich identifizieren konnte, dennoch hab ich die Geschichte „erlebt“ und die Charaktere waren greifbar, auch wenn die Jungs teilweise sehr frauenfeindliche Sprüche abgelassen haben und vieles für mich nicht nachvollziehbar war.
Wer eine authentische Geschichte aus der Perspektive eines Jugendlichen aus einer Hochhaussiedlung lesen möchte, sollte unbedingt zu „Sonne und Beton“ von Felix Lobrecht greifen.

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Sonjalein1985s avatar

Rezension zu "Sonne und Beton" von Felix Lobrecht

Überleben im Großstadt-Dschungel
Sonjalein1985vor 2 Jahren

Inhalt: Neuköln im Sommer: Lukas und seine Freunde wollen am Liebsten woanders sein. Sie kiffen, klopfen Sprüche und versuchen zwischen der ganzen Kriminalität irgendwie zu überleben. Schule schwänzen und Schlägereien gehören hier schon zum guten Ton. Ausserdem ist Lukas der einzige Deutsche in seiner Klasse und gibt sich daher lieber als Pole aus.
Dann treffen die Jungs eine folgenschwere Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern könnte.

Meinung: In „Sonne und Beton“ geht es um das Leben im Großstadtghetto. Genau genommen in Neuköln. Im Mittelpunkt steht Lukas, der einer der wenigen Deutschen ist, die in seinem Viertel zu finden sind. Er ist ein normaler Jugendlicher, der versucht über die Runden zu kommen. Am Besten ohne verprügelt zu werden oder schlimmeres. Denn Kriminalität und Gewalt sind hier an der Tagesordnung.
Ihm zur Seite stehen seine drei Kumpels Gino, Sanchez und Julius. Ihnen scheint er sogar näher zu sein als seiner Familie, die aus seinem Vater und seinem älteren Bruder besteht. Der Bruder wohnt allerdings nicht mehr zuhause und mit seinem Vater kommt Julius nicht sonderlich gut klar.
Die Jungs und die Umgebung fand ich sehr authentisch beschrieben. Und zwar sowohl die Jugendlichen als auch die Reaktionen der Erwachsenen. Hierbei wird vor allem klar, dass die Jungs, obwohl sie Eltern und Lehrer zur Verfügung hätten, eigentlich auf sich alleine gestellt sind. Der Generationskonflikt kommt neben der Gewalt nämlich ebenfalls gut rüber.
Mit der Sprache in dem Buch hatte ich erst meine Probleme, denn die Jugendlichen reden vor allem in Jugendsprache. Und das auch nicht in bestem Deutsch. Ich hatte mich dann aber doch schneller als erwartet daran gewöhnt und wurde anschließend vom Buch gefesselt.
Der Schreibstil und die Beschreibungen des Autors wirken sehr authentisch. Die Umgebung und die Ereignisse sind allesamt glaubwürdig und kommen echt herüber.
Es werden verschiedene Probleme thematisiert. Es geht um Gewalt, Rassismus (auch gegen Deutsche) und Probleme in der Familie. Ausserdem um den alltäglichen Wahnsinn, den das Leben im Großstadtdschungel mit sich bringt.
Alles in allem ist das Buch sehr interessant, informativ, spannend und auch fesselnd und ich empfehle es auf ganzer Linie.

Fazit: Gutes Buch über das Überleben in Neuköln. Authentisch geschrieben und spannend umgesetzt.

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nonamed_girls avatar

Rezension zu "10 Minuten? Dit sind ja 20 Mark!" von Felix Lobrecht

Felix und Malte schreiben ein Buch...
nonamed_girlvor 3 Jahren

Skurril, schräg und, lässt man sich darauf ein, absolut witzig.

Durch Zufall hörte ich auf der Buchmesse in Leipzig die letzten 10 Minuten der Lesung, bei der Malte Rosskopf einen seiner Texte aus dem Buch zum Besten gab. Ich habe Tränen gelacht und mir war direkt klar, dass ich dieses Buch lesen muss. 

Felix und Malte schreiben ein Buch. Und dafür haben sie noch 4 Wochen Zeit. Zwei Poetryslammer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen zwischen Kleiberplage und Urlaubsgedanken alles zu Papier zu bringen, was für ihre selbstgewählte Zielgruppe interessant sein könnte. Frei nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel.", erfährt der Leser alles, was um die Entstehung des Buches herum in der WG auf Zeit passiert.  

Es wird geschrieben, wie gesprochen und gedacht wird. Zwischen der verrückten Hauptstory mit all ihren Spitzen finden sich die besten Texte der beiden Autoren. Und der Leser ist mittendrin.

Lässt man sich als Leser auf dieses Buch ein, ist es nicht nur irrsinnig skurril und schräg, sondern auch auch noch absolut witzig.

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