Felix Lobrecht Sonne und Beton

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Inhaltsangabe zu „Sonne und Beton“ von Felix Lobrecht

»Ich wünschte, ich hätte mir mehr ausdenken müssen.« Felix Lobrecht   »Könn’ wa die Scheiße vielleicht ma leiser machen? Mann ey ...«, motzt ein Typ vor uns im Bus. Julius macht die Musik auf seinem Handy noch lauter und starrt den Typen an. Gino und ich fangen an zu lachen. „Ihr sollt die Scheiße ausmachen, hab ick jesagt!“, sagt der Typ und guckt böse. Sanchez steht grinsend auf. »Sie haben nicht das Recht, mich ‚Neger‘ zu nennen, Sir!«, ruft er plötzlich. Wir sind mitten in Neukölln, außer Julius und mir sitzen nur Ausländer im Bus. Alle drehen sich um und glotzen den Mann an. »Ick habe nicht ...«, stammelt er. »Iiieh, richtiger Nazi!«, ruft Gino. »Der Einzige, der hier ‚Neger‘ sagt, bin ick, Nigga!«, brüllt Sanchez. Er nimmt einen großen Schluck organgefarbene Mische und verzieht das Gesicht. Julius macht dasselbe Lied nochmal an. Der Mann steigt an der nächsten Haltestelle kopfschüttelnd aus. »Heil Hiter!«, brüllt Julius und nimmt Sanchez die Flasche aus der Hand. Ein heißer Sommer. Vier Jungs in den Hochhausschluchten der Großstadt. Eine folgenschwere Entscheidung. "Eindrucksvolle Exposition und furioses Finale" Süddeutsche Zeitung, Jens Bisky

Es zeigt das Leben von Jugendlichen des Berliner Brennpunktes Neukölln und verdeutlicht sehr gut die sozialen Spannungen in der Gesellschaft

— aufgeblaettert
aufgeblaettert

Flüssig und spannend geschrieben, aber mir fehlt leider etwas.

— julo_
julo_

Wenn Bücher Fenster in fremde Kulturen sind, dann ist "Sonne und Beton" ein Kellerfenster. Großartige Milieustudie mit Witz und Verstand.

— Marina_Nordbreze
Marina_Nordbreze

Nach kurzen Startschwierigkeiten las es sich fast von selbst. Ehrlich und vermutlich ungeschönt. Ich bin froh, anders aufgewachsen zu sein.

— nonamed_girl
nonamed_girl

Speziell, mit Witz und Charme aber irgendwie auch traurig – habe selten ein solches Buch gelesen!

— TinaLiest
TinaLiest

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  • Überleben im Großstadt-Dschungel

    Sonne und Beton
    Sonjalein1985

    Sonjalein1985

    15. March 2017 um 10:35

    Inhalt: Neuköln im Sommer: Lukas und seine Freunde wollen am Liebsten woanders sein. Sie kiffen, klopfen Sprüche und versuchen zwischen der ganzen Kriminalität irgendwie zu überleben. Schule schwänzen und Schlägereien gehören hier schon zum guten Ton. Ausserdem ist Lukas der einzige Deutsche in seiner Klasse und gibt sich daher lieber als Pole aus. Dann treffen die Jungs eine folgenschwere Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern könnte.Meinung: In „Sonne und Beton“ geht es um das Leben im Großstadtghetto. Genau genommen in Neuköln. Im Mittelpunkt steht Lukas, der einer der wenigen Deutschen ist, die in seinem Viertel zu finden sind. Er ist ein normaler Jugendlicher, der versucht über die Runden zu kommen. Am Besten ohne verprügelt zu werden oder schlimmeres. Denn Kriminalität und Gewalt sind hier an der Tagesordnung.Ihm zur Seite stehen seine drei Kumpels Gino, Sanchez und Julius. Ihnen scheint er sogar näher zu sein als seiner Familie, die aus seinem Vater und seinem älteren Bruder besteht. Der Bruder wohnt allerdings nicht mehr zuhause und mit seinem Vater kommt Julius nicht sonderlich gut klar. Die Jungs und die Umgebung fand ich sehr authentisch beschrieben. Und zwar sowohl die Jugendlichen als auch die Reaktionen der Erwachsenen. Hierbei wird vor allem klar, dass die Jungs, obwohl sie Eltern und Lehrer zur Verfügung hätten, eigentlich auf sich alleine gestellt sind. Der Generationskonflikt kommt neben der Gewalt nämlich ebenfalls gut rüber.Mit der Sprache in dem Buch hatte ich erst meine Probleme, denn die Jugendlichen reden vor allem in Jugendsprache. Und das auch nicht in bestem Deutsch. Ich hatte mich dann aber doch schneller als erwartet daran gewöhnt und wurde anschließend vom Buch gefesselt.Der Schreibstil und die Beschreibungen des Autors wirken sehr authentisch. Die Umgebung und die Ereignisse sind allesamt glaubwürdig und kommen echt herüber. Es werden verschiedene Probleme thematisiert. Es geht um Gewalt, Rassismus (auch gegen Deutsche) und Probleme in der Familie. Ausserdem um den alltäglichen Wahnsinn, den das Leben im Großstadtdschungel mit sich bringt.Alles in allem ist das Buch sehr interessant, informativ, spannend und auch fesselnd und ich empfehle es auf ganzer Linie.Fazit: Gutes Buch über das Überleben in Neuköln. Authentisch geschrieben und spannend umgesetzt.

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