Giulias Liebe ist süß wie Schokalade…Männer, hier kommt eine Prachtfrau für die ihr euch warm anziehen könnt. Liebe! Und sowieso schreibt Giulia viel über die Liebe…macht es aus ihr eine richtige Frau? Auf jeden Fall lassen die Gedichte die Welt fröhlicher stimmen, wenn die Welt bereit ist für ein Werk wie dieses…Seelenheil!
Felix Martin Gutermuth
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Felix Martin Gutermuth
Chips, Nippel und Abenteuer
Meine Liebe ist anders
Neue Rezensionen zu Felix Martin Gutermuth
Die Gedichte von Felix Martin Gutermuth sind Impulsgedichte ohne Konventionen. Kein Paarreim oder sonstiger aufgeblasener Schnickschnack sondern freie ungereimte Verse. Und er haut sie raus in die Welt und erzählt von der verschmähten Liebe zu Nora, von Paris und von Alkohol.
Sprachlich sind seine Gedichte einfach und verständlich und grade deshalb gut. Eine gewisse Sensibilität ist zwischen den Zeilen zu spüren, die sich - wenn man dafür offen genug ist - heraus kristallisieren. Ich mag die Mischung. Mal was anderes. Seine Vorbilder sind deutlich erkennbar; Bukowski, Dostojewski und manchmal auch ein Hauch von Baudelaire. Er ist kein aufgeblasener Typ sondern "frei Schnauze" passend zu Berlin und das merkt man. Seine Gedichte sind bodenständig und voller Realismus. Es ist Undergroundlyrik, die einem manchmal arg ins Gesicht rülpst. Als ich ihn auf Instagram fragte, was er in seinem Buch ausdrücken möchte, sagte er; "Ich möchte ausdrücken, dass ich aus dem Staub kam und eine schönerere Welt aufbauen wollte, eine erträglicherere vielleicht, eine Welt in der ich zu mir selber und meine Frieden finde". Ich hoffe es gelingt ihm.
Normalerweise lese ich solche Anthologien nicht (typischer Satz, ich weiß). Animiert durch das Gespräch mit einer Freundin, kaufte ich mir dieses Buch. Und wie es manchmal ist, führte eines zum anderen, kurz: Ich schreibe meine Rezension. Na, dann wollen wir mal.
Zuerst eine Person, deren Inneres auch außen zu glänzen vermag, dann eine Person, die ihre Wahrheit wiedergibt, wie es direkter kaum geht, und dann der zum Ende hin abfallende Rest - so könnte man diese Textsammlung in einem Satz beschreiben.
Während Giulia Patruno sich ernsthaft und doch leicht, vor allem gut zugänglich mit der titelgebenden Thematik auseinandersetzt, wie sie darüber empfindet, was sie empfindet, schöpft Felix Martin Gutermuth aus seinem Erleben zwischen Mangel und Überlebensrausch. Beides sind zwei gute Ausgangspunkte für ein oft zitiertes Motiv, und sie ergänzen sich, wenn man sich denn darauf einlässt: Hier die gefühlvolle Benennung, dort die schlichte Wiedergabe.
Diese derart beschriebenen Seiten gefielen mir ganz gut.
Doch da ist auch der Strudel, um nicht gar zu sagen der Mahlstrom der Beliebigkeit.
Manche mag es "abholen", was die anderen Autor*innen präsentieren - ich zähle mich nicht dazu. In den lieber ungenannt belassenen Werken der ebenso für mich namenlos zu bleibenden Schreibenden finde ich weder mich noch meine Ansichten wieder, sie ekeln mich nicht an, sie lassen mich nichts tiefer spüren oder wiedererkennen. Anfangs trauerte ich um die durch das Durchlesen verlorene Zeit, mittlerweile sind sie mir egal.
Ehrlich gesagt hätten die beiden erstgenannten Verfassenden allein eine dyarchische Veröffentlichung füllen können, vielleicht in einer Art Dialog über ihre Texte, die beispielsweise einen Zustand aus der jeweils ganz eigenen Befindlichkeit beschrieben, erst die eine, dann der andere, in dieser oder einer ähnlichen Form. Leider, dieses Wort muss dabei fallen, leider ist es anders gekommen.
Ich werde den literarischen Lauf von Frau Patruno und Herrn Gutermuth weiterhin so interessiert wie kritisch verfolgen: Sie steigt, während sie sich entwickelt, und ihm scheint es ziemlich egal - beides mag ich.
Darum 3,5 von 5 Sternen, um Patruno und Gutermuth zu ermöglichen, beim nächsten Mal unter bessere Gesellschaft zu geraten; ansonsten wäre es ein halber Stern weniger, aber das nur zur Erläuterung
Bleibt noch die Frage, wem dieses Werk, pardon: die Werke ans Herz gelegt sei, denn um die Liebe soll es ja gehen, soll es sich drehen. Gute Frage.
Mögen Sie die Emotionen in sich, die Sie mit dem Wort "Liebe" verbinden? Lesen Sie die Texte von Giulia Patruno. Wollen Sie sich echt, wahr, kurz und knapp mit Lebenserfahrungen identifizieren? Lesen Sie die Texte von Felix Martin Gutermuth. Über alles andere und alle anderen schweigen wir lieber.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
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