Felix Mitterer

 4,1 Sterne bei 86 Bewertungen
Autor von Kein Platz für Idioten, Superhenne Hanna und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Felix Mitterer

Felix Mitterer wurde 1948 in Tirol geboren. Seine leibliche Mutter war eine verwitwete Kleinbäuerin und sein Vater rumänischer Flüchtling. Von einem Landarbeiterehepaar adoptiert wuchs Felix Mitterer in Kitzbühel und Kirchberg auf. Er besuchte von 1962- 66 die Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck und ist seither als freier Autor tätig. Von den bislang 27 Theaterstücken sind "Kein Platz für Idioten" und "Sibirien" die bekanntesten, von den 30 Drehbüchern die Vierteiler "Die Piefke-Saga"und "Verkaufte Heimat". Das Kinderbuch "Superhenne Hanna" ist 1977 erschienen und wird von kleinen und großen Menschen bis heute gelesen. Die 22. Auflage dieses Buches spricht sowohl für den unterhaltenden wie auch für den pädagogischen Wert dieses Klassikers der Kinder- und Jugendliteratur.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Felix Mitterer

Cover des Buches Kein Platz für Idioten (ISBN: 9783852188058)

Kein Platz für Idioten

 (32)
Erschienen am 24.02.2020
Cover des Buches Superhenne Hanna (ISBN: 9783707421903)

Superhenne Hanna

 (11)
Erschienen am 22.01.2018
Cover des Buches Die Beichte (ISBN: 9783852188720)

Die Beichte

 (7)
Erschienen am 27.05.2011
Cover des Buches Sibirien (ISBN: 9783852188041)

Sibirien

 (7)
Erschienen am 28.03.2018
Cover des Buches Keiner von euch (ISBN: 9783709934951)

Keiner von euch

 (4)
Erschienen am 26.01.2021
Cover des Buches Ein Weihnachtslied (ISBN: 9783707403244)

Ein Weihnachtslied

 (2)
Erschienen am 01.09.2006
Cover des Buches Die Jagd nach dem hohen C (ISBN: 9783707402988)

Die Jagd nach dem hohen C

 (3)
Erschienen am 03.10.2005

Neue Rezensionen zu Felix Mitterer

Cover des Buches Die Piefke-Saga (ISBN: 9783852188133)G

Rezension zu "Die Piefke-Saga" von Felix Mitterer

Wie im richtigen Leben
goejosvor 8 Monaten

Kein wunder, dass die Piefke-Saga beim ihrer Ausstrahlung im Fernsehen Entrüstung und Empörung in Deutschland zur damaligen Zeit ausgelöst hat. Heute beim Lesen ist das alles Nostalgie und ringt uns nur ein Schmunzeln ab. Umweltschutz lag damals in der Kinderschuhen. Die D-Mark war damals für uns die Weltwährung, vor der wir in Ehrfurcht erstarrten. Wunderbar zum Lesen und in die Vergangenheit zurückzublicken. Mit Wehmut.

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Cover des Buches Ein Weihnachtslied (ISBN: 9783707403244)Eleonoras avatar

Rezension zu "Ein Weihnachtslied" von Felix Mitterer

Eine sehr schöne Ausgabe des beliebten Weihnachtsklassikers🎄☃️🎅🏻
Eleonoravor 9 Monaten

Hier stimmt offenbar irgendetwas mit der ISBN oder dem Bild nicht. Ich beziehe mich auf die Ausgabe mit den Illustrationen von Roberto Innocenti im Sauerländer Verlag.

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Ebenezer Scrooge ist ein Geizhals, Miesepeter und Misanthrop. Er hasst Weihnachten und alles was damit zu tun hat. Als er mal wieder wie jedes Jahr schlecht gelaunt einen einsamen Heiligabend bei sich verbringt,  bekommt er Besuch von einem Geist. Es ist sein ehemaliger, verstorbener Geschäftspartner Jacob Marley, der ebenfalls wie Scrooge ein miesepetriger Geizhals war und nun dazu verdammt ist mit klirrenden Ketten in Ewigkeit die Welt zu bewandern. Er kündigt Scrooge drei Geister an, die ihn besuchen werden. Der Geist der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnachten, die ihn aufzeigen werden was für ein schlechter und dadurch auch unglücklicher Mensch er geworden ist und wie finster seine Zukunft aussehen wird, wenn er sich nicht ändert. Scrooge, der Anfangs noch glaubt, sich alles nur einzubilden, ist schockiert von der Konfrontation mit seinem eigenen Selbst. Er wird sehr schnell sehr demütig und gelobt Besserung. Für einen griesgrämigen, mürrischen alten Mann ein sehr großer Schritt, der ihn für immer verändern wird📖 

Vielleicht war es doch ein wenig früh die Weihnachtsgeschichte schon zu lesen. Jedoch hatte ich die Befürchtung, wenn die Adventszeit einmal angelaufen ist und die vielen verschiedenen Verfilmungen ausgestrahlt werden, ich dann keine Lust mehr hätte sie zu lesen. Des weiteren ist diese Ausgabe eigentlich ein Geschenk ersten Advent oder Nikolaus für meine Mama. Sie hat mir aber selbst so gefallen, dass ich dachte, die muss ich doch selbst noch lesen bevor ich sie verschenke. Sie ist wirklich sehr schön gestaltet. Bevor ich sie sehr günstig auf ebay gebraucht kaufte (neu ist sie leider nicht mehr erhältlich), hatte ich mir mehrere andere Ausgaben angesehen und diese hier hat mir doch am besten gefallen. Das Buch hat ein sehr großes Format, was es zwar ein wenig unhandlich macht, aber eben auch zu etwas Besonderem. Es ist äußerst liebevoll gestaltet. Die Illustrationen sind klassisch und wunderhübsch. Man schaut sie sich gerne etwas länger an. Die Schriftart ist auch sehr gut gewählt. Rundum eine wirklich sehr gelungene schöne Ausgabe. Zu der Geschichte muss man glaub ich nicht weiter viel sagen. Sie liest sich trotz des Alters und der langen klassischen Schachtelsätze sehr gut. Sie ist und bleibt eben einfach ein Klassiker für Groß und Klein, den man immer wieder lesen kann🙂

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Cover des Buches Keiner von euch (ISBN: 9783709934951)awogflis avatar

Rezension zu "Keiner von euch" von Felix Mitterer

Des Kaisers Mohrenfreund
awogflivor einem Jahr

Das soll übrigens keine rassistische Überschrift sein, aber der historische Roman handelt nun mal eben in einer Zeit zwischen 1730-1796, in der nur dieses Un-Wort existierte, von der realen historischen Person Angelo Soliman, der in Ostnigeria als Häuptlingssohn geboren, von einem andern Stamm verschleppt, für ein Pferd bei einem Europäer eingetauscht, nach Sizilien verschenkt, dort dem Grafen Lobowitz weitergereicht und nach Wien verbracht wurde. Dort wurde er zum Mohrendiener ausgebildet und auch in diversen Wissenschaften unterrichtet.

Als Erwachsener war sein gesellschaftlicher Aufstieg nicht mehr aufzuhalten, er stieg als Kammerdiener und Chef der Dienerschaft in zwei Fürstenhäusern bis zum Freund und Gesellschafter am Hof des liberalen Kaisers Josef II an die Spitze der österreichischen Gesellschaft auf. Als sich das liberale gesellschaftliche Klima nach den frühen Toden von Josef II und seinem Nachfolger Leopold II wieder änderte, gab es nach dem Tod des frommen Katholiken Soliman einen veritablen Skandal, indem durch eine der fiesesten posthumen Beleidigungen, seine Haut abgezogen, präpariert und bis 1806 dem gaffenden Publikum im kaiserlichen Naturalienkabinett als halbnackter Wilder mit Federn und Muschelkette präsentiert wurde, bis sich die Tochter Solimans, die mittlerweile zur Freifrau aufgestiegen war, durchgesetzt hat und diese Schandtat abstellte.

Ich bin schon vor Jahren auf diese sehr spannende historische Figur aufmerksam geworden, denn seit 2006 wird Soliman in Österreich geehrt. Mit Briefmarken, Straßenbenennungen, Ausstellungen, mehreren Biografien und Analysen in Sachbüchern wird er vielleicht „etwas fragwürdig aber auch selbstironisch ins austriakische Erbe integriert“ (sagt der Kulturjournalist Paul Jandl).

Der bekannte Tiroler Dramatiker Felix Mitterer, einigen von Euch wird er als Autor der Piefke-Saga* wohlbekannt sein, hat sich nun dieses spannenden Lebens angenommen und seinen allerersten Roman als fiktive Historiengeschichte zur Familie der Solimans verfasst. Dabei lässt er die wichtigsten biografischen Eckpfeiler stehen, tauscht mehrere Figuren aus, erfindet Protagonisten und Ereignisse dazu und verwebt recht geschickt historische Fakten und Fiktion zu einer rasanten Story rund um eine große, sehr schwierige gemischtrassige Liebe, fiese politische und gesellschaftliche Intrigen, ein moralisches Sittenbild der Gesellschaft, eine spannende gewalttätige Kriminalgeschichte in höchsten gesellschaftlichen Kreisen, atemberaubende Abenteuer, blanken Rassismus, liberales Gedankengedankengut versus Rückkehr zum Absolutismus aufgeführt und recht konsistent eingebettet in die Zeit und das wechselnde gesellschaftliche Klima während der Amtszeiten von mehreren Habsburger Regenten: Maria Theresia, Josef II, Leopold II und Franz I.

Die Tochter von Soliman flüchtet in der fiktionalen Geschichte aus einem Kloster in Sizilien und rollt auf Suche nach ihren Eltern ein sagenhaftes Komplott in höchsten gesellschaftlichen Kreisen auf, in das der Leibarzt von Maria Theresia, vorübergehender Wissenschaftsbeauftragter und Freimauer, Professor Hoffmann verwickelt ist, der eben unter mehreren kaiserlichen Regenten im Hintergrund höchst intrigant die Fäden zieht und der Familie Soliman unbedingt schaden möchte.

Was mir am besten im Roman gefallen hat, ist der sehr persönlich geschilderte Werdegang von Soliman, der in einer rassistischen Gesellschaft, die ihn diskriminiert, ihn als Fetischobjekt und als Symbol der Aufklärung zu vereinnahmen versucht, das Husarenstück schafft, durch Bildung, Selbstbehauptung und Emanzipation seine Würde zu verteidigen und damit sehr erfolgreich ist.

Am Ende des Romans waren mir dann die fiktionalen Freiheiten, die sich Mitterer gegenüber den historischen Fakten herausgenommen hat, zu viel des Guten und zu dicht gestreut. Gleich dem Baron Münchhausen übertreibt er die fantastischen Wendungen. Da wäre die Freundschaft Solimans zu Mozart, die durchaus möglich sein könnte, die aber in der völlig unlogischen Szene gipfelt, dass Mozart sein Requiem für Soliman geschrieben hat, was komplett unwahrscheinlich ist, denn Mozart ist fünf Jahre vor Soliman gestorben.

Nicht gefallen hat mir auch das von Mitterer und manchen Österreichern sehr gerne bediente falsche Narrativ, dass Josef II ein sehr menschlicher liberaler Regent und Zeitgenosse gewesen sei, ein umsichtiger progressiver Reform-Kaiser, der politisches Talent hatte, ein freundlicher Bruder, der zu seinen Geschwistern, insbesondere Marie Antoinette eine gute Beziehung hatte. All diese bereits widerlegten Mythen dichtet Mitterer seiner falsch konzipierten Lichtgestalt anheim. Die moderne und ungeschönte Geschichtsforschung abseits des Habsburgerkitsches sagt aber das genaue Gegenteil. Josef half weder Marie Antoinette, obwohl es in seinen Möglichkeiten stand, noch gewährte er seinen eigenen Geschwistern Asyl in Österreich, als sie während der revolutionären Zeiten in arge Kalamitäten kamen. Im Gegenteil, er betrog sie auch noch um ihr Erbe und unterschlug Gelder, die laut Testament seinen Verwandten zustanden. Auch politisch war er eigentlich nicht begabt, er konnte keine zwei Schritte vorausdenken und war auch gar nicht so liberal, sondern eigentlich nur prinzipiell gegen alles, was seine Mutter und seine Familie verkörperten. Seine revolutionären Visionen waren völlig unrealistisch und nicht durchdacht. Erst sein Bruder Leopold goss diesen Wirrwarr an unausgegorenen Ideen während seiner ganz kurzen Regentschaft in echte Reformen, die dann leider fälschlich seinem Vorgänger angerechnet wurden. (Historische Details könnt Ihr beispielsweise in diesem Buch nachlesen)

Sprachlich und strukturell gibt’s am Autor ohnehin nichts zu kritisieren. Mitterer kann richtig gut schreiben und die eingestreuten Erzählperspektivenwechsel zwischen Josephine Soliman, Clara Soliman, Angelo Soliman und Professor Hoffmann stiften keine Verwirrung, sondern machen den integrierten Krimiplot durch die Rückblenden, die erst allmählich alles offenbaren und die verwickelten Intrigen entwirren, richtig spannend.

Fazit: Auch wenn sich Mitterer historisch etwas vergallopiert und am Ende des Romans an der Fiktion meiner Meinung nach zu arg gedreht hat (ich bin da etwas pingelig), ist das ein extrem spannender Pageturner in Form einer Historiengeschichte, mit einer wichtigen Botschaft gegen Rassismus, gewürzt mit einer großen Liebe und ein bisschen Krimi. Die Mischung ist wirklich grandios! 4,5 Sterne wohlwollend aufgerundet auf 5

*P.S: Der Autor Felix Mitterer möchte 2020 mit einer weiteren Folge der Piefke Saga beginnen und die aktuellen und furchtbaren Ereignisse der realen Causa Ischgl wärend der Covid-19 Pandemie im Teil 5 verarbeiten. Das ist hier der klassische Fall von Realität überholt jegliche Satire, der Tiroler Turbotourismus ist anno 2020 so entartet, dass man sich so etwas gar nicht ausdenken kann.

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Gespräche aus der Community

LovelyBooks Challenge 2018 „Sachbücher & Ratgeber“


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Wir freuen uns auf deine Vorstellungen und Tipps, tauschen uns gerne mit dir aus.
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  2. Die Challenge dauert von 1.1.2018 bis 31.12.2018. Du kannst jederzeit einsteigen.
  3. Schreibe zu jedem Buch eine Rezension und ordne diese dem jeweiligen Bereich zu. Verlinke bitte deine Rezension in deinem Sammelbeitrag, nur so kann am Ende des Jahres ermittelt werden, ob du die Challenge geschafft hast.

Ziel der Challenge: 12 Bücher in 12 Monaten aus mindestens 3 unterschiedlichen Bereichen zu lesen und zu rezensieren.


Es ist egal, ob du Sachbücher oder Ratgeber liest. Diese können in diversen Formaten (Hörbuch, E-book, Print) vorgestellt werden. Wichtig ist, dass das jeweilige Buch vom Verlag bzw. Lovelybooks als Sachbuch/Ratgeber/Biographie geführt wird.


Primär sollte natürlich der Gedanke zählen, sich auszutauschen oder neue Bücher kennenzulernen. Doch was wäre eine Challenge ohne Gewinn!


Und das kannst du gewinnen:

Natürlich ein Buchpaket von LovelyBooks – dieses wird unter allen Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern verlost, die das Ziel der Challenge geschafft haben.


In eigener Sache: Ich wünsche mir eine Challenge, in der wir respektvoll miteinander umgehen, in der wir die Meinung der anderen akzeptieren (wenn wir sie auch nicht immer teilen werden) und in der wir auch bei hitzigen Diskussionen immer wieder zu einem Konsens finden – „Meinungsfreiheit“ soll hier selbstverständlich sein.


Ich freue mich, wenn du dabei bist.


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Felix Mitterer wurde am 05. Februar 1948 in Achenkirch, Tirol (Österreich) geboren.

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