Felix Mitterer

 4 Sterne bei 76 Bewertungen
Autor von Kein Platz für Idioten, Superhenne Hanna und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Felix Mitterer

Felix Mitterer wurde 1948 in Tirol geboren. Seine leibliche Mutter war eine verwitwete Kleinbäuerin und sein Vater rumänischer Flüchtling. Von einem Landarbeiterehepaar adoptiert wuchs Felix Mitterer in Kitzbühel und Kirchberg auf. Er besuchte von 1962- 66 die Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck und ist seither als freier Autor tätig. Von den bislang 27 Theaterstücken sind "Kein Platz für Idioten" und "Sibirien" die bekanntesten, von den 30 Drehbüchern die Vierteiler "Die Piefke-Saga"und "Verkaufte Heimat". Das Kinderbuch "Superhenne Hanna" ist 1977 erschienen und wird von kleinen und großen Menschen bis heute gelesen. Die 22. Auflage dieses Buches spricht sowohl für den unterhaltenden wie auch für den pädagogischen Wert dieses Klassikers der Kinder- und Jugendliteratur.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Keiner von euch

 (3)
Neu erschienen am 19.06.2020 als Hardcover bei Haymon Verlag.

Alle Bücher von Felix Mitterer

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Cover des Buches Kein Platz für Idioten (ISBN: 9783852188058)

Kein Platz für Idioten

 (31)
Erschienen am 24.02.2020
Cover des Buches Superhenne Hanna (ISBN: 9783707421903)

Superhenne Hanna

 (11)
Erschienen am 22.01.2018
Cover des Buches Die Beichte (ISBN: 9783852188720)

Die Beichte

 (7)
Erschienen am 27.05.2011
Cover des Buches Sibirien (ISBN: 9783852188041)

Sibirien

 (7)
Erschienen am 28.03.2018
Cover des Buches Keiner von euch (ISBN: 9783709934951)

Keiner von euch

 (3)
Erschienen am 19.06.2020
Cover des Buches Mein Lebenslauf. (ISBN: 9783709934258)

Mein Lebenslauf.

 (2)
Erschienen am 19.03.2018

Neue Rezensionen zu Felix Mitterer

Neu

Rezension zu "Keiner von euch" von Felix Mitterer

Ein Krimi zwischen Geschichte und Fiktion
Petrisvor 8 Stunden

Felix Mitterers Dramen haben mich durch meine Jugend und junge Erwachsenenzeit begleitet. „Sibirien“, ein Monolog, in dem die Zustände in Pflegeheimen angeprangert werden, lasen wir in der Schule und sahen die Verfilmung mit dem großartigen Fritz Muliar in der Hauptrolle. Und „Abraharm“, ein Stück über Schwulsein am Land, das 1993 im Linzer Landestheater uraufgeführt wurde, habe ich unzählige Male gesehen, ich reiste bis nach Telfs, um es bei den dortigen Festspielen nochmals sehen zu können. Mitterer saß ein paar Reihen vor mir. Ihn anzusprechen wagte ich nicht. „Abraham“ hat mich geprägt und sehr berührt.

Dementsprechend gespannt war ich auf Mitterers ersten Roman. Vorweg, mir hat er sehr gut gefallen, er war spannend, wie Theater oder Film. Allerdings war er tatsächlich ganz anders als erwartet.

Was der Roman nicht ist:

In letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, dass mein Verständnis eines Romans recht wenig damit zu tun hat, was von Verlag, Klappentext und oft auch Presse versprochen wird. So auch hier. Ein historischer Roman ist „Keiner von euch“ definitiv nicht, es kommen zwar historische Fakten und Persönlichkeiten vor, die werden aber sehr frei zu einer fiktiven Intrigengeschichte verwoben. Ich finde auch nicht, dass damit Angelo Soliman eine kraftvolle Stimme verliehen wird, denn die Fiktion überwiegt und es werden einige Klischees bedient. Der Verlag schreibt: „Österreichs beliebtestem und meistgespieltem Dramatiker – gelingt es, mit viel Feingefühl das Leben und Handeln von Außenseitern und gesellschaftlich Geächteten ins Zentrum seiner Werke zu stellen.“ Der zweite Teil des Satzes stimmt, im Mittelpunkt stehen Außenseiter, jene ohne Rechte, allerdings das Feingefühl habe ich nicht ganz gefunden, im Gegenteil, der Autor arbeitet mit sehr plakativen Mitteln und auch Klischees. 

Was der Roman ist:

Unglaublich spannend und rasant, sehr fantasievoll (man erfährt unter anderem eine neue Variante, für wen Mozarts Requiem war), eine sehr gelungene Mischung aus Historie und Fiktion, die Geschichte bildet lediglich die Basis, auf der frei (sehr frei) fabuliert wird, ein Roman, der Missstände anprangert, der die Wurzelen faschistoiden Denkens vorwegnimmt und erklärt. Eigentlich ist es auch ein Krimi, und ich musste die ganze Zeit an Mantel-und-Degen-Filme denken, gekämpft wird genug, Blut fließt auch. Der Theater- und Drehbuchautor kommt durch, das Tempo ist rasant, die Sprache hätte mehr Raffinesse vertragen.

Resümee:

Ich habe den Roman geliebt, mit Begeisterung gelesen, wobei ein paar Szenen grenzwertig trivial waren, aber da hat Felix Mitterer zu viele Sympathiepunkte bei mir, ihm verzeihe ich das und insgesamt war es Lesevergnügen pur!

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Rezension zu "Sibirien" von Felix Mitterer

Ich bin ein Mensch! Bitte das zu beachten!
Buchblumevor einem Jahr

Inhalt

die Die Anklage eines alten Mannes, den seine Familie ins Altersheim abgeschoben hat: Zwischen den quälenden Erinnerungen an seine Kriegsgefangenschaft in Sibirien und den Träumen von einer anderen Zukunft verbringt er seinen tristen Alltag in der Kälte des Heimes – entmündigt, gedemütigt und eingeschlossen. Das beklemmende und ergreifende Porträt eines Mannes, der einsam seinem Tod entgegenwartet – und ein packendes Plädoyer für das Recht auf Menschlichkeit und Würde.

Meine Meinung


Für mich war es etwas völlig Neues, solch einen Monolog zu lesen. Mich hat es überrascht, dass man durch das Gesagte einer einzelnen Person, so viel von deren Umgebung und anderen Personen mitbekommt. Trotzdem kommt mir der Protagonist dadurch sehr allein vor, obwohl er mit anderen Personen redet. 
Bei der Hauptperson handelt es sich um einen Choleriker, der sehr überzeugt von seiner Meinung ist. Trotzdem erschien es mir so, als würde ihm seine Familie viel bedeuten. Immer wieder versucht er zurück in den „Familienbund“ zu kommen. Er glaubt er sei ausgeschlossen worden, doch ich bin der Meinung, dass er immer noch ein Teil davon ist. Nur weil man nicht zusammen in einem Haus wohnt, heißt das nicht, dass man keine Familie mehr ist. 
Das Buch ist vom Schreibstil her sehr einfach zu lesen. Durch die vielen Wiederholungen haben die Wörter viel mehr Wirkung und man merkt sie sich. In den Worten liegt viel Ehrlichkeit und beim Lesen dachte ich immer, dass obwohl Körper des Protagonisten altert, sein Geist immer noch relativ jung ist. 

"Es ist unser Geheimnis.
Geheimnisse verbinden."

Das Buch ist für mich eine gelungene Aufzeigung, wie es in Altersheimen sein kann. Jedoch werden die wenigsten von uns wirklich einen gesamten Eindruck davon bekommen können, bevor wir nicht selbst in einem sind. Nur als Besucher bekommt man nicht alles mit.
In Altersheimen herrscht oft eine gedrückte Stimmung. Nicht weil das Personal diese Stimmung ausstrahlt, sondern weil man mit einem Altersheim nicht direkt Spaß verbindet. Viel mehr heißt es, Abschied zu nehmen und geliebte Menschen zu verlieren. Wie man mit dieser Situation umgeht, bestimmt die Stimmung, sowohl vom „Patienten“ als auch von den Angehörigen. Auch für die Pfleger dürfte es nicht leicht sein, in so einem Umfeld zu arbeiten. So erleben sie doch tagtäglich den Tod eines Menschen und die Trauer der Angehörigen.
Viele denken, dass es besser ist, zu Hause zu sterben. Trotzdem muss man beachten, dass dies auch für die Familienmitglieder nicht einfach ist. Immerhin muss die Person gepflegt werden und das erfordert viel Zeit. Stirbt der Betreffende dann, kann es auch sein, dass sich die Angehörigen Vorwürfe machen, es sei ihre Schuld.
Gibt es denn überhaupt ein gut oder besser? Denn ob ein Mensch nun im Altersheim stirbt oder zu Hause, er geht.

Fazit

Die Story finde ich an sich sehr gut und auch die behandelten Themen findet man nicht so oft in anderen Büchern, das macht dieses Buch einzigartig. Man kann das Buch durchaus als Warnung an die Gesellschaft auffassen und als Appell an die Menschlichkeit. Leider war die Stimmung in diesem Buch einfach zu gedrückt, weshalb es von mir nur 3 Blumen gibt.

"Es ist wohl nur Gleichgültigkeit.
Gleichgültigkeit.
Das schlimmste aller Gefühle.
Nein, kein Gefühl.
Der absolute Mangel an Gefühl.
Gefühlskälte.
Kälte.
Tausendmal kälter
als die klirrende Kälte Sibiriens."

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Rezension zu "Kein Platz für Idioten" von Felix Mitterer

Kein Platz für Idioten
Jessyxonexvor 2 Jahren

Das Drama "Kein Platz für Idioten" geschrieben von Felix Mitterer ist ein Stück, das mich zu tiefst gerührt hat.
Die Hauptperson spielt der behinderte Sebastian, der von seinen Eltern und Bekannten schlecht behandelt wird. Niemand nimmt sich Zeit für ihn, bis auf einem alten Mann, wird auch "der Alte" genannt. Er nimmt den Jungen bei sich auf und Sebastian wächst ihm schnell ans Herz.
Mehr werde ich zum Inhalt nicht verraten, sonst wäre es zu viel Spoiler.
Das Drama basiert nach einer wahren Begebenheit und zwar ist eine Mutter mit ihrem behinderten Kind aus einem Restaurant rausgeschmissen worden, das hat der Autor gesehen. Er hat dieses Stück 1977 als Hörspiel geschrieben, danach hat er es im Theater aufgeführt.
"Kein Platz für Idioten" spielt 1977 in Tirol und es erschreckend und enttäuschend zugleich, wie Leute damals mit behinderten Leuten umgegangen sind. Das Schlimmste war für mich, die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Die Mutter hat ihren eigenen Sohn gehasst, beschimpft und ihm den Tod gewünscht.
Ich finde, jeder soll das Buch einmal gelesen haben, denn es zeigt sehr gut, wie grausam Menschen sein können gegenüber Leuten, die "anders" sind und außerdem ist das Buch sehr lehrreich.

Jedoch Vorsicht!
Das Drama spielt in Tirol (Österreich), weswegen das Srück in Dialekt geschrieben worden ist.

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Gespräche aus der Community

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LovelyBooks Challenge 2018 „Sachbücher & Ratgeber“


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  3. Schreibe zu jedem Buch eine Rezension und ordne diese dem jeweiligen Bereich zu. Verlinke bitte deine Rezension in deinem Sammelbeitrag, nur so kann am Ende des Jahres ermittelt werden, ob du die Challenge geschafft hast.

Ziel der Challenge: 12 Bücher in 12 Monaten aus mindestens 3 unterschiedlichen Bereichen zu lesen und zu rezensieren.


Es ist egal, ob du Sachbücher oder Ratgeber liest. Diese können in diversen Formaten (Hörbuch, E-book, Print) vorgestellt werden. Wichtig ist, dass das jeweilige Buch vom Verlag bzw. Lovelybooks als Sachbuch/Ratgeber/Biographie geführt wird.


Primär sollte natürlich der Gedanke zählen, sich auszutauschen oder neue Bücher kennenzulernen. Doch was wäre eine Challenge ohne Gewinn!


Und das kannst du gewinnen:

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Zusätzliche Informationen

Felix Mitterer wurde am 05. Februar 1948 in Achenkirch, Tirol (Österreich) geboren.

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in 93 Bibliotheken

auf 3 Wunschzettel

von 2 Lesern aktuell gelesen

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