Felix Mitterer Sibirien

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Inhaltsangabe zu „Sibirien“ von Felix Mitterer

Die Anklage eines alten Mannes, den seine Familie ins Altersheim abgeschoben hat: Zwischen den quälenden Erinnerungen an seine Kriegsgefangenschaft in Sibirien und den Träumen von einer anderen Zukunft verbringt er seinen tristen Alltag in der Kälte des Heimes – entmündigt, gedemütigt und eingeschlossen. Das beklemmende und ergreifende Porträt eines Mannes, der einsam seinem Tod entgegenwartet – und ein packendes Plädoyer für das Recht auf Menschlichkeit und Würde.

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  • Rezension zu "Sibirien" von Felix Mitterer

    Sibirien

    Bokmask

    08. August 2009 um 00:25

    Autor: Mitterer, Felix Titel: Sebirien Originaltitel: Verlag: Haymon tb Original Verlag: Erschienen: 2008 Original Erschienen: Seiten: 72 ISBN-10: 3852188040 ISBN-13: 978-3852188041 Cover: TB Preis: 9,95 € [b]Inhaltsangabe:[/b] [quote] Eine ganz alltägliche Geschichte wird hier erzählt: Ein alter Mann wird nach einer Hüftopertion von seinem Sohn und seiner Schwiegertochter in einer "Nacht und NebelAktion" in ein Pflegeheim gebracht - "nach Sibirien deportiert" - wie der alte Mann sagt. Aus dem Familienverband ausgestoßen, von seinem geliebten Hund getrennt, kämpft er mit allen Mitteln, die ihm noch zur Verfügung stehen - mit Drohungen, Unterwerfung und Bestechung - um seine Menschenwürde, um jenen Platz in der Welt, den "draußen", außerhalb des Heimes in seiner Wohnung, eben schon die Jüngeren eingenommen haben. Er kämpft und lebt - und langsam erlischt etwas in ihm, die Kraft, die Hoffnung ... [/quote]Quelle: Amazon de [b]Meine Meinung[/b] Dieses Buch war mein zweites von Felix Mitterer, nach dem ich von dem ersten begeistert war, hatte ich natürlich eine sehr hohe Erwartungshaltung. Und die ist nicht enttäuscht worden. Der Klappentext sagt dem Leser unmissverständlich auf welches Thema er sich mit dieser Lektüre einlässt, dieses Thema ist keine leichte Kost. Für jemanden der selber schon in einem Altenheim gearbeitet hat birgt dieses Buch Erinnerungen und auch das Verständnis für manche Situationen die einem damals als unverständlich vorgekommen sind. Der Protagonist wird einem im laufe der Geschichte immer vertrauter und der Leser erlebt dessen Ängste, dessen Verzweiflung und das nicht glauben wollen was die Kinder ihm angetan haben. Der Alte Mann spricht von Deportation, was natürlich eine sehr heftige Aussage ist. Aber wenn man seine Gedanken und Gefühle über das Geschehene dagegen hält dann muss man dem alten Mann ein wenig recht geben. Alles ist ihm genommen, sein Zuhause, sein geliebter Hund, seine Freiheit. Sein gewohntes Leben. Selbst Bestechung führt nicht zu dem erwünschten Ziel. Je weiter die Geschichte fortschreitet, je mehr ist zu bemerken wie der alte Mann seinen Lebenswillen verliert. Zu verdenken ist ihm das nicht. Ich habe ein Buch gelesen welches aufrüttelt, geht fair mit euren alten Familienangehörigen um, schiebt sie nicht einfach ab. Ein Buch welches zum Nachdenken anregt, ist es wirklich das Beste für unsere Eltern oder Großelten? Und es ist eine Mahnung an die Altenheime, behandelt die alten Menschen nicht wie ein Stück Holz. Wozu natürlich mehr gehört als chronische Unterbesetzung, Zeitvorgabe wie lange der Pfleger sich mit jedem einzelnen Menschen befassen darf. Am Ende habe ich geweint, denn die Gefühle die einem entgegenschlagen können einfach nicht ignoriert werden, am liebsten hätte ich dem alten Mann ein lebenswertes Zuhause gegeben. Ich kann dieses Buch nur empfehlen! Und selber hoffen in so einer Einrichtung nie zu landen. Dieses Buch bekommt 5 von 5 Sternen von mir

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  • Rezension zu "Sibirien" von Felix Mitterer

    Sibirien

    Melli2505

    08. March 2009 um 16:25

    Ein kleines, aber sehr beeindruckendes Büchlein. Dem Monolog des alten Mannes lauschend, merkt der Leser ganz genau, wie seine anfängliche Wut in Resignation umschlägt. Erst versucht er sich zu widersetzten, dann die Schwestern zu bestechen, dann will er sich fügen und ganz zum Schluss gibt er auf. Es ist hart zu lesen, wie viel Macht die Pflege über die Patienten hat. Die Geschichte wurde 1989 geschrieben, und ich möchte behaupten, dass die Zustände in den Pflegeheimen heute nicht mehr so dramatisch sind wie heute. Trotzdem würde ich dieses Buch allen empfehlen, die in irgend einer Weise mit der Pflege hilfsbedürftiger Menschen zu tun haben. Es rüttelt wach, den Menschen zu sehen, der hinter der Hilfsbedürftigkeit und Krankheit wirklich steht!

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