Felix Stephan Slawa und seine Frauen

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Inhaltsangabe zu „Slawa und seine Frauen“ von Felix Stephan

"1962 studierte meine Großmutter in Leningrad. Sie ging eine Beziehung mit einem ukrainischen Juden ein und wurde schwanger, mit meiner Mutter. Als die Eltern ihres Freundes erfuhren, dass ihr Sohn keine 17 Jahre nach dem Holocaust eine Deutsche geschwängert hatte, musste er die Stadt verlassen und nach Hause zurückkehren. Die beiden haben sich daraufhin nie wiedergesehen."

Felix Stephan stammt aus einer ostdeutschen Familie, in der Disziplin und Prinzipientreue wichtiger waren als persönliche Befindlichkeiten. So fand seine Mutter als Teenager heraus, dass ihr Vater nicht ihr Erzeuger war, aber erst als 51-Jährige tritt sie zusammen mit ihrem Sohn die Reise zum unbekannten Vater, Slawa Falbusch, an. In der Westukraine angekommen, werden sie von der Familie des bereits verstorbenen Slawas mit offenen Armen empfangen. Und die neue jüdisch-ukrainische Verwandtschaft scheut weder Zeit noch Kosten, den einstigen Charmeur und erfolgreichen Psychiater Slawa im besten Licht zu zeichnen. Etwas zu perfekt für den Geschmack des ostdeutschen Enkels, der sich sein eigenes Urteil bilden möchte und Sanja, Slawas Sohn, in Israel besucht.

Unterhaltsam geschrieben :-)

— Ivonne_Gerhard

Gute Unterhaltung nahe der Realität, aber mit ein paar Schwächen im Verlauf...

— Svanvithe

Witzige Familiengeschichte mit spannenden Hintergründen

— NeriFee

Spannung fehlt

— minnie133

Leider ziemlich langatmig und dröge Familiengeschichte.

— Mrs_Nanny_Ogg

Autobiographisches Debüt. Nett zu lesen, aber wenige Highlights einer deutsch-ukrainischen Familienzusammenführung.

— AnTheia

Im Osten nichts Neues. In Israel auch nicht. Nett zu lesen, mehr aber auch nicht.

— ulrikerabe

"Literarischer Roadmovie!"

— classique

Familienzusammenführung der anderen Art

— Bibliomarie

Das Buch schaut von außen nach einer spannenden und etwas humorvollen Geschichte aus.

— Anja_Si

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  • Unterhaltsam geschrieben :-)

    Slawa und seine Frauen

    Ivonne_Gerhard

    13. December 2017 um 00:16

    Das Cover ist schon sehr einfach entworfen und mit dem Titel denkt man erst etwas anderes , als die Inhaltsangabe preis gibt und wird neugierig , was den jetzt auf einen im Buch wartet :-) die Gestaltung des Covers find ich recht schön und schlicht und man erkennt sofort den Titel und kann ihn lesen :-) das Buch enthüllt dann eine Reise durch eine interessante Familiengeschichte und deckt Geheimnisse und wahre Hintergründe des Großvaters auf. Es macht Spaß und ist unterhaltsam verpackt. Die Texte sind leicht und verständlich zu lesen und man kann dem Buch sehr gut folgen. Eine tolle Lese-Reise mit Spurensuche und einer interessanten Familie , die man dabei kennen lernen darf :-) zurück in die Vergangenheit :-)

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  • Begegnungen

    Slawa und seine Frauen

    Svanvithe

    03. November 2017 um 13:24

    In „Slawa und seine Frauen“ erzählt Felix Stephan eine wahre Geschichte. Eine über seinen Großvater Slawa. Und irgendwie auch über seine Mutter, dessen Tochter. Denn die findet als Fünfzehnjährige heraus, dass der Mann ihrer Mutter nicht ihr leiblicher Vater ist. Vielmehr stammt sie aus einer Beziehung zu eben jenem Slawa, Wjatscheslaw Falbusch, einem ukrainischen Juden, der ein charakterloser Mann gewesen sein soll und sich – angeblich – nicht eine Sekunde um seine Tochter bemüht habe. Es dauert unter anderem aus diesem Grund (ein weiterer ist, dass Mutter und Tochter in ihrem ganzen Leben kein persönliches Gespräch geführt haben, was unverzichtbar ist, wenn man mehr über den tatsächlichen Vater herausfinden will) noch einige Jahrzehnte, bis Stephans Mutter auf die Idee kommt, ihren Vater ausfindig zu machen. Das Schicksal will es, dass sie ihren Vater wirklich findet, allerdings lebt er nicht mehr. Doch da sind noch seine ukrainische Witwe Olga und die Halbgeschwister Ljuda und Sanja, und wie es scheint, ist die verlorene deutsche Tochter herzlich willkommen. Einer Reise in die Ukraine steht nichts mehr im Wege... Felix Stephan weiß, seine Leser zu unterhalten, er ist ein geübter Schreiber. Schließlich verdient er als Kulturjournalist sein Geld vor allem damit, seine Meinung über Bücher oder Filme zu Papier zu bringen. Nun steht er auf der anderen Seite. Der Titel ist etwas weit hergeholt, denn so viel Frauen gibt es in Slawas Leen gar nicht, und eine Beschreibung der Beziehungen steht auch nicht unmittelbar im Vordergrund. Vielmehr schildert Felix Stephan seine ganz persönlichen Eindrücke als Begleiter seiner Mutter auf drei Reisen (zwei in die Ukraine, eine nach Israel). Obwohl er sich dabei stilistisch nahe der Realität hält, sind seine Wahrnehmungen folgerichtig nicht neutral, sondern von seiner eigener Anschauung und Wertung geprägt. So gelingt es ihm mühelos, die Gegensätze zwischen einem Deutschland des Wohlstandes und der Ukraine mit zu großen Teilen vorhandenen sozialen Elends darzustellen. Begegnungen mit Menschen, ihre Fähigkeit, sich den Gegebenheiten anzupassen und sich trotz ihrer Sorgen und Nöte ihre Herzlichkeit zu bewahren oder sich ein schöneres Bild von einer nicht so vollkommenen Vergangenheit zu machen, rufen beim Autor einen gewissen Grad an Skepsis oder Verwunderung hervor. Seine Darstellung spickt Felix Stephan mit Ironie und Humor, die im Verlaufe des Geschehens etwas verloren gehen, wodurch sie an Frische und Schwung verliert und den Leser nicht mehr genug „mitnimmt“. Daneben bleibt die eigentliche Hauptperson teilweise auf der Strecke, weil über Slawa in einem eher geringen Maße berichtet wird. „Wir erforschten weniger das Leben von Slawa als die Geschichte, die Olga von ihrem Mann erzählen wollte. Wir waren in einem Slawa-Falbusch-Erlebnispark unterwegs, den Olga entworfen hatte.“ (Seite 172) Und am Ende ist der Leser ebenfalls unschlüssig: Vielleicht war Slawa Falbuschs Leben ein verzweifeltes oder ein zweifelndes. Ob es ein zweifelhaftes war, mag dahingestellt sein. 3,5 Sterne

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  • undurchsichtig

    Slawa und seine Frauen

    Laudia89

    23. October 2017 um 17:23

    Felix Stephan stammt aus einer ostdeutschen Familie, in der Disziplin und Prinzipientreue wichtiger waren als persönliche Befindlichkeiten. So fand seine Mutter als Teenager heraus, dass ihr Vater nicht ihr Erzeuger war, aber erst als 51-Jährige tritt sie zusammen mit ihrem Sohn die Reise zum unbekannten Vater, Slawa Falbusch, an. In der Westukraine angekommen, werden sie von der Familie des bereits verstorbenen Slawas mit offenen Armen empfangen. Und die neue jüdisch-ukrainische Verwandtschaft scheut weder Zeit noch Kosten, den einstigen Charmeur und erfolgreichen Psychiater Slawa im besten Licht zu zeichnen. Etwas zu perfekt für den Geschmack des ostdeutschen Enkels, der sich sein eigenes Urteil bilden möchte und Sanja, Slawas Sohn, in Israel besucht.Am Anfang bin ich sehr gut in das Buch rein gekommen. Es ist flüssig geschrieben und Spannugng wird aufgebaut. Aber irgendwann so ab dem ersten Viertel verliert man den Faden, weil man das Gefühl hat es gibt keinen. Es wird nach meiner Meinung sehr oft hin und her gesprungen. Der Titel des Buches passt auch nicht ganz mit dem Thema des Buches zusammen. Auch wenn es um meherer Frauen in seinem Leben geht. Sehr schön finde ich das Buch gestaltet. Es ist eine gute Lektüre nebenbei, aber ich habe mir persönlich mehr versprochen als das Buch her gibt.

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  • Amüsant und klug

    Slawa und seine Frauen

    NeriFee

    10. October 2017 um 20:18

    Auf "Slawa und seine Frauen" bin ich ganz zufällig aufmerksam geworden. Das Cover ist mehr als gelungen. Die Umschlaggestaltung allgemein ist sehr hochwertig und schön anzusehen. Der Titel als solcher hat mich nicht fangen können, dennoch hat mich die Geschichte neugierig gemacht. Und von dieser wurde ich nicht enttäuscht. Klappentext1962 studierte meine Großmutter in Leningrad. Sie ging eine Beziehung mit einem ukrainischen Juden ein und wurde schwanger, mit meiner Mutter. Als die Eltern ihres Freundes erfuhren, dass ihr Sohn keine 17 Jahre nach dem Holocaust eine Deutsche geschwängert hatte, musste er die Stadt verlassen und nach Hause zurückkehren. Die beiden haben sich daraufhin nie wiedergesehen."Felix Stephan stammt aus einer ostdeutschen Familie, in der Disziplin und Prinzipientreue wichtiger waren als persönliche Befindlichkeiten. So fand seine Mutter als Teenager heraus, dass ihr Vater nicht ihr Erzeuger war, aber erst als 51-Jährige tritt sie zusammen mit ihrem Sohn die Reise zum unbekannten Vater, Slawa Falbusch, an. In der Westukraine angekommen, werden sie von der Familie des bereits verstorbenen Slawas mit offenen Armen empfangen. Und die neue jüdisch-ukrainische Verwandtschaft scheut weder Zeit noch Kosten, den einstigen Charmeur und erfolgreichen Psychiater Slawa im besten Licht zu zeichnen. Etwas zu perfekt für den Geschmack des ostdeutschen Enkels, der sich sein eigenes Urteil bilden möchte und Sanja, Slawas Sohn, in Israel besucht.Der Autor schreibt sehr klug, informativ und humorvoll. Die Textpassagen lesen sich flüssig und so war es ein Leichtes, das Buch nicht aus der Hand legen zu wollen. Familiengeschichten sind in Buchform nie so wirklich meins gewesen. "Slawa und seine Frauen" hingegen war durchweg interessant und vor allem amüsant. Die Suche nach der Vergangenheit und den eigenen Vorfahren ist der hauptsächliche Handlungsstrang. Chaotische Familienverhältnisse und die Reise in die Ukraine prägen die Geschichte des Buches. Ich musste viel und oft lachen, fand das Buch sehr kurzweilig und kann es jedem empfehlen, der Humor versteht und lustige Bücher bevorzugt.

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  • Familienwurzeln

    Slawa und seine Frauen

    Lesemama

    09. October 2017 um 21:19

    Slawa und seine Frauenvon Felix Stephan Bewertet mit 3.5 Sternen Zum Inhalt:  Felix reist mit seiner Mutter in die Ukraine, denn sie erfährt nach über fünfzig Jahren, dass ihr Vater nicht ihr Erzeuger ist. Dieser ist Slawa, ein Jude und lebte in der Ukraine.  Felix Familie kommt aus dem Osten Deutschlands und war immer diszipliniert und linientreu, da ist es auch Jahre nach den zweiten Weltkrieg noch ein Unding von einem Juden schwanger zu sein.  Als Felix mit seiner Mutter in für Ukraine reiste, war der leibliche Vater schon verstorben, aber seine Familie lebte noch und nahm die zwei nur zu gerne auf.    Meine Meinung:  Der Roman ist eine Mischung aus Familiengeschichte und Geschichtsunterricht. Es gab Stellen, die fand ich sehr interessant und dann wieder langweilte mich der geschichtliche Hintergrund.  Ich erwartete eine Geschichte mit Familiengeheimnissen und bekam eine Aufzählung von verschiedenen Erlebnissen, denen für mich irgendwie die Handlung fehlte. Es war zum Teil lustig, zum Teil auch berührend, aber dennoch hat mich das Buch nicht erreichen können.    Fazit:  Ein Buch über die Familie des Autors (?) aber leider nicht so wirklich mein Fall. Es ist gut geschrieben, könnte mich aber nicht erreichen. Für Interessenten der ehemaligen DDR ist es bestimmt interessanter.

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  • Super

    Slawa und seine Frauen

    michaela_naumann

    08. October 2017 um 21:48

    Das Buch hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Das Cover ist einprägsam und macht neugierig auf den Inhalt, ist aber auch mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Die Figur des Felix Stephan, um den es hauptsächlich geht, ist sehr interessant dargestellt und man kann sich als Leser sehr gut mit ihm identifizieren. Die Handlung ist auf alle Fälle spannend, aber auch amüsant, denn er macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und will seine Vorfahren, besonders seinen Großvater kennen lernen und viel über ihn erfahren. Wir begleiten ihn auf diese Reise in den Osten und lernen eine besondere und chaotische Familie kennen, die nicht immer alles so darstellt, wie es ist. Hinter das wahre Geheimnis zu kommen, macht beim Lesen sehr viel Spaß.

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  • Spannung fehlt

    Slawa und seine Frauen

    minnie133

    08. October 2017 um 21:23

              Inhalt:Felix Stephan stammt aus einer ostdeutschen Familie, in der Disziplin und Prinzipientreue wichtiger waren als persönliche Befindlichkeiten. So fand seine Mutter als Teenager heraus, dass ihr Vater nicht ihr Erzeuger war, aber erst als 51-Jährige tritt sie zusammen mit ihrem Sohn die Reise zum unbekannten Vater, Slawa Falbusch, an. In der Westukraine angekommen, werden sie von der Familie des bereits verstorbenen Slawas mit offenen Armen empfangen. Und die neue jüdisch-ukrainische Verwandtschaft scheut weder Zeit noch Kosten, den einstigen Charmeur und erfolgreichen Psychiater Slawa im besten Licht zu zeichnen. Etwas zu perfekt für den Geschmack des ostdeutschen Enkels, der sich sein eigenes Urteil bilden möchte und Sanja, Slawas Sohn, in Israel besucht.Fazit:Der Geschichte fehlt in meinen Augen der rote Faden. Das Buch trägt den Titel "Slawas Frauen", jedoch habe ich bis zum Schluss nicht ganz verstanden, warum das Buch diesen Titel trägt. Wer sind jetzt genau die Frauen von Slawa?Die Geschichte plätschert einfach so vor sich hin - ohne roten faden, teilweise etwas verwirrend - aber eben ohne Spannungsbogen. Bei mir kam der Sinn des Buches nicht wirklich an.Positiv fand ich die abwechslungsreichen Gedankengänge politische Themen betreffend - das ist definitiv interessant zu lesen.         

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  • Mehr erwartet

    Slawa und seine Frauen

    flieder

    08. October 2017 um 20:30

    Die Mutter von Felix Stephan führt mit ihrer regimetreuen Familie ein beschauliches Leben in der ehemaligen DDR, als sie sehr spät erfährt, dass sie einst adoptiert wurde. Jetzt, mit 51 Jahren macht sie sich mit ihrem Sohn Felix auf die Suche nach ihren eigentlichen Wurzeln in der krisengeschüttelten Ukraine. Ihr richtiger Vater, Slawa Falbusch, war ein ukrainischer Jude, den sie leider nicht mehr kennenlernt, da er schon verstorben ist. Aber die restliche Familie nimmt die "fremde Tochter" mit offenen Armen auf und versucht von dem einstigen Charmeur Slawa, der zu seiner Zeit ein anerkannter Psychiater war, ein so erfolgreiches Bild zu malen, dass es Felix kaum glauben kann und seine eigenen Schlüsse zieht.Wer von dem Titel darauf schließt, dass es um einen Frauenhelden geht, irrt gewaltig. Es werden die verschiedenen Frauen, die mit Slawa verwandt oder befreundet waren, beschrieben. Man erfährt so einiges von dem schweren und doch manchmal humorvollem Leben, dass die Menschen in der ärmlichen Ukraine führen. Die Gegensätze zu unserem wohlhabenden Deutschland sind doch sehr gravierend. Auch die Menschen könnten verschiedener nicht sein. Mit dem Schreibstil hatte ich so manchmal meine Probleme und ich fand nicht richtig in das Buch rein. Vielleicht lag es auch daran, dass es nicht unbedingt mein Genre war. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass sich viele für dieses Thema interessieren und darüber ganz anders urteilen.

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  • Meine unbekannte Familie

    Slawa und seine Frauen

    SofieWalden

    04. October 2017 um 05:26

    Felix Stephan, Kulturjournalist bei einer renommierten Zeitung, macht sich zusammen mit seiner Mutter auf den Weg, seine eigenen unbekannten Wurzeln zu erforschen, seinen Großvater und damit auch seine diesseitige Familie kennenzulernen. Denn noch während seine Großmutter schwanger war, wurde ihr Freund, ein ukrainische Jude, von seinen Eltern zurück in die Heimat beordert, nachdem diese erfahren hatten, dass Großmutter eine Deutsche war, 17 Jahre nach dem Holocaust. Nach mühsamen Recherchen, einigen glücklichen Zufällen und der ersten traurigen Nachricht, dass sein Großvater Slawa selbst bereits sehr früh verstorben ist, kommt die Einladung von Slawas Familie, doch endlich in den Schoß der Familie 'einzukehren', nachdem man doch so lange darauf gewartet habe. Und so beginnt diese Reise, in das große Land hinter der EU-Grenze, zu einer großen, vielfältigen und sehr ungewöhnlichen Familie voller Herzlichkeit und Humor. Hier finden sich tatsächlich Wurzeln, das Gefühl der Vertrautheit und der Gemeinsamkeit, ohne sich jemals zuvor getroffen zu haben. Und dies ist nur der Anfang, denn die Welt ist bunt und die Familie auch. Ein unterhaltsames Buch, eine Familiengeschichte, das man mit einem Augenzwinkern erzählt bekommt, und die man als Leser auch als solche mit wirklich großem Vergnügen liest. Und das Besondere dabei, es ist wahr. Diese Familie ist echt, sie existiert und irgendein kleines Teilchen davon können wir mehr oder weniger auch in unserer eigenen Familie wiederfinden, was einem beim Lesen ein zusätzliches Lächeln abgewinnt.

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  • Geschichte

    Slawa und seine Frauen

    reni1950

    03. October 2017 um 16:07

    Die zentrale Figur des Buches ist Felix Stephan. Er macht sich auf, um mehr über seine Familie zu erfahren, besonders über seinen Großvater Slawa und unternimmt dafür Reisen in östliche Regionen. Ich finde das Buch unheimlich unterhaltsam geschrieben. Da ich aus der DDR stamme, interessiert mich das Kapitel des Kommunismus natürlich besonders, das ja damals hautnah gelebt wurde und ich finde diesen historischen Rückblick verbunden mit einer köstlichen Familiensaga einfach grandios. Der Schreibstil gefällt mir dabei sehr gut. Man findet sofort ins Geschehen hinein. Die Figuren sind sehr interessant und mit der richtigen Prise Humor angelegt worden. Von mir aus hätte das Buch gerne länger sein dürfen.

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  • Ein toller unkonventioneller Sprachstil, gepaart mit viel Selbstironie!

    Slawa und seine Frauen

    Marzena_Bok

    01. October 2017 um 22:33

    Die Familiengeschichte ist schöm erzählt und in vielen Situationen findet sich fast jede Familie wieder. Auf jeden ein Buch für alle, die gerne über das Familienleben und Alltagssituationen lesen. Ein toller unkonventioneller Sprachstil, gepaart mit viel Selbstironie! Das Buch ist autobiografisch: Felixs Mutter erfährt im Alter von 15 Jahren, dass sie adoptiert wurde, ihr wird aber erst mit knapp 50 Jahren klar, dass sie jetzt endlich handeln muss, wenn sie ihren leiblichen Vater noch kennen lernen will und dann beginnt die Suche...Der Vater Slawa ist aber leider schon verstorben, aber es gibt noch andere Familie.

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  • Auf der Suche nach den Familienwurzeln in der Ukraine

    Slawa und seine Frauen

    Mrs_Nanny_Ogg

    27. September 2017 um 07:58

    Felix Stephan hat einen autobiografischen Roman geschrieben, der sich mit der Suche nach den Geheimnissen seiner Familiengeschichte befasst. Im Klappentext heißt es: "1962 studierte meine Großmutter in Leningrad. Sie ging eine Beziehung mit einem ukrainischen Juden ein und wurde schwanger, mit meiner Mutter. Als die Eltern ihres Freundes erfuhren, dass ihr Sohn keine 17 Jahre nach dem Holocaust eine Deutsche geschwängert hatte, musste er die Stadt verlassen und nach Hause zurückkehren. Die beiden haben sich daraufhin nie wiedergesehen."Der Schreibstil des Autors in der Leseprobe hatte mir gut gefallen. Daraufhin hoffte ich, eine ironisch-kritische Beschreibung der unterschiedlichen Kulturen -  allein der Widersatz der ostdeutsche staatstreuen Großeltern zur mittlerweile verwestlichten Familie oder Osteuropa versus Westeuropa - zu lesen. Doch es blieb bei einem ziemlich langweiligen Hin- und Her zwischen Ost und West, mühsam zu lesenden Erzählungen und einem eher schattenhaft bleibenden Großvater. Das war leider kein Roman, der mich gepackt hat.

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  • Zweifelhaftes Leben?

    Slawa und seine Frauen

    aemy

    26. September 2017 um 14:42

    Klappentext: 1962 studierte meine Großmutter in Leningrad. Sie ging eine Beziehung mit einem ukrainischen Juden ein und wurde schwanger, mit meiner Mutter. Als die Eltern ihres Freundes erfuhren, dass ihr Sohn keine 17 Jahre nach dem Holocaust eine Deutsche geschwängert hatte, musste er die Stadt verlassen und nach Hause zurückkehren. Die beiden haben sich daraufhin nie wiedergesehen."   Die Geschichte wird aus Sicht von Slawas Enkel erzählt. Dieser schweift immer wieder ab und kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen und so weiter und so weiter. Die halbe Geschichte ist er eher mit sich selbst beschäftigt. Die andere Hälfte ist mit Informationen über Orte oder Leute gefüllt, die ganz entfernt vielleicht einen Bezug zum Geschehen haben, aber mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun haben. Und da ist man auch schon am Knackpunkt der ganzen Sache - es gibt keine eigentliche Handlung. Dass, was man letztendlich über Slawa erfährt, ist weder spannend noch besonders unterhaltsam und könnte man auch auf zehn Seiten zusammenfassen. Letztendlich ist das Buch wie ein Besuch bei unliebsamen Verwandten, die Geschichten erzählen, die einen eigentlich nicht interessieren.   Bis zur letzten Seite wartet man darauf, dass die eigentliche Geschichte beginnt - leider vergebens.

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  • Im Osten nicht Neues

    Slawa und seine Frauen

    ulrikerabe

    25. September 2017 um 13:22

    Der Journalist Felix Stephan begibt sich mit seiner Mutter auf die Suche nach deren leiblichen Vater. Mit 15 hat diese erfahren, dass nicht der Mann ihrer Mutter, sondern ein ukrainisch russischer Jude - Slawa Falbusch -  ihr Vater ist. Aufgewachsen in der DDR mit linientreuen Eltern, nach der Wende die neue Freiheit genießend wagt sie erst mit über 50 Jahren den Schritt, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Zwei Besuche in der Ukraine absolvieren die Stephans, der Vater respektive Großvater ist mittlerweile verstorben, sie lernen die Witwe des Mannes kennen und dessen Tochter samt Familie. Ein weiterer Sohn ist nach Israel emigriert, auch diesem wird ein Besuch abgestattet.Was auf den ersten Seiten eine humorvolle, vielleicht sogar schräge Roadstory erwarten lässt, verliert bald an Schwung. Die Geschichte liest sich zwar nett und flüssig, bietet aber nichts Neues. Mir drängte sich die Vermutung auf, dass nur ein Journalist, der wahrscheinlich über geeignete Kontakte verfügt, für dieses Buch ein Verlag hat finden können. Immer mehr steht auch nur das Empfinden des Journalisten im Vordergrund, von der Mutter liest man oft seitenweise nichts. Auch führt Stephan zwar Interviews mit Familienmitgliedern und ehemaligen Nachbarn, erfährt aber immer nur Stereotype über Slawa, die wahrscheinlich geschönt und nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen. Alles in allem ist trotz nicht ganz gewöhnlicher Familienkonstellation dem Roman nicht Erhellendes zu entnehmen. Aber das Cover ist schön.

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  • Familiengeheimnisse oder die Reise zu den eigenen Wurzeln

    Slawa und seine Frauen

    AnTheia

    24. September 2017 um 22:23

    Felix Stephan berichtet in diesem autobiographischen Debütroman über die Geschichte seiner eigenen Familie(zusammenführung). Seine Großmutter hat als junge Frau in Leningrad studiert und sich dort in den Ukrainer Slawa Fahlbusch verliebt. Die Liebesgeschichte hatte kein Happy-End. Aber Felix Großmutter bekam eine Tochter, die ohne ihren Vater in der ehemaligen DDR aufwächst und erst als Jugendliche erfährt, wer ihr Vater ist. Mit 51 unternimmt sie mit ihrem Sohn Felix eine Reise in die Ukraine, um die Familie ihres Vaters kennen zu lernen, der inzwischen verstorben ist. Es wird eine interessante Begegnung verschiedener Kultur(kreise) und auch eine Reise in die Vergangenheit, bei der der Autor erfährt, wer sein Großvater war, aber auch dass seine Familie alles daran setzt, Slawa nur im besten Licht erscheinen zu lassen. Was in der Leseprobe wie ein echt interessanter, humorvoller Roman erschien, konnte leider weder meinen Geschmack treffen, noch hat es meine Erwartungen erfüllt. Der Autor hat einen sehr guten sprachlichen Stil. Die Covergestaltung hätte mich neugierig gemacht und auf eine sehr humoristische Verarbeitung der DDR- bzw. Ostblock-Vergangenheit der Familie des Autors hoffen lassen. Die Gegensätzlichkeit beider "Kulturkreise" gelingt dem Autor schon ziemlich gut. Aber leider gelingt es ihm nicht, aus der doch sehr interessanten Familienkonstellation - Vater ist ukrainischer Jude, seine Familie lebt noch in der Ukraine und der Halbbruder der Mutter lebt in Israel - einen wirklich spannenden Familienroman zu machen. Die Geschichte "dümpelt" über weite Strecken nur so dahin, als Felix, seine Freundin aus Paris und seine Mutter, mehrmals die Familie in der Ukraine besuchen und so immer tiefer in die Geschichte um Slawa eintauchen. Slawa selbst bleibt für mich sehr unpersönlich und taucht nur in den Erzählungen von überlebenden Bekannten und Familienangehörigen auf. Der Autor lässt sogar durchblicken, dass er das Gefühl hat, seinen Großvater nie ganz greifen zu können, da nie klar war, ob die Bekannten Slawa so schildern, wie er wirklich war oder wie er von seinen überlebenen Nachkommen gern wahrgenommen werden möchte. Und so bleibt für mich die klare Frage, was der Autor hier mal abgesehen von der ungewöhnlichen Geschichte einer Familienzusammenführung wirklich erzählen möchte.

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